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Siegeszug hält weiter an

B-Junioren gewinnen auch ersatzgeschwächt bei der JSG Schwaney/Egge mit 3:1

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Bei schwierigen Windbedingungen, unter veränderten Vorzeichen und mit personellen Sorgen im Gepäck hatten die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar am vergangenen Sonntag eine harte Auswärtsaufgabe bei der JSG Schwaney/Egge zu bewältigen. Trotzdem gab TuS-Coach Daniel Nowak gemeinsam mit seinem Trainerteam um Heiko Kautz und Udo Halbe in der letzten Ansprache vor Beginn des Spiels folgende Prämisse aus: „Wir holen heute gemeinsam sechs Punkte!“ Am Ende sollten alle Beteiligten Recht behalten.

Gemeint waren damit natürlich sowohl das Spiel des eigenen Teams als auch das Duell der Mannschaftskameraden Steffen und Tom Beling sowie Jason Jäger, die mit der A-Jugend im Heimspiel gegen Westfalia Soest II um Punkte kämpften. Die Partei bei der JSG Schwaney/Egge verlief lange Zeit torlos, ehe der eingewechselte Dave Schlierenkämper, mit seinem ersten Pflichtspieltor für die Westfalia, die Weichen auf Sieg stellte. „Für Dave freut es mich besonders. Diesen Treffer hat er sich verdient und auch für den richtigen Zeitpunkt aufgehoben. Er hat auch insgesamt eine tolle Leistung gezeigt“, lobte TuS-Coach Daniel Nowak.

Aber der Reihe nach: Gegen einen erwartet körperbetont agierenden Gegner hatten die Grün-Weißen gleich zu Beginn des Spiels eine erste große Möglichkeit. Oskar Koert wurde im letzten Moment am Einschuss gehindert. In der Folge taten sich die Jungs vom Cappenberger See aber immer schwerer. Kapitän Kilian Grohs entschied sich nach gewonnenem Münzwurf absprachegemäß, in der ersten Halbzeit erst gegen den Wind zu spielen, um im zweiten Spielabschnitt bei dann abbauenden Kräften den Wind im Rücken zu haben. Diese Wahl spielte Schwaney in den ersten vierzig Minuten erwartungsgemäß in die Karten, da die Gastgeber fast ausschließlich mit langen Bällen agierten. Dadurch ergab sich auch eine Großchance der Hausherren, die der Stürmer allerdings weit übers Tor schoss.

Es lag aber nicht nur am Wind, dass der TuS-Nachwuchs so seine Probleme hatte. Auch die fehlende Bewegung bei eigenem Ballbesitz war in der ersten Halbzeit ein Manko. Trotzdem hatten die Grün-Weißen im Verlauf der ersten Halbzeit noch eine weitere hochkarätige Möglichkeit. Koert wurde auf der linken Seite bedient und brachte den Ball scharf auf den kurzen Pfosten. Der eingelaufene Ben Kautz beförderte den Ball dann aus dem Gewühl heraus Zentimeter neben dem Pfosten.

Torlos ging es für beide Mannschaften dann zum Halbzeittee in die Kabine. Dort wurden einige Feinjustierungen vorgenommen, um den weiteren Verlauf des Spiels in die eigene Hand nehmen zu können. Zudem musste der TuS-Nachwuchs in der Halbzeitpause wechseln. Luka Schulz, der sein erstes Pflichtspiel absolvierte, musste angeschlagen draußen bleiben. Für ihn kam der eingangs erwähnte Schlierenkämper ins Spiel. Damit waren die Wethmarer Wechseloptionen auch schon ausgeschöpft.

Schwaney tat sich nun erwartungsgemäß deutlich schwerer, denn ihre langen Bälle blieben nun häufig im Wind hängen oder wurden ungenau ins Seitenaus gespielt. So konnte sich die Westfalia nun auch einige Möglichkeiten erspielen. Eine dieser Möglichkeiten führte zu einem Eckball. Grohs brachte den Ball scharf in die Box, dieser wurde allerdings nur unzureichend in Grohs‘ Richtung geklärt. Dieser spielte den Ball dann mit seinem schwächeren rechten Fuß scharf zum am Elfmeterpunkt stehenden Schlierenkämper, der den Ball dann humorlos im Tor unterbrachte (54.).

