Bitterer Ausgleich quasi mit dem Abpfiff

Westfalia Wethmar – Geisecker SV 2:2 (1:1). Ein paar Sekunden haben der 1. Mannschaft des TuS Westfalia Wethmar zum Auftakterfolg in der Bezirksliga gefehlt. Bis tief in die Nachspielzeit führten die Grün-Weißen gegen den Geisecker SV mit 2:1, ehe Geiseckes Tim Finkhaus die Westfalia ins Mark traf.

Bei schweißtreibenden Temperaturen bekamen die Zuschauer auf der Sportanlage am Cappenberger See, wie in den Begegnungen der Vorsaison, eine enge und umkämpfte Partie zu sehen. Bereits in der Anfangsphase der Partie verbuchten beide Mannschaften jeweils eine Großchance für sich. Während ein Distanzschuss der Hausherren nur knapp über das GSV-Gehäuse zischte, wurde Geisecke erstmals nach einer Flanke gefährlich. Der anschließende Kopfball ging nur Zentimeter am Tor vorbei. Im zweiten Versuch nur wenige Minuten später zielten die Gäste dann besser. Julian Boethin brachte einen Kopfball unhaltbar für TuS-Schlussmann Tristan Schlossarek, der den verletzten Marceau Adamsky vertrat, im langen Eck unter (21.).

Auch nach dem Führungstreffer blieb Geisecke weiter auf dem Gaspedal. Ein Freistoß aus guter Position ging nur knapp neben das Tor. Und nach einem tiefen Ball und einem Versuch auf den mitgelaufenen Mitspieler querzulegen, bekam TuS-Verteidiger Lukas Nagel noch den Fuß dazwischen.

Dann kämpften sich aber die Grün-Weißen wieder zurück ins Spiel und sollten noch vor der Pause für ihren Einsatz belohnt werden. Youngster Jason Jäger wurde im Strafraum gut freigespielt, wackelte seinen Gegenspieler aus und vollendete mit einem platzierten Schuss ins lange Eck (39.). Eine dicke Chance hatte dann erneut Jäger kurz vor dem Halbzeitpfiff, traf aber nur den Pfosten. Also ging es mit dem 1:1 dann auch in die Halbzeitpause.

Und auch im zweiten Durchgang blieb es weiter ein umkämpftes Duell. Geisecke hatte mehr Ballbesitz, während die Westfalia versuchte, sich über gewonnene Zweikämpfe ins Spiel zu bringen. Die erste Möglichkeit sollten dann auch die Gäste haben, Schlossarek blieb im „eins gegen eins“ gegen einen GSV-Angreifer aber Sieger. Dann waren es die Hausherren, die das Spiel zu ihren Gunsten drehten. Eine Freistoßflanke von Frederic Fischer drückte Nagel erfolgreich über die Linie (67.).

Bei Wethmar schwanden nun, auch aufgrund vieler Ausfälle, die Kräfte, sodass Geisecke nun vollends das Ruder übernahm und auf den Ausgleich drückte. Die Grün-Weißen verteidigten aber leidenschaftlich und konnten bis in die Nachspielzeit den Ausgleich halten. Eine erste Großchance bekam man noch gemeinschaftlich geklärt. Und auch das zweite Gegentor resultierte letztlich aus einer Flanke. Diese wurde nur in die Mitte geklärt, der folgende Ball wurde auf einen GSV-Angreifer gespielt, der noch auf Finkhaus querlegte. Dieser musste den Ball dann nur noch über die Linie drücken (90. +4).

„Aufgrund vieler Ausfälle – zehn an der Zahl, davon sieben potentielle Stammspieler – hätten wir den Punkt vor dem Spiel sofort unterschrieben.“, zog Trainer Steven Koch trotz des unglücklichen Ausgleichstreffers ein zufriedenstellendes Fazit, fühlte sich bei beiden Gegentoren allerdings vom Schiedsrichter benachteiligt: „Alllerdings ärgern wir uns jetzt, dass unsere kämpferische Leistung aufgrund zweier Abseitstore nicht belohnt wurde.“

Westfalia Wethmar U23 – FC TuRa Bergkamen 1:3 (1:1). Das größte Kompliment kam wieder einmal vom Gegner. „Der TuRa-Coach meinte nach der Partie, dass er es hasse, gegen uns zu spielen!“, sagte TuS-Trainer Dominik Ciernioch. Und tatsächlich konnte er seinem Pendant nur beipflichten. „Ich kann unseren Jungs nur ein dickes Lob zollen. Es hat fast alles gestimmt: Intensität, Wille, Leidenschaft – nur das Ergebnis ist natürlich bescheiden!“

Gegen einen ebenfalls sehr stark auftretenden Gegner lieferte sich die U23 über 90 Minuten einen beherzten Kampf. Dabei erlebten die Zuschauer am Cappenberger See einen sehr wilden Beginn: Bereits nach zwei Minuten grätschte Niklas Pella in einen tiefen Pass und schob zum frühen 1:0 ein. Vier Minuten später allerdings glich der Gast über die immer brandgefährliche linke Seite schon wieder aus.

Bis zu Pause lieferten sich beide Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, wobei Grohs, Lange und Allefeld ohne Fortune blieben. Das vorentscheidende dritte Tor der Partie blieb dem leichten Favoriten nach toller Kombination kurz nach dem Wechsel vorbehalten. TuRa zeigte sich im Anschluss ziemlich abgezockt und hatte die Führung unter Kontrolle und machte kurz vor dem Ende alles klar – 1:3 (89.).

„Trotz der Niederlage war das ein richtig starker Auftritt und ein echter Schritt in die richtige Richtung. Nun wollen wir mit dem gleichen Engagement am Sonntag auf Cappenberg im Derby die ersten drei Punkte holen“, resümierte Ciernioch.

SV Bausenhagen II – Westfalia Wethmar III 2:2 (1:1). Das war im wahrsten Sinne ein holpriger Start: Die 3. Mannschaft des TWW holte am ersten Spieltag nicht nur „nur“ ein Remis, sondern ärgerte sich nach Spielschluss einmal mehr über den indiskutablen Zustand des Spielfelds. „Der Acker hat die Bezeichnung Rasen nicht verdient“, monierte Trainer Andree Neuhaus, „Das Geläuf war einfach nur knüppelhart!“

Nichtsdestotrotz erwischten die Gäste durch Brinkmann (6.) einen Start nach Maß. „Wir hatten uns vorgenommen, von Beginn Druck auszuüben und eine frühe Führung herauszuschießen“, erklärte der TuS-Coach. Leider folgte nur Minuten später nach einer Standardsituationen der prompte Ausgleich.

In der Folge blieb die Westfalia das bessere und aktivere Team, operierte mit vielen langen Bällen und erarbeitete sich einige gute Chancen – vermeintlich, denn der Referee hatte etwas dagegen. „Wir sind drei Mal auf das gegnerische Tor zugelaufen, aber jedes Mal ertönte ein Abseitspfiff“, klagte Neuhaus. „In meinen Augen waren das allesamt Fehlentscheidungen. Schade, wir hätten das Spiel in dieser Phase entscheiden können.“

Stattdessen ging es mit einem 1:1 in die Pause, nach der die Hausherren zunächst immer stärker wurden und den Gegner häufig in Bedrängnis brachten. Erst in der 82. Minute wurde der Aufwand mit dem 2:1 belohnt. Wethmar machte nun zwangsläufig auf und warf alles nach vorne: Erikoglu besorgte schließlich „ein glückliches und unter dem Strich enttäuschendes 2:2“.

 

von | Aug 16, 2022 | Allgemein, News