Wiedergutmachung gelungen

SG Massen – Westfalia Wethmar 3:3 (2:2). Das primäre Ziel wurde erreicht: Durch einen engagierten Auftritt und eine auf links gedrehte Einstellung ergatterte die 1. Mannschaft einen gerechten Punkt. „Man hat den Jungs den Siegeswillen angesehen“, lobte Co-Trainer Paul Mantei. „Die Vorgabe, die Zuschauer wieder zu versöhnen, nachdem wir sie zwei Mal ziemlich enttäuscht haben, haben alle umgesetzt.“ Außerdem bedankte sich Mantei bei den erneut mitgereisten Fans. „Es war schön, dass trotz der letzten Auftritte wieder zahlreich Anhänger mit dabei waren.“

Mit der vollen Ladung Energie im Tank erwies sich die Westfalia über neunzig Minuten als die bessere Mannschaft, die aus einer sicheren und stabilen defensiven Grundordnung heraus viele gute Aktionen im Spiel nach vorne hatte. An der Ausrichtung hatten auch das frühe 0:1 (6.) nicht viel geändert. „Massen hatte mehr Spielanteile, das hatten wir auch so erwartet! Nach dem Rückstand hatten wir den Gegner total im Griff“, erklärte Mantei, der nach Sonnens Doppelpack fast mit der Führung in die Kabinen gegangen wäre, doch weniger Sekunden vor dem Wechsel glich Massen plötzlich doch noch aus.

Es kam im Anschluss noch dicker, denn die Gastgeber stellten nach 48 Minuten ihren Vorsprung wieder her. Wethmar blieb dennoch geduldig und wurde am Ende durch Marcel Marks 3:3 (87.) verdientermaßen belohnt. „Das, was uns in den letzten Wochen so schlecht gemacht hat, haben wir heute vergessen lassen“, lobte der Co-Trainer. „Wir wollen nun in den beiden letzten Heimspielen daran anknüpfen und unseren Fans noch einmal richtig etwas bieten!“

TuRa Bergkamen – Westfalia Wethmar U23 4:2 (1:1). Alles andere als zufrieden war Traienr Dominik Ciernioch nach dem 2:4 beim Ortsnachbarn, das unter dem Strich völlig in Ordnung ging. „Wenn man sich hinten die Tore selber einschenkt und drei oder vier Akteure weder Leistung noch Einstellung bringen, kann man nichts gewinnen“, ärgerte sich der Übungsleiter, der auch die große Hitze nicht als Erklärung oder gar Entschuldigung gelten lassen wollte.

Dennoch gelang den Gästen zunächst die überraschende Führung durch Neuhäuser – der Vorsprung war allerdings nur möglich, da TuRa vor dem gegnerischen Tor Unglaubliches liegen ließ. „Unser Keeper Lukas Maschinski hat uns da mehrfach gerettet und einfach nur überragend gehalten“, lobte Ciernioch seinen Schlussmann, der den Ausgleich vor der Pause und im zweiten Durchgang drei weitere Treffer nicht verhindern konnte.

Ursächlich für die Vorentscheidung zum zwischenzeitlichen 1:4 waren haarsträubende individuelle Fehler. „Das waren einfach nur billige Geschenke, einige sollten sich tatsächlich einmal hinterfragen“, schloss Ciernioch seine Ausführungen, wohlwissend, dass bei diesem Gastspiel deutlich mehr möglich gewesen wäre. Nun sollen in den beiden kommenden Heimduellen gegen den feststehenden Meister Kamener SC und RW Unna auf jeden Fall noch einige Punkte her, um die Saison im Juni beim SV Bausenhagen ordentlich zu beenden.

Westfalia Wethmar III – SV Langsschede II 3:2 (3:1). Die 3. Mannschaft feierte auf heimischer Wiese endlich das Ende ihrer Durststrecke: Gegen den SV Langschede II gelang den Grün-Weißen ein knappes, aber völlig verdientes 3:2 (3:1).

Dabei genoss Trainer Andree Neuhaus nach Wochen der Personalnot ein ganz besonderes Gefühl an der Seitenlinie. „Heute hatten wir sechs Akteure auf der Auswechselbank“, meinte der Coach. „Somit konnten wir endlich einmal wieder personell reagieren und einigen Jungs nötige Verschnaufpausen verschaffen.“

Der Kader der Westfalia erfuhr kurz vor dem Spieltag eine echte Blutauffrischung, denn mit Oscar Rogge, Tim Nagel, Timo Uttendorf, Benedikt Uebbert und Felix von Oepen erhielten fünf ehemalige Wethmarer Spieler kurzfristig die Spielgenehmigung. „Das hat uns natürlich gut getan“, sagte Neuhaus, der nach zehn Minuten einen Einstand nach Maß bejubeln konnte, nachdem Rogge einen Doppelpack zum 2:0 geschnürt hatte. Nach dem 3:0 durch Jaszmann kassierten die Hausherren wenige Minuten vor dem Wechsel den Anschluss.

Dem drohenden Kräfteverschleiß trat der Coach dann mit frühzeitigen Wechseln entgegen, sodass der TuS auch nach dem 2:3 nicht aus der Bahn geriet und konditionell auf der Höhe blieb. „Es war bis zum Ende spannend, allerdings hätten wir den Sack deutlich früher zumachen müssen“, analysierte Neuhaus ein klares Chancenplus, das Brinkmann, Rogge, Czanietzki oder Khello nicht effektiv in Tore ummünzte.

Umso größer war letztlich die Erleichterung über den knappen Dreier. „Der Sieg war einfach wichtig für die Moral, sodass wir nun mit Volldampf in die letzten Spiele gehen können!“

von | Mai 15, 2022 | Allgemein, News