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Ohne Fleiß kein Preis

Erste leistungsmäßig im freien Fall - U23 schafft die Wende

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Hatte Westfalia Wethmar zum Start in die Saison 2017/18 gegen den SuS Kaiserau noch richtig gut mitgehalten und in einem Spiel, das von vielen Experten als ein Duell zweier Titelkandidaten betitelt worden war, letztlich etwas unglücklich mit 1:2 verloren, war am ersten Adventssonntag von einer Begegnung auf Augenhöhe nicht einmal mehr ansatzweise etwas zu sehen und der 4:0-Erfolg für die Platzherren völlig verdient.

Wethmar dümpelt mit zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze im Tabellenkeller, Kaiserau führt das Ranking der Bezirksliga 8 souverän an. So groß wie der Unterschied mittlerweile auf dem Papier geworden ist, waren auch die sportlichen Kräfteverhältnisse auf dem Kunstrasen an der Jahnstraße.

„In diesem Spiel war sehr schön zu sehen, wie eine Mannschaft agiert, die regelmäßig fast mit dem kompletten Kader trainiert“, sagte Westfalia-Trainer Simon Erling (Foto) - und meinte damit nicht sein eigenes Team.

Kaiserau hatte einen klaren Plan im Offensivspiel und in der Arbeit gegen den Ball, ließ so von Beginn an nie einen Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel gewinnen wird. In gewisser Weise setzte auch Wethmar die Trainingsleistungen der vergangenen Wochen um. Diese sind aufgrund einer meist nur geringen Spieleranzahl nämlich mäßig, die Arbeit im taktischen Bereich deshalb nicht möglich.

Dieses Defizit war schon vor zwei Wochen bei der 1:3-Heimniederlage gegen Union Lüdinghausen zu erkennen. Nun also befinden sich die Grün-Weißen leistungsmäßig weiter im freien Fall. Dass es in Kaiserau letztlich „nur“ vier Tore wurden, lag nicht an einer Leistungssteigerung der Gäste in Durchgang zwei, sondern an der Tatsache, dass der Tabellenführer nach dem schnellen 4:0 in Hälfte zwei (49.) merklich den Fuß vom Gaspedal nahm und nur noch das Nötigste tat, um den Dreier mühelos über die Zeit zu bringen.

Für Wethmar steht am kommenden Sonntag noch ein Spiel an, bevor es in die Winterpause geht. Dieses ist allerdings ein extrem wichtiges. Denn mit Aufsteiger RW Unna kommt ein Mitkonkurrent im Kampf um den Klassenerhalt. Beim ersten Aufeinandertreffen in Unna im Sommer hatte Wethmar einen rabenschwarzen Tag, ging mit 2:5 unter. „Da waren wir noch schlechter als zuletzt in Kaiserau. Hoffentlich sind diese beiden Erlebnisse Motivation genug, dass sich endlich etwas tut und wir zum Abschluss dieses Jahres eine Reaktion zeigen“, sagt Erling.

Sollte diese Reaktion ausbleiben, könnte Wethmar sogar Weihnachten auf einem Abstiegsplatz feiern müssen. Denn die rote Zone ist seit Sonntag nur noch zwei Pünktchen entfernt, so dass am Cappenberger See nicht die Weihnachtsglocken, sondern alle Alarmglocken laut schrillen sollten, um die in Kaiserau einmal mehr recht leblos wirkende Mannschaft endlich wachzurütteln.

Dem haarsträubenden Resultat unter der Woche, dem 1:2 gegen Billmerich auf eigenem Platz, folgte beim PSV Bork ein wichtiges 3:2 für die U23, die damit den Gegner punktemäßig einholte und sich im gesicherten Mittelfeld festsetzte.

Der Dreier, den Coach Philipp Bremer als echten Arbeitssieg wertete, war auch perspektivisch außerordentlich wichtig. „Mit diesem Erfolgserlebnis können wir das letzte Spiel vor der Winterpause etwas befreiter angehen“, meinte der Trainer, der mit dem Tabellenzweiten SG Massen am kommenden Sonntag eine große Hürde zu meistern hat. „Das macht uns die Vorbereitung sicherlich leichter!“

Leicht war es hingegen gestern auf dem kleinen Kunstrasen in Bork nicht: Trotz einer dominanten Anfangsphase lagen die Gäste plötzlich mit 0:1 im Hintertreffen, doch noch vor der Pause egalisierte Orlowski den Spielstand. Nach dem schnellen 2:1 nach dem Wechsel sorgte schließlich Kuruts in einem Spiel auf oft bescheidenem A-Liga-Niveau für das Highlight des Tages, als er aus knapp 35 Metern per Vollspann und mit Hilfe der Unterkante und des Hinterkopfs des verdutzten Keepers zur Entscheidung traf. „So eine Fackel hatte der Torwart zuvor noch nicht gesehen“, sagte Bremer über das Geschoss seines Offensiv-Akteurs.

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