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November 2017

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V. (admin) am 12.12.2017
2017 >>

Erste und U23 kämpfen um wichtige Punkte

Charaktertests in Nordkirchen und Billmerich

(10.11.17) Als Titelfavorit mit einem sehr hochkarätig besetzten Kader in die Saison gestartet, wäre der FC Nordkirchen in der vergangenen Serie völlig überraschend fast abgestiegen. Ähnlich ergeht es in dieser Saison Westfalia Wethmar. Von vielen Trainern als heißer Aufstiegskandidat genannt, kleben die Grün-Weißen seit dem ersten Spieltag im Tabellenkeller fest. Deshalb sind die Rollen klar verteilt, wenn das Team vom Cappenberger See am Sonntag (14.30 Uhr) in der Schlossstadt antreten muss.

Zumal die Münsterländer auf Platz vier stehen und aktuell in bestechender Form sind. Aus den vier letzten Spielen holte der FCN nicht nur die Maximalausbeute von zwöf Zählern, sondern gewann auch alle Partien deutlich.

„Nordkirchen ist eine der Topmannschaften der Liga. Sie sind klarer Favorit gegen uns“, schätzt Westfalia-Coach Simon Erling die Lage realistisch ein. Mit Abstand stärkster Mannschaftsteil bei den Gastgebern ist die Offensive mit den schnellen Außen Lorenz und Trawinski. „Dazu kommt mit Mrowiec ein absoluter Topstürmer, der nach langer Verletzungspause wieder fast bei 100 Prozent ist. Und mit Fricke haben sie einen der besten und torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Liga“, sagt Erling.

Schon in der Vergangenheit, als die Münsterländer nicht immer an ihre Bestform herankamen, hatte Wethmar in Nordkirchen meist große Probleme. „Dort haben wir uns eigentlich immer schwer getan, meist keine optimalen Ergebnisse geholt“, sagt Erling.

Trotz dieser Ausgangslage sieht der junge Coach sein Team aber nicht chancenlos: „Allerdings müssen wir sehr gut gegen den Ball arbeiten und extrem geschlossen auftreten. Sonst wird es gegen diesen mannschaftlich, aber auch individuell brutal starken Gegner extrem schwierig.“

Dass eine Defensivleistung wie zuletzt beim 4:3-Erfolg gegen den VfL Kamen, als Wethmar in Durchgang zwei beste Einschussmöglichkeiten im Fünf-Minuten-Takt zuließ, am Sonntag nicht reichen wird, ist Erling voll bewusst: „Wir benötigen mehr Stabilität. Dafür müssen alle Spieler bereit sein sich zu 100 Prozent an unsere Pressingvorgabe zu halten. Die Bereitschaft jedes einzelnen, gegen den Ball zu arbeiten, ist entscheidend und steht über allen anderen Dingen. Da darf sich niemand herausnehmen.“

Personell werden die Gäste einmal mehr mit dem letzten Aufgebot antreten müssen. Der zuletzt starke Spielmacher Patrick Schöpf (Foto) fällt nach der berechtigten Ampelkarte aus dem Kamen-Spiel gesperrt aus. Ebenfalls passen müssen Bendix Wagner, Alexander Podszuck, Gianluca Kösling und Lukas Nagel. Rene Harder, Dennis Anderson, Christian Wantoch von Rekowski, Kapitän Nico Stork und Routinier Tim Holz sind angeschlagen. „Alle konnten unter der Woche bislang maximal reduziert trainieren. Da müssen wir einfach bis Sonntag abwarten, wer noch fit wird“, sagt Erling.

Voll im Abstiegskampf steckt in der Kreisliga A2 Unna/Hamm auch die U23 des TuS Westfalia Wethmar. Vor dem Spiel am Sonntag (14.30 Uhr) beim abgeschlagenen Schlusslicht SV BR Billmerich beträgt der Vorsprung auf die rote Zone gerade einmal zwei Punkte. „Die nächsten zwei Spiele sind sehr wichtig für den weiteren Saisonverlauf. Gegen Billmerich und dann auf eigenem Platz im Derby gegen Niederaden wollen wir sechs Punkte holen“, sagt Co-Trainer Benjamin Fasse.

Mit der Form zuletzt zeigte sich Fasse zufrieden. So holte der Nachwuchs vom Cappenberger See überraschend einen Punkt gegen den Tabellendritten TuRa Bergkamen. Der Co-Trainer warnt allerdings eindringlich davor, sich darauf jetzt wieder auszuruhen: „Wir wollen nicht die erste Mannschaft sein, die gegen Billmerich verliert.“

Zumal in der Unnaer Vorstadt auf einem zu dieser Jahreszeit traditionell sehr schwierig zu bespielenden Naturrasenplatz angetreten werden muss und Wethmar in Auswärtsspielen bislang längst nicht immer die richtige Einstellung an den Tag legte. „Das darf uns am Sonntag auf keinen Fall passieren. Wir dürfen den Gegner nicht aufbauen, müssen Vollgas geben“, fordert Fasse.

