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Oktober 2017

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V. (admin) am 21.10.2017
2017 >>

U23 verliert in Mühlhausen verdient mit 1:3

Vor der Pause erneut nicht auf dem Platz

(01.10.17) Auswärts bekommt die U23 des TuS Westfalia Wethmar weiterhin kein Bein an die Erde: Auch beim Kellerkind SSV Mühlhausen II, vor der Partie mit nur einem Sieg auf dem vorletzten Tabellenplatz, gingen die Grün-Weißen mit 1:3 (0:2) als Verlierer vom Platz – und dies völlig zurecht.

Co-Trainer Benjamin Fasse kam sich mitunter vor wie in einem schon einmal durchlebten schlechten Film. „Es war wie in Frömern!“, kritisierte Fasse. „Wir waren in der ersten Halbzeit überhaupt nicht auf dem Platz und haben keinerlei Gegenwehr gezeigt. Ich habe keine Erklärung für einen erneuten derartigen Auftritt.“

Die Gäste verweigerten in der ersten Hälfte eigentlich komplett die fußballerische Arbeit und überließen dem zwangsläufig überlegenen Gegner Ball und Räume. Auch bei den Standardsituationen zeigte sich der Defensivblock nicht auf der Höhe: Nach 20 Minuten löffelte ein SSV-Akteur das Leder in die Mitte, wo dessen Teamkollege unbehelligt die Führung erzielen konnte.

Auch dieses Gegentor weckte die Westfalia nicht auf. „Wir haben nach dem 0:1 beinahe noch mehr die Köpfe hängen lassen, die Körpersprache war alles andere als optimal“, ärgerte sich Fasse, der allerdings noch „froh“ war, dass nur noch ein weiterer Mühlhausener Treffer in der Nachspielzeit fiel. „Zur Pause hätte wir uns über ein 0:4 nicht beschweren können.“

In der Pause stellte er zusammen mit Coach Philipp Bremer um und bewirkte so zumindest etwas mehr Stabilität. Wethmar stieg nun auch endlich in die Begegnung ein, wobei der TuS auch davon profitierte, dass Mühlhausen deutlich spürbar einen Gang zurückschaltete. Durch einen Freistoß von Basti Hane schnupperte Grün-Weiß dann nach 67 Minuten noch einmal an einem zähl- und mitnehmbaren Erfolg und setzte in der Endphase mit einer deutlich offensiveren Ausrichtung und einer Dreierkette alles auf eine Karte.

Den Schlusspunkt sollten allerdings die Hausherren setzen, die nach einem schnellen Konter erneut nach Ablauf der regulären Spielzeit spät auf 3:1 stellten. „Die Niederlage geht vollauf in Ordnung. Abgesehen davon, dass wir in der ersten Halbzeit einfach nur schwach waren, fehlten uns über weite Strecken einfach Ideen und Kreativität“, stellte Fasse am Ende ernüchtert fest.

TWW: Dvorak, F. Pella, Jankort, N. Pella, Orlowski, S. Hane, Witte (63. Witte), Kuruts, Giesebrecht, Löhrke (46. Resch), Ciernioch (46. Langenkämper).

Tore: 1:0 (21.), 2:0 (45.+1), 2:1 (67.) S. Hane, 3:1 (90.+3).

A-Junioren verlieren in Diemelstadt mit 2:3

45 gute Minuten reichen nicht

(01.10.17) Nach dem Abstieg aus der Landesliga sind die A-Junioren des TuS Westfalia Wethmar auch eine Etage tiefer in der Bezirksliga nach nur vier Spieltagen schon wieder im Abstiegskampf angekommen. Das 2:3 (0:2) bei der JSG Germete-Wormeln/Warburg/Rhoden war die dritte Niederlage in Folge.

Auf dem sehr tiefen und schwierig zu bespielenden Naturrasen im hessischen Diemelstadt lieferten die Grün-Weißen einmal mehr eine zu schwache erste Halbzeit ab. "Da haben wir leider wieder viele grundlegende Dinge des Fußballs vermissen lassen. Spielerisch und läuferisch hätte deutlich mehr kommen müssen, zudem waren die Jungs in einigen Situationen zu passiv", sagte Co-Trainer Markus Wilczek verärgert.

