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Oktober 2017

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V. (admin) am 23.11.2017
2017 >>

Nach Stottertstart mächtig aufgedreht

F-Junioren holen Turniersieg in Ahlen

(24.10.17) Einen erfolgreichen Samstag verlebten die Kinder der F1-Junioren des TuS Westfalia Wethmar in Ahlen. Im Schatten des Wersestadions konnten die jungen Kicker vom Cappenberger See das F-Junioren-Herbsturnier von Rot-Weiß Ahlen gewinnen.

Dabei sah es zunächst nach einem kurzen Tag aus: Einer 0:1-Niederlage gegen SVE Heessen folgte ein 0:0- Unentschieden gegen den späteren Finalgegner SV Westfalia Soest. Umso erfolgreicher wurden die folgenden Gruppenspiele absolviert: der Werner SC wurde mit 5:0 vom Naturrasen gefegt, Vorwärts Ahlen mit 4:0.

Als Gruppenzweiter wartete dann TuS Germania Lohauserholz-Daberg im Halbfinale. Auch dieses Match konnten die Grün-Weißen mit 3:1 für sich erfolgreich gestalten. Das ausgeglichene und spannende Finale gegen Soest entschied dann Moritz Linde für den TuS mit dem 1:0. Aus einer tollen Mannschaft ragten noch Kapitän Lukas Knehaus und Torwart Matthis Ortmann heraus. Ein besonderes Lob hatte Trainer Stephan Polplatz noch für die aushelfenden F2-Junioren parat: "Die Jungs haben sich toll in das Team eingefügt".

TuS: Matthis Ortmann, Jan Knehaus, Kolja Pfeiffer, Nico Watzlawek, Justin Lipinski, Lukas Knehaus, Maxim Specht, Felix Kolbeck, Leon Schmitz, Moritz Linde, Jonas Bioly, Finn Grünewald.

Der 11. Bezirksliga-Spieltag in der Übersicht

SuS Kaiserau macht es wieder spannend

Till Kowalski und Westfalia Wethmar gewannen gegen Eintracht Dortmund mit 4:1.

(24.10.17) Während Westfalia Wethmar am 11. Spieltag der Bezirksliga-Saison 2017/18 mit einem 4:1 im Kellerduell gegen Schlusslicht Eintracht Dortmund drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren konnte, ist es auch an der anderen Tabellenseite wieder eng.

Denn der SuS Kaiserau brachte Klassenprimus TuS Hannibal mit einem 2:1 die erste Saisonniederlage bei und verkürzte den Rückstand auf die Dortmunder Vorstädter auf zwei Punkte. „Es war ein Spitzenspiel. Da war klar, dass diese Begegnung eng würde. 2:1, ein schöner Erfolg für uns und wir bleiben oben dran“, sagte SuS-Trainer Marc Woller dem Internetportal „Sport im Kreis Unna“. Seine Schwarz-Gelben bestimmten die erste Halbzeit und führten zur Pause verdient mit 2:1 durch ein Tor von Milcarek (27.) und einem Chalha-Eigentor (9.), während für Hannibal einmal mehr der Ex-Wethmarer Zulfic erfolgreich war (29.). Nach dem Wechsel machte der Tabellenführer zwar viel Druck und kam zu Möglichkeiten, der Ausgleich fiel allerdings nicht mehr.

Vom Sieg des SuS profitierte auch der punktgleiche Tabellenzweite Viktoria Kirchderne, der durch ein Heim-3:1 gegen FC Overberge den Rückstand ebenfalls auf zwei Punkte verkürzen konnte. Durch Tore von Bunk (5.) und Ndubueze (21.) ging Kirchderne schnell in Führung. Erst in Abschnitt zwei kam Overberge besser ins Rollen und durch Placzek auch zum Anschlusstreffer (53.), drängte fortan auf den Ausgleich. Dieser fiel jedoch nicht, stattdessen machte der Ex-Wethmarer Budnjo mit dem Tor zum 3:1 alles klar (79.). „Nach der Pause fanden wir besser ins Spiel, hatten die Ordnung, kamen zum 2:1 und drängten auf das 2:2. Ein dummer Fehlpass im Mittelfeld war der Ausgang zum entscheidenden 3:1 für Kirchderne. Damit waren wir geschlagen. Uns fehlt nach wie vor die Konstanz“, sagte Yasin Isiktekin, Sportlicher Leiter der Overberger.

