Diesmal glanzlos zum nächsten Dreier

SG Fröndenberg-Hohenheide – Westfalia Wethmar 0:2 (0:1). Der nächste Sieg für die Westfalia: Mit einem diesmal glanzlosen 2:0 wahrten die Gäste souverän ihre weiße Weste, auch wenn es in der Schlussphase mehr als hitzig zuging.

Zunächst erwischte Wethmar einen guten Start, ließ den Ball gekonnt laufen und drückten der Partie einen dominanten Stempel auf, wobei sich die Offensivreihe mitunter sehr schwer tat, gegen tief stehende Gegner zu klaren Chancen zu kommen. So standen bis kurz vor dem Pausenpfiff lediglich Cirkels Distanzschuss und eine ordentliche Gelegenheit von Neuhäuser zu Buche – dann aber folgte doch noch die Führung: Nach starkem Zuspiel von Fabian Kowalski schob Koert in Stürmermanier ein.

Nach der Pause ändert sich beinahe nichts am Geschehen: Der TuS fand – ganz im Gegensatz zur letzten Heimspiele-Gala gegen Bergkamen wenige Mittel, um den Gegner aus seiner Deckung zu locken. Glücklicherweise gelang dennoch schließlich das 2:0, als Stüwe von Till Kowalski geschickt wurde und nach feiner Einzelleistung erhöhte (70.).

Im Anschluss folgte die heißeste Phase der Partie, zahlreiche Nickeligkeiten heizten die Atmosphäre unnötig auf. Der Höhepunkt: Kurz vor Schluss leistete sich ein Fröndenberger Akteur ein Revanchefoul und flog nach einer wüsten Würgeattacke völlig zurecht vom Platz. „Das sind Szenen, die haben auf dem Platz nichts verloren“, schimpfte Trainer Dominik Ciernioch. „So etwas verurteilen wir aufs Schärfste!“

Der Wethmarer Coach richtete jedoch schnell den Blick nach vorn. „Jetzt gilt es, sich über den Mai-Feiertag auf Hemmerde zu konzentrieren“, sagt Ciernioch. „Da haben wir eine weitere Rechnung aus der Hinrunde zu begleichen.“

SSV Mühlhausen II – Westfalia Wethmar II 6:1 (2:1). „Wir haben einen gebrauchten Tag erwischt!“, zeigte sich Spielertrainer Dustin Kampmann nach enttäuschenden neunzig Minuten sichtlich geknickt.

Dabei kamen die Gäste gut in die Partie und waren in der ersten halben Stunde über weite Strecken sogar spielbestimmend. Leider brachten drei gute Einschussgelegenheiten keinen Ertrag. Stattdessen jubelte urplötzlich der SSV quasi aus dem Nichts: Ein langer Ball und ein starker Steckpass brachten die überraschende Führung der Hausherren (21.).

Fünf Minuten vor dem Wechsel reichte dem Schiedsrichter dann ein minimaler Kontakt für einen Elfmeterpfiff, sodass Mühlhausen nachlegen konnte. Immerhin konnte Möller nach einem Aufbaufehler noch in der ersten Halbzeit verkürzen.

Mit Wiederanpfiff zog die SSV-Reserve andere Saiten auf, wechselte die Defensive nahezu komplett und stand dann förmlich auf dem Gaspedal. „Der Gegner machte jetzt richtig Druck und stellte unsere Abwehr vor ziemlich große Probleme“, resümierte Kampmann. „Die haben uns richtiggehend überrannt.“

Dennoch konnte sich Wethmar ab und zu noch befreien, schaffte es aber nicht mehr, Zählbares aufs eigene Konto zu bringen. Die Gastgeber agierten hingegen eiskalt und nutzte jeden kleinen Fehler aus, sodass am Ende eine aufgrund der zweiten Halbzeit auch in der Höhe verdiente Niederlage stand. „Mühlhausen war heute einfach eine Nummer zu groß!“, gab der TuS-Coach zu.

von | Apr. 28, 2026 | Allgemein, News

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