Enttäuschung über die Stadt Lünen
Um in der klaren Fußballsprache zu bleiben, hat die Stadt Lünen bisher eine deutliche Pausenführung herausgeholt; die Lüner Fußballvereine müssen aktuell eine Hiobsbotschaft nach der anderen schlucken.
Zunächst wurde bekannt, dass aufgrund des nicht beschlossenen Haushaltes die anteilige Kostenerstattung der laufenden Unterhaltungskosten der gesamten Sportanlage – Strom, Wasser, Flutlicht, Gebühren und Versicherungen, Kosten für Reinigung der Kabinen und Platzwart – aus 2024 von rund 25.000 Euro nicht zur Auszahlung gelangt. „Die Aussage der Stadt Lünen, dass es sich um vereinseigene Sportanlagen handelt, ist nicht korrekt; allein im Pflegevertrag ist an vier Stellen die Rede vom ‚städt. Sportplatz‘…“ ist Vorsitzender Stephan Polplatz nicht gut zu sprechen auf die Vorenthaltung der über Jahrzehnte geleisteten Zuschüsse. „Natürlich“ werden auch aktuell die Jugend- und Übungsleiter-Zuschüsse aufgrund der städtischen Finanzmisere nicht ausgezahlt.
Den zweiten Treffer landete die Stadt Lünen mit der Reform der Grundsteuer B – dass eine Neuregelung erfolgen musste, ist dabei unstrittig! Dass Vereinsheime von gemeinnützigen Fußballvereinen – wie beim TuS – allerdings nunmehr annähernd das doppelte zahlen müssen, war nach Rückfragen bei den aktuellen Stadtverordneten nach eigener Aussage nicht bekannt. Dazu ein Zitat aus der Ratsvorlage: „Nichtwohngrundstücke: Geschäftsgrundstück, Gemischt genutztes Grundstück (z. B. Bäckerei im EG, Wohnung im OG), Sonstiges bebautes Grundstück (z. B. Garagen, Vereinsheime, …). Stefan Witte, Vorstand Finanzen beim TuS, reagiert ebenfalls mit Unverständnis: „Die Aussage der Unkenntnis ist durch die Vorlage und einer Wortmeldung in der Sitzung zu diesem Thema nach unserer Kenntnis so nicht korrekt und wurde somit in Kauf genommen!“ Noch auf der Recherche ist der TuS mit der bisher nicht bestätigten Meldung, dass andere Fußballvereine bzw. ihre Vereinsheime nicht der genannten Steuererhöhung unterliegen…
Und „Last but not Least“ hat es die Stadtverwaltung geschafft, wieder ein Jahr ohne Platzsanierung vergehen zu lassen. So hatte der Ausschuss für Bildung und Sport bereits im Jahr 2024 gefordert, dass im Jahr 2025 der erste Platz saniert wird. Die Mängel sind dokumentiert, die Prioritäten auch klar. Mit einer gut gesteuerten Verzögerungstaktik hat man sich bis zu den Kommunalwahlen „gerettet“ – bis Rat und Ausschüsse sich konstituiert haben, ist das Jahr 2025 so gut wie Geschichte!
Auch die zahlreichen Pressetermine und der Besuch der Lüner Fußballvereine in der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien hat bisher nichts gebracht…