Wethmars nächster Gegner, der SC Dorstfeld, verlor am Sonntag deutlich mit 1:5 beim FC Nordkirchen. Dabei waren die Gäste durch El-Lahib zunächst sogar in Führung gegangen (18.), anschließend übernahm jedoch der FCN das Kommando und schaffte durch Trawinski (2), Fricke, Gündüz und Mangels fünf Treffer. Dabei standen beim SCD nach zwei Platzverweisen am Ende allerdings auch nur noch neun Akteure auf dem Feld.

Choukri El Bahat Bouzekry war einmal mehr der überragende Spieler auf Seiten des FC Roj. Mit einem Dreierpack sorgte der Angreifer praktisch im Alleingang dafür, dass sein Team mit 3:0 gegen Kellerkind TSC Hamm gewann. Bereits vor der Pause netzte Bouzekry zum 1:0 ein, ehe er nach dem Seitenwechsel die Tore zwei und drei nachlegte (56., 73.).

Durch zwei späte Gegentreffer verlor der VfL Kamen auswärts mit 1:3 bei Union Lüdinghausen. Nachdem die Hausherren durch Coerdt in Führung gegangen waren (17.), gelang Hülsmann in einer ausgeglichenen Partie das 1:1 (40.). Dieses Resultat hatte lange Bestand, ehe erneut Coerdt (86.) und Koczubik (91.) den Dreier für die Unionisten doch noch sicherten. „Spielerisch waren wir mit Lüdinghausen immer auf Augenhöhe. Es war eigentlich ein Remis-Spiel. Doch mit Pech, ja vielleicht auch mit Unvermögen, kassierten wir späte Tore, die uns um das verdiente Unentschieden gebracht haben“, sagte VfL-Trainer Sascha Siegner „Sport im Kreis Unna“.

Neben Wethmar konnte mit dem VfR Sölde auch ein weiteres Team aus dem Tabellenkeller dreifach punkten, geann das Aufsteigerduell bei RW Unna mit 2:1. RWU-Trainer Emre Aktas wetterte nach der späten Niederlage, die Sölde-Torjäger Adler mit seinem zweiten Treffer des Tages veranlasste (86.), vor allem gegen den Schiedsrichter: „Der 12. Mann hat den Spielausgang stark beeinträchtigt. Beim 1:1 hat unser Torhüter die Hand auf dem Ball. Söldes Torjäger Adler grätscht heran, trifft den Ball und der soll hinter der Linie gewesen sein. Er gibt Tor, steht aber 25 Meter von der Szene entfernt. Das haben viele anders gesehen. In der Schlussphase gibt er zwei klare Elfer nicht, als Gehrmann beim Schussversuch abgeräumt wird.“ Zuvor hatte Güven die Rot-Weißen früh in Führung geschossen (3.).

Die torreichste Partie des Spieltags gewann die zweite Mannschaft des Holzwickeder SC mit 4:3 gegen den BV Brambauer. In einem offenen Schlagabtausch trafen Heubel (2), Üstün und Rosenbaum für die Platzherren, während Bieber (2) und Schuster für den kleinen BVB erfolgreich waren. Brambauer setzt mit diesem Resultat seine Talfahrt fort, verlor die drei letzten Begegnungen allesamt und fiel in der Tabelle bis auf Rang sechs zurück.

Erste und U23 weiter unter Zugzwang

Kellerduell im Doppelpack

(27.10.17) Kellerduell Teil II: Nachdem Westfalia Wethmar in der Bezirksliga 8 am vergangenen Wochenende trotz schwacher Leistung mit 4:1 gegen Schlusslicht Eintracht Dortmund gewann, wartet direkt das nächste extrem wichtige Spiel auf die Grün-Weißen.

Mit zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz tritt Wethmar beim einen Punkt schlechteren SC Dorstfeld auf der Sportanlage am Bummelberg im Dortmunder Westen an. Mit einem weiteren Dreier könnte das Team vom Cappenberger See den Anschluss an das untere Mittelfeld endgültig herstellen.

„Dafür müssen wir uns im Vergleich zum vergangenen Sonntag allerdings gewaltig steigern, brauchen vor allem mehr Bewegung ohne Ball“, nimmt Trainer Simon Erling sein Team nach einer bislang ordentlichen Trainingswoche in die Pflicht.