So hätte der Aufsteiger aus dem Fußballkreis Höxter schon nach vier Minuten in Führung gehen müssen, doch ein Kopfball aus fünf Metern ging völlig frei stehend neben das Tor. Anschließend hatte zwar auch Wethmar durch Kapitän Nico Sonnen und Riaan Neutzner zwei gute Möglichkeiten, in der Folge bestimmten jedoch wieder die Gastgeber das Geschehen, die deutlich zielstrebiger und dynamischer nach vorne spielten.

Weil auch noch Fehler der Wethmarer hinzukamen, stand es zur Pause völlig verdient 2:0 für die Platzherren. Beim ersten Gegentreffer hatte die Westfalia den Ball im Aufbau in der eigenen Hälfte verloren, bei Tor Nummer zwei konnte sich die JSG fast ungestört durch den Strafraum der Gäste kombinieren.

"Erst als wir wieder mit dem Rücken zur Wand standen, haben wir in der zweiten Halbzeit endlich Gas gegeben. Da konnte man sehen, was hier eigentlich möglich gewesen wäre", sagte Wilczek. Denn nach einer Systemumstellung diktierte Wethmar das Geschehen, war endlich aggressiv in den Zweikämpfen und bekam Tempo in die Aktionen, während die JSG in der Offensive lediglich sporadisch Akzente setzen konnte.

Verdienter Lohn war der Anschlusstreffer durch Joker Norman Ast (70.). Während bei Wormeln die Beine in der Schlussphase von Minute zu Minute schwerer wurden, legte Wethmar weiter zu. Die fast logische Konsequenz war der Ausgleich elf Minuten vor dem Ende, als es berechtigerweise Elfmeter für die Grün-Weißen gab. Nachdem Arne Neuhäuser im Strafraum zu Fall gebracht worden war, scheiterte Sonnen zwar zunächst am Keeper, drückte jedoch den Abpraller ins Netz.

Die Gäste schienen jetzt das Momentum auf ihrer Seite zu haben und wollten in den letzten Minuten für die komplette Wende sorgen. Von der JSG dagegen kam weiterhin nicht viel - bis zur 86. Minute in Form einer eiskalten Dusche für Wethmar. Einen Freistoß aus halblinker Position legte Louis Vonde gefühlvoll und unhaltbar zum 3:2 ins lange Toreck. "Der Ball war überragend geschossen, so ein Tor fängst du dir nicht alle Tage", sagte Wilczek anerkennend.

Zwar bewies die Westfalia auch in der Folge noch einmal Moral, warf alles nach vorne und versuchte den neuerlichen Ausgleich zu erzwingen, der Lucky Punch gelang allerdings nicht mehr. "Natürlich ist die Niederlage nach dieser zweiten Halbzeit aus unserer Sicht ärgerlich, aber wir haben uns dieses Ergebnis ganz alleine selbst zuzuschreiben. Wer vor der Pause zum wiederholten Mal so wenig abruft, darf sich hinterher nicht beschweren", sagte Wilczek.

Vor dem Derby gegen den Tabellendritten Lüner SV am kommenden Sonntag, ist Wethmar erstmals auf den Abstiegs-Relegationsplatz abgerutscht und nun in der Pflicht eine Reaktion zu zeigen.

Wethmar: Schroeder; Adam (83. Kastner), Simsek, Schumann, Wilberg, Potthoff, Jansen, Weiß (86. Busche), Neutzner (61. Neuhäuser), Böllhoff (67. Ast), Sonnen.

Tore: 1:0 Hopp (26.), 2:0 Martins (33.), 2:1 Ast (70.), 2:2 Sonnen (79.), 3:2 Vonde (86.).

Erste holt durch 7:1 in Overberge ersten Sieg

Ein wichtiger Befreiungsschlag

(01.10.17) Was für ein wichtiger Befreiungsschlag: Die 1. Mannschaft feierte am Sonntag endlich ihren ersten Saisonsieg und zerlegte den gastgebenden FC Overberge mit 7:1 (2:1).

