Erste an der Spitze, Zweite tief im Keller
Westfalia Wethmar – SC Fröndeberg-Hohenheide 10:1 (4:1). Was für ein fulminanter Heimspiel-Auftakt: Die 1. Mannschaft untermauerte auch vor heimischer Kulisse kompromisslos ihre Ambitionen, in dieser Saison ganz oben angreifen zu wollen.
Am Ende stand es zwar zweistellig auf der Anzeigetafel, allerdings geriet der TuS nach sechs Minuten kurioserweise ins Hintertreffen. Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten, denn Meyer (2) und F. Kowalski drehten bis zu 20. Minute den Spieß komplett um. „Das war spielerisch herausragend“, befand Co-Trainer Tom Meier, der blitzsaubere Kombinationen und konzentrierte Abschlüsse bestaunen durfte.
Die Partie war nach dem dritten Meyer-Treffer schon zur Pause entschieden, die Revanche zur Heimpleite in der Vorsaison also vorzeitig erfolgreich genommen. „Dennoch haben wir uns vorgenommen, das Ergebnis noch in die Höhe zu schrauben“, erinnerte sich Meier an die Halbzeitpause. Coach Dominik Ciernioch brachte mit Wiederanpfiff dafür frische Kräfte, um dies noch eindrücklich zu untermauern.
Im Kollektiv wirbelten die Hausherren dann auch im zweiten Durchgang alles durcheinander im Fröndenberger Defensiv-Verbund, wobei für die sechs Treffer sechs verschiedene Akteure verantwortlich zeichneten: Neben dem in allen Belangen überragenden Meyer brachten noch Siebert, Stauch, Neuhäuser, Stüwe und Pella die Kugel zweistellig im Netz unter.
Westfalia Wethmar II – VfB Lünen 2:6 (1:5). Zweites Spiel, zweite Klatsche: Der Saisonstart ist nach der Derby-Niederlage gegen die Süder für die Reserve des TWW gründlich in die Hose gegangen.
„Wir haben erneut zurecht verloren“, klagte Spielertrainer Dustin Kampmann. „Die Jungs haben nichts umgesetzt von dem, was wir im Vorfeld als Mannschaft besprochen haben!“ Das Team habe nicht geordnet angelaufen und sich viel zu wenig Zeit im Spielaufbau gelassen. Und: „Wir haben vor allem den Kampf völlig vernachlässigt!“, kritisierte der Coach. „Ich bin wirklich enttäuscht von dem Auftritt. Das ist nicht ansatzweise das, was wir seit Wochen trainieren.“
Die Westfalia lud den Gegner quasi ohne Gegenwehr zum Toreschießen ein, schon nach wenigen Minuten führten die 08er mit 2:0, wobei die gegnerischen Standards und insbesondere die Einwürfe für großes Chaos in der Wethmarer Abwehr sorgten. „Wir waren gedanklich zu langsam und auch in der Zuordnung nicht konsequent“, legte Kampmann den Finger in die Wunde, auch das Timing in den Zweikämpfen erhielt kein gutes Zeugnis.
Zu allem Überfluss kassierte der Gastgeber auch noch eine total unnötige gelb-rote Karte wegen Meckerns. „Das war dann die Kirsche auf der Sahnetorte“, meinte Kampmann ironisch, der warnt, dass das „Anstiegsgespenst schon nach zwei Spieltagen kräftig an die Tür“ klopfe.
Nur wenig versöhnlich war der einigermaßen engagierte Auftritt in der zweiten Halbzeit in Unterzahl. „Wenigstens haben wir dann etwas dagegen gehalten und den Durchgang remis gestaltet“, sagte der TuS-Trainer, der sich jedoch bewusst war, dass der VfB einen Gang heruntergeschaltet hatte.