Verpasste Großchancen kosten zwei Punkte
BW Alstedde – Westfalia Wethmar 2:2 (1:1). Was für ein rassiges Derby. Nach neunzig spannenden Minuten trennten sich die beiden Nordlüner Lokalrivalen leistungsgerecht unentschieden.
„Es war wichtig, am Ende nicht als Verlierer dazustehen“, sagte Trainer Dominik Ciernioch. „Wir haben Alstedde weiter auf Abstand gehalten!“ Seine Mannschaft bewertete er in der Rückschau als mutig, kampf- und laufstark. „Abgesehen von der letzten halben Stunde waren wir die bessere Truppe!“
Früh allerdings gingen die Gastgeber in Front, ein Konter brachte nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbegegnung das 0:1. Wethmar allerdings antwortete schnell und war deutlich am Drücker, Voß setzte Jäger perfekt in Szene – 1:1 (21.).
Die Hausherren wackelten nun bedenklich und hatten einige brenzlige Situationen zu überstehen, insbesondere als Kowalski nicht Neuhäuser querlegte, um den Keeper sicher zu überwinden. Wenige Augenblicke setzte Fischer die Kugel völlig frei neben den Kasten.
Auch nach der Halbzeit bekam BWA die Offensive des Gegners nicht in den Grill, Neuhäuser konnte aber auch den nächsten Höchstkaräter nicht nutzen. Erst Jäger sorgte letztlich nach schönem Steilpass abgezockt für die Führung (56.).
„Danach müssen wir uns hinterfragen!“, gab Ciernioch zu. „Wir haben nur noch verteidigt, ohne Entlastung, ohne Ballbesitz!“ Das konnte nicht gutgehen und so erhöhte Alstedde den Druck, um zehn Minuten vor dem Ende dann auszugleichen: Dvorak reagiert erst bärenstark gegen Frenzel, doch dessen Abstauber landete im Netz.
Der Coach trauerte schließlich den verpatzten Chancen hinterher. „Ich bin mir sicher, dass ich noch einige Albträume haben werde“, grummelte Ciernioch. „Die drei großen Möglichkeiten hätten die Partie für uns entscheiden müssen.“
SV Bausenhagen II – Westfalia Wethmar II 3:1 (3:1). In Bausenhagen auf der Alm war für die Westfalia leider nichts zu holen, schon zur Pause stand der Endstand fest.
„Auch die schwierigen Platzverhältnisse haben uns das Spiel schwer gestalten lassen“, sagte Co-Trainer Marco Busche nach Abpfiff. Dies sollte aber nicht die mangelnde Einstellung und den fehlenden Zugriff auf die wichtigen Zweikämpfe entschuldigen.
So brachten die Gäste den körperlich überlegenen Gegner kaum in Gefahr, abgesehen von Löhrkes Ausgleich nach einer knappen halben Stunde. „Das war einfach nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, sagte Busche. „Darüber wird zu reden sein, denn ansonsten wird die Lage immer prekärer.“ Am nächsten Sonntag wartet dann mit dem Derby gegen Alstedde II der nächste echte Brocken.