Die Steine, die nach Schlusspfiff tonnenweise und lautstark von den Fußballerherzen der Verantwortlichen purzelten, schreckten sogar noch die Enten am heimischen Cappenberger See auf, denn die Erleichterung war einfach nur riesig. „Das war in unserer Situation einfach nur ganz wichtig für die Mannschaft“, sagte der Sportliche Leiter Rolf Nehling auf den ersten Blick recht nüchtern, doch man merkte ganz genau, dass ihm, dem Funktionsteam und vor allem der zuletzt arg gebeutelten Mannschaft selbst auch eine Zentnerlast von den Schultern gefallen war.

Denn bereits nach zwölf Minuten schien das ganze Elend wieder seinen Lauf zu nehmen, nachdem der TuS eigentlich gut ins Spiel gestartet, kämpferisch voll auf der Höhe war und dem Gegner die Stirn geboten hatte: Ein langer Ball in die Wethmarer Zentrale aber brachte dem FCO das ernüchternde 1:0.

Allerdings blieb der Gast stabil. „Wir haben heute einfach über den Kampf unsere Linie gefunden. Ein Kompliment, dass die Jungs in dieser aufreibenden Lage bereit und wach geblieben ist“, lobte Nehling die Einstellung seiner Mannschaft, die sich schnell in zählbaren Erfolg auszahlte: Aus dem Gewühl heraus schob Heptner gegen den Lauf des Keepers den Ball in die Maschen und brachte die Westfalia endgültig zurück (26.).

Als dann kurz vor dem Wechsel Anderson im Strafraum gelegt wurde und Holz den fälligen Strafstoß verwandelte, war die Partie endgültig gedreht – und Wethmar setzte an zu seiner wohl besten Halbzeit in dieser Serie. „Ich hatte schon vor dem Wechsel das Gefühl, das wir konditonell gut drauf und dem Gegner überlegen waren“, erklärte Nehling. Diese Einschätzung sollte sich nach der Pause überaus deutlich bemerkbar machen.

Innerhalb von sechs Minuten erzielte Anderson einen lupenreinen Hattrick und profitierte dabei zwei Mal von der starken Vorarbeit Heptners. „Die Jungs haben sich die Bälle wirklich klasse gegenseitig aufgelegt, das waren sehr schön herausgespielte Treffer“, freute sich Nehling. Nach dem 5:1 war Overberge endgültig erledigt, sodass Heptner durch zwei weitere Tore ebenfalls einen Dreierpack schnüren konnte und in der Folge – nach weiteren dominant und druckvoll vorgetragenen TuS-Attacken – sogar noch weitere Buden liegen ließ.

Dies konnte die Stimmung allerdings nicht trüben. „Wir sind heilfroh, dass wir den ersten Dreier nun eingefahren haben“, so Nehling. „Am kommenden Sonntag gilt es, dies zu bestätigen.“ Dann gastiert Tabellennachbar VfR Sölde zum nächsten Big-Point am Cappenberger See.

TWW: Müller, Hillmeister, Holz, Anderson, Klink, Quiering, Osterholz (87. Cillien), Heptner, Felsberg, Schöpf (33. Mantei), P. Harder (83. Nagel).

Tore: 1:0 (13.), 1:1 (26.) Heptner, 1:2 (44./Elfmeter) Holz, 1:3 (51.) Anderson, 1:4 (52.) Anderson, 1:5 (57.) Anderson, 1:6 (68.) Heptner, 1:7 (83.) Heptner.

Gelb-rote Karte: für einen Overberger Akteur (81.).

1. Mannschaft jubelt - U23 harmlos in der Fremde

Die Erleichterung ist groß

(02.10.17) Endlich! Die 1. Mannschaft hat durch das 7:1 in Overberge den ersten Dreier der noch recht jungen Serie eingefahren und gleichzeitig den letzten Tabellenplatz verlassen.

Die dreifachen Anderson und Heptner standen stellvertretend für eine geschlossen starke und leidenschaftliche sowie am Ende auch spielerisch glanzvolle Teamleistung, das wichtige 2:1 in Form eines verwandelten Elfmeters von Holz brachte zudem kurz vor der Pause die Wende und machte Kräfte frei für eine sensationelle zweite Halbzeit.

„Wir haben vor allem kämpferisch tausend Prozent überzeugt! Ich kann den Jungs nur ein Kompliment machen, in unserer Lage so eine Leistung abzurufen“, freute sich der Sportliche Leiter Rolf Nehling (Foto) nach dem Abpfiff nicht nur über das Ergebnis, sondern auch über die Einstellung und die Leidenschaft seiner Truppe.

