Zwei Mal mit Kampf und Leidenschaft erfolgreich
SV Bausenhagen – Westfalia Wethmar 2:3 (1:0). Es war etwas beschwerlich, doch am Ende stand auf dem ungeliebten und berüchtigten Naturrasen auf der „Alm“ der elfte Dreier hintereinander.
Der TuS verbuchte zu Beginn viel Ballbesitz, brauchte aber gleichzeitig etwas Eingewöhnungszeit, um auf dem ungewohnten Untergrund zurechtzukommen. Der Gegner operierte mit altbewährtem Rezept und suchte sein Heil in langen Bällen, die die Gäste zunächst souverän verteidigten. Nach guten Chancen durch den Comebacker Luca Fabio Meyer, Moritz Möller und Till Kowalski schlug es dann plötzlich auf der anderen Seite ein: Ein weiter Schlag verursachte dann doch ein kurzzeitiges Chaos in der Wethmarer Defensive und die Hausherren markierten das 1:0.
Wenig später der nächste Schock: Ein weiterer langer Ball, gefolgt von einem zu kurzen Rückpass und einem klaren Foul, war gleichbedeutend mit einem Elfmeter, den Bausenhagen aber neben das Gehäuse setzte. Im Anschluss verpasste es der TuS trotz weiterer teils hochkarätiger Gelegenheiten, noch vor der Pause auszugleichen.
Dies gelang erst im zweiten Abschnitt: Nach kurzer und knackiger Kabinenansprache kamen die Gäste noch entschlossener zurück auf das Feld und Till Kowalski gelang mit einer als Flanke getarnten Bogenlampe ins lange Eck das 1:1. Danach ging es Schlag auf Schlag, die Dominanz der Gäste wuchs vom Minute zu Minute, sodass Oskar Koert nach einer Stunde die Partie drehte und Niklas Rogge per Super-Volley nach einer weiteren Vielzahl an Chancen schließlich spät entschied (88.).
Der SVB, der zusehends müder wurde, wehrte sich nur noch ein Mal und verwandelte den zweiten Elfmeter des Tages in der Schlussminute zum 2:3-Endstand. „Die Jungs haben eine gute Partie abgeliefert“, meinte Co-Trainer Jonas Osterholz. „Lediglich über die Chancenverwertung müssen wir nochmal in Ruhe reden!“
Romania Unita – Westfalia Wethmar II 1:1 (0:1). Voll des Lobes schloss Spielertrainer Dustin Kampmann am Ende des Spieltages die Kabine ab. „Wir kehren mit einem starken Punkt im Gepäck zurück. Mit nur zwölf Mann auswärts auf einem echten Acker bei einer offensiv brutal starken Romania ist das ein wirklicher Erfolg für uns!“
Die Personaldecke der Westfalia war ziemlich fransig: Vier Akteure des Rumpfaufgebots hatten seit Monaten kein Pflichtspiel mehr absolviert, Kampmann musste einmal mehr zwischen den Pfosten aushelfen und auf der Bank saß entsprechend nur ein „Joker“. „Wir haben uns richtig eingeschworen“, blickte der Coach zurück. „Die Jungs haben jeden Zweikampf geführt und leidenschaftlich als Kollektiv verteidigt.“
Das war auch bitter nötig, denn Romania stellt den mit Abstand besten Torschützen der Liga, der sich aber an Phil Kampmann und Malte Bergmann die Zähne ausbiss und lediglich durch zwei erbärmliche Schwalben auffiel. Die Gäste konnte sich außerdem auf Strippenzieher Tim Nagel verlassen, der mit seiner Ballkontrolle und seiner unfassbaren Ruhe am Ball wichtige Zeit und Räume schaffte. Die Wethmarer Führung passte letztlich in das Gesamtbild einer geschlossen starken Leistung, denn ausgerechnet Co-Trainer Lennard Hirsch gelang mit einer kuriosen Bogenlampe das 0:1 (34.). „Absoluter Wahnsinn!“, kommentierte Kampmann.
Mit der Führung gingen die Grün-Weißen dann auch in die Pause, weil Romania nicht über drei Chancen hinauskam, die entweder der Keeper oder schon zuvor die Vorderleute entschärften. Nach Wiederanpfiff legten die Hausherren erwartungsgemäß ein paar Kohlen nach, nun landeten viele Bälle Wethmarer Strafraum bzw. direkt in Tornähe. Schließlich gelang den Hausherren nach einer der vielen Ecken das verdiente 1:1, das jedoch noch einmal einen Weckruf bedeutete, denn Wethmar hielt wieder mehr dagegen und verpasste die erneute Führung. Allerdings hatte auch der Gastgeber noch mehrfach das Siegtor auf dem Schlappen.
Letztlich reichte es aber zu einem wichtigen Auswärtspunkt – ein weiteres Remis aus den letzten vier Spielen (am Mittwoch geht es zum Nachholspiel nach Billmerich) wäre auch endlich rechnerisch gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt.