Eine der besten Saisonleistungen

Westfalia Wethmar – VfL Schwerte 3:0 (1:0). Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging für die 1. Mannschaft des TuS Westfalia Wethmar am Sonntag die Saison zu Ende. Für das lachende Auge sorgte der klare und toll herausgespielte Sieg gegen den VfL Schwerte, während die Verabschiedung zweier Spieler für einige Tränen in den Augen sorgte. Durch den Sieg gingen die „Schwerter Festwochen“ nach dem Erfolg in der letzten Woche gegen den DJK ETuS Schwerte erfolgreich zu Ende.

Mit Florian Fischer und Nico Sonnen wurden vor dem Spiel zwei langjährige TuS-Akteure verabschiedet. Während Fischer seine Karriere verletzungsbedingt beenden muss, wechselt Sonnen zum FC Nordkirchen.

Nach der Verabschiedung wurde den Zuschauern von Seiten der Grün-Weißen ein sehenswerter Fußball angeboten. Mit vielen schnellen Ballstafetten kombinierten sich die Hausherren immer wieder gefährlich vor das Tor der Gäste. In der 18. Minute wurde Dominik Voß auf der halblinken Seite auf Reise geschickt. Er sah, dass der VfL-Keeper Ladkau aus seinem Kasten stürmte und setzte den Ball mit einem sehenswerten Heber über Ladkau hinweg ins Gehäuse. Schwerte beschränkte sich in seinen Angriffsaktionen vornehmlich auf lange Bälle, die für die TuS-Viererkette aber keine Herausforderung darstellten. Weitere gute Möglichkeiten für den TWW blieben durch Niklas Wehner und Voß allerdings ungenutzt.

Auch in Halbzeit zwei änderte sich kaum etwas an der Statik des Spiels. Wethmar blieb spielbestimmend und arbeitete sehr gut gegen den Ball. Schwerte hingegen blieb meistens weiterhin nur die Option des langen Balls. Und die Grün-Weißen sollten sich für ihre starke Leistung auch mit noch mehr Treffern belohnen. Ein besonderer gelang dabei kurz nach der Pause dem scheidenden Sonnen, der in seinem letzten Spiel auch mit der Kapitänsbinde auflief. Nachdem er gut in Szene gesetzte wurde, vernaschte er seinen Gegenspieler und Keeper Ladkau und setzte den Ball in Manier eines Torjägers in die Maschen (48.).

Die Grün-Weißen zeigten sich weiter torhungrig, leider scheiterten sie aber an der Kette des Gegners oder am Torhüter. In der 83. Minute durfte Sonnen dann unter dem Applaus der Zuschauer und seiner Teamkameraden den Platz verlassen. Für ihn kam Youngster Jason Jäger aufs Feld. Den Schlusspunkt unter die Partie und einer gut verlaufenen Saison setzte erneut Voß, der Ladkau mit einer Schussfinte auf den Hosenboden setzte und den Ball dann unbedrängt einschob (88.).

Somit steht für die Westfalia am Ende der Saison Platz sieben oder acht zu Buche. Für das grün-weiße Fanherz nicht ganz unwichtig, ist die Tatsache, dass man in der Endabrechnung vor dem Rivalen aus Alstedde steht. Die Kicker verabschieden sich nun in die Sommerpause, ehe es Anfang Juli mit der Vorbereitung auf die Spielzeit 2022/2023 weitergeht.

Westfalia Wethmar – RW Unna 1:3 (1:1). Nur noch ein Spiel: Nach dem 1:3 gegen RW Unna sehnt U23-Trainer Dominik Ciernioch den Schlusspfiff der Saison herbei. „Wir haben jetzt noch das Duell auf der Alm in Bausenhagen vor der Brust, danach freuen wir uns auf die Sommerpause.“

Zu enttäuschend waren einmal mehr sowohl Verlauf als auch Ergebnis des letzten Heimspiels. Nach einem starken Start und dem frühen 1:0 durch Suzano setzten die Hausherren den Gegner weiterhin unter Druck. Es mangelte aber erneut an der altbekannten Abschlussschwäche. „Die Jungs haben einfach nicht das nötige Selbstvertrauen vor dem Tor“, meinte Ciernioch, der zudem die nötige Kaltschnäuzigkeit vermisste.

Nach knapp einer halben Stunde verlor der TuS dann merklich den Faden, was Unna zum plötzlichen Ausgleich nutzte. In der Pause schüttelten sich die Grün-Weißen noch einmal und erwischten einen wiederum guten Auftakt mit Wiederanpfiff. Die zahlreichen Gelegenheiten zur erneuten Führung blieben allerdings wieder auf dem Kunstrasen liegen.

Auf der anderen Seite agierten die Rot-Weißen deutlich cleverer, nutzten eine schwerer Wethmarer Bock in der Defensive zum 1:2 und setzten einen fabelhaften Schlusspunkt, als mit dem Abpfiff ein Freistoß aus dreißig Metern im Knick einschlug. „Ich kann den Jungs bis auf die letzten zwanzig Minuten keinen Vorwurf machen, in den letzten Wochen ist einfach der Wurm drin“, fasste der TuS-Coach das Geschehen leicht konsterniert zusammen.

von | Mai 31, 2022 | Allgemein, News