Denn nach dem frühen 0:1 hatten nicht nur die größten Pessimisten erneut das Schlimmste geahnt, doch mit einer konzentrierten und stabilen Reaktion konnte die Westfalia die Partie komplett wenden. Somit ist der ganz große Druck und die Hypothek einer sieglos baumelnden roten Laterne erstmal weg – gleichwohl die Verantwortlichen wissen, dass der Patient zwar auf dem Wege der Besserug, aber noch nicht über den Berg ist. „Es gilt nun, diese positiven Reize mitzunehmen und in der kommenden Woche hart zu arbeiten, damit am kommenden Sonntag gegen Sölde auch zuhause der erste Dreier folgen könnte“, fordert Nehling.

In der Fremde scheinbar gar nicht wohl fühlt sich nach wie vor die U23: Beim SSV Mühlhausen II setzte es nach einer indiskutablen Leistung vor der Pause eine verdiente 1:3-Pleite. Dabei hatte Co-Trainer Benjamin Fasse eigentlich gehofft, das schlechteste Aufwärtsspiel der Saison in Frömern schon gesehen zu haben, doch seine Mannschaft lieferte in der ersten Halbzeit eine zum Verwechseln ähnliche Darbietung.

Ohne Mumm, ohne Körpersprache und ohne Gegenwehr stand es gegen das Kellerkind zur Pause 0:2, ein für den TuS noch schmeichelhaftes Ergebnis. „Der Gegner hatte noch viel mehr Chancen, das Resultat weiter in die Höhe zu schrauben“, erinnerte sich Fasse an den ganz und gar nicht kreisliga-tauglichen Auftritt in grün und weiß.

Erst nach der Pause wurde es etwas besser, nachdem das Trainerduo neue personelle Impulse gesetzt und eine deutliche Ansprache losgeworden war. Allerdings sollte es nicht mehr reichen: Nach Hanes Freistoß Mitte der zweiten Hälfte brachte Wethmar das gegnerische Tor zwar etwas merklicher in Gefahr, doch letztlich konterte sich Mühlhausen in der Schlussminute zum gerechten Heimsieg.

Der 8. Bezirksliga-Spieltag in der Übersicht

TuS Hannibal zieht der Konkurrenz davon

Rafael Felsberg und Westfalia Wethmar gewannen in Overberge klar mit 7:1.

(03.10.17) Am achten Spieltag der Bezirksliga-Saison 2017/18 ist bei Westfalia Wethmar der Knoten endlich geplatzt. Das 7:1 beim FC Overberge war der erste Saisonsieg, mit dem die Grün-Weißen den letzten Tabellenplatz verlassen konnten.

Neues Schlusslicht ist Eintracht Dortmund, das sein Heimspiel gegen Aufsteiger SC Dorstfeld deutlich mit 1:6 verlor. Dabei sorgten die Gäste schon in Durchgang eins für recht klare Verhältnisse, legten durch einen Doppelpack von Akdeniz zwei Treffer vor. Nach dem Wechsel lief es bei den Dorstfeldern dann so richtig rund und Nuriddin (2), Ohdamis und Erzen legten vier weitere Tore nach. Für die Eintracht konnte zeitweilig einzig Kahyaoglu etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Bei Wethmars nächstem Gegner, dem VfR Sölde, wurden beim 4:4 gegen den FC Nordkirchen die Stärken und Schwächen des vor der Saison extrem hoch gehandelten Aufsteigers einmal mehr deutlich. Die von den Namen her vielleicht stärkste Offensive der Liga um Patrick Johann, Marcel Greig, Oliver Adler und Samir Ghalem, die am Sonntag auch alle einen Treffer erzielten, schoss gegen die Münsterländer einen 3:0-Pausenvorsprung und in Abschnitt zwei auch noch einmal ein 4:1 heraus. Diesen Drei-Tore-Vorsprung über die Zeit zu bringen, gelang dem VfR allerdings nicht. Trawinski, Lorenz und Fricke retteten dem FCN mit teilweise ganz späten Toren noch einen Punkt.

