“Wir sind wieder da!”

Westfalia Wethmar – BW Alstedde 1:1 (0:0). Nicht der hart erkämpfte Punktgewinn an sich stand für Trainer Dominik Ciernioch im Mittelpunkt seines Fazits, sondern vielmehr der kollektive Auftritt seiner Elf. „Das war für uns heute ein Wendepunkt nach wirklich schweren sportlichen Zeiten“, unterstrich der Wethmarer Coach. „Die Jungs haben zusammengehalten, gekämpft und entgegen der Erwartungen mancher Experten ein starkes und besonders gerechtes Resultat eingefahren.“

Flutlicht, angenehmes Herbstwetter, weit über 500 Zuschauer: Der äußere Rahmen war zum Anpfiff um 19.35 Uhr gesteckt, als die beiden Teams in Begleitung von Wethmarer und Alstedder Einlaufkindern die stimmungsvolle Arena betraten. Das große sportliche Spektakel sollte aber noch etwas auf sich warten lassen, denn die erste Hälfte verlief rund um das Abtasten beider Teams noch wenig aufregend. „Es gab nur wenige echte Highlights“, sagte Ciernioch, der allerdings schon zu diesem Zeitpunkt zufrieden war. „Wir waren voll auf der Höhe und haben jeden nötigen Weg mitgemacht!“

Nach dem Wechsel startete die Partie furios: Nach einem guten Pressing spitzelte Fabian Kowalski den Ball im Strafraum quer auf Jan Richter, der überlegt zur Führung einschob (47.). „Das war ein geiler Moment“, beschrieb Ciernioch Gänsehaut-Szenen im Tollhaus der „TWW Aurubis Arena“. Die Gäste waren kurz geschockt, denn der TuS setzte in seiner besten Phase nach – dennoch fiel aus dem Nichts der Ausgleich nach einem doppelt abgefälschten Schuss aus der zweiten Reihe (53.).

Trotz dieses Zufallsprodukts der Blau-Weißen sprach Ciernioch später vom Spielglück, das endlich auch mal wieder auf Seiten der Westfalia vorbeischaute, denn in der Folge blieb Alstedde brandgefährlich und hatte in einer nun spannenden und gutklassigen Partie bei zwei Alutreffern großes Pech am Stiefel.

Letztlich hätte das Pendel aber auch noch auf Wethmars Seite ausschlagen können, denn in der Nachspielzeit scheiterte zunächst Koert mit einem präzisen Flachschuss, ehe der eingewechselte Hermes aus halbrechter Position mit seinem schwächeren rechten Fuß knapp verzog. „Da hätte er sich unsterblich machen können“, schmunzelte Ciernioch, der aber nicht ansatzweise im Bösen in die Nacht ging. „Ich habe ausnahmslos glückliche Gesichter gesehen, alle haben es genossen. Die Jungs haben gemerkt, was sie können und dass in Zukunft wieder mit uns zu rechnen sein wird!“

Nach einer zweiwöchigen Pause – am nächsten Wochenende ist wegen Totensonntag spielfrei – geht es ins letzte Duell des Jahres gegen GS Cappenberg. „Darauf bereiten wir uns nun vor. Wir wollen natürlich mit einem Dreier abschließen!“, blickt der Coach voraus.

von | Nov. 16, 2025 | Allgemein, News

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