Kai Schinck sitzt eine Gelbsperre ab, zudem fällt mit Sebastian Hane ein weiterer Eckpfeiler der Mannschaft aus. Ob Bruder Max auflaufen kann, ist fraglich. „Er hat am Montag die Weisheitszähne gezogen bekommen, konnte bislang nicht trainieren“, so Fasse.

Unfreiwillig spielfreies Wochenende für die U23

Ausfall in Billmerich

(11.11.17) Unfreiwillig spielfreies Wochenende für die U23 des TuS Westfalia Wethmar. Das für Sonntag geplante Kreisliga-A-Spiel bei Schlusslicht SV BR Billmerich wurde abgesetzt. "Die Stadt Unna hat den Naturrasenplatz in Billmerich für das Wochenende witterungsbedint gesperrt", sagt Westfalia-Vorsitzender Manfred Chojnicki.

Wirklich überraschend kommt der Ausfall für den Funktionär nicht. Billmerich hatte bereits bei den letzten Spielen jeweils das Heimrecht getauscht, weil der Platz in der Unnaer Vorstadt nicht bespielbar war. Auch in Wethmar hatte der Club angefragt und die Westfalia auch ihr Einverständnis gegeben, Staffelleiter Horst Weischenberg lehnte allerdings ab.

"Billmerich soll zum Saisonende nicht nur noch Heimspiele haben, das könnte sonst eventuell ein Vorteil im Kampf um den Klassenerhalt werden", erklärt Chojnicki die Entscheidung des Staffelleiters. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Ausfallen musste durch die Platzsperre auch das für Samstag angesetzte Kreispokal-Erstrundenspiel zwischem dem SV BR und den Wethmarer Ü32-Altherren. Für diese Partie soll allerdings nun das Heimrecht getauscht werden, damit die Begegnung möglichst zeitnah am Cappenberger See nachgeholt werden kann. Auch hier steht ein genauer Termin allerdings noch nicht fest.

2:1-Erfolg im Kellerduell gegen JSG Kallenhardt/Suttrop

A-Junioren bringen knappen Vorsprung über die Zeit

(12.11.17) Drei ganz wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Bezirksliga 3 fuhren die A-Junioren am Sonntag mit einem 2:1-Erfolg am Cappenberger See gegen die zuvor punktgleiche JSG Suttrop/Kallenhardt ein. Die Grün-Weißen verbesserten sich mit dem dritten Saisonerfolg sogar bis auf Platz sechs, haben aber dennoch nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

„Endlich konnten wir mal ein Duell gegen einen direkten Konkurrenten für uns entscheiden. Heute zählte vor allem das Ergebnis“, sagte Co-Trainer Markus Wilczek, nachdem der Sieg in Hälfte zwei noch mehrfach richtig in Gefahr geraten war.

In Durchgang eins knüpften die Platzherren jedoch zunächst an die couragierte Pokalpartie unter der Woche gegen Landesligist Westfalia Rhynern (2:3) an und waren die bessere Mannschaft. Nachdem Robin Böllhoff früh aus sechs Metern am Schlussmann der JSG gescheitert war, musste auf der Gegenseite einmal auch Max Schroeder seine ganze Klasse unter Beweis stellen, als die Gäste nach einem Fehlpass im Spielaufbau der Westfalia im Aufbau frei vor dem Tor auftauchten, den Ball aber nicht am Keeper vorbei bekamen.

Ansonsten aber bestimmte Wethmar das Geschehen, war präsent und aggressiv in den Zweikämpfen, lauffreudig und versuchte immer wieder auch strukturiert nach vorne zu spielen. Die verdiente Führung fiel nach einer halben Stunde, als Steven Potthoff (Foto) einen Freistoß aus 20 Metern im Netz unterbringen konnte.

Auch mit dem 1:0 im Rücken machte Wethmar weiter Dampf und legte sieben Minuten später Treffer Nummer zwei nach: Robin Böllhoff war nach einer gelungenen Kombination auf und davon und behielt alleine vor dem Kasten die Nerven.

„Die Zwei-Tore-Führung zur Pause ging völlig in Ordnung. In den ersten 45 Minuten hatten wir alles im Griff“, sagte Wilczek zufrieden. Für Durchgang zwei galt das freilich nicht mehr. Wie schon vor einer Woche im Heimspiel gegen die Hammer SpVg II (0:2), verlor das Team vom Cappenberger See nach dem Seitenwechsel komplett den Rhythmus. Nach vorne gelang kaum noch etwas, obwohl die JSG weiterhin viele Räume anbot. Dafür wurde die Westfalia zusehends in die Defensive gedrängt, den Suttrop war fortan klar tonangebend, weil die Gäste sich spielerisch und läuferisch steigern konnten.

Die logische Konsequenz war der Anschlusstreffer durch Tristan Heinrich Schroer, als Wethmar den Ball nach einem Freistoß nicht aus dem Strafraum bekam. „Anschließend hatten wir drei, vier Mal Glück, uns nicht das 2:2 gefangen zu haben“, sagte Wilczek ehrlich. Selbst wurde Wethmar kaum noch gefährlich. „Im Spiel nach vorne haben wir häufig viel zu hektisch agiert, die Bälle schnell wieder verloren. Deshalb waren wir alle froh, als endlich Schluss und der Sieg eingefahren war“, sagte Wilczek.