Mit dem SCD erwartet der junge Linienchef einen schwierigen Gegner, der versuche aus einer kompakten Ordnung heraus zu agieren und auf Konter zu lauern. „Wir werden also geduldig spielen müssen, gleichzeitig aber auch versuchen das Tempo möglichst hoch zu halten, so dass wir den Abwehrriegel knacken können“, sagt Erling, der allerdings auch genau um die Konteranfälligkeit seiner Elf weiß und dem Gegner auf keinen Fall in die Karten spielen möchte.

Nach Ballverlusten gelte es deshalb energischer zu pressen. „In diesen Situationen müssen die Jungs wieder deutlich mehr Aggressivität an den Tag legen. So war das in den Spielen gegen FC Overberge und VfR Sölde. Nicht von ungefähr haben wir diese beiden Begegnungen deshalb deutlich gewonnen“, sagt Erling.

Personell bleibt die Lage weiterhin mindestens angespannt. Die Langzeitverletzten Gianluca Kösling und Alexander Podszuck können nach wie vor nur zuschauen. Auch die verletzten Pascal Harder und Kevin Klink können nicht mitmachen. Ebenso wie Urlauber Fabian Hillmeister und der gesperrte Jonas Osterholz (fünfte gelbe Karte). Fraglich sind die Einsätze vom zuletzt bärenstarken Stammkeeper Maik Müller (Foto), Dennis Anderson und Rene Harder.

Nachdem Kapitän Nico Stork am vergangenen Sonntag nach seiner schweren Knieverletzung erstmals wieder im Kader stand, aber noch nicht zum Einsatz kam, gehört der Spielmacher auch in Dorstfeld zum Aufgebot und dürfte diesmal wohl auch sein Comeback auf dem Platz feiern und damit das erste Pflichtspiel in dieser Saison bestreiten.

Der Aufsteiger aus Dorstfeld verlor die letzten drei Partien allesamt und rutschte damit nach einem ordentlichen Start immer tiefer in den Tabellenkeller. Zuletzt kamen die Dortmunder Vorstädter beim FC Nordkirchen ergebnismäßig zwar deutlich unter die Räder, zeigte sich insgesamt aber deutlich formverbessert. Zur Pause lag der Aufsteiger sogar noch mit 1:0 vorne. „Wir werden also wieder auf eine Mannschaft treffen, die uns ganz sicher alles abverlangen wird. Ich rechne mit einem ganz engen Match, bei dem sicherlich auch Kleinigkeiten entscheiden werden“, sagt Erling.

Nur noch einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz in der Kreisliga A2 Unna/Hamm hat die U23 des TuS Westfalia Wethmar vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellenachten Königsborner SV. "Auch wenn wir zuletzt gegen Tabellenführer TSC Kamen keine schlechte Partie gemacht haben, müssen wir wieder anfangen zu punkten", sagt Co-Trainer Benjamin Fasse nach dem 0:3 und einem vor allem in der Offensive recht harmlosen Auftritt.

"Die Tabelle lügt nicht", gibt Fasse allerdings auch zu und ergänzt: "Wie auch immer wir da unten reingerutscht sind, es ist jetzt auf jeden Fall passiert." Deshalb gibt der Co-Trainer als erklärtes Ziel drei Punkte aus: "Dafür erwarten wir im Trainerteam die nötige Einstellung. Ob wir beim KSV etwas holen, liegt allein an uns."

Vor allem in der Fremde war die richtige Einstellung in dieser Spielzeit aber längst nicht immer vorhanden. Nach fünf Auswärtspartien sind die Grün-Weißen immer noch sieglos, holten gerade einmal zwei Zähler. "Auf der Einstellung wird der Fokus liegen. Optimistisch sind wir immer vor den Spielen, aber jetzt müssen die Jungs auch mal liefern", sagt Fasse, der aufgrund dieser besonderen Situation auch überhaupt nicht näher auf den Gegner eingehen und die volle Konzentration auf das eigene Spiel legen möchte.

Königsborn war am vergangenen Wochenende spielfrei, hat das Spiel gegen SV BR Billmerich auf den 2. November verlegt. Am Spieltag zuvor kamen die Unnaer Vorstädter, die einen Großteil ihrer Punkte auf eigenem Platz holten, zu einem Remis gegen FC TuRa Bergkamen.

U23 gewinnt beim Königsborner SV mit 4:2

Befreiungsschlag zur richtigen Zeit

(29.10.2017) Nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg landete die U23 des TuS Westfalia Wethmar in der Kreisliga A2 Unna/Hamm mit einem 4:2 beim Königsborner SV einen ganz wichtigen Befreiungsschlag und baute mit dem ersten Auswärtsdreier in dieser Saison den Abstand zu den Abstiegsplätzen wieder auf vier Punkte aus.

