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Mentalitätsmonster in irrer Schlussphase

B1-Junioren gewinnen in Paderborn nach erneutem Rückstand mit 2:1

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Die B1-Junioren des TuS Westfalia Wethmar sind glänzend in die Bezirksliga-Saison gestartet.

Die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar können scheinbar nur Drama: Zweites Spiel, durch ein Eigentor ein erneuter Rückstand und diesen wiederum in einen Sieg gedreht. Mit einem Last-Minute-Treffer von Oskar Koert sicherten sich die Grün-Weißen am Sonntag den 2:1-Sieg beim SV Heide Paderborn.

Den Ausgleichstreffer erzielte Ben Kautz ebenfalls in der Schlussphase des Spiels. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie wahre Mentalitätsmonster sind. Sie haben trotz des Eigentors und einer schwachen ersten Halbzeit nie aufgesteckt und wie in der Vorwoche erneut einen Rückstand zum Sieg gedreht. Sie sind mutig aus der Pause herausgekommen und wollten unbedingt etwas Zählbares aus Paderborn mitnehmen. Dass es am Ende drei Zähler geworden sind, war auch etwas glücklich, aber das muss man sich auch erarbeiten“, lobte Trainer Daniel Nowak seine Mannschaft.

Kapitän Tom Beling war mit der zweiten Halbzeit „sehr zufrieden“, gab aber auch zu, „dass wir ein paar Startschwierigkeiten hatten.“ Die Geschichte der ersten Halbzeit ist relativ schnell erzählt. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, sodass es kaum einmal zu gefährlichen Torabschlussaktionen kam. Paderborn hatte deren drei, während die Westfalia lediglich zwei Torabschlussmöglichkeiten hatte. Wethmar zeigte sich in der Bewegung ohne Ball deutlich ausbaufähig, sodass häufig auf lange Bälle durch die beiden Innenverteidiger T. Beling und Mika Hensler zurückgegriffen werden musste, die aber zumeist im Sande verliefen.

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit nicht gut bewegt, da haben wir in der Pause einige Anpassungen vorgenommen“, sagte Nowak. Der Führungstreffer für die Gastgeber sollte aufgrund einer mangelnden Kommunikation zwischen Torhüter Paul Sikora und Steffen Beling fallen. Einen ungefährlichen langen Ball wollte S. Beling unter leichtem Druck seines Gegenspielers zu Sikora zurückspielen, der aber seinerseits den Ball klären wollte, sich dabei aber etwas zu spät bemerkbar machte. S. Beling spielte also den Ball an Sikora vorbei, der noch alles gab, den Ball aber nicht mehr erreichen konnte – 0:1, und damit der erneute Rückstand im zweiten Spiel (35.). „Das ist einfach sehr unglücklich gelaufen. Wenn wir dort eher miteinander kommunizieren, geschieht das Unglück nicht. Die Jungs haben sich anschließend auch noch zusätzlich für Steffen ins Zeug gelegt“, so Nowak.

Wethmar gab sich nämlich nicht geschlagen und kam druckvoll aus der Pause zurück. Es entwickelte sich ein offeneres Spiel, in dem Wethmar sich nun deutlich besser bewegte und dadurch auch wieder die Lösungen fand, die im ersten Spielabschnitt fehlten. Die erste gute Möglichkeit sollte auf das Konto von Kilian Grohs gehen. Nachdem S. Beling auf der linken Seite geschickt wurde und in die Box eindrang, legte er den Ball etwas zu sehr in den Rücken von Conner Schönfelder. Dieser brachte den Ball unter Kontrolle, legte ihn in den Rückraum auf Grohs, dessen Schuss nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbeiging.

Paderborn verteidigte in der Folge relativ geschickt und setzte seinerseits immer wieder einige Nadelstiche nach vorne. Der TuS-Nachwuchs spielte aber weiterhin nach vorne. Nach einer sehr guten Hereingabe von Lukas Knoke verpasste Kautz in der Box nur um wenige Zentimeter. Im Laufe der zweiten Halbzeit wechselte Wethmar immer wieder offensiv. So kam Julien Hagen für Jonas Stephan (48.), der ständig Druck nach vorne machen sollte. Mit dem Wechsel von Nico Knäpper für Lennart Belz stellte die Westfalia auf zwei Spitzen um (57.), während mit dem Wechsel von Koert für Schönfelder (70.) ein Sechser aufgelöst und ein weiterer Stürmer gebracht wurde.