So kann der älteste Nachwuchs der Westfalia etwas beruhigter in die nächste Spielpause gehen. Am 19. (Volkstrauertag) und 26. November (Totensonntag) spielen die A-Junioren nicht, bevor es am 3. Dezember zur JSG Lippstadt/Overhagen geht.

Wethmar: Schroeder; Adam, Schumann, Simsek, Kastner, Sonnen, Potthoff (67. Schlein), Jansen, Neuhäuser, Denk (56. Ast), Böllhoff (81. Stauch).

Tore: 1:0 Potthoff (30.), 2:0 Böllhoff (37.), 2:1 Schroer (59.).

Erste zeigt spielerische Klasse und Moral

Verdienter Ausgleich in fast letzter Sekunde

(12.11.17) Spät, aber nicht zu spät: Durch einen Treffer in fast letzter Sekunde verbuchte der TuS Westfalia Wethmar ein 2:2 (1:1) beim Spitzenteam des FC Nordkirchen.

Es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit, als Kapitän Stork sich auf dem glatten Kunstrasen noch einmal einen Eckball zurechtlegte und versuchte, den 1:2-Rückstand noch zu egalisieren. Seine scharf und flach getretene Hereingabe fand am kurzen Pfosten tatsächlich den richtigen Abnehmer, denn Pascal Harder (Foto) spitzelte den Ball mit der Hacke in die Maschen.

Riesenjubel, und vor allem Riesenerleichterung herrschte danach auf Seiten der Westfalia und der wieder einmal zahlreich mitgereisten Anhänger, denn nach dieser Partie als Verlierer vom Platz gehen zu müssen, hätte einem mittelschweren Treppenwitz entsprochen. So war zumindest dieser eine Zähler wohltuendes Balsam auf die Fußballer-Seele.

Denn die Grün-Weißen spielten die wohl beste halbe Stunde der laufenden Saison und übernahmen nach einer kurzen dynamischen Anfangsphase der Gastgeber – zuletzt vier Mal in Serie als deutlicher Sieger vom Platz gegangen – komplett das Kommando. Schon früh zahlten sich die Offensivbemühungen aus, als Kowalski einen schönen Spielzug mit einer Volleyflanke von rechts finalisierte, wobei ein FC-Gegenspieler unglücklich ins eigene Netz abfälschte.

Wethmar fuhr nun einen Angriff nach dem anderen und überzeugte auch spielerisch auf schwer zu bespielendem, weil glattem Untergrund, doch leider fehlten beim Torabschluss die entscheidenden Prozente. Allen voran Heptner hatte zwei Mal das 2:0 auf dem Fuß, doch nach tollen Hereingaben scheiterte er doppelt an glänzenden Reflexen von Keeper Sandhove, der zuvor einen Rückpass überraschend aufgenommen hatte und Stork die Chance ermöglichte, per Freistoß einzuschießen. Der Kapitän schlenzte jedoch ans Außennetz.

Wantoch von Rekowski, per Dropkick knapp übers Tor, und Felsberg mit einem fulminanten Halbvolley aus 25 Metern hatten ebenfalls kein Fortune. Und Nordkirchen? Der chronisch ambitionierte Club aus dem Münsterland fand im Spiel nach vorne kaum statt, biss sich am gut organisierten Abwehrverbund der Westfalia immer wieder die Zähne aus und „überzeugte“ lediglich mit unsportlichen Mitteln, indem seine Akteure den Qualifikations-Nachweis für ein mögliches Stipendium an der Schauspielschule erbrachten: Immer wieder ließen sich vereinzelte Kicker in Schwarz-Weiß theatralisch fallen und schickten einen ohrenbetäubenden Schrei zusätzlich hinterher, sodass im Schlosspark die Bäume mehrfach bedrohlich wackelten.

Dennoch setzte der Gastgeber einen entscheidenden Nadelstich im Stile einer Spitzenmannschaft und verwertete in der 47. Minute der ersten Hälfte einen guten - eigentlich den ersten - Angriff aus dem Rückraum durch Mrowiec zum 1:1. „Das war der berühmte ungünstigste Zeitpunkt“, konstatierte Coach Simon Erling. „Das war natürlich angesichts der ersten starken Hälfte doppelt ärgerlich.“

Nach Wiederanpfiff blieb das Tempo hoch, die spielerische Klasse ging zwar nicht gänzlich verloren, doch beide Teams leisteten sich nun häufiger den ein oder anderen Fehler im Passspiel oder gar im Spielaufbau. So verlor Innenverteidiger Mantei unnötig im Eins-gegen-Eins den Ball, den anschließenden Querpass versenkte Gündüz trocken ins kurze Eck (63.). Keeper Müller, der zuvor bei zwei Tausendprozentigen des FC noch glänzend pariert hatte, war diesmal komplett machtlos. Der Schock saß zunächst tief, die Gäste schafften es in dieser Phase nicht, im Mittelfeld die Oberhand zurückzugewinnen. Auch das Umschaltspiel in beide Richtungen verlief eher schleppend, die ersten 70 Minuten hatten merklich Kraft gekostet.

