Als verschworene Einheit zum Sieg

Westfalia Wethmar U23 – SuS Kaiserau II 2:0 (1:0). Nach dem 0:5-Debakel in Overberge folgte die richtige Reaktion. „Heute muss ich einfach alle loben – die erste Elf, die Bank und auch die nicht einsatzfähigen Jungs an der Bande. Wir haben uns heute als echte Einheit präsentiert“, meinte Trainer Dominik Ciernioch erleichtert, denn von der ersten Sekunde an setzte der TuS alles um, was man sich in der Kabine vorgenommen hatte.

Vor allem die Arbeit gegen den Ball imponierte dem Wethmarer Coach. „Das war überragend, lediglich in der Schlussphase hat man gemerkt, dass wir zuvor viel investiert hatten.“ Die Gäste fanden über die gesamte Distanz kein Mittel und hatten „gefühlt nur einen gefährlichen Torschuss“ (Ciernioch). Stattdessen belohnte sich die Westfalia kurz vor der Pause mit der überfälligen Führung, als Neuhäuser nach einer Balleroberung auf Möller flankte – 1:0.

Der Anpfiff zur zweiten Halbzeit verzögerte sich um ein paar Minuten, da einige Anhänger der Gäste auf der Tribünenseite Pyrotechnik bzw. Rauchstäbe zündeten und den grünen Kunstrasen in eine riesige, den schwarz-gelben Vereinsfarben angepasste dichte Dunstwolke tauchten. „Wir haben die Personen dann schnell zur Rede gestellt und derartige Aktionen untersagt“, erklärte der 2. Vorsitzende Bernd Völkering. „Irritierend war, dass Vereinsverantwortliche aus Kaiserau trotz freundlicher Aufforderung keinerlei Anstalten machten, sich präventiv einzubringen und die Situation gemeinsam zu entschärfen. Letztlich waren die Jungs aber dann glücklicherweise  friedlich, auch wenn sie nach dem Abpfiff dann noch die eine oder andere Erklärung mehr brauchten, um unsere Sorgen in der Situation nachzuvollziehen.“

Die sportliche und damit richtige Antwort lieferte dann die U23 auf dem Platz. Die Hausherren erarbeiteten sich weiter fleißig Chance um Chance, ehe Allefeld nach einem flinken Konter die Entscheidung herstellte (69.). Langenkämper, Neuhäuser, Böllhoff und Allefeld verpassten im Anschluss an ein viel deutlicheres Resultat, was Ciernioch allerdings nicht zur Kritik animierte. „Das wäre Meckern auf höchstem Niveau“, schmunzelte der Trainer, der sich ganz besonders freute, dass auch die Null hinten stehen bleiben sollte.

FC Overberge II – TuS Westfalia Wethmar III 3:1 (1:0). Personell weiterhin nicht auf Rosen gebettet ist die 3. Mannschaft des TuS Westfalia: Trotz einer starken und beherzten Leistung reichte es am Ende nicht, um aus Overberge Zählbares mitzunehmen. Trainer Andree Neuhaus formulierte allerdings nach dem Abpfiff keinerlei Vorwürfe. „Die Jungs haben alles gegeben und mehr als eine Stunde lang klar den Ton angegeben, leider haben wir es verpasst, die entscheidenden Tore zu erzielen.“

Nach etwas als sechzig Minuten nämlich musste Andre Schmidt verletzt vom Platz, nachdem Neuhaus zu Spielbeginn schon acht Aktive ersetzten musste. „Das hat unserem Spiel einen Bruch versetzt“, erkannte Neuhaus. „In dieser Phase kam der Gegner wieder besser in die Partie, während wir nicht mehr zusetzen konnten.“

Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1, nach dem die Hausherren früh durch einen Elfmeter in Fron gegangen waren und Marcel Brinkmann wenige Minuten nach dem Seitenwechsel egalisiert hatte. Trotz spielerischer Überlegenheit und bester Torchancen konnten die Grün-Weißen ergebnistechnisch allerdings nicht zulegen, sodass Overberge letztlich den längeren Atem hatte und mit zwei Treffern auf 3:1 entscheidend davonzog.

Trainer Neuhaus nahm es sportlich und blickte schnell voraus. „Ich freue mich einfach darauf, wenn sich die angespannte Lage innerhalb unseres Kaders wieder entspannt. Dann sind wir auch gegen die Top Vier der Liga konkurrenzfähig.“

 

von | Okt 31, 2021 | Allgemein, News