Elfmetergeschenk verhindert dritten Heimsieg in Serie

Westfalia Wethmar – ASC Dortmund U23 2:2 (0:1). Letztlich spielte der Schiedsrichter am Ende die Hauptrolle, denn unter anderem durch eine fragwürdige Elfmeterentscheidung in der 74. Minute zu Gunsten der Gäste verpasste die Westfalia den dritten Heimsieg im dritten Spiel am Cappenberger See.

Das Geschenk – der Wethmarer Defensivspieler hatte in einem engen Zweikampf glasklar und fair den Ball zur Ecke geklärt – nutzten die Dortmunder gnadenlos aus und machten die Grün-Weißen damit richtig wütend. Mit aller Macht drängten die Gastgeber in der Schlussphase auf die erneute Führung und erarbeiteten sich hundertprozentige Chancen, allerdings versagten sowohl Dominik Voß als auch Niklas Wehner kurz vor Schluss die Nerven.

Trainer Steven Koch war dennoch begeistert von der Leistung seiner Elf: „Ich kann den Spielern nur ein Lob aussprechen, es war eine starke Reaktion auf das Spiel in der letzten Woche“, resümierte Koch nach dem Spiel. Auf den Schiedsrichter war der Coach naturgemäß weniger gut zu sprechen.

Zuvor erwischte der ASC den etwas besseren Start in eine zu Beginn noch bedächtige Partie. Die Spielanteile waren zwar eher ausgeglichen, die Gäste aber hatten zwei Mal die Gelegenheit zur Führung, während der TuS seine im Ansatz vielsprechenden Konter nicht in die gefährliche Zone brachte. Stattdessen besorgte Goalgetter Schwarz dann doch das 0:1.

„Wir wollten den Druck nach der Halbzeit noch einmal erhöhen“, gab Koch einen Einblick in das Kabinengespräch. Die Ansprach sollte schnell Wirkung zeigen: Jonas Osterkemper, der nach sehenswerter Vorlage von Nico Sonnen den Ball gut verarbeitete und überlegt zum Ausgleich einschob, markierte seinen dritten Treffer in Serie. Auch in der Folge stand der Wethmar auf dem Gaspedal und wurde nach 71 Minuten erneut belohnt, als Niklas Wehner seinen Torriecher zum 2:1 unter Beweis stellte. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn nur 180 Sekunden später zeigte der Referee zu Unrecht auf den Punkt.

Westfalia Wethmar U23 – GS Cappenberg 1:1 (0:0). Das kleine Derby endete leistungsgerecht: Die U23 des TuS Westfalia Wethmar und GS Cappenberg trennten sich nach neunzig zwar spannenden, aber selten hochklassigen Minuten 1:1.

„Am Ende muss man sagen, dass dieses Spiel keinen Sieger verdient hatte“, resümierte Trainer Dominik Ciernioch und übte dabei vor allem ein wenig Kritik an seiner eigenen Elf. „Wir konnten uns zur Halbzeit nicht beschweren, Cappenberg hatte einige gute Gelegenheiten zu einer klaren Führung.“ Die Gastgeber hingegen fanden in einer von vielen Zweikämpfen geprägten Partie keinerlei Mittel selbst gefährlich zu werden und gingen mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Kabine.

Das änderte sich nach dem Wechsel jedoch schlagartig: Ausgerechnet mit dem frühen und verdienten 0:1 der Grün-Schwarzen wachte der TuS endlich auf und schlug schon wenige Minuten danach effektiv zurück, als sich Jonas Allefeld aus zwanzig Metern ein Herz nahm und den Ball mit seinem superstarken linken Fuß in die Maschen jagte.

Die Hausherren waren nun eindeutig am Drücker, hatten aber ihr Spielglück im ersten Durchgang scheinbar aufgebraucht: Torschütze Allefeld setzte im Anschluss einen weiteren fulminanten Linksschuss ans Lattenkreuz, Tom Stüwe wurde elfmeterreif ohne den fälligen Pfiff im Anschluss gelegt und kurz darauf landete ein Kopfball von Marcel Ciernioch klar hinter der Linie, die Rettungstat der Gäste erfolgte eindeutig zu spät. „Der einzige, der es nicht gesehen hat, war leider der Schiedsrichter. Sogar der eine oder andere Cappenberger hat es nach dem Abpfiff nicht bestritten“, war Ciernioch etwas angesäuert.

Letztlich suchte der junge Coach die Schuld aber nicht bei anderen. „Diese Leistung heute war nicht unser Anspruch. Es ist zwar schade, dass es letztlich nicht zum Sieg gereicht hat, aber das Resultat geht schon in Ordnung!“

SV SW Frömern II – Westfalia Wethmar III 2:0 (0:0). Die Partie der 3. Mannschaft war fast ein Spiegelbild des vorangegangenen Spieltags. „Wir konnten unsere personellen Ausfälle am Ende einfach nicht kompensieren“, erklärte Trainer Andree Neuhaus. Erneut musste er eine ganz Elf ersetzen, nachdem unter der Woche noch weitere Akteure verletzungsbedingt rotes Licht gegeben und mit Schmidt und Zurstraßen noch zwei Kurzurlauber nicht an Bord waren.

So brauchte der ungeschlagenen Tabellenzweite nur ein wenig Geduld, um dem Gegner den Zahn zu ziehen. Fast eine Halbzeit lang bot die Westfalia dem Favoriten dann auch einen engen Fight und verlor dann merklich den Faden gegen einen Gegner, der sich bis dahin nur über Standardsituationen gefährlich zeigte.

Direkt nach Wiederanpfiff sorgte dann ein langer Ball in die Wethmarer Defensivzentrale für die frühe Entscheidung. „Das 0:1 hat uns wie am letzten Wochenende das Genick gebrochen! Mit derartigen Situationen müssen wir einfach anders umgehen“, monierte Neuhaus, der innerhalb seines Teams die Moral und das damit verbundene Aufbäumen gegen die drohende Niederlage vermisste. „Ich erwarte da einfach eine bessere Reaktion, egal wer auf dem Platz steht.“

Frömern hatte nun leichtes Spiel, markierte durch einen prächtigen Sonntagsschuss den 2:0-Endstand und traf unter anderem drei Mal noch den Pfosten, sodass sich die Niederlage in Grenzen hielt. Ein weiterer Lichtblick: „In den kommenden Wochen sollten einige Jungs wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren, dann haben wir am Sonntag gegen Bausenhagen sicherlich eine bessere Ausgangslage“, meint der TuS-Coach.

von | Okt 3, 2021 | Allgemein, News