Chancenwucher trotz Viererpacks

Westfalia Wethmar – PSV Bork 4:0 (3:0). Drei Punkte eingefahren, Mund abputzen, weitermachen: Nach dem deutlichen Sieg gegen das Kellerkind aus Bork zeigte sich Trainer Dominik Ciernioch lediglich mit dem Ergebnis einverstanden – und natürlich nach der Niederlage BW Alsteddes auch mit der Eroberung der Tabellenspitze.

„Wir haben gewonnen und auch zu Null gespielt“, meinte der Coach nüchtern. Allerdings prangerte er einmal mehr die katastrophale Chancenverwertung an. „Das Ergebnis muss einfach viel höher ausfallen. Vor dem Tor stellen wir uns einfach nicht clever genug an!“

So reichte es letztlich „nur“ für einen Viererpack, schon zur Pause stand es 3:0, da Lukas Nagel, Meyer und ein Eigentor innerhalb von sechs effizienten Minuten die Partie entschieden. In einer ebenfalls einseitigen zweiten Hälfte markierte Stüwe in der Schussphase den Endstand.

Ciernioch hakte das Duell gegen den Nachbarn schnell ab. „Uns erwartet jetzt wieder ein Spiel wieder auf Augenhöhe!“ Mit dieser Einschätzung trifft der Coach ins Schwarze, denn am kommenden Sonntag kommt es zum absoluten Top-Spiel des neuen Tabellenführers beim unmittelbaren Verfolger TuRa Bergkamen. „Da wollen wir wieder Vollgas geben und unsere Chancen besser nutzen“, sagt Ciernioch.

Westfalia Wethmar II – BR Billmerich 3:4 (1:1). Trotz vierfacher personeller Verstärkung auf der 1. Mannschaft konnte die Reserve nichts Zählbares mitnehmen.

Zur Pause stand es noch 1:1 (Ausgleich durch Koert), nach dem Wechsel egalisierte Rogge zum 2:2, ehe die Gäste per Doppelschlag auf 4:2 davonzogen. Schmitts Anschlusstor kam zu spät (89.).

„Die Abstände zwischen waren zu groß, die Fehlerquote zu hoch und das Spielglück fehlte obendrein!“ Spielertrainer Dustin Kampmann fasste die Defizite seiner Elf kompromisslos zusammen, wies aber auch auf die missliche personelle Lage hin. „Man merkt uns einfach an, dass derzeit fünf Stammspieler fehlen! Woche für Woche läuft eine andere erste Elf auf, weil wir permanent Lücken füllen und Spieler auf fremden Positionen spielen lassen müssen.“

So laufe momentan wenig zusammen, sodass solche Spiele zustande kämen und Ergebnisse somit ausblieben, wobei die Kontrahenten meist leichtes Spiel hätten. „Wir lassen es zu, dass der Gegner aus wenig immer sehr viel macht“, hadert Kampmann, der nun seine Lehren nach sieben Partien ohne Sieg ziehen will. „Wir haben am Sonntag spielfrei, das tut vielleicht einmal ganz gut und dient der Regeneration unserer Verletzten!“

von | Sep. 30, 2025 | Allgemein, News

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