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Spektakulärer Auftaktdreier

B1-Junioren bezwingen die JSG Schwaney/Egge mit 4:3

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Einen Auftakt nach Maß und damit eine geglückte Bezirksliga-Premiere konnten am Sonntag die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar feiern. In einem ereignis- und torreichen Spiel konnte der TuS-Nachwuchs am Ende mit 4:3 die Oberhand über die JSG Schwaney/Egge behalten.

Dabei zeigten die Nachwuchskicker Moral, denn so drehten sie einen 0:2 und einen 1:3-Rückstand. „Wir haben nach den Rückständen eine überragende Moral gezeigt und sind am Ende hochverdient als Sieger vom Platz gegangen“, freute sich TuS-Coach Daniel Nowak. Dabei fiel der Start ins Spiel alles andere als gut aus, denn nach zwei Minuten musste man mit dem ersten Gegentreffer bereits den ersten Nackenschlag einstecken. Ein langer Ball wurde in der Verteidigung unterschätzt. Der JSG-Angreifer brachte diesen aber eigentlich nur ungefährlich in die Wethmarer Box. Der Klärungsversuch landete allerdings bei einem JSG-Spieler in zentraler Position 18 Meter vor dem Tor, der den Ball überlegt und unhaltbar für TuS-Schlussmann Paul Sikora ins Tor schoss (2.).

Nur kurze Zeit später hatte allerdings TuS-Stürmer Oskar Koert, nach feinem Zuspiel von Mika Hensler, die Gelegenheit das Spiel wieder auf Null zu stellen, vergab die Möglichkeit aber im direkten Duell mit dem Torwart der Gäste. Knüppeldick kam es dann allerdings in der 11. Spielminute, als Schwaney den Hausherren den zweiten Gegentreffer einschenkte. Auf der rechten Seite verlor die Westfalia in eigentlich ungefährlicher Position einen Zweikampf. Der JSG-Spieler startete mit dem eroberten Ball dann allerdings ohne Gegnerkontakt ins Zentrum und schloss wiederum unhaltbar für Sikora ab (11.).

„Wir liegen nach elf Minuten mit zwei Toren im Hintertreffen und wissen eigentlich nicht, warum. Wir waren klar besser im Spiel, erlauben uns aber zwei Fehlerketten, die uns nicht passieren dürfen“, haderte Nowak mit der Anfangsphase. Die Grün-Weißen hissten nun aber nicht die weiße Fahne, sondern glaubten weiter an sich und ihre Stärken. Belohnt wurden sie dann in der 18. Minute mit einem Treffer von Jason Jäger. Nach einem Rückpass auf den Torwart presste Ben Kautz stark und zwang den Torwart zu einem unkontrollierten Schlag. Diesen fing Wethmar ab, Koert spielte dann einen Schnittstellenpass auf den durchstartenden Jäger, der im direkten Duell mit dem Torwart eiskalt blieb und auf 1:2 stellte (18.).

Den nächsten Tiefschlag sollten die Jungs vom Cappenberger See nur kurze Zeit später einstecken müssen. Bei einem langen Ball auf einen JSG-Stürmer erkannte der schwach leitende Schiedsrichter die klare Abseitsposition leider nicht. Dieser drang in die Box ein und kam im Duell mit TuS-Keeper Sikora zu Fall. Zu allem Überfluss entschied der Schiedsrichter auch noch auf Strafstoß, obwohl Sikora im Duell klar den Ball spielte. Am folgenden Strafstoß war Sikora dann auch noch dran, konnte diesen aber nicht mehr entscheiden abwehren (24.). „Das waren zwei klare Fehlentscheidungen in einem Angriff. Der Spieler steht zwei Meter im Abseits, zudem spielt Paul bei seiner Aktion deutlich den Ball. Das war auch an der Richtungsänderung des Balles klar ersichtlich. Man kann erwarten, dass der Schiedsrichter zumindest eine der beiden Situationen richtig bewertet. Das war einfach sehr ärgerlich für uns, dass wir dann wieder einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen mussten“, kritisierte Nowak.

Aber auch von diesem Gegentreffer ließ sich der TuS-Nachwuchs nicht entmutigen. Den JSG-Keeper hatte man sich dabei als Schwachpunkt ausgesucht, lief diesen immer wieder konsequent an. Beim zweiten Gegentreffer war es erneut Kautz, der den Schlussmann attackierte und zu einem langen Schlag zwang. Diesen eroberte Jäger, der von der linken Seite mit hohem Tempo in die Mitte zog und einen Schuss aufs Tor abließ. Dabei leistete der JSG-Keeper gütige Mithilfe, als er den Schuss durch die Hände rutschen ließ und der Ball zum Anschlusstreffer ins Netz trudelte (26.).

