Mit furioser Schlussphase zum Derby-Sieg
Westfalia Wethmar II – BW Alstedde II 3:1 (0:1). Auch das zweite Derby innerhalb von sieben Tagen konnte die Reserve des TWW für sich entscheiden.
Im Vorfeld war klar, dass beide Mannschaften Verstärkung aus der jeweiligen Erstvertretung erhalten würden. „So wurden die Kaderplätze für den Spieltag auf jeden Fall weniger, das hat man im Training auch direkt gemerkt“, erinnert sich Spielertrainer Dustin Kampmann an die Vorbereitung des brisanten Duells. „Die Jungs haben jeden Minute Vollgas gegeben!“
In der taktischen Besprechung schwor das Trainer-Team die Akteure darauf ein, einen ruhigen und kühlen Kopf zu bewahren und sich unter keinen Umständen nervös machen zu lassen. Dieses Vorhaben wurde direkt mit Spielbeginn auf die Probe gestellt: Lukas Nagel spielte im Aufbau einen misslungenen Ball und prompt landete die Kugel nach nicht einmal einer Minute im Wethmarer Tor.
Die Hausherren blieben konzentriert, ließen den Ball laufen und verfielen wie verabredet nicht in Panik. Von den Gästen kam weniger als erwartet: Alstedde zog sich in die eigene Hälfte zurück und versuchte, die Räume eng zu gestalten. Der TuS brach aber immer wieder über außen durch, die Flanken blieben zunächst noch unpräzise und ungefährlich. Die gelegentlichen Konter der Blau-Weißen verpufften frühzeitig.
Nach einer unter dem Strich wenig attraktiven ersten Halbzeit ging es mit dem 0:1 in die Kabinen. Dort forderte Kampmann mehr Entschlossenheit, mehr Tempo und vor allem mehr Abschlüsse. Dementsprechend kam die Westfalia stärker aus der Pause, Alstedde gab den Ball förmlich freiwillig her, sodass die grün-weiße Sturm- und Drangphase losbrach.
Es war letztlich nur eine Frage der Zeit bis zum Ausgleich: Nach einem Einwurf flankte Berka haargenau auf Koert, der nur noch einzunicken brauchte. Das 1:1war nur der Anfang vom Alstedder Ende, denn nur eine Minute später legte Stannies quer auf Tom Meier, der die Begegnung komplett drehte. Die Gäste blieben passiv und kassierten nur weitere 120 Sekunden später den endgültigen Knockout: Richters Distanzschuss landete nach guter Keeper-Parade bei Koert, der Hermes mustergültig bediente – 3:1.
BWA probierte nun nochmal zaghaft, offensiver zu werden, allerdings waren die Hausherren zu spielfreudig und ließen nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Eigentlich hätte mindestens noch das vierte Tor fallen müssen, aber der gegnerische Torwart zeichnete sich noch mehrfach aus.
„Unterm Strich ein völlig verdienter Sieg!“, lobte Kampmann. „Auch wenn wir anfangs uns erstmal finden mussten, wurden wir von Minute zu Minute besser, kamen gut ins Rollen und ließen Alstedde letztlich keine Chance.“ Nach dem dritten Sieg in Folge will die TuS-Reserve am kommenden Sonntag in einem erneuten Heimspiel gegen den Kamener SC dann in die Winterpause gehen.