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Mai 2017

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V. (admin) am 11.06.2017
2017 >>

Spitzenreiter baut Vorsprung auf Konkurrenz aus

C-Junioren haben doppelten Grund zur Freude

(20.05.17) C-Jugend-Kreisliga A Unna/Hamm: FC Overberge – Westfalia Wethmar 0:8 (0:4). Beim Schlusslicht in Bergkamen erledigte Wethmar auf dem Weg zur Meisterschaft souverän seine Pflicht, ohne dabei über die komplette Distanz Vollgas geben zu müssen.

Nach dem Schlusspfiff hatten die Grün-Weißen dann sogar doppelten Grund zur Freude, denn neben dem eigenen Resultat, verbunden mit drei Punkten, passte auch das Ergebnis von Verfolger Westfalia Rhynern II, der überraschend mit 2:3 beim BSV Heeren verlor. Wethmar hat damit vor den letzten beiden Saisonspielen gegen SG Bockum-Hövel und VfL Mark drei Punkte Vorsprung auf den Holzwickeder SC und sogar vier Zähler auf Rhynern.

Für Coach Niklas Rath (Foto) ändert der Ausrutscher der Namenscousine aus der Hammer Vorstadt aber nichts an der Ausgangslage: „Wegen des schlechteren direkten Vergleichs mit Holzwickede dürfen wir uns nach wie vor keine Niederlage erlauben. Es gilt weiter konzentriert zu arbeiten und die beiden ausstehenden Begegnungen mit Vollgas zu bestreiten. Noch ist die Meisterschaft für uns weit weg.“

In Overberge hörte der Nachwuchs vom Cappenberger See auf seinen Coach, begann konzentriert und zielstrebig, diktierte das Geschehen an der Hansastraße und führte so bereits nach 20 Minuten durch Tore von Tom Beling, Leon Beile, Michel Holzenthal und Jason Jäger hochverdient mit 4:0.

„Anschließend haben wir dann etwas nachgelassen, was sicherlich aber auch damit zu tun hatte, dass wir nicht voll gefordert worden sind“, sagte Rath. Dennoch hatten die Gäste gegen eine nie aufgebende Mannschaft des FCO weiterhin alles ganz fest im Griff, ließen nicht einen gefährlichen Torschuss der Overberger zu.

Stattdessen fielen auf der Gegenseite vier weitere Treffer durch Jäger, Frederic Fischer, Luca Grimm und Kapitän Linus Hensler. „Ich bin zufrieden, weil wir wieder drei Punkte geholt und keine Schwäche gezeigt haben. Jetzt gilt es sich gut auf das nächste Heimspiel am Samstag gegen die SG Bockum-Hövel vorzubereiten. Da werden wir ganz sicher wieder an unsere Leistungsgrenze gehen müssen“, sagte Rath abschließend.

Wethmar: Sikora; Grimm, Hensler, Beile, Fischer, Schmidt, T. Beling, Holzenthal, Kühlkamp, Jäger, Bohle; S. Beling, Richter, Knoke, Gabel.

Tore: 0:1 T. Beling (15.), 0:2 Beile (17.), 0:3 Holzenthal (19.), 0:4 Jäger (20.), 0:5 Jäger (53.), 0:6 Fischer (57.), 0:7 Grimm (61.), 0:7 Hensler (69.).

A-Junioren kommen in Herbern mit 0:8 unter die Räder

Wöchentlich grüßt das Murmeltier

(21.05.17) Auch am drittletzten Spieltag in der Landesliga 1 gab es für die A-Junioren des TuS Westfalia Wethmar einmal mehr nichts zu holen. Nach starker erster Halbzeit ging dem ältesten Nachwuchs vom Cappenberger See zum wiederholten Mal in Durchgang zwei komplett die Luft aus und so setzte es beim SV Herbern eine deutliche 0:8 (0:1)-Klatsche.

"Diese Begegnung war eine Blaupause der vergangenen Wochen. In der ersten Halbzeit haben wir stark verteidigt und waren nach vorne über Konter immer wieder gefährlich. Zur Pause hätte sich Herbern nicht beschweren dürfen in Rückstand zu liegen. Nach dem Wechsel ist die Mannschaft dann leider einmal mehr völlig zusammengebrochen. Ordnung und Struktur waren völlig dahin, weil einigen einfach die Kraft fehlte", sagte Co-Trainer Markus Wilczek.

