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Nur noch ein Pünktchen fehlt

B-Junioren holen vor dem letzten Spiel beim SG Castrop-Rauxel ein 3:3

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Nach zwei Siegen zum Auftakt der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga mussten sich die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar am Sonntag mit einem 3:3-Unentschieden bei der SG Castrop-Rauxel zufriedengeben. Im zweiten Spiel des Tages verlor der BV Rentfort beim SC Obersprockhövel mit 0:2, sodass der TuS-Nachwuchs am Mittwoch – bei einem Sieg der SG in Rentfort – auf dem Sofa den Aufstieg in die Bezirksliga feiern kann.

Ansonsten haben die Grün-Weißen am kommenden Sonntag die Chance, mit einem Remis oder Sieg im Heimspiel gegen Rentfort, den Aufstieg perfekt zu machen. „Wir müssen letztlich mit dem Ergebnis zufrieden sein, es geht auch in Ordnung. Wir haben heute einige einfache Fehler gemacht und den Gegner somit seine ersten beiden Tore ermöglicht und einige gute Möglichkeiten nicht genutzt. Nach dem Rückstand haben wir aber eine tolle Moral gezeigt“, sagte Nowak und warf zugleich einen Blick auf den kommenden Mittwoch: „Wir drücken der SG natürlich die Daumen. Auch wenn es natürlich schöner ist, sich den Aufstieg selbst zu erspielen, würden wir uns über ein entsprechendes Ergebnis am Mittwoch und den damit verbundenen Aufstieg sicher freuen.“

Vor einer guten Zuschauerkulisse – darunter Ex-Fußballprofi Marc-André Kruska – legten die Jungs vom Cappenberger See gleich hervorragend los. Nach einem Diagonalpass von Kapitän Niklas Bohle setzte sich Jason Jäger auf der linken Seite gegen einen SG-Verteidiger durch. Seine Flanke fand am zweiten Pfosten Niklas Tittelbach, der den Ball ohne Probleme über die Linie drückte (3.). Die Freude über den Führungstreffer sollte allerdings nicht lange währen. SG-Angreifer Luis Rädecke eroberte während des Aufbaus der Westfalia den Ball und ließ dann TuS-Keeper Paul Sikora im direkten Duell keine Abwehrchance (5.).

Es entwickelte sich ein Spiel auf gutem Niveau. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit etablierte sich Wethmar aber als das bessere Team, zeigte immer wieder gelungene Aktionen und erspielte sich so ein Übergewicht an Torchancen. Aber auch die SG setzte Akzente nach vorne, ohne sich aber in eine richtig gute Abschlussposition zu bringen. Ein toller Spielzug über Benedikt Lehn, Leon Beile, Tittelbach und Bohle, der einen überragenden Steckball auf den einrückenden Jason Jäger spielte, brachte noch nicht die erneute Führung. Jäger agierte im Abschluss aber überhastet und verfehlte das SG-Tor. Den besten Spielzug des Tages sollten die Grün-Weißen dann bei ihrem zweiten Treffer zeigen. Über die Stationen Jonas Rudwill und Jäger, gelangte der Ball zu Tittelbach, der dann mit einem tollen Steckball Frederic Fischer in Szene setzte. Dieser ging auf das SG-Gehäuse zu, behielt die Übersicht und legte uneigennützig quer auf den mitgelaufenen Beile, der nur noch einzuschieben brauchte (38.). Marc-André Kruska sagte zu diesem Treffer gegenüber den „Ruhr Nachrichten – Castrop-Rauxel“ (Ausgabe 24.06.2019): „Das war überragend herausgespielt.“ Und auch Nowak lobte: „Ein richtig toller Treffer. Der Spielzug war einfach nur klasse.“

Mit diesem Treffer ging es dann auch in die Halbzeitpause, aus der Wethmar ebenso gefährlich zurückkam. Jäger setzte sich auf der linken Seite durch und zog in die Box. Sein Abschluss auf das kurze Eck ging allerdings knapp neben das Tor. „Da hätten wir das Spiel vorentscheiden können. Leider hatten wir heute auch nicht immer Glück in unseren Abschlussaktionen“, so Nowak. Und so kam es für die Westfalia dann knüppeldick. Nach einem Foul eines TuS-Verteidigers entschied der ansonsten schwache Schiedsrichter Dmitri Trahtenberg völlig zurecht auf Strafstoß für die Gastgeber. Luis Rädecke verlud TuS-Schlussmann Sikora und verwandelte sicher unten rechts (46.).