2:2 trennten sich im Spitzenspiel Dritter gegen Zweiter der BV Brambauer und SuS Kaiserau. Dabei hatten die Gäste aus Kamen fast über die gesamten 90 Minuten mehr vom Spiel, mit zwei Toren in Führung ging zunächst dennoch der BVB. Weil bei Kaiserau bei zwei Standardsituationen die Zuteilung nicht passte, netzten Ehrentraut (5.) und Krziwanek (21.) ein. Nach der Pause erhöhte der SuS Tempo und Intensität noch einmal und konnte so durch Tore von Milcarek (68.) und Goetz (89.) wenigstens einen Punkt sichern. Wirklich freuen konnte sich SuS-Linienchef Marc Woller darüber allerdings nicht. „Wir machen 90 Minuten das Spiel und heraus kommt nur ein Unentschieden. Bei beiden Gegentoren haben wir nicht aufgepasst. Ärgerlich. Nach der Pause haben wir es besser gemacht und kamen noch zum mehr als verdienten Unentschieden. Insgesamt haben wir sogar vier Tore auswärts erzielt, der Schiedsrichter hat jedoch bei zwei wegen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. Unter dem Strich ist ein Punkt zu wenig für unseren Aufwand“, sagte Woller dem Internetportal „Sport im Kreis Unna“.

Nach dem Remis im Verfolgerduell mittlerweile schon fast einsam seine Kreise an der Spitze zieht der TuS Hannibal, der nach einem Heim-3:2 im Hoeschpark gegen den VfL Kamen nun schon mindestens fünf Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz hat. Dabei hatte der TuS am Sonntag auch das Glück eines Tabellenführers. Denn bis weit hinein in die fast zehnminütige Nachspielzeit hatte es 2:2 gestanden, ehe es nach einem Foul im Strafraum Elfmeter für die Hausherren gab und sich der Ex-Wethmarer Samir Zulfic den Ball schnappte, um nervenstark zu verwandeln. Zuvor hatten ersatzgeschwächte Kamener Hannibal über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe geboten und die zweimalige Führung der Platzherren durch Najdi (7.) und Zulfic (67.) jeweils egalisieren können, weil Lindner (20., Strafstoß) und Rothe (70.) trafen. „Es bewahrheitet sich halt immer wieder. Wenn du oben stehst, hast du auch das nötige Glück. Per Elfmeter kommt Hannibal zum entscheidenden 3:2 in der Nachspielzeit. Ich muss aber auch sagen, dass der Elfer berechtigt war. Wir waren während der gesamten 90 Minuten auf Augenhöhe und ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen“, sagte VfL-Trainer Sascha Siegner „Sport im Kreis Unna“.

Kellerkind TSC Hamm verlor sein Heimspiel gegen RW Unna mit 1:3 und bleibt damit weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Der Aufsteiger dagegen feierte seinen zweiten Dreier in Folge und scheint endgültig in der Bezirksliga angekommen zu sein. Die Rot-Weißen standen stabil in der Defensive, fingen die vielen langen Bälle der Hammer immer wieder ab und versuchten selbst konstruktiv nach vorne zu spielen. So war Unna die überlegene Mannschaft und ging durch Tore von Lukas (41.) und Macchia (55.) verdient mit 2:0 in Führung. Zwar ließ Keskin die Hammer mit seinem Tor noch einmal hoffen (58.), aber 18 Minuten vor Schluss sorgte Scharfe mit dem dritten RWU-Tor wieder für klare Verhältnisse. „Wir haben uns vor dem Spiel noch einmal hingesetzt und die Lage besprochen. Aus den Köpfen muss die Leichtigkeit der Kreisliga raus. Bezirksliga ist ein hartes Stück Arbeit, da muss 120 Prozent kommen. Das haben die Jungs offensichtlich verstanden und sind so zu Werke gegangen. Am Ende haben wir wichtige Punkte verdient eingefahren. Ich bin stolz auf die Truppe", sagte Unna-Trainer Emre Aktas "Sport im Kreis Unna".

Nur 30 Zuschauer sahen im Dortmunder Norden das Derby zwischen dem FC Roj und Viktoria Kirchderne. Die wenigen Fans, die gekommen waren, wurden mit Toren nicht wirklich verwöhnt. Denn ein einziger Treffer entschied die Begegnung. Diesen erzielte Routinier Noureddien El Yahyaoui kurz vor der Halbzeitpause für die Viktoria. In Abschnitt zwei verteidigte Kirchderne den knappen Vorsprung und rückte durch den schon fünften Saisonsieg mit jetzt satten 17 Punkten bis auf Rang vier vor.

