Sieg und Niederlage
Westfalia Wethmar – SuS Kaiserau II 5:2 (4:1). Die Gäste wussten vor allem in der ersten halben Stunde nicht, wie ihnen geschah: Ein echter Offensiv-Wirbel war über den SuS hinweggefegt, sodass die Partie nach 34 Minuten und beim Stand von 4:0 bereits entschieden war.
„Das war schon eine sehr, sehr ordentliche Vorstellung“, honorierte auch Trainer Dominik Ciernioch die Darbietung seiner Elf entsprechend, Kritik äußerte er nur ganz zurückhaltend. „Nach hinten heraus haben wir die Spannung etwas verloren, wir wurden etwas fahrlässiger!“
Dennoch hatte niemand in der „TWW Aurubis Arena“ das Gefühl, dass die Partie noch einmal kippen und Kaiserau noch einmal entscheidend gefährlich werden könne – trotz zwei eigener Treffer. „Das ärgert mich schon!“, meinte Ciernioch, der beide Gegentore als vermeidbar einstufte.
Dennoch überwog natürlich das Positive nach dem fünften Saisonsieg, besonders ein Spieler imponierte seinem Coach. „Jonas Osterholz hat wirklich sechzig starke Minuten auf den Platz gebracht. Ich hoffe, dass er nun dranbleibt und sich noch steigern kann!“ Auch der gesamte Kader erhielt noch ein Sonderlob. „Alle Jungs, die zurzeit fit und gesund sind, beweisen, wie wichtig unser großer Kader, aber auch jeder einzelne ist!“
Nun soll der starke Trend auch im Nachbarschaftsduell in Oberaden anhalten. „Da müssen wir sicherlich noch eine Schippe drauflegen!“, mahnt Ciernioch, der hofft, dass die Personalmisere langsam, aber sicher abnimmt. „Seit dem Kreispokalspiel gegen Alstedde haben wir mit unfassbar vielen Verletzungen zu kämpfen! Dennoch liefern die Jungs regelmäßig, da ziehe ich den Hut!
Westfalia Wethmar II – SV Afferde 1:2 (1:1). Große Enttäuschung bei der Reserve: Nach einer unter dem Strich zu schwachen Leistung unterlag der TuS auf heimischem Geläuf mit 1:2 gegen einen eigentlich aktuell nicht formstarken SVA.
„Wir haben es nicht geschafft, einen verunsicherten Gegner unter Druck zu setzen“, klagte Spielertrainer Dustin Kampmann nach dem Abpfiff. Zu oft hatte seine Elf sich im Aufbau zahlreiche Fehler erlaubt und so den Kontrahenten immer wieder stark gemacht.
Zwar glich Oskar Rogge nach einer knappen Stunde die Führung der Gäste auch, doch kurz nach dem Wechsel setzte Afferde den entscheidenden Stich für den nicht unverdienten Auswärtssieg. „Vorne fehlten uns die letzten Prozente, um den Ball über die Linie zu bringen“, sagt Kampmann, der nur wenige echte Chancen des Gegners verzeichnete, wobei Afferde gegen eine desorientierte TuS-Abwehr leichtes Spiel hatte.
Am Ende versuchte die Westfalia zwar noch einmal alles, aber am Ende reichte es trotz Überzahl nicht mehr zu einem Teilerfolg. „Ein Punkt wäre womöglich gerechter gewesen, aber davon können wir uns auch nichts kaufen. Ein echtes Aufbäumen hat mir zum Schluss einfach gefehlt“, monierte der Spielertrainer abschließend.