"Wir sind unglaublich glücklich und erleichtert. Großes Lob an die Mannschaft für diesen Auftritt", jubelte Co-Trainer Benjamin Fasse, der von "völlig verdienten drei Punkten" für seine Schützlinge sprach.

Anders als in den meisten Auswärtsspielen zuvor, stimmte bei Wethmar am Sonntag der Einsatz von der ersten Minute an. "Deshalb sind wir auch richtig gut ins Match gekommen, hatten eigentlich alles unter Kontrolle", sagte Fasse.

Dennoch führten nach fünf Minuten plötzlich die Königsborner, weil Wethmar sich einen Fehler im Aufbau leistete und Sebastian Kalkowski das Geschenk annahm und zum 1:0 vollstreckte. "Wir haben uns davon allerdings überhaupt nicht beirren lassen und einfach weitergemacht", sagte Fasse.

Verdienter Lohn war der Ausgleich in Minute 17, als Flemming Orlowski (Foto) nach einem schönen Spielzug über die linke Seite von Kai Schinck bedient wurde und das Spielgerät über die Linie bugsierte. Keine 120 Sekunden später war es erneut Orlowski, der erfolgreich war. Diesmal nach einem Angriff über die rechte Bahn und einem Pass von Niklas Witte.

Die Führung hielt jedoch nur ganz kurz. Dann nämlich erlaubte sich Keeper Niklas Dvorak einen Aussetzer: Mitten in die tiefstehende Sonne schauend, faustete er sich einen hohen Ball selbst ins Netz (20.).

"Auch diesen Rückschlag haben wir einfach hingenommen und versucht weiter nach vorne zu spielen", lobte Fasse. Deshalb ließ auch Treffer Nummer fünf an diesem torreichen Nachmittag erneut nicht lange auf sich warten. Nach gut einer halben Stunde bewies Schinck viel Ballgefühl und lupfte das Leder aus der Halbposition mit einem Heber ins KSV-Gehäuse.

Diese knappe Führung nahmen die Gäste zunächst mit in die Kabine und drängten nach Wiederbeginn darauf diese auszubauen. Nachdem Laurenz Resch, Orlowski und Joker Sebastian Hane richtig gute Möglichkeiten nicht nutzen konnten, machte es Hane im zweiten Anlauf in der 54. Minute besser und hämmerte den Ball bretthart zum 4:2 ins Tor.

"Mehr Sicherheit hat uns dieser Treffer allerdings nicht gegeben. Die Jungs haben sich danach immer weiter hinten reindrängen lassen und auch konditionell abgebaut, so dass die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen immer größer und Königsborn damit auch immer dominanter wurde", analysierte Fasse.

Weil auch die nötigen Alternativen auf der Bank fehlten, diktierte der KSV das Geschehen in der Schlussviertelstunde und baute mächtig Druck auf. "Wir konnten uns zwar nicht mehr befreien, haben aber weiter stark und diszipliniert verteidigt, deshalb nur wenig zugelassen", sagte Fasse.

So geriet der Auswärtsdreier trotz aller Königsborner Dominanz nicht mehr in Gefahr und Wethmar durfte sich nach intensiven 90 Minuten über einen echten Bigpoint im Kampf um den Klassenerhalt freuen. "Das war eine starke Mannschaftleistung. Besonders loben möchte ich aber Flemming Orlowski, Lukas Jankort und Robin Selbstaedt, die ihre Aufgaben überragend gelöst haben", sagte Fasse abschließend.

Wethmar U23: Dvorak; F. Pella, Jankort, S. Rath (46. S. Hane), Bremer, Langenkämper, Resch (46. B. Fasse), Orlowski, Selbstaedt, Witte.

Tore: 1:0 Kalkowski (5.), 1:1 Orlowski (17.), 1:2 Orlowski (19.)., 2:2 Eigentor Dvorak (20.), 2:3 Schinck (32.), 2:4 S. Hane (54.).

