TuS trauert um Heinz Böhnke
Der TuS Westfalia Wethmar trauert um einen alten Weggefährten: Heinz Böhnke ist am vergangenen Freitag nach schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren verstorben.
Der Inhaber der Trainer-A-Lizenz machte in seiner sportlichen Vita zwei Mal Station am Cappenberger See: Dabei übernahm er im Jahre 1997 die 1. Mannschaft und etablierte die Grün-Weißen stets im oberen Tabellendrittel. In seiner letzten Saison 2001/02 führte er das Team zusammen mit seinem „Co“ Andreas Hermes, der heute als Sportlicher Leiter beim TuS fungiert.
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Sechs Jahre später folgte das Comeback: Böhnke, selbst immer leidenschaftlicher Tennisspieler und Fahrradfahrer, übernahm die B-Junioren der Westfalia und führte die jungen Kicker für mehrere Jahre an. Auch im Dortmunder Raum stand er zuvor an der Seitenlinie und unter anderem bei Alemannia Dortmund, dem VfR Sölde sowie später auch bei BW Alstedde unter Vertrag.
Nicht nur als Trainer, sondern auch als aktiver Spieler hinterließ „Heini“ früh seine Spuren: Dabei spielte der gebürtige Ostpreuße Anfang der 60er Jahre bei Borussia Dortmund und klopfte als Jung-Senior sogar an die Tür der 1. Mannschaft. Aufgrund einiger Verletzungen und auch Differenzen mit dem damaligen Coach und späteren Meistertrainer von 1860 München und dem 1. FC Nürnberg Max Merkel wechselte der laufstarke Akteur allerdings zu Alemannia Dortmund.
„Heinz war im wahrsten und besten Sinne einer vom alten Schlag“, sagt Bernd Völkering, selbst aktiver Spieler unter Böhnke und späterer Jugendleiter. Er habe beim TuS sowohl bei den Senioren als auch bei den Junioren in jeweils prekärer Situation übernommen und die Mannschaften stabilisiert. „Er hat dabei sich selbst und andere nie geschont, immer hundertzehn Prozent eingefordert und auf Tugenden gesetzt, die heutzutage leider nicht mehr immer ganz oben auf der Tagesordnung stehen!“
Der „alte Knochen“, wie er sich selbst und andere gerne nannte, sei mit seinen Spielern immer authentisch und aufrichtig umgegangen. „Leidenschaft, Ehrgeiz und Disziplin auf sowie Kameradschaftlichkeit, Aufrichtigkeit und Zusammenhalt neben dem Platz waren sein Anspruch. Dabei ist er immer Mensch geblieben!“, erinnert sich Völkering, der mit einem dankbaren Augenzwinkern ergänzt: „Er formulierte seine Marschroute immer klar und deutlich, wobei sein hintergründiger Humor und sein ironischer Witz manchmal auch spontan für nachdenkliche Falten auf der Stirn seines Gegenübers sorgten.“
Der TuS wird Böhnke, der seine Frau, zwei Kinder und Enkelkinder hinterlässt, ein ehrendes Andenken bewahren.