Die Wechsel machten sich bezahlt, denn die Grün-Weißen setzten den Gegner mit der Offensivkraft ziemlich unter Druck, dem die Gastgeber kaum gewachsen waren. So wurde Jason Jäger auf der linken Seite zu Fall gebracht und erhielt dafür einen berechtigten Freistoß. Diesen trat Jäger dann auch selbst und brachte den Ball scharf in die Box. S. Beling verpasste den Ball knapp mit dem Kopf, sodass dieser zum stark eingelaufenen Kautz durchrutschte. Kautz nahm den Ball direkt mit der Innenseite, um zum verdienten Ausgleichstreffer einzunetzen (74.). „Ich war etwas überrascht, dass Steffen den Ball nicht erwischt hat und der Ball zu mir durchgekommen ist. Ich habe dann einfach reagiert und den Fuß hingehalten. Super, dass der Ball reingegangen ist“, freute sich Kautz über seinen Treffer. Auch Nowak lobte: „Jasons Qualitäten bei Standardsituationen sind einfach brutal gut und eine richtige Waffe. Wie schon in der letzten Woche, war das erneut eine perfekte Freistoßflanke. Ben hat das ebenfalls stark gemacht, ist stark eingelaufen und hat beim Abschluss alles richtig gemacht.“

In der Folge wollten die Grün-Weißen mit Tarek Bali wieder etwas defensive Stabilität einwechseln. Da das Spiel aber über einen langen Zeitraum nicht unterbrochen war, musste Bali bis zur 77. Minute warten, ehe er für Ben Kautz ins Spiel durfte. Bei dem kurz darauffolgenden Siegtreffer spielten dann neben Bali die ebenfalls eingewechselten Knäpper und Koert die Hauptrolle. Quasi mit seiner ersten Aktion spielte Bali nach einem Ballgewinn im Zentrum einen tiefen Ball auf den durchstartenden Knäpper. Knäpper umkurvte den Heide-Schlussmann, sein Schuss wurde aber auf der Linie von einem Verteidiger der Gastgeber abgewehrt. Der Abpraller kam zum mitgelaufenen Koert, der zum viel umjubelten Siegtreffer einnetzte (79.).

Der Siegtorschütze wollte vor allem die Leistung seiner Mitspieler würdigen und lobte: „Das war eine super Aktion von Tarek und Nico. Ich musste den Ball am Ende nur noch einschieben.“ Dann kannte die Euphorie auf Seiten der Jungs vom Cappenberger See keine Grenzen und so bildete sich eine riesige Jubeltraube um Koert. „Das Tor war so eine Befreiung für die Mannschaft. Als der Ball im Tor war, ging alles sehr schnell. Ich habe nur noch gesehen, wie alle auf mich zugelaufen sind und mich umarmt haben. Es war einfach ein sehr geiles Gefühl für mich. Es war unglaublich, was dieses Tor mit der Mannschaft gemacht hat. Ich wolle aber noch unbedingt zu Lennart, der vor meiner Einwechslung meinte, dass ich noch ein Tor schieße“, beschrieb Koert seine Gefühle nach dem Treffer.

Auch Kapitän Beling war „einfach nur überglücklich und erleichtert“ über den Siegtreffer seines Mannschaftskameraden. Die letzten Minuten bis zum Abpfiff verteidigten die Grün-Weißen dann geschickt, sodass am Ende über die drei Punkte gejubelt werden und mit diesem Glücksgefühl die 90-minütige Heimfahrt angetreten werden konnte. „Der Saisonstart hätte für uns nicht besser laufen können“, freute sich T. Beling. „Das war heute kein Spiel mit übermäßig vielen fußballerischen Glanzpunkten, aber man muss auch Fußball arbeiten können. Die Jungs haben sich nach einer schwachen ersten Halbzeit ins Spiel gearbeitet und den Gegner immer mehr unter Druck gesetzt. Wir werden aber noch etwas brauchen, bis bei uns alles zu 100 % in Sachen Laufwege, Passspiel und Abstimmung passt. Nach zwei Spielen haben wir als Aufsteiger nun sechs Punkte auf dem Konto, darüber freuen wir uns natürlich“, sagte Nowak, der abschließend warnte: „Darauf dürfen wir uns nicht ausruhen, sondern müssen geil auf weitere Punkte sein. Wir werden in den nächsten Wochen weiterhin hart arbeiten, um uns noch weiter zu verbessern und den nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu gehen!“

TWW: Sikora – S. Beling, Hensler, T. Beling, Grohs, Jäger, Stephan (48. Hagen), Belz (57. Knäpper), Knoke, Schönfelder (70. Koert), Kautz (77. Bali).

Tore: 1:0 (35./Eigentor), 1:1 (74.) Kautz, 1:2 (79.) Koer.

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