Erste verliert Kellerduell in Dorstfeld mit 1:2

Die schwächste Saisonleistung

(29.10.17) „Das war viel zu wenig, bei einigen haben heute 20 bis 30 Prozent Einsatz gefehlt!“ Trainer Simon Erling war nach der späten 1:2-Niederlage des TuS Westfalia Wethmar im Kellerduell beim SC Dorstfeld komplett bedient und sprach nach dem Schlusspfiff Klartext: „So wie die Mannschaft seit Wochen trainiert, haben wir heute auch gespielt, dieses Resultat haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

In einer Partie, die über weite Strecken kein Bezirksliga-Niveau erreichte, kassierte Wethmar den K.o.-Schlag in der 89. Minute in Überzahl. Nach einem Ballverlust fehlte einmal mehr das Tempo in der Rückwärtsbewegung und so kam Ibrahim El-Lahib nach einer Linksflanke aus fünf Metern völlig frei zum Kopfball und nickte zum 2:1 ein.

Ähnlich verkorkst wie die Begegnung für die Grün-Weißen am Bummelberg endete, hatte sie gut eineinhalb Stunden zuvor auch begonnen. Innenverteidiger Bastian Quiering versuchte zwei Gegenspieler aussteigen zu lassen, verlor dabei jedoch das Spielgerät, so dass Thapakorn Peters völlig allein auf das Tor von Maik Müller zulief und keine Mühe hatte zum ganz frühen 1:0 einzuschieben (3.).

In der Folge zog sich Dorstfeld, das mit dem allerletzten Aufgebot antrat, in die eigene Hälfte zurück und überließ Wethmar die Spielhoheit. Dies nutzten die Gäste. Nachdem Christian Wantoch von Rekowski einen Kopfball noch über das Tor gesetzt hatte, eroberte Wethmar im Gegenpressing einen Ball zurück, der anschließend zu Torjäger Tim Heptner (Foto) kam, so dass es 1:1 stand (18.).

Beide Teams bemühten sich zwar auch anschließend um einen konstruktiven Spielaufbau, die Mittel fehlten allerdings häufig. Wethmar hatte weiter mehr Ballbesitz, gefährlicher war jedoch Dorstfeld über Konterspiel. Nach einer Hereingabe verpasste ein SCD-Angreifer nur knapp und nach einem Kopfball im Anschluss an einen Eckball klärte Rafael Felsberg das Spielgerät so gerade noch auf der Linie.

Seine beste Phase hatte Wethmar unmittelbar nach Wiederbeginn. Wantoch von Rekowski hob den Ball alleine vor dem Tor jedoch über die Querlatte und Heptner brachte das Leder aus sehr aussichtsreicher Position nicht rechtzeitig unter Kontrolle. „Das waren zwei ganz dicke Dinger. Eine der beiden Chancen hätten wir nutzen und in Führung gehen müssen. Dann wären wir wohl als Sieger vom Platz gegangen“, sagte Erling.

Dass seine Schützlinge den Dreier angesichts der prekären Tabellenlage gegen einen schlagbaren Gegner unbedingt wollten, war nach diesen beiden Hochkarätern allerdings nicht mehr zu sehen. „Lauf- und Einsatzbereitschaft, Tempo und Leidenschaft haben in vielen Situationen gefehlt. So kann das nicht funktionieren“, schimpfte Erling.

So ging das Spielniveau im Vergleich zu ersten Halbzeit noch einmal weiter nach unten. Auf beiden Seiten schafften es die Mannschaften kaum einmal, einen Angriff strukturiert zu Ende zu spielen, ein Konzept war kaum zu erkennen. „An unserer Spielidee können wir derzeit im Training leider nicht arbeiten, weil uns die notwendige Anzahl an Aktiven dafür fehlt“, war der Auftritt für Erling eine Konsequenz der vergangenen Tage und Wochen.

Die mangelnde Trainingsbeteiligung machte sich ab der 60. Minute auch darin bemerkbar, dass die Beine bei vielen Gästespielern immer schwerer wurden. Dennoch bot sich am Ende noch einmal die Möglichkeit doch drei Punkte zu holen, nachdem Dorstfelds Sefa Secgel von Schiedsrichtern Franziska Drexelius die Ampelkarte gezeigt bekommen hatte.

In Überzahl versuchten es die Grün-Weißen tatsächlich noch einmal anzuschieben, kamen dabei aber nicht zu nennenswerten Abschlüssen, vernachlässigten dabei jedoch völlig die Rückwärtsbewegung. Dies rächte sich in der vorletzten Minute verdientermaßen, als Dorstfeld sich für seinen kämpferischen Auftritt mit dem 2:1 belohnte und Wethmar damit wieder ganz tief zurück in den Tabellenkeller schoss.

