Grüße von der Tabellenspitze
BSV Heeren – Westfalia Wethmar 2:7 (0:4). Drittes Spiel, dritter Sieg – der TuS grüßt nach dem nächsten deutlichen Erfolg nun von der Tabellenspietze.
Von Beginn übernahmen die Gäste das Kommando, waren drückend die spielbestimmende Mannschaft und verbuchten schon in der gegnerischen Hälfte viel Ballbesitz. Logische Konsequenz waren zahlreiche Chancen, die zunächst noch verpufften.
Erst nach siebzehn Minuten brach Tom Beling per Kopf mit dem 1:0 nach einer Ecke den Bann, drei Minuten später erhöhte Wethmar nach feiner Kombination auf 2:0, nachdem der Keeper Till Kowalskis Schuss nur abblocken konnte, ehe Bruder Fabian per Abstauber verwertete.
Danach ging es fast Schlag auf Schlag: Meyer wurde herrlich freigespielt und schob locker ein, nur wenige Minuten später schnürte der flinke Außenstrümer dann sogar einen Doppelpack, nachdem er schon am letzten Sonntag vierfach erfolgreich gewesen war.
„Das war eine gute erste Halbzeit mit vielen Chancen“, freute sich Co-Trainer Jonas Osterholz.“”Die Jungs waren spielfreudig, laufstark und total dominant!“ Lediglich ein einziger, am Ende ungefährlicher Freistoß von Heeren sorgte für kurze Unruhe auf der Gegenseite.
Nach dem Wechsel beseitigte Neuhäuser mit einem Knaller unter die Latte letzte Zweifel am Auswärtssieg, auch wenn Heeren nun etwas besser in die Partie und sogar zum Ehrentreffer kam. Coach Dominik Ciernioch wechselte danach frische Kräfte ein, die ihre Ambitionen auf einen Stammplatz durch reichlich Power untermauerten: Stüwe und Hunschede erhöhten durch Vorlagen von Stauch und Siebert auf 7:1.
Den Schlusspunkt setzte dann jedoch wieder der Gastgeber. „Der zweite Gegentreffer in der Nachspielzeit war ein Pingpong-Tor“, schmunzelte Osterholz, der seine Mannschaft, den neuen Spitzenreiter, durchweg lobte und auch das gelungene Debüt von Atacan Özcan hervorhob. „Ein ganz souveräner Auftritt, ein ungefährdeter Sieg!“
Romania Unita – Westfalia Wethmar II 3:2 (2:0). Es hat nicht viel gefehlt: Die Reserve der Westfalia musste sich der favorisierten Romania nur knapp geschlagen geben – besser gesagt entschied ein Spieler die Partie fast im Alleingang.
„Wir wollten zeigen, dass wir besser sind als 15 Gegentore in zwei Spielen“, erläuterte Spielertrainer Dustin Kampmann den Matchplan vor der Partie gegen eine Mannschaft, die mit Gabriel Burcea den Top-Torjäger der vergangenen Saison in ihren Reihen hatte. „Die klare Vorgabe war also, zunächst kompakt zu stehen, gut umzuschalten und vor allem die Zweikämpfe gegen diesen robusten Gegner anzunehmen.“
Dieses Vorhaben ging leider einmal mehr in die Turnhose, denn die Gäste verpassten komplett den Start: Burcea traf zum 1:0, wenig später legten die Hausherren nach einer eigentlich guten Phase des TuS nach einem Konter nach. Allerdings war Wethmar dann komplett auf der Höhe und weit davon entfernt, sich aufzugeben. „Die Jungs haben dominiert und sind viel mutiger aufgetreten“, lobte Kampmann,, dessen Mannschaft nun deutlich häufiger im gegnerischen Strafraum auftauchte. Für einen Anschlusstreffer vor dem Wechsel reichte es jedoch noch nicht.
Der erste Hoffnungsschimmer folgte direkt nach Wiederanpfiff, als Ilyas elfmeterreif gefoult wurde – Löhrke brachte die Kugel sicher unter zum 2:1. Mit breiter Brust und spürbarer Energie setzten die Grün-Weißen nun nach: Keeper Flo Fischer setzte Stannies mit einem weiten Schlag bestens in Szene – 2:2 (68.).
„Alle glaubten jetzt an den großen Wurf“, sagte Kampmann letztlich enttäuscht – aber dann kam Burcea: Nach einer Wethmarer Ecke und einem katastrophalen Fehlpass tanzte der Goalgetter die komplette Mannschaft aus und schob locker zum Siegtreffer ein (78.).