Tabellenzweiter mit 100 Saisontoren
Westfalia Wethmar – TuRa Bergkamen 6:1 (3:0). Ein bemerkenswertes Ausrufezeichen setzte die Erste im Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten. Mit diesem Dreier zog Wethmar dank des besseren Torverhältnisses an TuRa vorbei und erzielte ganz nebenbei das 100. Saisontor.
Die Hausherren starteten optimal in die Partie und gingen früh durch Fabian Kowalskis tollen Weitschuss mit 1:0 in Führung. Danach blieb Wethmar drückend überlegen, arbeitete intensiv und erfolgreich gegen den Ball und münzte die Dominanz in einen zweiten Treffer um: Neutzner schweißte die Kugel nach Hennes‘ schöner Vorarbeit ins lange Eck.
Als dann noch Till Kowalski mit dem Pausenpfiff in beeindruckender Arjen-Robben-Manier und mit Hilfe des Innenpfostens zum 3:0 traf, war die Partie beim Seitenwechsel fast schon entschieden. Dennoch sprühte der TuS weiterhin vor Spielfreude und markierte durch „Joker“ Koert den vierten Treffer. Die Gäste fanden fast gar nicht statt und schwächten sich nach einer knappen Stunde mit einer völlig unnötigen roten Karte wegen Beleidigung selbst, sodass die Hausherren leichtes Spiel hatten und es sich sogar leisten konnten, einen Gang zurückzuschalten. Ein Eigentor besorgte schließlich das 5:0, Stüwe setzte nach dem Anschlusstreffer im direkten Gegenzug den Schlusspunkt (88.).
Westfalia Wethmar II – SuS Rünthe 0:3 (0:1). „Das war ein bitterer Tag heute“, resümierte Spielertrainer Dustin Kampmann, der dennoch ein starkes Spiel gesehen hatte. „Rünthe ist einfach ein sehr guter Gegner, meine Jungs haben es aber über weite Strecken wirklich gut gemacht.“
Allerdings räumte der Coach ehrlich ein, dass das Ergebnis insbesondere aufgrund der ersten Halbzeit völlig in Ordnung ging. „Die haben uns vor dem Seitenwechsel klar im Griff gehabt“, sagte Kampmann, dessen Team viel zu zögerlich und zweikampfschwach agierte, sich nur eine kleine Chance erarbeiten und dank Keeper Panzer mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Kabinen gehen konnte. Ein ganz anderes Bild bot sich dann in der zweiten Hälfte: Die Grün-Weißen drehten mächtig auf und drückten vehement, lediglich das erlösende Tor auf Wethmarer Seite wollte nicht fallen.
Rünthe hingegen belohnte sich in der Schlussviertelstunde spät für die gute Leistung in der ersten Halbzeit und fuhr einen spielentscheidenden Konter zum 0:1 (77.). In der Folge setzte der TuS alles auf eine Karte, öffnete die Reihen und kassierte zwei weitere Gegentore. „Das war insgesamt eine ansprechende Leistung von uns, allerdings mit einem unglücklichen Ende“, trauerte der TuS-Coach der verpassten Möglichkeit auf den fünften Sieg in Serie hinterher.