Leistungsgerecht 1:1 stand es nach 90 Minuten zwischen der zweiten Mannschaft des Holzwickeder SC und Union Lüdinghausen. Die HSC-Zweite hatte in der ersten Hälfte die besseren Chancen. Eine davon nutzte Janowczyk zum 1:0 (40.). Aber bereits kurz nach Wiederbeginn schlugen die Unionisten zurück. Coerdt markierte das 1:1. In der Folge agierten beide Teams mit offenem Visier, spielten nach vorne und wollten den Sieg. So gab es gute Möglichkeiten auf beiden Seiten, ein Treffer fiel allerdings nicht mehr. "Fußballerisch waren wir die bessere Mannschaft. Wir standen in der ersten Halbzeit gut, haben nichts zugelassen. Das 1:0 ging auch in Ordnung. Naujoks hätte das 2:0 machen können, ebenso Schröders mit einem Alleingang, doch beide schließen nicht konsequent ab. Nach einer Ecke fällt der Ausgleich, da haben wir nicht aufgepasst", sagte HSC-Coach Olaf Pannewig "Sport im Kreis Unna". 

Rollen sind für Bezirksliga-Nachwuchs klar verteilt

Favorit und Außenseiter

(05.10.17) Zumindest auf dem Papier sind die Rollen für die beiden Bezirksliga-Jugendmannschaften des TuS Westfalia Wethmar vor dem fünften Spieltag klar verteilt. Die C-Junioren gehen am Samstag (15 Uhr) als Favoriten in ihr Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des SV Horst-Emscher, während die A-Junioren im zweiten Auswärtsspiele in Folge am Sonntag (11 Uhr) beim Lüner SV nur die Außenseiter sind.

Nach einem Saisonstart, der selbst die eigenen Erwartungen übertroffen hat, stehen die C-Junioren nach vier Spielen mit starken sieben Punkten auf Tabellenplatz sechs und können am Samstag am Cappenberger See einen weiteren ganz großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Denn zu Gast ist der Vorletzte SV Horst-Emscher II, der auf dem ersten Abstiegsplatz steht und bislang erst ein Pünktchen auf seiner Habenseite verbucht.

Mit dem dritten Saisonsieg könnte Wethmar den Vorsprung auf die Abstiegszone auf satte neun Zähler ausbauen und hätte sich mit diesem XXL-Polster zumindest in den nächsten Monaten aller Abstiegssorgen entledigt. Diese Ausgangslage freut Coach Niklas Rath (Foto) natürlich, die Favoritenrolle weist der Linienchef aber entschieden von sich: "Als Aufsteiger sind wir in keinem Spiel der Favorit, müssen uns jedes Tor, jeden Punkt und jeden Sieg brutal hart erarbeiten. Das wird auch am Samstag ganz sicher wieder der Fall sein."

Rath rechnet einmal mehr mit einem sehr umkämpften Duell auf Augenhöhe, in dem es wieder auf Kleinigkeiten ankommen werde, die entscheiden. "Auch gegen Horst-Emscher müssen wir über eine sichere und konzentrierte Defensivleistung in die Partie finden. Schaffen es die Jungs dann noch ihr Offensivspiel weiter zu verbessern, sollte alles möglich sein", sagt Rath, der wieder mit den zuletzt fehlenden Stammkräften Tom und Steffen Beling sowie Lukas Knoke planen kann.

Tatsächlich nicht in der Favoritenrolle sind die A-Junioren, die bei Nachbar Lüner SV in Schwansbell gastieren. Während die Rot-Weißen nach dem Aufstieg im Sommer ihren Kader noch einmal deutlich verstärkt haben und als Tabellenzweite erwartungsgemäß um den Durchmarsch in die Landesliga kämpfen, ist auch für Wethmar ein Durchmarsch möglich - allerdings in die umgekehrte Richtung.

