| zum Kontakt | Seite empfehlen | Seitenfehler melden | Sitemap | zum Impressum | zum Disclaimer |
Verein A - Z > Chronik Gesamtverein

Chronik Stammverein TuS Westfalia Wethmar 1948 e.V.


Nach dem Krieg sowie der anschließenden schlechten Wirtschaftslage war die heranwachsende Jugend sich selbst überlassen

So irrte auch in Wethmar die Dorfjugend ziellos umher. Da beschlossen die Kameraden Johann Ahland, Willi Hohmann, Willi Wilmroth, Heinrich Schmidt und Erwin Schäfer einen Turn- und Sportverein ins Leben zu rufen. Sie wollten der Jugend die Möglichkeit schaffen, durch Spiel und Sport Körper und Geist in fairem Wettkampf zu stärken. Man besann sich dabei auf die Traditionen des alten Turnvereins und des noch länger darniederliegenden Ballspielvereins Wethmar von 1905. Auf diese Traditionen hoffte man, aufbauen zu können. So wurden dann die Bewohner des Dorfes zum 13. November 1948 in das "Lokal Aschoff" zu einer Aussprache eingeladen (siehe Bild rechts). mannschaftsessen bei aschoff.jpg

Vom alten Turnverein waren die Kameraden Wilhelm Schäfer, Heinz Derr und Andreas Brokemper und vom alten Balspielverein die Gebrüder Schmidt anwesend. Die Aussprache verlief sehr positiv, so dass sofort zur Gründerversammlung übergegangen werden konnte. Der Vorstand wurde gewählt und 52 Mitglieder eingetragen. Der Verein erhielt den Namen Turn- und Sportverein "Westfalia". Mit zwei Fachschaften sollte der aktive Sport schnellstens betrieben werden: Fußball und Turnen mit Leichtathletik.

 Es waren aber weder Sportplatz noch Turnhalle vorhanden. Sehr schnell wurde dann der Acker zwischen der Bäckerei Fölger und der Firma "Gummi Gück" nördlich der Münsterstraße gepachtet. Mit Mann und Maus wurde das Terrain in Selbsthilfe bis Mai 1949 in einen Sportplatz verwandelt. Noch im gleichen Monat wurde die Platzweihe vollzogen und der Sportbetrieb aufgenommen. Für das Training im Winter stellte etwas später die Zeche Victoria dem Verein ihre Turnhalle zur Verfügung.

1950 wurde der ehemalige Aktive vom alten Ballspielverein 05 Ludwig Siegeroth als 2. Vorsitzender in den Vorstand gewählt. 1951 konnte zum ersten Mal mit der Aufstellung einer Schülermannschaft begonnen werden. Damit war der Aufbau des Spielbetriebs geschafft. Im Sommer 1963 stellte die Gemeinde Altlünen dem TuS den neuen Sportplatz (mit Umkleidetrakt) am Cappenberger See zur Verfügung. Der Umzug wurde schnell vollzogen und 1970 schließlich eine Flutlichtanlage in Selbsthilfe erstellt. Eine Generalüberholung der


Neues Domizil am Cappenberger See


Umkleidetrakte sowie der Flutlichtanlage erfolgte im Jahre 1997. Noch heute haben hier am Cappenberger See vier Senioren- und 16 Jugendteams ihr Betätigungsfeld. Für die Jüngsten stehen im Winterhalbjahr auch noch zwei Turnhallen zur Verfügung. Somit hat der Fußballsport im TuS eine gesunde Grundlage, auf die es sich in Zukunft weiter aufbauen lässt. Mit Stichtag 1. Januar 2007 zählt die Fachschaft Fußball 461 Mitglieder, davon sind 275 Schüler und Jugendliche und 186 Erwachsene.

zuschauer 7.jpg

  Das ganze Dorf war bei der Sportplatzeröffnung zugegen.

Am 14. Januar 1950 wurde die Turnabteilung der Grün-Weißen gegründet. Mangels fehlender örtlicher Turnhalle waren die Anfänge extrem schwer. So wurde 1963 ein neuer Anlauf durch die Sportkameraden Derr und Reuleke gestartet. Mit der Erstellung der Turnhallen durch die Altgemeinde Bork wurde diese Sportart zunächst im heimischen Wethmar und anschließend ab 1968 auch im Ortsteil Nordlünen aktiv betrieben. So erfolgte am 1. Juli 1974 der Beitritt zum Westfälischen Turnerbund. Von 1981 bis 1991 war

 


Schwerer Anfang für die Turnabteilung


auch die neue Sportart Volleyball beim TuS aktiv tätig. Die Turngruppe Wethmar fand ihr Betätigungsfeld (Wettkampf- und Freizeitsport) in der Turnhalle an der Matthias-Claudius-Schule. Die Turngruppe Nordlünen hat ihre Heimat noch heute in der Turnhalle der Kardinal-von-Galen-Schule sowie in der Turnhalle am Schützenhof. Der Freizeit- und Breitensport wird hier sehr rege betrieben. Verbandsmäßig ist diese Gruppe mit der Fachschaft Fußball dem Westdeutschen Fußballverband angegliedert. Mit dem Stichtag 1. Januar 2007 zählt die Turngruppe Nordlünen 122 Mitglieder.