Dennoch: Einsatz, Wille und vor allem Moral stimmten bis zum Anschlag, sodass die Schlussoffensive doch noch den überaus verdienten Lohn einbrachte. Zunächst schlenzte Felsberg noch einen feinen Schuss am langen Eck vorbei, die anschließende Ecke aber war gleichbedeutend mit dem 2:2. „Das war ein ganz wichtiger Punkt für uns!“, meinte Erling nach dem Spiel erleichtert. „Die Mannschaft hat sich das völlig verdient, denn nach einer derartigen Vorstellung bei einer der zurzeit stärksten Teams der Liga darf man einfach nicht als Verlierer vom Platz gehen.“

TuS: Müller, Felsberg, P. Harder, Mantei, R. Harder (70. A. Lohölter), Hillmeister, Stork, Wantoch von Rekowski, Kowalski, Osterholz (79. Klink), Heptner.

Tore: 0:1 (7.) Eigentor, 1:1 (45.), 2:1 (64.), 2:2 (90.+3) P. Harder. 

Starke erste Halbzeit beim FCN macht Lust auf mehr

Ein Punkt für die Moral

(13.11.17) Beinahe wäre der Ausflug ins Münsterland ein echtes Déja-vu geworden: Ähnlich wie in der vergangenen Spielzeit lieferte die 1. Mannschaft des TuS Westfalia Wethmar ein richtig gutes Spiel ab und stand bis in die Nachspielzeit mit leeren Händen da.

Doch anders als im Vorjahr, als die Partie trotz unzähliger Chancen knapp verloren ging, sorgten Innenverteidiger Pascal Harder und sein feines Füßchen für ein Happy-End zum 2:2-Endstand. „Dieser Teilerfolg tut uns unfassbar gut“, meinte Trainer Simon Erling erleichtert. „Eine Niederlage hätte an diesem Nachmittag einfach nicht ins Bild gepasst.“

Tatsächlich war seine Mannschaft zumindest in der ersten Halbzeit das klar bessere und einfach dominante Team: Nach dem frühen 1:0, ein unglückliches Eigentor nach sechs Minuten, drückte Wethmar vehement aufs Tempo und erspielte sich mit feinen Kombinationen Hochkaräter für mindestens drei weitere Treffer. Allerdings zielten Heptner, Wantoch von Rekowski und Felsberg allesamt nicht genau genug, sodass die zuletzt sehr überzeugenden Gastgeber in Schlagdistanz blieben – und am Ende sogar noch egalisieren konnten. Nach einer guten Pass-Kombi und der einzigen Unaufmerksamkeit in der Westfalia-Abwehr stand es zur Pause 1:1.

Nordkirchen gestaltete das Spiel nun ausgeglichener und profitierte nach einer knappen Stunde von einem Wethmarer Abwehrgeschenk zum 2:1, doch der TuS schüttelte sich und griff in der Schlussphase noch einmal richtig an. Den mehr als gerechten Lohn strich letztlich „Kalle“ Harder für seine Elf ein, als er eine Ecke technisch sauber vollendete und die Grün-Weißen in der Nachspielzeit jubeln ließ.

„Das ist ein Punkt vor allem für die Moral“, resümierte Erling und machte seinem Team sogleich ein Kompliment. „Wir haben einen starken Gegner 45 Minuten lang im Griff gehabt und einfach nur Pech im Abschluss gehabt. Ich bin mit der Vorstellung meiner Truppe sehr zufrieden.“ Somit kann das nächste Altkreis-Derby kommen: Am Sonntag gastiert mit Union Lüdinghausen ein weiterer altbekannter Gast aus dem Münsterland am Cappenberger See.

Der 14. Bezirksliga-Spieltag in der Übersicht

Kaiserau setzt sich an der Spitze ab

Pascal Harder rettete Wethmar mit seinem späten Treffer zum 2:2 in Nordkirchen zumindest einen Punkt.

(14.11.17) Während Westfalia Wethmar am 14. Spieltag der Bezirksliga 8 mit einem starken Auftritt ein 2:2 beim Tabellenvierten FC Nordkirchen holte, punktet der Klassenprimus weiter dreifach.

Der SuS Kaiserau gewann das Derby beim VfL Kamen mit 1:0. Joker Henri Böcker entschied ein umkämpftes, emotionales und leidenschaftlich geführtes Spiel in der 83. Minute, als er aus großer Distanz einfach mal abzog und der sonst so starke VfL-Keeper Jens Lassak den Ball durch die Finger rutschen ließ. Ansonsten waren gute Möglichkeiten bis aus einen SuS-Lattentreffer auf beiden Seiten Mangelware. „Ein verdienter Sieg, weil wir das Spiel gemacht haben. Der VfL hat hinten drin gestanden und auf Konter gewartet. Das ist aber auch normal“, sagte Kaiserau-Coach Marc Woller dem Internetportal „Sport im Kreis Unna“. „Bitter dieses Tor. Es ist aber jeden Sonntag so. Wir sind mit dem Gegner, in dem Fall dem Tabellenführer, auf Augenhöhe und verlieren. Wir haben das kämpferisch und taktisch super gemacht“, sagte VfL-Trainer Sascha Siegner dem Internetportal.

