Souveräner Auftritt in Heeren, Derby-Pleite für die Zweite
BSV Heeren – Westfalia Wethmar 0:4 (0:2). „Das war ein richtig guter Start!“, freute sich Trainer Dominik Ciernioch nach einem gelungenen Auftritt in der Fremde.
Bis auf einen Fernschuss und einen gefährlichen Freistoß, die beide bravourös von Keeper Adamsky entschärft wurden, hatte der TuS über neunzig Minuten nichts zugelassen. „Wir waren gut organisiert gegen und mit dem Ball, waren aggressiv nach Ballverlust, haben die Kugel stark und zügig laufen lassen und haben Heeren über die komplette Distanz unser Spiel aufgezwungen“, zählte Ciernioch die Vorzüge seiner Elf auf. „Ich ziehe meinen Hut vor den Jungs – das war wirklich super!“
Die Westfalia zeigte sich von Anfang an agressiv und gierig – und erzwang so die ersten beiden Treffer. Koert und Osterholz profitierten von einer starken kollektiven Vorarbeit ihrer Mitspieler und schoben das Leder jeweils locker ein. In der Folge hätte Heeren sich nicht über ein halbes Dutzend Gegentore schon zur Pause beschweren können. „F. Kowalski, Neutzner, Neuhäuser und Koert hätten das Ergebnis noch klarer für uns gestalten müssen“, monierte Wethmars Coach, der aber auch im zweiten Abschnitt weiterhin zahlreiche Chancen seiner Elf notierte.
Verteidiger Beling machte bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff den Deckel drauf, nachdem er nach einer abgefälschten Ecke sehenswert zum 3:0 vollendet hatte. Meier und Möller verpassten noch das vierte Tor, doch Kapitän Hunschede stellte mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze den Endstand her, wobei weitere Hochkaräter danach nicht genutzt wurden.
Dennoch zeigte sich der Trainer mehr als zufrieden. „Besonders freue ich mich über sechs Pflichtspiel-Debüts, denn mit Neuhäuser (nach sechsmonatigem Auslandaufenthalt), Cirkel, Siebert, Hunschede, Hennes und Rogge (nach jeweils mehrmonatigen Verletzungspausen) haben wichtige Akteure ihr Comeback gefeiert“, sagte Ciernioch, dem sich nun wieder deutlich mehr personelle Alternativen bieten.
GS Cappenberg II – Westfalia Wethmar II 4:0 (2:0). Zum Auftakt ins neue Fußballjahr gab es für die Reserve des TuS nicht viel zu holen.
„Cappenberg hat – und das muss man einfach neidlos anerkennen – eine bockstarke Truppe“, lobte Spielertrainer Dustin Kampmann einen größtenteils übermächtigen Gegner. „Sie spielen für eine B-Liga-Mannschaft einen wirklich guten Ball!“
Der TuS war mit der Marschroute ins Derby gegangen, so kompakt wie möglich im Defensivverbund zu stehen und über Konter zum Erfolg zu kommen. „Ersteres klappte über weite Strecken ganz gut, allerdings war unsere Offensive komplett abgemeldet“, räumte Kampmann ein, dessen Team viele Balleroberungen nicht ausnutzte und insgesamt viel zu ideenlos agierte.
Dem Coach sei klar gewesen, dass man gegen den guten Gegner nicht unbedingt Chancen in Hülle und Fülle bekommen würde. „Allerdings hätten wir, wenn wir nach einer Eroberung mal etwas genauer gespielt hätten, sicher den ein oder andere Hochkaräter herauskitzeln können.“ Stattdessen landete der Ball dann aber meist wieder im Fuß eines GSC-Akteurs.
So war es dann auch in der Höhe eine verdiente Niederlage, die sich nach der 1:0-Führung der Cappenberger schon zur Pause abgezeichnet hatte. Auch nach dem Wechsel ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen, im Gegenteil: Gnadenlos schlugen die Grün-Schwarzen zu und fuhren einen am Ende überdeutlichen Sieg ein.