Deutlicher Sieg in rassigem Top-Duell
Westfalia Wethmar – FC Overberge 4:0 (0:0). Ein in allen Belangen wildes und rassiges Spiel brachte der Westfalia am Ende die nächsten wichtigen drei Punkte.
„Overberge hat in den ersten 25 Minuten brutal Druck gemacht“, zollte Trainer Dominik Ciernioch ein Kompliment für eine starke Anfangsphase des Gegners, der mehrfach die Chance hatte, in Front zu gehen. Pfosten, Latte und insbesondere Keeper Panzer verhinderten den Einschlag. „Hier geht ein Riesenlob an Lukas“, sagte Ciernioch. „Er hat mit mindestens vier Paraden die Null und damit uns im Spiel gehalten!“
Erst nach einer knappen halben Stunde nahm der TuS auch am Spielgeschehen teil – und leistete sich ebenfalls einige Aussetzer in der Verwertung bester Chancen: Till Kowalski traf das Lattenkreuz, Jason Jäger scheiterte nach Pfostenschuss doppelt am FCO-Keeper, Meier köpfte vorbei und Neutzner kam knapp zu spät, sodass es letztlich mit einem kaum nachvollziehbarem 0:0 in die Kabinen ging.
Mit Wiederanpfiff brannte der Rasen: Die Westfalia kam wie die Feuerwehr auf den Platz zurück, setzte Overberge quasi schachmatt und drängte vehement auf die Führung – danach ging es Schlag auf Schlag.
Nach einer Ecke köpfte Meier das 1:0, wenige Augenblicke später legte Neutzner uneigennützig quer auf Jäger – 2:0. Als Fabian Kowalski dann nur drei Minuten später im Strafraum gefällt wurde, markierte Jäger per Elfmeter die Vorentscheidung.
Die Gastgeber zeigten sich in der Folge souverän und gefestigt und ließen nicht mehr viel zu im Gefühl des sicheren Sieges. Als dann noch Möller per Lupfer aus 25 Metern das vierte Tor erzielt hatte, war die Messe endgültig gelesen. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs“, zeigte sich der TuS-Coach nach Abpfiff euphorisch. „Endlich haben wir mal ein sehr gutes und rassiges Spiel gemacht, wobei alle auf dem Feld und von der Bank funktioniert haben! Das nennt man Teamgeist!“
Westfalia Wethmar II – BW Alstedde II 1:4 (0:2). Im „kleinen“ Derby schnupperte die 2. Mannschaft kurz an einem möglichen Punktgewinn, am Ende behielten die Gäste allerdings zurecht die Oberhand.
Vor allem die erste Halbzeit erwies sich letztlich vorentscheidend, denn die Hausherren traten auf eigener Wiese nicht mutig genug auf und brachten sich zudem durch individuelle Fehler immer wieder selbst in Gefahr – die hohe Qualität des Lokalrivalen sorgte dann letztlich dafür, dass Alstedde mit einem komfortablen 2:0 in die Pause ging.
Nach dem Wechsel erhöhte der TuS das Tempo, setzte seinerseits den Gegner unter Druck und schaffte durch Kühlkamp schnell den Anschluss. Danach folgte die beste grün-weiße Phase, bei einigen brenzligen Situationen im Alstedder Strafraum fehlte schlichtweg das Glück im Abschluss.
Stattdessen führte ein weiterer unnötiger Ballverlust für die Entscheidung: Die Gäste erzielten erst das entscheidende 3:1, um nur zwei Minuten später endgültig den Deckel drauf zu machen und völlig zurecht drei Punkte zu entführen.
Am nächsten Sonntag hat die Reserve spielfrei, um dann in vierzehn Tagen den verlustpunktfreien MSC Holzwickede zu empfangen. „Wir müssen die Zeit jetzt nutzen, um an uns zu arbeiten“, meinte Co-Trainer Marco Busche. „Dann können wir gewappnet in das nächste schwierige Duell gehen.“