Vergoldet wurde der Sieg aus Kaiserauer Sicht durch die völlig überraschende 1:2-Niederlage des bis dahin nur zwei Punkte schlechteren Tabellenzweiten Viktoria Kirchderne bei Kellerkind Eintracht Dortmund. Die Platzherren gingen nach gut einer halben Stunde durch Frank Sagessa Sonna Nanfack in Führung. Diesen Rückstand konnte die Viktoria zwar durch Miguel Milde in Abschnitt zwei noch egalisieren (61.). Auf Eintracht-Treffer Nummer zwei, den Jannis Hammelstein erzielte, hatte Kirchderne dann aber keine Antwort mehr.

Damit holte die Eintracht binnen vier Tagen sechs Punkte. Denn die 1:6-Klatsche in einem auf Donnerstag vorgezogenen Spiel bei der zweiten Mannschaft des Holzwickeder SC wurde am grünen Tisch in eine 2:0-Wertung umgewandelt, weil Holzwickede Justin Pfaff nach seiner Gelbsperre in der Westfalenliga-Ersten vor Ablauf der Sperrfrist in der Bezirksliga-Elf eingesetzt hatte.

Die HSC-Zweite schoss sich dafür am Sonntag ihren gesamten Frust von der Seele und sorgte mit einem 2:1 dafür, dass mit dem TuS Hannibal auch der zweite Kaiserau-Verfolger ohne Punkte blieb. Dabei legte Hannibal im heimischen Hoeschpark zunächst eine bärenstarke Anfangsphase hin und ging einmal mehr durch den Ex-Wethmarer Samir Zulfic in Führung (11.). Mit zunehmender Spieldauer wurde Holzwickede jedoch immer besser und drehte das Geschehen durch einen Doppelpack von Westfalenliga-Leihgabe Mirco Gohr (55., 63.). In der Schlussphase rettete dann HSC-Schlussmann Tim Harbott mehrfach den Dreier, unter anderem entschärfte er fünf Minuten vor Schluss einen von Zulfic getretenen Foulelfmeter. Nach nur einem Sieg aus den vier letzten Spielen hat Hannibal mittlerweile fünf Punkte Rückstand auf Platz eins. „In der Halbzeit hatte ich der Mannschaft gesagt, Mut zu zeigen. Das hat die beherzigt, ein gutes Spiel gezeigt. Ein vor allem wegen der Vorgeschichte nicht leichtes Spiel für uns. Ein Riesenrespekt vor der Leistung der Mannschaft. Ich bin mega stolz“, sagte HSC-Trainer Olaf Pannewig „Sport im Kreis Unna“.

Wethmars nächster Gegner, Union Lüdinghausen, verlor sein Heimspiel gegen den BV Brambauer mit 0:3. Zunächst hatten die Platzherren mehr vom Spiel und gute Möglichkeiten, trafen jedoch nicht. Den Unterschied im Westfalenring-Stadion machte BVB-Neuzugang Marvin Schuster aus, der gleich die ersten beiden Brambauer Chancen zu einem Zwei-Tore-Vorsprung nutzte (27., 30.). Als bei Lüdinghausen auch noch Tobias Höning die Ampelkarte gesehen hatte (41.) und damit in Wethmar gesperrt zuschauen muss, war das Match praktisch entschieden. Zwar versuchten die Unionisten in Durchgang zwei auch in Unterzahl noch einmal ins Spiel zu finden, aber auch der dritte Treffer fiel auf der Gegenseite – und erneut hieß der Torschütze Marvin Schuster (75.). „Wir haben es den Lünern hinten leicht gemacht und vorne nicht getroffen“, bilanzierte Union-Trainer Bülent Kara gegenüber den Westfälischen Nachrichten.

Der VfR Sölde bleibt weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Der vor der Saison hoch gehandelte Aufsteiger verlor das Derby gegen den FC Roj deutlich mit 0:3. Vor nur gut 40 Zuschauern gingen die Gäste durch einen Treffer von Nene Afriyie früh in Führung (6.). Als Choukri El Bahat Bouzekry fast mit dem Pausenpfiff Tor Nummer zwei nachlegte, war die Begegnung mindestens einmal vorentschieden. Zwar versuchte der VfR in Durchgang zwei mit seiner hochkarätig besetzten Offensive noch einmal ins Spiel zu finden. Das gelang jedoch nicht. Stattdessen machte Aland Hamou mit dem 0:3 (83.) endgültig alles klar.

Weiter von den Abstiegsplätzen absetzen konnte sich Aufsteiger RW Unna, der das Duell gegen einen direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller, dem SC Dorstfeld, am Bummelberg mit 5:2 für sich entschied. Deutlich wurde das Resultat erst in der Schlussphase, als Leon Lukas (77.) und Felix Kinder (89.) die Tore zum 2:4 und 2:5 erzielten. Zuvor hatten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch geliefert, bei dem die Rot-Weißen ständig in Führung lagen. Für die Gäste trafen neben Lukas und Kinder auch noch Gehrmann (25.) und Scharfe (35., 56.), während für die Dortmunder Vorstädter Ibrahim El-Lahib ein (49., 61.) Doppelpack gelang.

