Zwei Mal nix
TIU Rünthe – Westfalia Wethmar 4:1 (4:1). Erste Saisonniederlage für den TuS: Nach einer ganz schwachen ersten Hälfte stand die Niederlage praktisch und faktisch schon zum Seitenwechsel fest.
„Es war ein gebrauchter Abend“, meinte Trainer Dominik Ciernioch um kurz vor halb acht nach der späten Anstoßzeit. „TIU hat eine gute Truppe, hat vor allem in der Offensive eine extreme Qualität, die wir heute schmerzlich zu spüren bekommen haben!“
Der Coach bewertete die Niederlage als völlig verdient und ärgerte sich über die schlechteste Leistung seit langer Zeit, die gleichbedeutend war mit der ersten Pleite seit über einem Kalenderjahr. „Das war einfach gar nix! Wir haben dem Gegner durch individuelle Fehler die drei Punkte quasi geschenkt!“
Beispielhaft für die Geberlaune waren die Gegentreffer zwei, drei und vier. „Wenn man gegen zwei derartige Stürmer auf diese Weise verteidigt, wird man zwangsläufig bestraft“, monierte der Coach, der seiner Elf nur fünfzehn Kreisliga-taugliche Minuten zu Beginn attestierte, auch wenn schon 23 Sekunden das 0:1 einschlug. „Danach haben wir uns jedoch noch nicht beirren lassen, sondern unser Spiel durchgezogen.“ Nur 90 Sekunden später konnte Allefeld ausgleichen und die Hoffnung auf den dritten Sieg in Serie schüren.
Danach jedoch war es schnell vorbei mit der Herrlichkeit der Grün-Weißen, die zwar wie bekannt große Personalprobleme vor dem Anpfiff hatten, hinterher aber nicht nach Ausreden suchen wollten. „Wir haben einen sehr großen Kader. Das müssen wir auffangen können, dabei aber auch bereit sein zu leiden!“, meinte Ciernioch, der nun auf eine Reaktion seines Teams hofft. „Ich hoffe, dass nun alle verstanden, dass uns niemand etwas schenkt, sondern dass wir in jeder Partie hundert Prozent abrufen müssen!”
VfK Weddinghofen – Westfalia Wethmar II 2:1 (2:0). Auch die bisher weiße Weste der 2. Mannschaft hat die ersten Flecken: Beim VfK Weddinghofen verlor die Reserve mit 1:2 – und dies vollkommen zurecht.
„Das war nix heute!“, zeigte sich auch hier Spielertrainer Dustin Kampmann etwas konsterniert. „Wir haben einen verhältnismäßig schwachen Gegner selbst unnötig stark gemacht, die ersten zwanzig Minuten komplett verpennt und im Prinzip schon in dieser Phase das Spiel verloren.“
Weddinghofen bot auf eigenem Rasen eigentlich nur lange Bälle an – ein taktisches Rezept, was der Westfalia eigentlich hätte liegen müssen, allerdings war der Fehlerteufel der unsichtbare zwölfte Mann in den Reihen der Grün-Weißen. „Vom Passspiel bis hin zur Annahme – zu viele Dinge haben heute einfach nicht gepasst“, ärgerte sich Kampmann. „So gewinnst du kein Spiel!“
Lediglich in der letzten halben Stunde bäumten sich die Gäste noch einmal auf und markierten durch Kühlkamp den in dieser Phase nicht unverdienten Anschluss zum 1:2, nachdem es zur Pause schon 0:2 gestanden hatte. Trotz vieler guter Chancen verpasste der TuS jedoch den Ausgleich auf der Zielgeraden. „Auch das war leider kläglich“, räumte der Spielertrainer ein und sprach im Anschluss von einem gerechten Ausgang der Partie. „Das war völlig unnötig. Weddinghofen hat nichts für das Spiel getan, leider waren nicht gut genug, um dies zu nutzen, denn die Chance ungeschlagen zu bleiben, war ohne Zweifel da.“