Wichtige Punkte im Abstiegskampf

TuS Hannibal – Westfalia Wethmar 1:2 (0:1). Das war sowohl ein echtes Ausrufezeichen als auch ein richtiger Big Point für die Tabelle: Die 1. Mannschaft des TuS Westfalia Wethmar holte mit Glück und Geschick einen ganz wichtigen Dreier beim TuS Hannibal.

Wethmars Trainer Steven Koch war am Ende sehr erleichtert und war sich der Bedeutung der drei Punkte mehr als bewusst. „Das ist ein sehr wichtiger Sieg für uns – völlig egal, wie die drei Punkte hier letztlich zustande gekommen sind.” Denn der Coach wusste sehr genau, dass seine tadellos und aufopferungsvoll kämpfende Truppe eine gehörige Portion Dusel benötigte, um am Ende als strahlender Sieger dazustehen.

Denn die Hausherren waren die klar tonangebende und fußballerisch bessere Mannschaft. „Wir hatten fußballerisch in der Offensive unsere Probleme“, gab Koch zu. „Unsere Stärken lagen eindeutig in der Defensive, wir haben bockstark verteidigt und nur wenig zugelassen.“

Fünf Minuten vor der Pause erzielte Nico Sonnen dann die Gäste-Führung mit dem ersten richtigen Abschluss, nachdem Hannibal mehrfach die Führung verpasst hatte: Nach Pass von Niklas Wehner zog der Stürmer gleich mehrere Spieler auf sich und platzierte den Ball flach links im Netz

Nach der Pause verschanzte sich der TuS weiterhin in der Defensive und hielt sichbis in die Schlussphase schadlos, ehe ein Elfmeter zum Ausgleich führen sollte. Die Grün-Weißen bewiesen jedoch Moral und erzielten nur wenige Minuten später die erneute Führung. Nach einem Konter über Youngster Jason Jäger scheiterte Jonas Osterkemper zuerst mit seinem Abschluss, den Sonnen per Nachschuss zum 2:1 nutzte.

„Das war heute nichts für Fußball-Ästheten“, gab Steven Koch am Ende zu. „Wichtig waren heute nur die drei Punkte – für die Tabelle und vor allem für den Kopf, um in den nächsten Wochen den Klassenerhalt zu sichern.“

Tore: 0:1 (42.) Sonnen, 1:1 (85./Elfmeter), 1:2 (90.) Sonnen.

SSV Mühlhausen-Uelzen II – Westfalia Wethmar U23 2:1 (0:0). „Das waren die schlechtesten 90 Minuten, die wir in Saison gespielt haben. Wenn man nicht bereit ist alles zu geben, hat man nichts in der Kreisliga A zu suchen.“ Diese Urteil fällte U23-Coach Dominik Ciernioch nach dem Auftritt seiner Mannschaft beim SSV Mühlhausen II, welcher mit 1:2 in die Hose ging.

Gegen einen schwachen Gegner aus Mühlhausen erreichte keiner der TuS-Akteure am Sonntag Normalform. Zwar ließen die Grün-Weißen den Ball zu Beginn noch ganz ordentlich laufen und hatten mehr Ballbesitz, aus dem sie aber keinen Profit schlagen konnten. Das sollten aber auch die besten Minuten in der ersten Halbzeit gewesen sein. Danach offenbarte die Offensiven und 6er der Westfalia große Schwächen im Spiel ohne Ball, gaben der Viererkette überhaupt keine Angebote, den Ball vertikal zu spielen. Aber auch Mühlhausen, die „personell aus dem letzten Loch gepfiffen haben“, bekam nichts auf das Kunstgrün gebracht und war nur darauf bedacht, keinen Gegentreffer zu kassieren. Folgerichtig ging es für beide Mannschaften torlos in die Kabine.