Gegen tief stehende Gäste hatte Herbern zwar von Beginn an mehr Ballbesitz, konnte damit aber zunächst nur wenig anfangen, weil Wethmar diszipliniert verteidigte, sich an die Vorgaben hielt und Herbern deshalb kaum Raum zum Kombinieren ließ. "Da war einmal mehr zu sehen, dass wir sehr gut mithalten können, solange bei allen Jungs die Luft da ist", sagte Wilczek.

Insgesamt mit vier B-Jugendlichen in der Startelf, hatte die Westfalia nach Ballgewinnen über Schnellangriffe mehrfach die Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch Daniel Denk und Laurenz Resch schoben den Ball jeweils völlig frei stehend nur in die Arme des SVH-Keepers, ein Schuss von Nico Sonnen aus 18 Metern ging knapp über die Querlatte.

Auf der Gegenseite war der SVH aus dem Spiel heraus nur selten gefährlich, brauchte deshalb einen ruhenden Ball um in Führung zu gehen. Nach einem Freistoß von der linken Angriffsseite ging die Westfalia-Defensive einmal mehr nicht entschlossen genug zum Ball, so dass das Leder an Freund und Feind vorbei an den hinteren Pfosten tickte. Auch beim Abpraller befand dich die Defensive der Gäste noch im Tiefschlaf, so dass SVH-Torjäger Mors keine Mühe hatte zum 1:0 abzustauben. Wenig später trafen die Münsterländer noch einmal das Aluminium, bevor es in die Halbzeit ging.

Nach Wiederbeginn hatte noch einmal Resch die große Möglichkeit zum Ausgleich, zögerte frei vor dem Tor aber einen Tick zu lange (49.). Anschließend verfiel die Westfalia wieder in die bekannte Lethargie in Halbzeit zwei der vergangenen Wochen. Nach einem langen Ball war erneut Mors als erster Spieler am Ball und spitzelte das Leder zum 2:0 ins Netz (51.).

"Anschließend ist bei uns wieder alles zusammengefallen wie ein Kartenhaus, Herbern konnte fortan fast ungestört seine Angriffe vortragen. Binnen acht Minuten erhöhten die Münsterländer auf 5:0, ehe sie kurzzeitig den Fuß wieder etwas vom Gaspedal nahmen.

20 Minuten konnte Wethmar dann zumindest das Resultat in Grenzen halten, ehe die Gastgeber in den letzten 20 Minuten noch drei weitere Tore nachlegten. "Jetzt haben wir noch zwei Spiele, die es gilt vernünftig zu überstehen, dann starten wir den Neuaufbau in der Bezirksliga", sagte Wilczek.

Das letzte Heimspiel der Saison gegen SpVg Brakel findet bereits am kommenden Freitag um 19.30 Uhr am Cappenberger See statt.

Wethmar: Dvorak; Jansen, Tickici, Simsek, Jankort, Sonnen, Osterholz, Borchardt, Resch, Denk, Ast (60. Stauch).

U23 bezwingt die SG Massen mit 3:1

Es möllert doppelt am Cappenberger See

(21.05.17) Kurz vor Ende einer zuvor ziemlich verkorksten Rückrunde gab die U23 des TuS Westfalia Wethmar in der Kreisliga A2 Unna/Hamm noch einmal ein sportliches Lebenszeichen von sich. Im letzten Heimspiel der Saison gewann der grün-weiße Nachwuchs gegen die SG Massen verdient mit 3:1 (1:0).

"Das war eine gute Leistung, wir haben hinten endlich mal wieder ordentlich gestanden und nach vorne versucht Fußball zu spielen. Ich freue mich für die Jungs, dass sie noch einmal mit drei Punkten belohnt worden sind", sagte Trainer Simon Erling.

Während der Tabellenvierte aus Massen nur kurz vor der Pause zu einer richtig großen Möglichkeit kam, die Keeper Bendix Wagner stark vereitelte, war Wethmar das gefährlichere Team. Verdienter Lohn war die 1:0-Führung nach einer Viertelstunde, als Routinier Benjamin Fasse nach einer abgewehrten Ecke den Ball erkämpfte, in den Strafraum flankte und Robin Möller (Foto) per Kopf ins lange Eck verlängerte.

Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal hektisch. Fasse eroberte in einem Zweikampf den Ball und versuchte den Angriff nach vorne zu treiben, als dieser durch ein Nachtreten von SG-Spieler Duve äußerst unsanft gestoppt wurde. Nach einem anschließend folgenden Gerangel schickte der Referee beide Spieler vorzeitig mit der roten Karte vom Platz.