Tabellenschlusslicht bleibt der TSC Hamm, der beim FC Overberge durch ein Last-Minute-Gegentor von Philipp Pötter mit 0:1 verlor. Auch wenn der Siegtreffer für die Bergkamener Vorstädter fast mit der letzten Aktion des Spiels fiel, war dieser verdient, denn Overberge hatte fast über die gesamte Spieldauer deutlich mehr von der Partie. Einzig die schlechte Chancenverwertung verhinderte, dass der FCO schon deutlich früher auf die Siegerstraße einbog. Unter anderem traf Christopher Brügmann gleich zweimal nur Aluminium. „Der erste richtig gute Spielzug im gesamten Spiel führte dann auch zum späten Tor“, sagte FCO-Trainer Daniel Frieg „Sport im Kreis Unna“.

Erste empfängt Lüdinghausen - U23 vor Derby

Hinrunden-Abschluss mit Heimspiel-Doppelpack

(17.11.17) Eine über weite Strecken verkorkste Hinrunde möchte der TuS Westfalia Wethmar am Sonntag (14.45 Uhr) im Heimspiel gegen Union Lüdinghausen nun zumindest möglichst erfolgreichen abschließen. Hoffnung macht der Auftritt zuletzt beim FC Nordkirchen, als die Grün-Weißen beim 2:2 gegen das Topteam in den ersten 30 Minuten die bisher beste Saisonleistung auf den Platz brachten.

"An diese halbe Stunde wollen wir versuchen in punkto Einsatz, Spielfreude und Laufbereitschaft anzuknüpfen, dann sollte auch gegen Lüdinghausen etwas möglich sein", sagt Erling. Allerdings könnte die Voraussetzungen wieder einmal deutlich besser sein.

Die Trainingsbeteiligung war auch in dieser nicht gut, liegt bislang zweimal im einstelligen Bereich. "Zumindest am Freitag hoffe ich auf mehr Personal. Dann könnten wir weiter an der Spieleröffnung arbeiten. So haben wir es auch in der Vorwoche gemacht und in Nordkirchen waren deutliche Fortschritte zu erkennen", sagt Erling.

Den Gegner aus dem Münsterland schätzt Erling als stark in der Offensive ein. Neben dem Ex-Wethmarer Dennis Wagner ist damit in erster Linie Kevin Coerdt gemeint, der bereits neun Tore erzielt hat. "Aufpassen müssen wir aber auch auf dessen Bruder Robin sowie Andreas Kahlkopf", sagt Erling, der mit einem hohen Pressing der Unionisten rechnet.

Gegen den Ball agieren die Gäste häufig im 5-4-1-System, versuchen so die Räume eng zu machen. "In Kombination mit dem Anlaufen ist Lüdinghausen immer wieder auf Ballgewinne aus, um dann kontern zu können. Das macht die Mannschaft hervorragend", warnt Erling.

Insgesamt könnten die Münsterländer Wethmar dennoch liegen. "Sie wollen auch Fußball zu spielen, wollen viel spielerisch lösen. Wie zuletzt Nordkirchen, wird auch Lüdinghausen ein Interesse daran haben, mitzuspielen. Es könnte also wieder ein schönes Spiel werden", sagt Erling.

Bei den Platzherren fallen Fabian Hillmeister (Foto), Alexander Podszuck, Gianluca Kösling, Bastian Quiering und Dennis Anderson aus. Fraglich sind die Einsätze von Kapitän Nico Stork und Paul Mantei. Zurückkehren in den Kader werden gegenüber der Vorwoche der entsperrte Spielmacher Patrick Schöpf und Routinier Tim Holz, der nach einer Grippe in dieser Woche wieder trainieren konnte.

Für die U23 endet die Hinrunde in der Kreisliga A2 Unna/Hamm nicht nur ebenfalls mit einem Heimspiel, sondern auch noch einem Derby. Ab 12.45 Uhr geht es am Sonntag gegen den TuS Niederaden. Nach dem unfreiwillig spielfreien vergangenen Wochenende, als der Platz von Schlusslicht SV BR Billmerich kurzfristig nicht bespielbar war, ist der Wethmarer Nachwuchs seit zwei Wochen ohne Praxis.

"Weil wollen trotzdem versuchen, einfach dort weiter zu machen, womit wir gegen den Königsborner SV und zuletzt Spitzenmannschaft TuRa Bergkamen angefangen haben", sagt Co-Trainer Benjamin Fasse. Obwohl die Westfalia aus diesen beiden Partien vier Punkte holte, ist der erste Abstiegsplatz jedoch lediglich zwei Zähler weg, so dass der Druck im letzten Hinrundenspiel groß ist.

Diesen versucht Fasse aber komplett auszublenden, sagt stattdessen: "Wir freuen uns auf das Derby. Die Trainingsleistungen und das Personal machen mich zuversichtlich. Die Jungs ziehen gut mit. Hoffentlich bekommen wir es am Sonntag hin, durch Wille und Einstellung die drei Punkte am Cappenberger See zu behalten."

