Historische doppelte Tabellenführung
Westfalia Wethmar – BSV Heeren 5:0 (3:0). Die 1. Mannschaft hat den Traumstart auf Cappenberg bestätigt und auch den BSV Heeren deutlich geschlagen, somit übernahmen die Grün-Weißen nun die alleinige Tabellenführung.
„Das Ergebnis geht völlig in Ordnung!“, lobte Trainer Dominik Ciernioch seine Elf, die allerdings noch mindestens fünf Hochkaräter liegen und die in der letzten halben Stunde die Zügel merklich schleifen gelassen hatte. „Über diese Phase müssen wir dann doch mal unter der Woche reden.“
Dennoch überwog natürlich die Zufriedenheit über eine perfekte Ausbeute von sechs Punkten und einem überragenden Torverhältnis, an dem Pella nach einer Viertelstunde zum ersten Mal schraubte und einen Distanzschuss im Heerener Netz unterbrachte. Till und Fabian Kowalski brachten den Sieg durch zwei weitere Treffer schon zur Pause ziemlich sicher unter Dach und Fach, wobei Hennes drei dicke Chancen verpasst hatte.
Dies sollte der Goalgetter nach dem Wechsel besser machen, als er ein tolles Solo mit dem vierten Wethmarer Tor abschloss. Nach der angesprochenen Schwächeperiode versöhnte Stüew die dennoch begeisterten Fans mit dem Schlusspunkt per Elfmeter. Als der Ball im Gehäuse zappelte, pfiff der Schiedsrichter direkt ab. „Wir freuen uns über das 5:0“, sagte Ciernioch abschließend. „Aber wie immer gilt es jetzt, den Kopf wieder freizumachen und sich auf das Spiel bei TIU Rünthe zu fokussieren!“
Westfalia Wethmar II – GS Cappenberg II 2:2 (1:0). Nur knapp verpasste die Reserve den ebenfalls perfekten Saisonauftakt, am Ende stand dennoch ein gerechtes Remis – und genau wie der Ersten die überraschende Tabellenführung.
„Es war wie erwartet ein ganz schwereres Spiel und kein Vergleich zum Duell der Vorwoche“, konstatierte Spielertrainer Dustin Kampmann, der ein Duell auf Augenhöhe beobachtete, in dem spielerische Akzente über weite Strecken Mangelware blieben. Auf beiden Seiten überwogen die Versuche durch lange Bälle, die zunächst wenig Ertrag brachten.
„Sobald wir unser Spiel aufziehen wollten, war Cappenberg da und stand uns förmlich auf den Füßen“, meinte Kampmann, dessen Mannschaft nach rund zwanzig Minuten dem Gegner den Ball mehr und mehr überließ. Cappenberg kam nun immer häufiger gefährlich vors Tor, klare Abschlüsse konnte die TuS-Abwehr jedoch weiterhin verhindern.
Auf der Gegenseite lauerten stets die pfeilschnellen Akteure der Westfalia, die dann eine Konterattacke zur Führung nutzte. Rogge konnte nur noch regelwidrig im Strafraum gestoppt werden, den fälligen Elfmeter nutzte der Gefoulte zum 1:0 (40.).
Nach dem Wechsel standen die Hausherren weiterhin stabil und nutzten immer wieder schnelle Gegenstöße, um Cappenberg in Bedrängnis zu bringen. Letztlich fasste sich Jan Richter ein Herz und vollendete sehenswert aus rund zwanzig Metern zum 2:0.
Es folgten wütende Angriffe der Gäste, die den TuS nun mehr aus den Abwehrangeln hoben und schnell den Anschluss schafften. „Danach war die Partie völlig offen“, gab Kampmann zu. „Am Ende waren wir oft ungeordnet und konnten dann nicht mehr alles verteidigen, so haben wir dann auch den Ausgleich kassiert.“ Der Coach sprach von einem leistungsgerechten Remis, allerdings: „Wenn man zuhause 2:0 führt, dann will man natürlich auch gewinnen. Daher ist es sehr schade aus unserer Sicht!“