Dies war der Beginn der grün-weißen Aufholjagd, die nur zwei Minuten später mit dem Ausgleichstreffer belohnt werden sollte. Einen Freistoß von der linken Seite brachte Jäger in die Box. Kopfballungeheuer Lukas Knoke lief perfekt ein und köpfte diesen unhaltbar für den Schlussmann der Gäste ein (29.). „Das war ein perfekt getretener Freistoß und ein starker Kopfball. Obwohl er körperlich nicht der Größte ist, ist Lukas ein starker Kopfballspieler. Er hat dabei einfach ein starkes Timing, das hat man schon in der letzten Saison immer wieder gesehen“, lobte Nowak.

Die Aufholjagd sollte aber noch kein Ende haben. Einen starken Pass von Jäger ließ Kautz für den hinter ihm stehenden Kilian Grohs durch, der in die Box zog und unhaltbar für den Torwart abschloss. "4:3 und das Spiel gedreht!" – dachten alle! Nur der Schiedsrichter hatte etwas dagegen und leistete sich eine erneute Fehlentscheidung, indem er auf eine Abseitsstellung von Grohs entscheid und dem Treffer die Anerkennung verweigerte. „Auch hier hat uns die Schiedsrichterentscheidung leider nicht gutgetan. Es war klar kein Abseits, Kilian stand deutlich außerhalb der strafbaren Zone. Aber was will man machen" Der Schiedsrichter hat nun einmal die Entscheidungshoheit. Der Angriff war trotzdem herausragend gespielt und wurde von Kilian stark abgeschlossen“, fühlte sich Nowak aber auch hier benachteiligt.

Somit ging es dann mit einem Unentschieden in die Pause, in der ein paar Feinjustierungen vorgenommen wurden. Die Grün-Weißen starteten stark in den zweiten Spielabschnitt, kamen nach einem Spielzug über Jäger, Grohs und Kautz, der auf den durchlaufenden Grohs durchsteckte, zu einem ersten gefährlichen Abschluss, der allerdings pariert wurde. Wethmar dominierte das Geschehen vollkommen und erspielte sich weitere gute Tormöglichkeiten. Eine weitere Großchance hatte dann wenig später Steffen Beling, der einen zu kurzen Pass zum JSG-Schlussmann abfing und dann im direkten Duell mit dem Keeper scheiterte. Kurz darauf tankte sich S. Beling dann auf der linken Seite durch und zog in Richtung Box. Sein Abschluss war allerdings zu unplatziert und kein Problem für den Schlussmann der JSG.

Zwei weitere Hochkaräter hatte der TuS-Nachwuchs dann auch noch. Erst hatte Jäger die Führung auf dem Fuß: Er wurde in der Box freigespielt, schloss dann aber ohne Gegnerdruck zu überhastet ab. Sein Schuss war dann kein Problem für den Gäste-Torwart. Wenig später war es dann Koert, der den Ball nach einer Ecke nicht über die Linie drücken konnte. Koert sollte sich für seine Mühen dann aber doch noch mit einem Treffer belohnen. Nach einem tiefen Ball von Grohs, startete Koert durch und war einen kurzen Augenblick vor dem Schlussmann der Gäste am Ball. Koert hob den Ball dann über den Schlussmann hinweg zum Siegtreffer ins Tor (70.).

Nach dem Führungstreffer hatte die Westfalia dann noch zwei weitere gute Möglichkeiten, um den Sack endgültig zuzumachen. Der eingewechselte Julian Papior war nach einem Pass stark durchgelaufen, verzog seinen Abschluss dann allerdings. Auch der ebenfalls eingewechselte Nico Knäpper kam kurz vor Schluss noch zu einem Hochkaräter, setzte den Ball aber Zentimeter neben den Pfosten. Der Abpfiff des Schiedsrichters folgte dann kurz darauf, sodass die Jungs vom Cappenberger See die ersten drei Punkte bejubeln durften.

„Wir waren die Mannschaft mit der deutlich besseren Spielanlage. Wir haben stark gepresst und konnten dadurch viele Ballgewinne erzielt. Dadurch sind auch unsere ersten beiden Treffer gefallen. Das erste und vierte Tor war zudem auch stark herausgespielt. Wir haben uns auch viele Möglichkeiten erspielt, bei konsequenter Chancenverwertung entscheiden wir das Spiel deutlich früher. Schwaney ist zwar nicht der Maßstab in unserer Liga, alles in allem war es aber ein guter erster Auftritt von uns. Wir müssen in Zukunft aber unsere individuellen Fehler abstellen und unsere Chancenverwertung verbessern. Das werden wir aber hinbekommen“, sagte Nowak abschließend.

TWW: Sikora – S. Beling, Hensler, T. Beling, Grohs, Koert, Jäger, Berka (54. Hagen), Belz (52. Richter), Knoke (70. Papior), Kautz (63. Knäpper).

Tore: 0:1 (2.), 0:2 (11.), 1:2 (18.) Jäger, 1:3 (24./Foulelfmeter), 2:3 (26.) Jäger, 3:3 (29.) Knoke, 4:3 (70.) Koert.

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