Nur weil der VfR Sölde gegen Viktoria Kirchderne nicht punktete, fiel die Westfalia nicht wieder zurück auf einen Abstiegsplatz. „Heute kann ich mich nur bei den vielen Fans entschuldigen, die mit nach Dorstfeld gefahren sind. Es hat überhaupt keinen Spaß gemacht zuzuschauen. So hätten wir uns nicht präsentieren dürfen“, sagte ein verärgerte Fachschaftsleiter Heinz-Werner Krause.

Wethmar: Müller; Cillien, Mantei, Quiering, Felsberg, Schöpf, Stork, Kowalski, Wantoch von Rekowki (85. Kuruts), Holz, Heptner.

Tore: 1:0 Thapakorn (3.), 1:1 Heptner (18.), 2:1 El-Lahib (89.).

Gelb-Rot: Secgel (79.).

Lebloser Auftritt im Abstiegskampf

Ein Spiel, viele Fragezeichen

(30.10.17) Als Schiedsrichterin Franziska Drexelius das Spiel beim SC Dorstfeld abpfiff, hatte Westfalia Wethmar durch die 1:2-Niederlage am Bummelberg die ganz große Möglichkeit verpasst, sich deutlich von den Abstiegsplätzen in der Bezirksliga 8 abzusetzen. "Wir hätten der Gewinner des Spieltags werden können", sagte Trainer Simon Erling. Denn von den Mannschaften auf den drei Abstiegsplätzen holte lediglich der TSC Hamm einen Punkt.

Eingetreten ist allerdings genau das Gegenteil: Statt den Abstand zur roten Zone auf fünf Zähler auszubauen, musste Wethmar den SCD in der Tabelle sogar vorbeiziehen lassen. Verdient wäre der Sieg im Dortmunder Westen gegen einen schwachen Gegner allerdings auch nicht gewesen, denn die Westfalia ließ alle Tugenden vermissen, die erforderlich sind, um im Abstiegskampf bestehen zu können, legte stattdessen einen ziemlich leblosen Auftritt hin.

"Agressivität, Lauf- und Zweikampfbereitschaft, aber auch Körpersprache waren nicht in ausreichendem Maße vorhanden", war der Auftritt für Erling eine logische Konsequenz der letzten Wochen, als Trainingsbeteiligung und -intensität immer wieder mal ausbaufähig waren. "Dass nicht alle die Luft für 90 Minuten haben, war auch in Dorstfeld wieder zu sehen. Nach einer Stunde hat die Mannschaft deutlich abgebaut", sagte Erling.

Weil dann auch noch individuelle Fehler vor beiden Gegentreffern hinzukamen, fiel die Niederlage unter dem Strich völlig verdient aus. "Ich hoffe die Jungs zeigen eine erste Reaktion bereits in Form einer ordentlichen Trainingswoche und dann eine zweite am Sonntag im Heimspiel gegen den VfL Kamen. Denn nur mit Halbgas werden wir nicht aus dem Tabellenkeller herauskommen", sagte Erling.

Hoffnung machte am Sonntag einzig das Comeback von Kapitän Nico Stork (Foto), der nach langer Verletzungspause wegen der großen Personalnot gleich über die volle Distanz gehen musste. "Für Nico war es sein erstes Pflichtspiel in dieser Saison. Dafür war die Leistung in Ordnung. Aber er braucht natürlich noch ein paar Wochen, um wieder bei 100 Prozent zu sein", sagte Erling, der für kommenden Sonntag wieder mit Urlauber Fabian Hillmeister und dem entsperrten Jonas Osterholz planen kann.

Ein wenig entspannter kann die U23 das schwierige Heimspiel am nächsten Wochenende gegen TuRa Bergkamen nach dem 4:2 beim Könisgborner SV, dem ersten Auswärtssieg in dieser Saison, angehen.  "Nach unserer längeren Durststrecke war der Dreier extrem wichtig. Für die Moral der Mannschaft, aber auch tabellarisch", sagte ein erleichterter Co-Trainer Benjamin Fasse.

Vier Punkte beträgt der Abstand zum ersten Abstiegsplatz nun wieder, weil der Westfalia-Nachwuchs endlich einmal auch in der Fremde einen couragierten Auftritt hinlegte. "Wir waren von Beginn an gut drin, hatten das Geschehen im Griff und haben uns auch von den beiden unglücklichen Gegentreffern nicht aus dem Konzept bringen lassen", sagte Fasse.