Mit Wiederbeginn kam Wethmar wieder gut in die Partie, hatte durch Niklas Witte sofort einen Hochkaräter, als der Ball knapp am langen Pfosten vorbei ging (46.). Auch Kai Schinck scheiterte anschließend knapp. "Danach haben wir uns endlich für die starke Anfangsphase im zweiten Durchgang belohnt", sagte Trainer Simon Erling. Nach einem schönen Pass von Kevin Klink, der aufgrund zahlreicher Ausfälle auf der Sechserposition ran musste, war erneut Möller auf und davon und tunnelte den SG-Keeper zum 2:0.

In der Folge plätscherte die Begegnung lange Zeit vor sich hin, ehe Massen in der Schlussviertelstunde etwas mehr Druck machen konnte. In der 79. Minute gelang den Gästen der Anschluss, als Kurrat aus stark abseitsverdächtiger Position verkürzen konnte.

"Danach entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier mit Chancen auf beiden Seiten", sagte Erling. Für Wethmar vergaben Witte und Björn Hartmann gute Möglichkeiten, auf der Gegenseite verfehlten Kohlmann und Pilzecker das Ziel jeweils knapp.

Mit der letzten Aktion des Spiels kam Wethmar dann noch zum 3:1-Endstand. Bei einer Ecke für die Gäste waren alle SG-Akteure inklusive des Keepers aufgerückt. Wagner flückte die Flanke herunter und startete mit einem langen Abwurf auf Dominic Thomala sofort den Gegenangriff, der anschließend keine Mühe mehr hatte aus rund 30 Metern ins verwaiste Gehäuse einzuschießen.

"Das war für uns ein schöner Heimspielabschluss. Jetzt freuen wir uns auf das letzte Spiel in Cappenberg am kommenden Mittwoch, wo wir noch einmal richtig Spaß haben möchten", sagte Erling.

Wethmar: Wagner; A. Lohölter, Lange, Langenkämper, Hartmann (71. Ciernioch), Fasse, T. Nagel, Schinck (82. Thomala), Witte (87. N. Pella), Klink, R. Möller. 

Tore: 1:0 R. Möller (15.), 2:0 R. Möller (54.), 2:1 Kurrat (79.), 3:1 Thomala (90.).

Rot: B. Fasse und Duve (44.).

Wethmar schlägt FC Roj mit 2:0

Erfolg sichert Vizemeisterschaft

(21.05.17) Mit einem 2:0-Erfolg im letzten Heimspiel der Saison gegen Aufsteiger FC Roj sicherte sich Westfalia Wethmar am 29. Spieltag die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga 8. Verfolger SuS Kaiserau hat nach einem 0:0 gegen Viktoria Kirchderne nun fünf Punkte Rückstand vor dem Saisonfinale.

"Damit haben wir das Ziel, mit dem wir in die Rückrunde gegangen sind, endgültig erreicht. Das ist ein schöner Erfolg für uns", sagte Wethmars Sportlicher Leiter und Interimstrainer Rolf Nehling.

Sein Team legte am Cappenberger See einen Start nach Maß hin, als Paul Mantei (Foto) bereits in der dritten Minute die 1:0-Führung besorgte. In der Folge erwiesen sich die Gäste aus Dortmund allerdings als der erwartet unbequeme Gegner. Mit technisch starken Einzelspielern war Roj über die gesamte Spieldauer sicherlich mindestens gleichwertig, ließ im letzten Drittel des Spielfeldes allerdings jeglichen Zug zum Tor der Westfalia vermissen.

Die Grün-Weißen präsentierten sich - zumindest in Abschnitt eins - zielstrebiger. Nach einer perfekt getimten Flanke von Kapitän Nico Stork von der rechten Angriffsseite kam Routinier Tim Holz am zweiten Pfosten frei zum Kopfball und platzierte das Spielgerät unhaltbar gegen die Laufrichtung des FCR-Schlussmanns zum 2:0 in den Tormaschen (36.).

Bis zur Pause verteidigte Wethmar den Zwei-Tore-Vorsprung, kam nach dem Seitenwechsel dann allerdings nie mehr wirklich auf Touren. "Wir haben dann viel zu wenig investiert, uns bis auf wenige Ausnahmen nur auf das Verteidigen konzentriert. Da hatten wir Glück, dass die Partie nicht noch gekippt ist", sagte Nehling.

Denn die Deckung der Hausherren zeigte sich längst nicht immer sattelfest. "Wir hatten große Lücken, haben dem Gegner eigentlich jede Menge Möglichkeiten geboten", so Nehling. Der FC Roj nahm diese Einladung allerdings nicht an, zeigte sich immer wieder deutlich zu verspielte und kam selbst bei einigen Überzahlangriffen nicht zwingend zum Abschluss. "Wir können froh sein, dass Roj heute jede Durchschlagskraft gefehlt hat, sonst wäre es nach der Pause sicherlich noch einmal ganz eng geworden", sagte Nehling.

