Wie entfesselt

Der Baum sollte brennen und der Baum brannte: Mit 5:0 schoss die U23 des TuS Westfalia Wethmar mit dem FC TuRa Bergkamen das Überraschungsteam der Liga ab und sendete somit ein mehr als dickes Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

 „Wir haben uns richtig gut präsentiert. Es ist uns gelungen, eine Mannschaft, die deutlich über uns steht zu schlagen und haben TuRa Bergkamen damit mehr als geärgert. Hervorheben muss man die geschlossene Mannschaftsleistung im Spiel gegen den Ball. Das war mehr als gut. Das hat uns letztlich auch zum Sieg verholfen. Die Stimmung war sehr ausgelassen und es haben alle mitgefeiert“, jubelte Coach Dominik Ciernioch und fügte noch hinzu: „In der Liga ist alles möglich. Wir sind nicht einfach zu bespielen und müssen auch erst mal geschlagen werden.“

Der klare Erfolg gegen das Überraschungsteam der Liga war eine Teamleistung, wie sie im Buche steht. Denn so waren tatsächlich alle, die im Kader der U23 stehen, am Platz, um ihre Mannschaft in diesem Spiel auf oder neben dem Platz zu unterstützen. „Auch die Kranken oder Verletzten waren am Platz, um uns anzufeuern. Da haben wir wieder mal gezeigt, dass wir eine geschlossene Einheit sind“, lobte Ciernioch die komplette Mannschaft.  In der Anfangsphase des Spiels zeigten die Grün-Weißen noch etwas zu viel Respekt vor dem Gegner. Als sie dann aber merkten, dass sie gut gegen den Ball spielten und Bergkamen Schwierigkeiten im Umschaltspiel nach Ballverlust hatte, wurde die Ciernioch-Elf immer mutiger und fand immer besser ins Spiel, je länger dieses dauerte. Als Spieler des Tages sollte sich dann Arne Neuhäuser herausstellen, der drei Tore und eine Vorlage zum klaren Erflog beisteuerte. „Für Arne freut es mich ganz besonders, da er in den letzten Spielen auch viel Pech hatte. Ich habe es ihm Donnerstag auch schon gesagt, dass ich mir sicher bin, dass er nicht nur ein Tor macht, wenn der Knoten bei ihm platzt“, sollte Ciernioch mit seiner Voraussage recht behalten.

Die Neuhäuser-Festspiele sollten mit seinem ersten Treffer in der 27. Minute beginnen. Steven Potthoff spielte einen Ball auf Rechtsaußen auf Jonas Allefeld, der den Ball nach starker Mitnahme dann in die Box flankte. Diesen Ball verpasste Neuhäuser noch, wurde dann aber vom hinter ihm stehenden Moritz Möller bedient, sodass er den Ball nur noch einzuschieben brauchte (27.). „Der Angriff war schon überragend ausgespielt“, freute sich Ciernioch. Aber auch der zweite Treffer stellte den Coach zufrieden. So leitete Allefeld mit einem Pass auf Möller einen Konter ein, der den Ball wieder raus auf Allefeld spielte. Der brachte den Ball dann scharf in die Box, wo Neuhäuser die Kugel nur noch über die Linie drücken musste (34.).

In der Halbzeitpause sprach Ciernioch davon, „dass Bergkamen versuchen wird, das Ding noch zu drehen. Wir müssen noch aggressiver gegen den Ball sein und die Konterchancen dann auch nutzen.“ Der Plan ging dann bereits kurz nach der Pause auch voll auf. Nach einer tollen Umschaltbewegung steckte Allefeld den Ball auf Neuhäuser durch, der sich nicht lange bitten ließ und das runde Leder ansatzlos in die Maschen knallte (50.). Einen besonders erfreulichen Treffer konnte Adam Schlierenkamp zum 4:0 erzielen. Schlierenkamp, der „dass ein oder andere Mal darunter ,gelitten‘ hat, dass ein Spieler von der 1. Mannschaft zur U23 stieß“, leitete seinen Treffer auch gleich mit ein. Er band Neuhäuser in den Angriff mit ein und machte nach seinem Pass dann zielstrebig den Weg in die Box, wo Neuhäuser ihn mit seinem Querpass am ersten Pfosten fand. Schlierenkamp hielt nur noch den Fuß hin und beförderte die Kugel über die Linie (64.). „Da muss man einfach ein Lob aussprechen, denn Adam reißt sich wirklich den Hintern auf und hat sich das einfach verdient.“, so Ciernioch.

Kurz vor Schluss durfte dann der Spieler des Tages unter dem Applaus seiner Mitspieler und der Zuschauer das Feld verlassen. Nach seiner Auswechslung durfte Neuhäuser dann noch einen weiteren Treffer bejubeln. Dieser fiel wieder aus einem starken Umschaltspiel heraus. Der Ball ging auf den Flügel auf Jan Steinkamp, der den Ball flach und hart in die Box brachte, wo Böllhoff auf den ersten Pfosten ging und den Ball dann einschweißte (87.). „Die Beiden geben auch immer Gas und haben sich mit diesen Leistungen für mehr beworben. Sie haben sich nach ihren Einwechslungen gut präsentiert“, sagt Ciernioch mit Blick auf die jeweils eingewechselten Böllhoff und Steinkamp.

 

von | Okt 6, 2020 | Allgemein, News