Kai Schinck kehrt nach abgelaufener Gelbsperre ebenso in den Kader zurück, wie die zuletzt fehlenden Brüder Max und Sebastian Hane.

TuS richtet Finals um den Kreispokal aus

Großer Endspieltag am Cappenberger See

(18.11.17) Der TuS Westfalia Wethmar ist am Samstag Ausrichter des großen Endspieltages um den Kreispokal Unna/Hamm.

„Wir freuen uns, dass der Kreis uns in diesem Jahr nach unserer Bewerbung den Zuschlag gegeben hat“, sagt Fachschaftsleiter Heinz-Werner Krause. „Leider hat es mit einer Teilnahme einer Wethmarer Mannschaft nicht ganz geklappt, dennoch freuen wir uns aber auf diese Premiere auf unserer Anlage.“

Hauptdarsteller sind am heutigen Tag eindeutig die Hammer SpVg. und Westfalia Rhynern: Sowohl bei den C- (Anstoß 11 Uhr) und B- Junioren (13 Uhr) als auch zum Abschluss in der Königsklasse der A-Jugend (17 Uhr) stehen sich diese beiden ambitionierten Kontrahenten gegenüber. Für die Wethmarer „C“ gab es im Halbfinale zuvor gegen Hamm beim 1:3 nichts zu holen, deutlich enger fiel die Entscheidung bei der A-Jugend aus, als Wethmar gegen den Landesligisten aus Rhynern einen großen Kampf lieferte und in der Runde der letzten Vier nur knapp mit 2:3 verlor.

Auch die B-Juniorinnen küren heute ihren Kreispokalsieger: Um 15.00 Uhr treffen der BSV Heeren und der PSV Bork aufeinander.

U23 bezwingt TuS Niederaden mit 3:0

Überzeugender Derbysieger

(19.11.17) Die U23 des TuS Westfalia Wethmar hat einen ganz wichtigen „Big Point“ gelandet und im Derby gegen den TuS Niederaden ein 3:0 (1:0) gefeiert.

Damit verschaffte sich die Mannschaft um Trainer Philipp Bremer gehörig Luft im Keller und überflügelte auch den sonntäglichen Kontrahenten in der Tabelle. „Wenn man sieht, wie eng es da unten zugeht, ist der heutige Dreier ziemlich Gold wert“, sagte Bremer nach einem Spiel mit völlig verschiedenen Halbzeiten.

Die erste Halbzeit hatte keinerlei Kreisliga-A-Niveau. „Beide Mannschaften haben Fehler an Fehler gereiht, sodass man es sich nicht gut anschauen konnte“, meinte Bremer. Von der ursprünglichen Spielidee, den Gegner konsequent anzulaufen und zu pressen, gab es keine Spur. Dennoch: Die fast einzige gelungene Offensiv-Aktion führte zur schmeichelhaften Führung durch Langenkämper, der nach Orlowskis feiner Vorarbeit zur Stelle war.

Auf der Gegenseite brannte es im Anschluss plötzlich auch noch lichterloh, doch TuS-Keeper Dvorak verhinderte zwei Mal in überragender Manier den Einschlag. Mit dem 1:0 im Rücken fiel dem Coach die Kabinenpredigt sicherlich leichter, dennoch fand er klare Worte. Der Vortrag sollte wirken, denn mit dem Wiederanpfiff setzte die Westfalia den Gast deutlich mehr unter Strom und kam auf Anhieb zu zahlreichen Möglichkeiten.

Nach einer knappen Stunde besorgte dann Kuruts nach einem starken Angriff im Nachschuss das 2:0. Wethmar blieb dominant, allerdings in der Rückwärtsbewegung manchmal auch noch zu sorglos, sodass Niederaden beinahe zurück in die Partie gefunden hätte, doch zwei Konter fanden nicht ihr Ziel. Zudem hatte der TWW auch noch Riesenglück, als der Schiedsrichter einen glasklaren Elfmeter für die Blau-Weißen verweigerte. „Den muss er geben!“, gab Bremer nachher ehrlich zu.

So aber feierte der Gastgeber einen eminent bedeutsamen Sieg, der dank eines Traumtores durch Schinck, der einen Alleingang mit einem Heber-Schlenzer-Hammer ins lange Eck grandios abschloss. „Am Ende können wir sogar noch höher als 3:0 gewinnen, das wäre aber ganz und gar nicht dem Spielverlauf entsprechend gewesen“, so Bremer abschließend.

TWW: N. Dvorak, F. Pella, Lange, S. Rath, Kuruts, Schinck, Langenkämper (61. N. Pella), Orlowski, Jankort, Selbstaedt, N. Lohölter (79. Resch).

Tore: 1:0 (38.) Langenkämper, 2:0 (60.) Kuruts, 3:0 (75.) Schinck.