Im Oktober 1952 übernahm Dr. Ing. Günther Dommann die Vereinsführung. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der bisherige Vorsitzende Johann Ahland zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Am 25. Juli 1953 wurde die vom Geschäftsführer Erwin Schäfer mitgegründete Schwimmergruppe als Schwimmabteilung übernommen. Von 1954 an wurden dann Verhandlungen mit der Gemeinde Bork aufgenommen, um den sportgerechten Ausbau des Cappenberger Sees zu erreichen. Bald schon konnte dieses Vorhaben verwirklicht werden und der Schwimmbetrieb als Wettkampf aufgenommen werden. Auch der Wasserballsport wurde zügig salonfähig gemacht. Mit der Erstellung des neuen Freibades 1957 sowie der inzwischen neu gestalteten Freizeitanlage wurden die Vorraussetzungen noch einmal verbessert. Nach der politischen Eingemeindung der Gemeinde Altlünen zum 1. Januar 1975 nach Lünen konnte die Schwimmabteilung mit den Wasserballern zusätzlich im November 1975 ihr Trainings- und Wettkampfprogramm im neuen Hallenbad Altlünen durchführen.

Am 8. Januar 1960 schlossen sich dann 26 Tischtennisfreunde dem TuS an. Sie nahmen ab dem 1. Januar 1961 im Westdeutschen Tischtennisverband den Spielbetrieb mit großen Erfolgen auf. Da keine Sporthalle zur Verfügung stand, wurde der Trainings- und Spielbetrieb zunächst in Saalräumen von Wirtshäusern durchgeführt. Als dann 1963 endlich die Turnhalle Wethmar fertiggestellt wurde, vollzog sich sofort der Umzug und damit auch der sportliche Aufstieg. Nach der Fertigstellung der neuen Turnhalle an der Hauptschule in Wethmar wurde dann diese Anlage die neue sportliche Heimat der Celluloidball-Artisten.

Auf der Jahreshauptversammlung am 26. Januar 1978 wurde dem langjährigen 1. Vorsitzenden Dr. Ing. Günther Dommann der Ehrenvorsitz zuteil. Gleichzeitig wurde Werner Mennekes als neuer Vorsitzender mit der Vereinsführung beauftragt. Zum 50-jähigen Jubiläum (siehe Bild rechts) im Jahr 1998 konnte sich der TuS über 1209 Mitglieder freuen. Davon waren 565 Schüler, 82 Jugendliche und 562 Erwachsene.

50-jaehriges jubilaeum TWW - Sieger rheingold-pokal.jpg

Zwei Jahre später stand dann eine große Veränderung an, denn der Traditionsclub spaltete seine Fachschaften in vier Fachvereine auf. An der außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Gaststätte "Haus Lüggert" nahmen 118 stimmberechtigte Mitglieder teil.

 


Traditionsclub spaltet sich auf


 

112 Personen stimmten für die Trennung, damit war die erforderliche Mehrheit von drei Viertel der Stimmen erreicht. Grund für die Aufspaltung des bisherigen TuS Westfalia Wethmar in vier eigenständige Vereine war der angekündigte Rücktritt des Vorstandes um den ersten Vorsitzenden Werner Mennekes und die schwierige Suche nach einem Nachfolger. Hauptursache der Aufspaltung waren jedoch finanzielle Vorteile gegenüber dem Finanzamt.

Ab dem 1. Januar 2000 bestand der TWW demnach nur noch aus der Fußballer-Abteilung und den Turnen aus Nordlünen (Freizeit- und Breitensport). Dieser Ur-Verein bleibt Mitglied im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. Die Schwimmer gründeten zum 1. Januar den Schwimmsportclub TuS Lünen-Wethmar 1953/1999, die Tischtennis-Abteilung den Club TTC Lünen-Wethmar. Die Turner riefen den Turnverein Westfalia Wethmar ins Leben.

Neuer Vorsitzender des "verbliebenen Rests" und damit Nachfolger Mennekes', der ebenso zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde, wurde Manfred Chojnicki. Dieser sorgte dafür, dass der Club auch in den letzten Jahren beständig einen großen Zulauf zu verzeichnen hatte und nach heutigem Stand weit über 600 Mitglieder beherbergt.