Dass leistungsmäßig trotz des Erfolgs allerdings noch Luft nach oben ist, machte die letzte halbe Stunde deutlich, als die Mannschaft immer stärker abbaute und so regelrecht in der eigenen Hälfte eingeschnürt wurde. "Da haben die Jungs nachgelassen, wir mussten deshalb extrem tief verteidigen und konnten uns nicht mehr wirklich befreien", sagte Fasse.

Weil der Abwehrriegel jedoch hielt, gelang der erste Sieg seit dem 10. September. "Diese Leistung gilt es zu bestätigen, dann haben wir sicherlich auch gegen Bergkamen eine Chance zu bestehen, haben auf unserem Platz schon einige gute Spiele abgeliefert", so Fasse.

Der 12. Bezirksliga-Spieltag in der Übersicht

Handgreiflichkeiten in Brambauer

Kapitän Nico Stork stand nach seiner Knieverletzung in diese Saison erstmals wieder auf dem Platz, konnte die Pleite letztlich aber auch nicht verhindern.

Schwaches Spiel, keine Punkte: Während Westfalia Wethmar am 12. Spieltag das Kellerduell mit dem SC Dorstfeld auswärts verdient mit 1:2 verlor, gab sich das Spitzentrio keine Blöße.

Tabellenführer TuS Hannibal zeigte sich gut erholt von der ersten Saisonniederlage in der Woche zuvor und gewann sein Heimspiel gegen Aufsteiger RW Unna mit 1:0. Entscheidend für den Sieg war einmal mehr die Stärke nach Standards. In der 54. Minute kam der Ball nach einem Freistoß zu Torjäger Samir Zulfic, der das Spielgerät aus dem Gewühl heraus irgendwie über die Linie murmelte. Ansonsten ließen sehr defensiv ausgerichtete Gäste über die gesamte Spieldauer nur wenig zu, kamen selbst aber ebenfalls lediglich äußerst selten gefährlich zum Abschluss. „Wir haben uns gut gegen den Spitzenreiter Hannibal aus der Affäre gezogen. Aus dem Feld haben wir so gut wie nichts zugelassen, bis auf die Szene in der 54. Minute, die zum Tor führte. Ein unglückliches Ding“, sagte Unnas Trainer Emre Aktas dem Internetportal „Sport im Kreis Unna“.

Der Tabellenzweite SuS Kaiserau kam zu einem 3:1-Auswärtssieg bei Schlusslicht Eintracht Dortmund. Dabei reichte den Schwarz-Gelben eine durchschnittliche Leistung. Nach knapp einer halben Stunde traf Torjäger Milcarek vom Strafstoßpunkt zum 1:0, ehe Bittner (36.) und erneut Milcarek (60.) die Treffer zwei und drei nachlegten. Hinten ließ Kaiserau bis auf den einen Gegentreffer durch Zawatzky ansonsten nur wenig zu. „Trotz des Sieges kann ich der Mannschaft keine überzeugende Leistung bescheinigen. Die Souveränität war nicht wie gewünscht da. Irgendwie wirkte alles ein wenig verkrampft. Die richtige Einstellung war nicht vorhanden. Wir haben uns da dem Gegner angepasst“, sagte SuS-Co-Trainer Steven Koch „Sport im Kreis Unna“.

Auch der Tabellendritte punktete dreifach. Viktoria Kirchderne gewann das Derby bei Aufsteiger und Kellerkind VfR Sölde mit 4:2 und hat damit weiterhin ebenfalls nur zwei Punkte Rückstand auf Platz eins. Mario Bunk und Ünal Ucar hatten die Viktoria in Abschnitt eins zweimal in Führung gebracht. Doch durch Patrick Johann und Marvin Bruske hatten die Platzherren auch zweimal die passende Antwort. In Abschnitt zwei hatte dann aber das Spitzenteam aus Kirchderne mehr zuzusetzen, legte zunächst durch den Ex-Wethmarer Mursel Budnjo Tor Nummer drei nach (59.), ehe Bunk nur wenig später mit seinem zweiten Treffer des Tages endgültig für klare Verhältnisse sorgte.