Nur kurze Zeit später wurde es dann turbulent. Die JSG fuhr einen Angriff, den Julien Hagen kurz vor der Box regelwidrig mit der Hand gestoppt haben soll, sodass der Schiedsrichter auf Freistoß für die Hausherren entschied, den TuS-Schlussmann Paul stark zur Ecke abwehrte. Diese konnte Hagen dann aus der Gefahrenzone in die gegnerische Hälfte befördern. Dank Windunterstützung wurde der Ball länger und länger. Koert sprintete von der linken Seite diagonal auf die rechte Seite und konnte den Ball tatsächlich vor dem JSG-Verteidiger erreichen, der wohl nicht mehr damit gerechnet hatte, dass bei diesem Ball noch Gefahr drohte. Koert behauptete sich dann im Duell mit dem Verteidiger und blieb anschließend im direkten Duell mit dem JSG-Keeper eiskalt und vollendete zur 2:0-Führung (64.). „Das war eine absolute Willensleistung von Oskar. Auch von uns hätte keiner damit gerechnet, dass aus dieser Situation noch ein Tor fällt. Und nach so einem Sprint dann noch so cool vor dem Torwart zu bleiben ist auch nicht selbstverständlich“, lobte Nowak.

Der Zwei-Tore-Vorsprung sollte sich allerdings nicht lange halten. Nach einer weiteren Ecke kam der Gastgeber zum Ausgleich. Vorher war Sikora der abgefangene Ball regelwidrig aus den Händen befördert worden (70.). Nun wollten die Hausherren in der Schlussphase auch noch den Ausgleichstreffer erzielen. Wethmar allerdings blieb ruhig und ließ Schwaney zu keinen weiteren Möglichkeiten mehr kommen. In der Folge spielte die JSG dann immer unfairer und ließ sich auch noch zu einer komplett unnötigen Aktion hinreißen. In der Wethmarer Hälfte grätschte ein JSG-Akteur den TuS-Spieler Schlierenkämper von hinten in die Beine, ohne eine Chance auf den Ball zu haben. Ein weiterer JSG-Spieler lobte seinen Mitspieler auch noch für diese Aktion. Der Schiedsrichter zeigte dem foulenden JSG-Spieler lediglich die gelbe Karte.

Insgesamt stieß diese Szene bei der Mannschaft auf völliges Unverständnis. „Ohne Chance auf den Ball so gegen den Gegenspieler zu grätschen, geht überhaupt nicht und ist in höchstem Maße verletzungsgefährdend. Den Tiefpunkt dieser Aktion bildete allerdings sein Mitspieler, der auch noch Kapitän der Mannschaft ist, und ein Lob für diese Aktion verteilte. Das hat mit Fairness nichts am Hut und gehört einfach nicht auf dem Fußballplatz“, fand Nowak deutliche Worte.

Den Schlusspunkt in dieser Partie sollte dann erneut Koert setzen. Grohs fing einen Pass der Gastgeber im Mittelfeld ab und leitete den Ball direkt weiter zu Kautz. Kautz zog nach innen und bediente Koert dann mustergültig, der im "1 gegen 1" gegen den JSG-Schlussmann erneut cool blieb und mit dem 3:1 für die Entscheidung sorgte (80.). „Das Tor war richtig schön herausgespielt und so wie wir uns das auch vorstellen. Da hat alles gestimmt: der erste Blick von Kilian, die Zuspiele und die Laufwege“, lobte Nowak.

Als der Schiedsrichter nach der dreiminütigen Nachspielzeit dann abpfiff, war die Freude bei den Grün-Weißen groß. Das erste Pflichtspiel unter den veränderten Rahmenbedingungen gewonnen, weiterhin Tabellenführer und zusätzlich die frohe Kunde, dass die Mannschaftskameraden mit der A-Jugend ebenfalls drei Punkte geholt haben. Mit diesem guten Gefühl im Gepäck ließ sich die 90-minütige Heimreise gleich viel entspannter angehen.

„Es gab bei uns in diesem Spiel zwei Seiten der Medaille: Die schwächere erste Halbzeit auf der einen und die starke zweite auf der anderen Seite. Es ist stark, wie die Jungs den Input aus der Halbzeitpause immer wieder aufgreifen. Es wäre aber wünschenswert, wenn wir mal zwei richtig gute Spielabschnitte zeigen würden. Das war schon in der Hinrunde ein Thema. Das war aber auch der einzige Punkt, den man heute kritisieren kann und der war auch den Windbedingungen geschuldet. Insgesamt haben wir das wirklich gut gemacht. Wir wussten, dass wir in der zweiten Halbzeit im Vorteil sein würden und haben das eindrucksvoll gezeigt. Wir haben defensiv nicht viel zugelassen und waren offensiv sehr präsent. Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie die Situation so annehmen. Diese sechs Punkte haben wir uns verdient“, sagte Nowak und verteilte abschließend noch ein Sonderlob: „Kevin hat trotz Verletzung den weiten Weg auf sich genommen, um seine Mannschaftskameraden zu unterstützen. Davor ziehe ich den Hut, denn das ist keinesfalls selbstverständlich!“

TWW: Sikora – Hensler, Grohs, Schulz (41. Schlierenkämper), Koert, Stephan, Bali, Hagen, Knäpper, Knoke, Kautz Tore: 0:1 (54.) Schlierenkämper, 0:2 (64.) Koert, 1:2 (70.), 1:3 (80.) Koert.

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