Hensler köpft Wethmar zum Premieren-Sieg

Mika Hensler war der Matchwinner im Landesliga-Spiel der B-Junioren am Sonntag bei der U16 der Sportfreunde Siegen. Er köpfte seine Farben in der 6. Minute der Nachspielzeit zu einem vielumjubelten Premieren-Sieg. Siegtorschütze Hensler konnte seine Freude kaum in Worte fassen: „Das Gefühl zu wissen, dass man diese Reise mit drei Punkten beendet, ist unfassbar gewesen. Selten erlebt man, dass 20 Jungs einen von allen Seiten umarmen und man vor lauter Jubel nichts mehr hört. Ich bin einfach froh, dass die harte Arbeit und der Zusammenhalt belohnt wurden und zumindest teilweise für ein grandioses Gefühl verantwortlich gewesen zu sein.“

Die Mannschaft des Trainerteams Daniel Nowak, Udo Halbe und Luca Breuker präsentierte sich mit einem komplett veränderten Gesicht im Gegensatz zu den Spielen in der Vorbereitung. Team-Spirit, Kampfgeist und auch spielerische Qualität prägten den Auftritt der Grün-Weißen. „Absolut überragend, was die Mannschaft heute gezeigt hat. Der Siegtreffer in der Nachspielzeit war einfach pure Ekstase. Wie die Jungs da alle abgegangen sind und sich gemeinsam gefreut haben. Unbeschreiblich“, konnte Nowak seine Freude kaum in Worte fassen.“ Auch Nico Beile, der die Mannschaft, gemeinsam mit Conner Schönfelder und Ben Kautz, als Zuschauer unterstütze, war absolut überwältigt: „Das war einfach nur geil. Mika ist auch nur ein Tier, wie hoch er in der Situation da springt!“

Die erste Halbzeit verlief für die Jungs vom Cappenberger See einfach nur phänomenal. Gleich nach zehn gespielten Minuten brachte Torjäger Oskar Koert den zweitältesten TuS-Nachwuchs mit einem Treffer der Marke „Tor des Monats“ in Führung. Nach einem Diagonalball von Neuzugang Rico Kalmus behauptete Koert sich im Duell mit seinem Gegenspieler. 25 Meter vor dem Tor nahm er sich ein Herz und knallte den Ball mit dem Vollspann unhaltbar für den gegnerischen Torwart in den rechten Winkel (10.). Im Anschluss war die Westfalia zwei Mal im Glück. Erst zeigte Torhüter Marvin Jankowiak – nach einem missglückten Klärungsversuch seiner Vorderleute – eine Glanzparade im Duell mit dem Siegener Angreifer. Dann hatten die Grün-Weißen Fortuna auf ihrer Seite als ein Abschluss der Siegener am Querbalken landete.

Danach war Wethmar wieder am Zug. Ein geblockter Schuss von Luca Hüppe landete bei Koert, der aus 18 Metern einfach mal abzog. Unter freundlicher Mithilfe des Sieger Torhüters landete der Ball zur Überraschung aller im Tor (37.). Dann landete ein Freistoß von Hensler aus halblinker Position nur an den linken Pfosten, den Nachschuss konnte Koert aus schwieriger Position leider nicht im Tor unterbringen (39.). Damit verpassten sie mit das 3:0 und damit eine Vorentscheidung nur knapp.

In der zweiten Halbzeit sah man dann ein anderes Spiel. Siegen kam stark aus der Kabine und wollte unbedingt den Rückstand noch aufholen. Aber die Jungs vom Cappenberger See zeigten in dieser Halbzeit ihr Kämpferherz. Sie schmissen sich körperbetont in jeden Zweikampf und entnervten damit teilweise den Gegner. Eine Unaufmerksamkeit nach einer Standardsituation nutzen dann die Siegerländer zum Anschlusstreffer. Eine Freistoßflanke rutsche auf den zweiten Pfosten durch, wo der Gegner den Ball nur noch einzuschieben brauchte (61.). Nach dem Anschlusstreffer kam dann Luka Schulz für den erschöpften Hüppe ins Spiel. Mit diesem Wechsel stellte der TuS dann auf Fünferkette um. Diese Umstellung sollte sich bezahlt machen, denn danach kam der Gegner nur zu einer nennenswerten Torchance. Diese Torchance sollte dann allerdings für den Ausgleich der Heimmannschaft sorgen. Nachdem der 6er der Hausherren keinen Druck bekam, chipte er den Ball in die Box, wo der Siegener Angreifer Torhüter Jankowiak per Kopfball bezwang (78.). „Nach dem Ausgleichstreffer lag mein Fokus nur noch auf der Offensive. Nach so einer harten Arbeit und überragenden Teamleistung will man einfach mit drei Punkten im Gepäck nach Hause fahren“, sagte Hensler.

Die letzte Aktion des Spiels war dann auf Seiten der Grün-Weißen. Nach einem Konter wurde Koert an der linken Seitenlinie zu Fall gebracht. Dafür bekam der Sportfreunde-Akteur noch eine Zeitstrafe. Den anschließenden Freistoß nahm sich dann Julien Hagen an. Bis auf drei TuS-Akteure waren alle Spieler im Strafraum der Siegener zu finden. „Ich bin dann direkt in den Sechzehner gerückt, um noch eine letzte Chance zu bekommen, das Team für seine starke Leistung zu belohnen“, erzählte Hensler, der dann den Augenblick bis zum Tor beschrieb: „Der Ball kam im hohen Richtung Fünfer geflogen, instinktiv bin ich Richtung Ball gegangen und habe versucht, das Ding irgendwie ins Tor zu befördern. Ich habe in den Moment nicht einmal bemerkt, ob der Ball meinen Kopf überhaupt berührt hat. Aber als ich mich umdrehte, sah ich den Ball nur noch die Linie überqueren.“

Dann brachen auf Weiten der Westfalia alle Dämme und sämtliche Spieler sowie die drei unterstützenden Jungs rannten zum Jubeln mit auf den Platz, in dem der Schlusspfiff des Schiedsrichters fast unterging. Auch Hensler war nicht mehr zu halten: „Ohne wirklich zu wissen, dass ich das Tor erzielt habe, kam natürlich direkt eine große Freude auf. Ich habe nur noch meine Mitspieler auf mich zulaufen sehen und habe vor Glück geschrien. Als dann noch der Abpfiff ertönte, waren die Gefühle überwältigend. Alles was man hörte waren Jubelschreie und ich wusste nicht, was ich machen sollte, außer jeden zu umarmen, den ich gesehen habe.“

 

TWW: Marvin Jankowiak – Muris Boljetini, Jonas Stephan, Dave Schlierenkämper (75. Moritz Höwer), Oskar Koert, Julian Papior (63. Luka Schulz), David Stalev, Julien Hagen, Rico Kalmus (79. Dorian Tkotz), Mika Hensler, Luca Hüppe (58. Lennox Rust)

Tore: 0:1 (10.) Koert, 0:2 (37.) Koert, 1:2 (61.), 2:2 (78.), 2:3 (80. +6) Hensler

von | Sep 6, 2020 | Allgemein, News