Wethmars nächster Gegner, der VfL Kamen, verlor sein Heimspiel gegen den FC Nordkirchen überraschend deutlich mit 1:4. Dabei hielten die Platzherren im Jahnstadion über eine Stunde zunächst richtig gut mit, waren teilweise sogar die bessere Mannschaft und gingen deshalb auch nicht unverdient durch ein Kayabasi-Tor in Führung (22.). Zwar gelang Mangels nur zehn Minuten später der Ausgleich, ansonsten blieb die Begegnung jedoch umkämpft. Erst in der letzten halben Stunde machte sich beim VfL das Fehlen der etatmäßigen Innenverteidiger Hülsmann und König bemerkbar. Die entstehenden Unsicherheiten im Defensivverbund nutzten die Münsterländer und schossen durch Tore von Lorenz (61.), Trawinski (72.) und Gündüz (75.) letztlich noch einen klaren Erfolg heraus. „Das Ergebnis spiegelt nicht den wahren Spielverlauf wieder. Wir waren keine drei Tor schlechter. Wir haben alles versucht, aber da fehlten die personellen Alternativen. Wir hatten nur zwei Auswechselspieler auf der Bank. Das reichte nicht“, sagte VfL-Linienchef Sascha Siegner „Sport im Kreis Unna“.

Unschön endete das Spiel zwischen dem BV Brambauer und FC Roj in der Glückauf-Arena. Nachdem der BVB in doppelter Überzahl in der Nachspielzeit durch Schuster und Kriziwanek noch zwei Treffer erzielt und damit einen 4:3-Sieg herausgeschossen hatte, stürmte laut eines Berichts der Ruhr Nachrichten eine größere Gruppe von Roj-Anhängern und Spielern den Platz und versuchte auf BVB-Spieler Schuster loszugehen. Dieser wollte im Gespräch mit der Zeitung sogar einen Schlagstock gesehen haben. Weil die Unruhen sich über einige Minuten hingezogen haben sollen, wurde auch die Polizei alarmiert. ,,Völlig sinnfrei“ nannte BVB-Coach Jascha Keller die Vorgänge nach dem Abpfiff gegenüber den Ruhr Nachrichten: ,,Ich weiß nicht, von wem es ausgegangen ist. Die Zuschauer haben den Platz gestürmt. Das ist traurig und hat auf dem Fußballplatz nichts verloren.“ Gäste-Trainer Yunus Kop sagte der Zeitung, er habe die Szenerie nach dem Schlusspfiff nicht überblicken können.

In der torreichsten Partie des Spieltags trennten sich Kellerkind TSC Hamm und Union Lüdinghausen 4:4. Dabei hatten die Gäste bereits mit 3:0 und 4:1 geführt. „Wir haben zwei Punkte verloren“, meinte ein enttäuschter Union-Trainer Bülent Kara gegenüber den Westfälischen Nachrichten. „Wir müssen den Sack einmal frühzeitig zumachen.“ Nach Toren von Hüser, Koczubik, Plöger und Höning sowie einem Gegentreffer von Akyüz führten die Unionisten bis zur 78. Minute scheinbar sicher mit 4:1. Dann aber war erneut Akyüz mit einem Foulelfmeter erfolgreich und fortan war die Ordnung in der Defensive von Lüdinghausen bei den vielen langen Bällen des TSC komplett dahin. Und Kocaalan rettete seinem Team mit einem späten Doppelpack (87., 92.) tatsächlich noch einen Zähler.

Dagegen nur ein einziges Tor fiel in der Partie zwischen dem FC Overberge und der zweiten Mannschaft des Holzwickeder SC. Joker Samet Ayyildiz erzielte dieses nach einer Ecke von Brügmann in der letzten Minute und sicherte dem FCO damit einen glücklichen Heimerfolg, denn zuvor hatten sich beide Teams im gesamten Spielverlauf nur wenige Möglichkeiten erarbeitet. „Das Spiel war wie das Wetter. Schlecht. Beide Abwehrreihen haben recht wenig zugelassen“, sagte Overberge-Linienchef Daniel Frieg „Sport im Kreis Unna“. Sein Gegenüber Olaf Pannewig sagte nach dem späten Gegentreffer: „Für uns ist das natürlich enttäuschend, wenn man in der 90. Minute das Tor reinbekommt durch eine Ecke. Vielleicht war der Wind schuld, vielleicht hat der Tormann einen Fehler gemacht. Wir haben aber auch eine Zuteilung. Gerade im hinteren Bereich haben wir auch immer zwei Mann stehen zur Absicherung. Die habe ich da nicht gesehen. Es sind dann halt Konzentrationsschwächen.“

Zuletzt geändert am: 23.11.2017 um 17:26

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