„Je mehr Spieler es nach oben schaffen, desto stolzer sind wir natürlich!“

Noch nicht verloren, aber auch noch nicht gewonnen: Die A-Junioren des TuS Westfalia Wethmar sind mit zwei Remis in die Bezirksliga gestartet. Nach einer langen und nicht immer einfachen Vorbereitung äußert sich Trainer Arkin Ekici, der zusammen mit Andreas Schneider die Geschicke der Mannschaft leitet, zu seinem Team und dessen Chancen, sich perspektivisch zu entwickeln und erfolgreich sein zu können.

Hallo Arkin, vor einem Jahr hatten wir im Vorlauf zu der dann leider abgebrochenen Saison bereits ein Interview geführt. Ich möchte heute gerne mit einer Frage aus dem letzten Jahr beginnen: Wie hast du den mittlerweile zweiten Lockdown erlebt?

Die Zeit war sehr erdrückend, weil niemand wusste, wie es weitergeht, sei es beruflich oder privat.

Um direkt auf den Kern des Pandemie-Problems im sportlichen Bereich zu kommen: Kannst du beschreiben, wie deine Mannschaft den Saisonausfall aufgenommen hat? Und wie wurde damit umgegangen, dass knapp sieben Monate kein Mannschaftstraining möglich war?

Natürlich war es für die Jungs nicht einfach, so lange keinen Sport mehr zu betreiben. Die ersten Wochen der Vorbereitung war es auch so, wie wir es als Trainerteam befürchtet haben, die Jungs waren natürlich nicht fit. Aber jetzt sind die Jungs froh, dass es einfach weitergeht.

Was hattest du für einen Eindruck von deiner Mannschaft, als ihr nach dem langen Lockdown wieder auf dem Platz gestanden habt?

Die Jungs waren einfach glücklich, wieder das zu tun, was sie am liebsten machen: Fußball spielen. Klar haben sie schnell gemerkt, dass sie viel tun müssen, um wieder in Form zu kommen.

Denkst du, dass sich das Niveau der Spieler – aufgrund der quasi nicht stattgefundenen Saison 2020/2021 – verschlechtert hat?

Ein ganz klares „Ja“. Aus diesem Grund haben wir eine etwas längere Vorbereitung gemacht, um Schritt für Schritt wieder auf das Niveau zu kommen, welches wir vor dem Lockdown hatten.

Glaubst du, dass die Corona-Pandemie langfristigen Einfluss auf den Jugendfußball haben wird?

Auch hier wieder ein klares „Ja“. Die Jungs, die aus der Jugend in den Senioren-Bereich gehen, haben einfach ein Jahr verloren und das Jahr wäre für ihre Entwicklung extrem wichtig gewesen.

Drei Jungs aus eurem letztjährigen Kader haben den Sprung in die 1. Mannschaft geschafft? Wie sehr freut dich das als Trainer, dass die Jungs diesen Schritt geschafft haben?

Ich glaube, dass es die wichtigste Aufgabe für uns Trainer der U19 ist, so viele Spieler weiterzuentwickeln, dass sie den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Je mehr Spieler es schaffen, desto stolzer sind wir natürlich.

Kommen wir zum Ausblick auf die Saison 2021/2022: Euer Kader hat einige Veränderungen erfahren. Wie zufrieden bist du mit eurer Kaderplanung und wie schätzt du diesen ein? Und was erwartest du von euren Neuzugängen?

Die Kaderplanung war natürlich nicht so einfach, oder besser gesagt: Ganz, ganz schwierig, Wir konnten kaum Spieler scouten, der Kader hat sich fast von alleine aufgestellt. Bis jetzt sind wir aber dennoch zufrieden mit dem Kader.

Ihr geht in der Staffel 4 der Bezirksliga an den Start. Wie schätzt du diese und eure Chancen dort ein?

Die Liga ist sehr ausgeglichen, da kann es in jede Richtung gehen. Aber wenn wir es schaffen, als eine eingeschworene Mannschaft aufzutreten, dann können wir eine erfolgreiche Saison spielen.

Auch in diesem Jahr geht es um den Kreispokal. Was nehmt ihr euch für diesen Wettbewerb vor?

Wir wollen natürlich soweit wie möglich kommen, aber der Fokus liegt auf der Liga.

Wie würdest du eure Saisonvorbereitung einschätzen?

Die Vorbereitung verlief nicht optimal, die Ergebnisse waren unbefriedigend. Dafür war der Saisonstart erste Sahne.

Eine abschließende Frage: Glaubst du, dass die neue Saison zu Ende gespielt werden kann?

Ich weiß es nicht, die Politik ist eine Wundertüte. Im Moment spricht aber eigentlich nichts dagegen.

Vielen Dank für das Gespräch! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

von | Sep 9, 2021 | Allgemein, News