Erste unterliegt mit Lüdinghausen mit 1:3

Enttäuschendes Ende einer schwachen Hinrunde

(19.11.17) Die Leistung im letzten Hinrundenspiel von Westfalia Wethmar am Sonntagnachmittag am Cappenberger See war wie in vielen der 14 Partien zuvor: schwach. Logische und verdiente Konsequenz war eine 1:3 (1:0)-Niederlage gegen ebenfalls biedere Gäste von Union Lüdinghausen. Wethmar schließt die erste Serie deshalb mit gerade einmal 15 Punkten ab und hat damit nur drei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

„Heute hat die Mannschaft alles vermissen lassen, was für ein erfolgreiches Fußballspiel eigentlich zwingend erforderlich ist“, sagte ein restlos bedienter Trainer Simon Erling. Ein wenig ausnehmen von der deutlichen Kritik für 90 schwache Minuten wollte der Coach lediglich die Anfangsviertelstunde, als Wethmar sich mit den Münsterländern zumindest auf Augenhöhe bewegte und nach einem Freistoß und einem abgefälschten Ball durch Pascal Harder (Foto) auch in Führung ging.

„In den übrigen 75 Minuten haben wir praktisch darum gebettelt abgeschossen zu werden, hatten dabei großes Glück, dass auch Lüdinghausen keinen wirklich guten Tag hatte. Umschaltspiel, Laufbereitschaft, Zweikampfstärke, Körpersprache und ein geordneter Spielaufbau waren praktisch nicht vorhanden“, kam für Erling dieser Auftritt allerdings nicht ganz überraschend: „Diese Leistung war ein Spiegelbild unserer schlechten Trainingswoche. Mit acht oder neun Feldspielern ist es schwierig an Schwachstellen zu arbeiten.“

So hätten die Platzherren eigentlich schon bis zur Pause ins Hintertreffen geraten müssen, Keeper Maik Müller, Innenverteidiger Paul Mantei und in einer Situation die Querlatte verhinderten dies jedoch noch.

Auf der Gegenseite wurde es bis auf das Harder-Tor lediglich einmal gefährlich, als Christian Wantoch von Rekowki aus rund 16 Metern ziemlich frei zum Abschluss kam, aber knapp verzog.

„In der Kabine habe ich einige Dinge noch einmal sehr genau angesprochen und erklärt, was und wie wir es besser machen müssen. Umgesetzt hat das Team davon leider nichts“, sagte Erling. So bekamen die wieder einmal sehr zahlreich erschienenen Zuschauer fast über die gesamten 90 Minuten Einbahnstraßenfußball zu sehen, weil Lüdinghausen mit einfachen Mitteln Druck aufbauen konnte.

Nachdem die Unionisten bereits wieder mehrere Hochkaräter ausgelassen hatten, konnte Müller einen Schuss von der Strafraumgrenze zwar ebenfalls noch abwehren, den Abpraller drückte der Ex-Wethmarer Dennis Wagner dann aber völlig unbedrängt aus kurzer Distanz ins Netz (54.).

Auch nach dem Ausgleich ging kein Ruck durch die Westfalia-Elf, die wieder einen teils leblosen bis lethargischen Auftritt ablieferte, so dass weitere Gegentreffer eigentlich nur eine Frage der Zeit waren. Weil die Münsterländer aber etwas verschwenderisch mit ihren Möglichkeiten umgingen, hätte Wethmar in der 75. Minute bei einem der wenigen Entlastungsangriffe den Spielverlauf fast komplett auf den Kopf gestellt: Nach einer Rechtsflanke von Till Kowalski scheiterte zunächst Wantoch von Rekowski, der den Abpraller jedoch geschickt auf Kevin Klink zurücklegte, der sich aus nur sechs Metern völlig allein die Ecke aussuchen konnte, mit seinem Abschluss allerdings den Fangzaun traf.

„Aus dieser Szene müssen wir einfach einen Treffer erzielen. Und dann gewinnen wir das Spiel vielleicht sogar, selbst wenn es nicht verdient gewesen wäre“, sagte Erling, der stattdessen nur drei Minuten später Gegentor Nummer zwei hilflos mitansehen musste. Nachdem Wethmar zunächst noch Glück hatte, dass es nach einem Foul von Torwart Müller an einem Union-Angreifer keinen Elfmeter gab, ließ der Schlussmann die direkt folgende Ecke durch die Hände rutschen und Lüdinghausen-Kapitän Patrick Voll hämmerte das Spielgerät unter die Querlatte.

Ein Aufbäumen blieb bei den Lüner Vorstädtern auch in der Schlussphase aus, sicher auch weil bei einigen Spielern die Beine nun immer schwerer wurden. Damit hatten die Gäste weiter leichtes Spiel und machten durch Robin Coerdt mit dem 1:3 in der 82. Minute endgültig alles klar.

„Was wir heute geboten haben, war leider zu wenig. Deshalb geht das Ergebnis völlig in Ordnung. Diese Niederlage war wieder einmal reine Einstellungssache“, so Erling abschließend.

Wethmar: Müller; R. Harder (46. A. Lohölter), Mantei, P. Harder, Holz, Osterholz, Schöpf, Kowalski, Wantoch von Rekowski, Klink (83. Simsek), Heptner.

Tore: 1:0 P. Harder (11.), 1:1 Wagner (54.), 1:2 Voll (78.), 1:3 R. Coerdt (82.).

Zuletzt geändert am: 12.12.2017 um 13:58

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