Souveräner Derbysieg – Reserve kassiert fast zweistellig

SV Preußen 07 – Westfalia Wethmar II 0:3 (0:1). Das erste Pflichtspiel der neuen Meisterschaft, der erste Sieg Pflichtsieg: Die 1. Mannschaft wurde ihrer Favoritenrolle im Derby gerecht und behielt bei den Preußen klar mit 3:0 die Oberhand.

„Viele haben mit einem hohen Sieg gerechnet, aber man hat besonders in den ersten Minuten gemerkt, dass wir teilweise sehr nervös waren“, analysierte Co-Trainer Tom Meier die Anfangsphase, die von einigen zerfahrenen und überhasteten Aktionen geprägt war.

Darüber hinaus haperte es auch in weiten Teilen in der vorderen Reihe, denn arg ersatzgeschwächt stand dem TuS kein einziger gelernter Stürmer zur Verfügung. Dennoch versuchte es Coach Dominik Ciernioch mit zwei Spitzen, die zusammen mit dem offensiven Mittelfeld die gegnerische Abwehr früh anlaufen sollten. „Das hat leider so gar nicht geklappt“, räumte Meier ein. „Sowohl mit Ball als auch gegen den Ball, war es sehr zerfahren.“

Trotzdem kreierten die Gäste zwei guten Möglichkeiten, die zunächst noch ohne Erfolg blieben. Erst nach einer knappen halben Stunde stellte die Westfalia die Weichen auf Sieg, als Dominik Voß nach schöner Flanke von Frederic Fischer überragend vollstreckte. Kurz darauf hatte der SVP Pech, als ein strammer Schuss an die Latte klatschte.

Zur Halbzeit stellte Ciernioch dann auf das alte System um, was dem TuS spielerisch zugutekam. Rian Neutzner erhöhte früh mit einem schönen Schuss aus rund achtzehn Metern auf 2:0. Spätestens mit diesem Befreiungsschlag kippte das Spiel komplett in Richtung der Gäste, denn auch die zuvor starke Gegenwehr der Preußen ließ nun merklich nach. „Es kam kaum noch Entlastung von der anderen Seite“, sagte Meier. „Die hohen Temperaturen und vor allem unser guter Fitness-Zustand spielten uns klar in die Karten.“

In der Schlussphase wurde Fischer dann völlig unnötig von hinten schwer gefoult, der Neuzugang musste angeschlagen vom Platz. „Das war eine klare rote Karte!“, sprach Meier Klartext.“Es bleibt zu hoffen, dass es nichts Schlimmeres ist.“ Kurz darauf in der Nachspielzeit stellte Richter noch den 3:0-Endstand her.

BR Billmerich – Westfalia Wethmar II 9:0 (3:0). Ganz bitterer Auftakt für die 2. Mannschaft: Nach einem fast zweistelligen Debakel zieren die Grün-Weißen nach dem ersten Spieltag das Tabellenende.

Entsprechend frustriert war Spielertrainer Dustin Kampmann unmittelbar nach dem Abpfiff. „Wir sind mit dem Wissen in das Spiel gegangen, dass es brutal schwierig für uns wird“, meinte der Coach, dessen Team nicht perfekt aus der Vorbereitung gekommen sei. „Die Jungs haben zwar viel gearbeitet in den letzten Wochen, allerdings konnte man hier und da merken, dass an einigen Stellen noch sehr hapert.“

Dennoch gingen die Gäste optimistisch und voller Tatendrang in die Partie gegen den favorisierten Gegner, der in der Sommerpause tatkräftig auf dem Transfermarkt aktiv war und sich ordentlich verstärkte. „Die werden locker aufsteigen“, bewertete Kampmann den Kontrahenten eindeutig. Gegen ein sehr spielfreudiges Mittelfeld wollte der TuS die Räume eng machen und Billmerich aggressiv bekämpfen, um den neuen brandgefährlichen Stürmer, der aus Lünern zu BR gewechselt war, gar nicht erst in Szene setzten zu lassen. Leider konnten die guten taktischen Vorsätze nicht in die Tat umgesetzt werden.

Auch bei den Standards passte fast nichts, denn die Hausherren nutzten vor der Pause drei ruhende Bälle für die vorentscheidende Führung. Auch defensiv erwies sich Billmerich als starkes Bollwerk, das nur wenige Wethmarer Chancen zuließ. „Das ist einfach ein absolutes Top-Team – intensives Pressing, laufstark und immer präsent“, gestand Kampmann ein, dessen Elf in der zweiten Hälfte mit zunehmender Dauer einbrach und sechs weitere Treffer schlucken musste.

von | Aug. 10, 2026 | Allgemein, News

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