Trainingsbetrieb wird in dieser Woche ausgesetzt

„Das Herz sagt ja – der Kopf sagt nein!“ Unter dieses Motto lässt sich die Meinungsfindung innerhalb der Vorstandsgremien des TuS Westfalia Wethmar zum Thema Trainingsbetrieb für diese Woche wohl sehr treffend skizzieren.
 
Nachdem die (Falsch-)Meldung des Fußballkreises Dortmund revidiert wurde, dass der Kreis Unna und die Stadt Lünen keine Platzssperrung vornehmen, wurde die Gesamtlage – durchaus auch kontrovers – diskutiert. Ebenfalls tagte parallel erstmals auch der Corona-Arbeitskreis der Lüner Fußballvereine unter der Leitung von Florian Dellbrügge (BV 05 Lünen) mit fünf Vereinen (ein sechster Verein war entschuldigt) zu diesem diffizilen und brisanten Thema. Inhaltlich war man relativ schnell einer Meinung, was sich letztlich im Beschluss des Vorstandes wiederspiegelt, den Trainingsbetrieb vorerst auszusetzen.
 
Die Gründe stellen sich wie folgt dar:
  • die Corona-Inzidenzzahlen im Kreis Unna sind zur Zeit höher als in der Stadt Dortmund; dort (und in Bönen und Kamen) ist Training untersagt, des Weiteren auch in Hamm (Inzidenz dort über 240). 
  • die Schulen befinden sich aktuell im Distanz-Unterricht. In der bisherigen Zeit stand Präsenz- oder zumindest Wechselunterricht auf dem Stundenplan. Unter dem Stichwort „Kontaktvermeidung“ und „Kontaktreduzierung“ würde ein Trainingsbetrieb der vorgenannten Strategie zuwiderlaufen.
  • auch wenn laut Gutachten wenig Gefahr der Ansteckung auf dem Sportplatz vorhanden ist und bisher beim TuS erfreulicherweise keine diesbezüglichen Fälle zu vermelden waren, haben der gesamtgesundheitliche sowie der gesellschaftliche Ansatz und die Verantwortung auch für den Sportverein TuS Westfalia Wethmar eine hohe Relevanz.
  • durch den am gestrigen Montag durch den FLVW verkündeten Saison-Abbruch haben Mannschaften und Aktive keinen sportlichen Druck, möglichst schnell wieder auf den Kunstrasen zurückkehren zu müssen, sodass die gesundheitlichen Aspekte deutlich in den Vordergrund zu stellen sind.
Aus diesem Grunde haben sich die Verantwortlichen des TuS letztlich entschieden, auf eine Durchführung des Trainingsbetriebes in der aktuell 16. Kalenderwoche zu verzichten. Einhellig war man mit den Lüner Vereinen der Arbeitsgruppe der Meinung, aufgrund der dann aktuellen Faktenlage zum Wochenende eine erneute Prüfung der Möglichkeiten durchzuführen. Hygiene-Beauftragter und 1. Vorsitzender Stephan Polplatz resümierte nach den aufreibenden Gesprächen: „Ich freue mich, dass diese Arbeitsgruppe zustande gekommen ist und zumindest fünf bis sechs Vereine mit Jugendabteilung bündelt, ähnlich wie es teilweise in anderen Kommunen wie zum Beispiel in Kamen der Fall ist. Ein großer Dank gilt auch meinen Vorstandsmitstreitern, die sich sehr ausführlich und mit hohem Veranwortungsbewusstsein mit dem Thema auseinandergesetzt haben!“

von | Apr 20, 2021 | Allgemein, News