Dieser Treffer gab der SG Selbstvertauen und hatte fortan leichte Vorteile gegenüber den Grün-Weißen. Aber auch der TuS-Nachwuchs blieb mit einigen Torannäherungen gefährlich. Nach einer Ecke kam Tittelbach an den Ball und setzte den nur knapp neben das SG-Tor. Zudem verlor Trahtenberg danach aber endgültig seine Linie. So unterband ein SG-Akteur mit einem klaren taktischen Foulspiel einen vielversprechenden Angriff Wethmars, ohne dafür mit einer Verwarnung bedacht zu werden. Dann entschied er auf einen vollkommen unberechtigten Freistoß für die SG. Die anschließende Freistoßflanke drückte Dawid Lewandowski per Kopf zur Führung für die SG über die Linie (68.). Dabei stütze er sich allerdings klar bei TuS-Akteur Rudwill auf, der so keine Chance hatte, zum Kopfball zu gehen. Dies winkte Trahtenberg aber ebenso durch.

Nur kurze Zeit später stand Trahtenberg erneut im Mittelpunkt des Geschehens, als er ein brutales Foul eines SG-Akteurs gegen Mattis Kühlkamp, bei dem der SG-Akteur ohne Chance auf den Ball war, lediglich mit einer Gelben Karte ahndete. Diese Entscheidung sorgte auf der TuS-Bank für blankes Entsetzen. „Das war eine knallrote Karte, roter geht es nicht. Darüber waren sich alle einig und alle haben es gesehen, nur der entscheidende Mann nicht. Mattis kann froh sein, dass er sich dabei nicht schwerer verletzt hat. Auch der gegebene Freistoß zuvor und das anschließende Aufstützen nicht zu pfeifen, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Leider waren die Männer in Schwarz die schwächsten Akteure auf dem Platz und konnten sich nicht dem Niveau der Partie anpassen“, war Nowak auch weit nach Spielschluss noch komplett bedient über die Schiedsrichterentscheidungen.

Kurz nach dem Führungstreffer durch die SG reagierte Nowak, brachte C-Junioren-Mittelstürmer Oskar Koert für Lehn und Steffen Beling für den entkräfteten Rudwill. Auch durch diese Nackenschläge ließ sich der TuS-Nachwuchs nicht entmutigen, zeigte eine tolle Moral und sollte sich dafür noch mit dem verdienten Ausgleichstreffer belohnen. Tittelbach kam 25 Meter vor dem SG-Gehäuse an den Ball, nahm sich ein Herz und knallte den Ball ansatzlos und unhaltbar für SG-Schlussmann Menne zum vielumjubelten Ausgleich in den rechten Winkel (73.) – Marke „Tor des Monats“. „Ein Wahnsinnstreffer, einfach klasse. Den Ausgleich haben wir uns auch verdient gehabt“, freute sich Nowak.

Nach dem Ausgleichstreffer stabilisierte Nowak dann wieder das Mittelfeldzentrum, indem er Kilian Grohs für Jäger ins Spiel brachte. Mit der letzten Aktion des Spiels sollten die Jungs vom Cappenberger See noch die Chance auf den Siegtreffer bekommen. Beile setzte sich auf der rechten Seite durch, zog in die Box und spielte einen scharfen Querpass. Dieser geriet leider etwas zu fest, sodass Koert nicht mehr richtig hinter den Ball kommen konnte, sodass die Situation gemeinschaftlich von der SG-Verteidigung geklärt werden konnte. „Insgesamt haben wir heute eine gute Leistung gegen einen guten Gegner gezeigt. Gerade durch die Niederlage Rentforts können wir mit dem Ergebnis gut leben. Unsere volle Konzentration gilt nun dem Spiel gegen Rentfort, in dem wir den Aufstieg vor heimischer Kulisse perfekt machen wollen und werden, sofern Castrop-Rauxel nicht schon am Mittwoch Schützenhilfe leistet. Aber darauf können wir uns nicht verlassen, deswegen arbeiten wir in dieser Woche noch genauso konzentriert wie auch in der gesamten Saison. Wir wollen unsere Saison unbedingt krönen“, sagte Nowak abschließend.

TWW: Sikora – T. Beling, Beile, Fischer (60. Kühlkamp), Tittelbach, Jäger (75. Grohs), Lehn (70. Koert), Bohle, Czarnietzki, Gabel, Rudwill (70. S. Beling).

Tore: 0:1 (3.) Tittelbach, 1:1 (5.) Rädecke, 1:2 (38.) Beile, 2:2 (46./FE) Rädecke, 3:2 (68.) Lewandowski, 3:3 (73.) Tittelbach.

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