Denn nach dem Abstieg aus der Landesliga steht die Mannschaft nach der verdienten 2:3-Niederlage bei der zuvor sieglosen JSG Germete-Wormeln/Warburg/Rhoden auch in der Bezirksliga auf einem Abstiegs-Relegationsplatz. "Natürlich bleibt noch viel Zeit dies zu ändern. Aber die Leistungen zuletzt waren nach dem Sieg zum Auftakt gegen Mühlhausen allenfalls punktuell in Ordnung. Die Jungs müssen ganz schnell wieder dazu übergehen, kämpferisch und läuferisch alles über die volle Distanz zu geben, sonst dürfte es beim LSV für uns ein ganz böses Erwachen geben", sagt Co-Trainer Markus Wilczek.

Respekt haben die Gäste vor allem vor der sehr spielstarken Offensivabteilung der Lüner. "Da haben sie drei, vier Jungs in ihren Reihen, die wohl auch in jeder Landesliga-Mannschaft spielen würden. Wir dürfen also keineswegs wieder so lethargisch und zurückhaltend zu Werke gehen wie zuletzt in der ersten Halbzeit in Diemelstadt", sagt Wilczek.

Um die Angreifer des LSV möglichst aus dem Spiel zu nehmen, wird Wethmar die Abwehr verstärken. "Gegen eine solch offensivstarke Mannschaft mitspielen zu wollen, wäre keine gute Idee", sagt Wilczek.

Erste empfängt Aufsteiger Sölde - U23 gegen Langschede

Erling-Team will Aufwärtstrend bestätigen

(06.10.17) Der Anfang ist gemacht: Mit dem 7:1-Kantersieg beim FC Overberge machte Westfalia Wethmar den ersten Schritt raus aus der Krise, schaffte endlich den ersten Dreier in dieser Saison. Wie nachhaltig die deutlich erhöhte Lauf- und Kampfbereitschaft sowie der unbedingte Siegeswille letztlich aber wirklich sind, wird sich erst am Sonntag zeigen, wenn die Grün-Weißen ab 15 Uhr Aufsteiger VfR Sölde am Cappenberger See empfangen.

„Wir müssen versuchen an die 90 Minuten der Vorwoche anzuknüpfen und dürfen keinesfalls den Fehler machen, uns jetzt sofort wieder auf dem Sieg in Overberge auszuruhen. Denn aufgrund der Tabellenkonstellation ist das Spiel extrem wichtig“, sagt Trainer Simon Erling.

Mit Sölde kommt ein Gegner, der bislang ebenfalls weit hinter den eigenen Erwartungen zurückbleibt. Nicht wenige hatten den Aufsteiger vor Saisonbeginn als einen Kandidaten für den Durchmarsch in die Landesliga auf dem Zettel, doch mit erst sechs Punkten kommt der Verein für Rasensport gerade einmal auf einen Zähler mehr als Wethmar, das auf dem ersten Abstiegsplatz steht.

Respekt haben die Gastgeber vor allem vor der Angriffspower der Dortmunder Vorstädter. Mit Spielern wie Oliver Adler, Phillipp Leonhardt, Marcel Greig und Youness und Samir Ghalem verfügt Sölde von der Papierform her sicherlich über die stärkste Offensive der Liga.

„Wir müssen wieder kompakt und mit einer hohen Laufbereitschaft verteidigen, um darüber ins Spiel zu finden, so wie uns das auch in Overberge gelungen ist“, möchte Erling den Stürmern der Sölder möglichst keinen Platz lassen und die Angriffsversuche schon möglichst früh unterbinden, um dann selbst auf Offensive umzuschalten, denn wie auch Wethmar ist die große Schwachstelle der Gäste der Defensivbereich.

Wethmar legte zwar eine sehr ordentliche Trainingswoche hin, die personellen Probleme bleiben allerdings ein ständiger Begleiter, wenn auch mit Till Kowalski (Foto) zumindest einer der Langzeitverletzten endlich wieder beschwerdefrei ins Training einsteigen konnte. Nico Stork, Gianluca Kösling und Alexander Podszuck fallen jedoch weiterhin aus. Hinzu kommen angeschlagene Spieler wie René Harder und Patrick Schöpf. Auch der spielende Co-Trainer Pascal Harder ist angeschlagen und sein Einsatz damit fraglich. Torjäger Christian Wantoch von Rekowski ist letztmals gesperrt, Routinier Tim Holz hat sich in den Urlaub verabschiedet.

„Das ist natürlich wieder eine lange Ausfallliste, aber wir kriegen immer noch eine richtig starke Truppe auf den Platz, mit der wir den zweiten Sieg einfahren wollen“, sagt Erling.