Eine deutliche Ansprache von Coach Ciernioch bekamen seine Mannen dann in der Halbzeitpause zu hören, die deutlich machte, wie unzufrieden er mit dem ersten Spielabschnitt war. Diese sollte dann leider nur kurzfristig Wirkung zeigen, denn so gaben die Grün-Weißen deutlich mehr Gas als noch in Halbzeit eins, was aber „immer noch zu wenig war“. So haben die TuS-Akteure versucht, Mühlhausen hoch anzulaufen, aber auch dabei offenbarte man große Defizite in den Bereichen der Zweikampfführung und des Anlaufverhaltens. „Es haben wieder nicht alle mitgemacht haben und einige waren nicht bereit, die einfachsten Sachen anzunehmen. Das war heute das größte Manko“, ärgerte sich Ciernioch.

Trotz der zweifelsohne vorhandenen Offensivpower bekamen die TuS-Akteure während der kompletten 90 Minuten nur ein Schuss auf den gegnerischen Kasten hin. Und dieser führte gleich zum Erfolg, sodass Jonas Allefeld in der Nachspielzeit noch einen Treffer für sein Team erzielen konnte. „Man stelle sich vor, was möglich gewesen wäre, wenn wir häufiger aufs Tor geschossen hätten. Das wären sichere drei Punkte gewesen“, gab Ciernioch zu bedenken.  Zuvor fingen sich die Grün-Weißen gegen ein offensivschwaches Mühlhausen allerdings durch den eingewechselten Dauber bereits zwei Treffer, sodass der eigene Treffer lediglich Ergebniskosmetik darstellte.

Nach einer äußerst schwachen zweiten Halbzeit in der Vorwoche blieb eine Reaktion der Ciernioch-Elf damit leider aus und auch der eigene Treffer konnte Ciernioch nicht milder stimmen: „Eine Reaktion auf die zweite Halbzeit gegen Oberaden sieht definitiv anders aus. Der heutige Auftritt war sogar noch eine Verschlechterung im Vergleich zu Vorwoche.“ Zudem stellte Ciernioch abschließend fest: „Jeder sollte seine eigene Leistungsbereitschaft mal überdenken. Es gibt viele, die heute unterirdisch gespielt haben. Ich weiß nicht, wo die Jungs heute mit ihrem Kopf gewesen sind. Die Trainingswoche wird für den Einen oder Anderen auch extrem hart werden!“

Tore: 1:0 (72.), 2:0 (86.), 2:1 (88.) Möller.

PSV Bork – Westfalia Wethmar III 6:0 (1:0). Die Saison für die 3. Mannschaft des TuS Westfalia Wethmar ist gelaufen – zumindest, was die Ambitionen in Richtung Tabellenspitze angeht: Nach dem desaströsen und in dieser Form nicht vorhersehbaren 0:6 beim PSV Bork geht es für die Grün-Weißen nur noch darum, die Spielzeit ordentlich abzuschließen.

„Für uns geht es nur noch um Platz fünf oder sechs!“, sagt Trainer Andree Neuhaus völlig enttäuscht. Vor allem aber beginnt schon jetzt die Vorbereitung auf 2022/23!“ Vorausgegangen war ein komplett desolater Auftritt seiner Elf beim Kellerkind, das aber unter dem Strich leichtes Spiel hatte, denn: „Wir haben alles vermissen lassen, was wir uns vor der Partie eigentlich vorgenommen hatten.“

So sei der TuS eigentlich vorbereitet gewesen auf die Taktik, dass der Gegner häufig sein Heil in langen Bällen suchen wollte, trotzdem fiel das frühe 0:1 nach einem weiten Schlag ins Zentrum in die Wethmarer Defensivzentrale. Auch in der Folge fanden die Gäste zu keiner Zeit ins Spiel und gaben nach der Pause durch vier Gegentore innerhalb von zehn Minuten quasi ohne Gegenwehr auf.

Dabei wollte Neuhaus auch die zahlreichen Ausfälle nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Alle, die auf dem Platz und im Kader standen, haben den Anspruch, in der Top-Elf zu stehen. Leider sind viele diesen Beweis schuldig geblieben.“

Tore: 1:0 (16.), 2:0 (39.), 3:0 (58.), 4:0 (63.), 5:0 (66.), 6:0 (68.).

von | Mrz 13, 2022 | Allgemein, News