Keine Panik trotz klarer Niederlage

Das Ergebnis liest sich deutlich, doch am Ende waren alle Beteiligten alles andere als deprimiert: Beim 0:8 standen die Frauen des TuS Westfalia Wethmar nach den 90 Minuten beim Hammer SC mit ziemlich leeren Händen da, Trainer Michael Otto analysierte das Geschehen aber sehr nüchtern gelassen.

„Wir haben im Vorfeld ja schon gesagt, dass wir sicherlich das eine oder andere Mal Lehrgeld zahlen werden. Die Mädels müssen sich erst an die neuen Gegebenheiten gewöhnen“, erklärte der Coach. Immerhin hätten rund achtzig Prozent der Mannschaft den Sprung aus der B-Jugend in den Seniorenbereich gemacht und die „A“ einfach übersprungen. „Die Mädels sind gerade volljährig, es fehlt einfach noch die Erfahrung“, so Otto weiter. Auch der gegnerische Trainer habe den Grün-Weißen ein Kompliment gemacht. „Fußballerisch war das alles in Ordnung, in der ersten Viertelstunde waren wir ebenbürtig.“

Die beste Gelegenheit ließen die Gäste jedoch aus, als ein indirekter Freistoß innerhalb des Strafraums nicht sein Ziel fand. Auf der Gegenseite verteilte die Westfalia dann zahlreiche Geschenke, sodass der erfahrene HSC schon zur Pause uneinholbar mit 4:0 in Front gehen konnte. „Der Gegner war auch körperlich überlegen und hat in den Zweikämpfen keine Gefangenen gemacht. Das war hart, allerdings immer fair“, meinte Otto, dessen Mädels sich im Eins-gegen-eins noch nicht vehement genug wehrten. „Da müssen wir noch dazu lernen!“

Nach den letztlich einseitigen 90 Minuten herrschte jedoch alles andere als Katerstimmung. „Die Mädels sind weiter top-motiviert, sehr optimistisch und vor allem lernwillig. Niemand bei uns wird nun in Panik verfallen“, freute sich der Coach schlussendlich über die positive Einstellung seiner Mannschaft, die am nächsten Wochenende gegen den BSV Heeren antreten wird.

von | Sep 7, 2020 | Allgemein, News