Endlich wieder gewinnen möchte auch die U23 nach zuletzt mehreren vergeblichen Anläufen in der Kreisliga A2 Unna/Hamm. Vor allem beim 1:3 auswärts gegen Kellerkind SSV Mühlhausen II lieferte der Nachwuchs vom Cappenberger See eine schwache Leistung ab.

„Auswärts will es derzeit einfach nicht klappen“, freut sich Co-Trainer Benajmin Fasse, am Sonntag ab 13 Uhr wieder auf dem heimischen Kunstrasen spielen zu dürfen. Gegner ist dann der starke Bezirksliga-Absteiger SV Langschede. „Um Langschede zu schlagen, müssen wir wieder unser bisher gutes Heimgesicht zeigen. Aber das wird schwierig genug“, sagt Fasse.

Denn auch in seinem Team ist die personelle Lage alles andere als komfortabel. Niklas Witte fällt auf unbestimmte Zeit aus, Dominik Ciernioch hat sich einen Finger gebrochen. „Ansonsten müssen wir schauen, wer letztlich auflaufen kann“, gibt es laut Fasse noch einige Fragezeichen im Kader.

Eines steht auch hinter dem spielenden Co-Trainer, der am Wochenende auf einer Hochzeit in Bielefeld ist und deshalb vielleicht nicht wieder pünktlich am Cappenberger See eintreffen wird.

Bei einem immer kleiner werdenden Punktepolster auf die Abstiegsränge und schwierigen Gegnern in den kommenden Wochen mit RW Unna II und TSC Kamen sollte die U23 aber auch mit dem dezimierten Kader möglichst gegen den Gast aus Fröndenberg punkten.

Aufsteiger holt einen Punkt gegen SV Horst-Emscher II

C-Junioren halten Konkurrenz auf Abstand

(07.10.17) Torlos endete am Samstag das Bezirksliga-Spiel zwischen den C-Junioren des TuS Westfalia Wethmar und der zweiten Mannschaft des SV Horst-Emscher. Damit haben die Grün-Weißen weiterhin sechs Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, auf dem die SVH-Reserve steht.

"Ich bin zufrieden mit dem Punkt, auch wenn es natürlich ärgerlich ist, dass wir einige gute Chancen nicht nutzen konnten. Aber in den entscheidenden Momenten haben die Jungs den Ball leider nicht über die Linie bekommen", sagte Trainer Niklas Rath (Foto).

Gegen einen taktisch sehr gut eingestellten Gegner verteidigte Wethmar über weite Strecken einmal mehr stark, blieb deshalb zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor. "Dabei war das wirklich schwierig, denn Horst-Emscher hat sich mit den Offensivspielern immer wieder gut in die Räume bewegt und versucht Überzahl in Ballnähe zu schaffen", sagte Rath.

Besonders in Durchgang eins konnten die Gäste das Spiel deshalb offen gestalten. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Wethmar allerdings das Geschehen und versuchte bis zum Schlusspfiff den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Dies gelang am Samstag jedoch nicht, weil den Hausherren in der Bewegung nach vorne etwas der Mut und die letzte Konsequenz fehlten. "Sonst hätten sich die Jungs für ihre Leistung wohl auch mit drei Punkten belohnt. Aber an den Defiziten im Angriffsspiel werden wir in den nächsten Wochen im Training weiter hart arbeiten", sagte Rath, der nach den 70 Minuten am Cappenberger See letztlich ein positives Fazit zog: "Die Freude über den Punkt und darüber, erneut kein Gegentor bekommen zu haben, ist größer als der Ärger über die knapp verpassten drei Punkte."

Vor der dreiwöchigen Spielpause rund um die Herbstferien steht für die Grün-Weißen am nächsten Samstag noch ein Spiel an. Ab 13 Uhr tritt die Rath-Elf beim zwei Punkte besseren Tabellenvierten TSC Eintracht Dortmund II an.

Wethmar: Sikora; S. Beling, Berka (58. Fischer), Schmidt, Jäger, Grohs, Stiller (57. Papior), T. Beling, Hagen, Gabel, Knoke.

Tore: Fehlanzeige.

Zuletzt geändert am: 21.10.2017 um 22:24

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