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Westfalia Wethmar trennt sich von Harder-Duo

Trainer Simon Erling reagiert auf Undiszipliniertheiten der jüngsten Vergangenheit

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Der TuS Westfalia Wethmar hat sich am Dienstag mit sofortiger Wirkung von seinen beiden Spielern Pascal und Rene Harder getrennt.

Trainer Simon Erling (Foto) reagierte nach Rücksprache mit den Club-Verantwortlichen damit auf vermehrte Vorkommnisse in der jüngsten Vergangenheit, die zum einen dem Mannschaftsgefüge des Bezirksliga-Teams und zum anderen der Außendarstellung extrem geschadet haben. „Beide Spieler haben zuletzt immer wieder für Unruhe gesorgt und sich Undiszipliniertheiten geleistet, die mit unserem Anspruch von Loyalität, Fairness und Teamgeist nicht vereinbar waren“, erklärt Erling und ergänzt, dass die Vorfälle am vergangenen Sonntag bei der Partie in Kaiserau das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht hätten.

„Es kann nicht sein, dass Spieler sich quasi öffentlich lautstark mit dem Trainer in die Haare bekommen und sich teilweise deutlich unter der Gürtellinie im Ton vergreifen. Das schadet auch dem Image des Vereins“, fügt der Sportliche Leiter Nehling hinzu. Da dies nicht der erste Fehltritt in dieser Hinsicht war, entschloss sich der Verein, das Brüder-Duo nicht mehr zu berücksichtigen, zumal Pascal Harder von sich aus bereits klar gemacht hatte, unter dem Coach nicht mehr das grün-weiße Trikot überstreifen zu wollen.

Es folgten zwei sachliche Gespräche mit den Beteiligten. Dass Harder dann unmittelbar nach der Demission sofort die Öffentlichkeit suchte und übel nachtrat, enttäuscht die Verantwortlichen umso mehr. „Pascal spricht von sportlichen Inkompetenzen des Trainers!“, sagt Nehling. „Wir bedauern es, dass er sich selbst und seine Rolle als Co-Trainer nicht nachhaltig hinterfragt hat und stattdessen nun in dieser unprofessionellen Form schmutzige Wäsche wäscht. Seine Aussagen zeugen im Nachhinein nicht von kameradschaftlicher Loyalität und charakterlicher Stärke.“

Auf die harten Vorwürfe gegen Erling wollte Nehling nicht eingehen, betonte aber: „Niemand hat mit einem derartigen Saisonverlauf wirklich gerechnet. Natürlich werden wir uns in der anstehenden Winterpause alle hinterfragen und versuchen, die zweifellos gemachten Fehler auszumerzen und die Kurve zu kriegen.“ Allerdings will sich Nehling auch weiterhin nicht unter Druck setzen lassen, auch nicht von dem zweifelhaften Vorstoß des ehemaligen Co-Trainers. „Wir lassen uns garantiert zu keinem Schnellschuss hinreißen, auch wenn der Druck deutlich spürbar ist.“

Der Verein stehe seit Jahren für Kontinuität und eine familiäre Gemeinschaft auf allen Ebenen und habe somit nicht nur eine hohe Verantwortung für die sportlichen Belange, sondern auch für seine vielen, teils ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Simon ist ein junger Mann, der schon viel für den Verein geleistet hat. Er ist mit Leib und Seele dabei, hinterfragt sich täglich und steht im ständigen Austausch mit den Verantwortlichen. Wir werden ihn sicherlich nicht als Bauernopfer nach gerade einmal vier Monaten zum Teufel jagen.“

Am kommenden Sonntag wartet auf die Westfalia mit dem Aufsteiger RW Unna nun der letzte Gegner des Jahres, ehe es in die ersehnte Winterpause geht. „Diese Zeit werden wir intensiv nutzen, um zu ergründen, warum es in der ersten Serie so gehakt hat“, wiederholt Nehling eindringlich. „Wir stehen alle in der Verantwortung und sind bereit, die Wende zu schaffen!“ Die Mannschaft übrigens habe das Störfeuer des scheidenden Co-Trainers wenig erfreut zur Kenntnis genommen und wisse, dass sie nun in der Pflicht stehe. „Ich bin sicher, dass die Truppe am Sonntag Gas gibt – für sich, den Verein und auch den Trainer“, erklärt Nehling abschließend.

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