Selbst ging Wethmar mit seinen Kontergelegenheiten jedoch auch viel zu fahrlässig um. Joo-Seung Oh schoss aus zwölf Metern genau auf den FCR-Keeper und auch Tim Cillien und Paul Giesebrecht scheiterten komplett frei vor dem Tor jeweils am Schnapper der Dortmunder. "Das waren eigentlich 100-prozentige Möglichkeiten, diese Konter müssen wir einfach besser zu Ende spielen", sagte Nehling. Zudem ging ein Distanzschuss von Mantei knapp am Tor vorbei.

Bestraft wurde dies am Sonntag nicht mehr, weil Roj bis in die Schlussphase hinein zu umständlich in seinen Aktionen blieb und auch bei einigen Standardsituationen nur wenig Gefahr versprühte. "Jetzt haben wir am Sonntag noch ein Spiel in Overberge, in dem wir für einen guten Abschluss der Spielzeit sorgen wollen. Schließlich werden einige Mannschaft sehr genau auf uns schauen, denn Overberge kämpft mit dem VfB lünen noch gegen den Abstieg. Da sind wir in der Pflicht eine gute und engagierte Leistung abzurufen", sagte Nehling.

Wethmar: Müller; Nagel, Mantei, Holz (53. Kösling), Giesebrecht, Cillien, Oh, Harder, Kuruts (46. Kowalski), Felsberg, Stork (68. Quiering).

Tore: 1:0 (3.) Mantei, 2:0 (36.) Holz. 

Abschied von den Fans mit zwei Siegen

Perfekter Heimausklang

(22.05.17) Besser hätte der letzte Heimspieldoppelpack dieser Saison für den TuS Westfalia Wethmar am Sonntag am Cappenberger See gar nicht laufen können. Erste (2:0 gegen FC Roj) und U23 (3:1 gegen SG Massen) verabschiedeten sich jeweils mit einem Sieg von den Fans, die einmal mehr in großer Zahl auf die Sportanlage gekommen waren.

"Das war für unseren Verein wirklich ein perfekter Heimabschluss. Fans und Spieler haben nach den Spielen bei Freibier noch lange zusammen gefeiert", sagte Wethmars Sportlicher Leiter und Interimstrainer Rolf Nehling zufrieden. Zuvor hatte sein Team mit dem Dreier gegen Roj den letzten Schritt zur Vizemeisterschaft gemacht. Die Grundlage dafür legten die Grün-Weißen mit einer ordentlichen ersten Halbzeit, als Paul Mantei und Tim Holz Wethmar mit ihren Treffern mit 2:0 in Führung brachten.

"Nach der Pause hatten wir dann leider keinen wirklichen Zugriff mehr auf Ball und Gegner", sagte Nehling. Die Westfalia agierte zu passiv, überließ dem Aufsteiger aus dem Dortmunder Norden die Spielhoheit, was durchaus auch hätte schief gehen können, denn die Gäste kamen immer wieder gefährlich nach vorne. Weil die Roj-Angreifer sich aber vor allem an ihren technischen Fähigkeiten erfreuten und verspielt statt zielstrebig waren, stand beim Team vom Cappenberger See hinten letztlich die Null.

Vorne beließen es die Hausherren bei den zwei Toren aus dem ersten Durchgang, denn Mantei, Joo-Seung Oh, Paul Giesebrecht und Tim Cillien nutzten beste Kontergelegenheiten nicht. "Sind wir da etwas konzentrierter, ist die Begegnung deutlich früher entschieden", sagte Nehling.

Bevor es in die Sommerpause geht, tritt Wethmar zum Saisonfinale am kommenden Sonntag (15 Uhr) nun noch beim letztjährigen Vizemeister FC Overberge an. Diese Partie hat nach dem 29. Spieltag sportlich plötzlich noch eine extrem große Bedeutung. Denn weil der FCO beim FC Nordkirchen mit 0:1 verlor und der VfB Lünen gegen TuS Hannibal mit 4:1 die Oberhand behielt, trennen die Süder nur noch zwei Punkte vom rettenden 14. Platz - und auf diesem steht Overberge. "Für den VfB und Overberge geht es um das Überleben in der Bezirksliga. Um für eine faire Entscheidung über den dritten Absteiger zu sorgen, sind wir also noch einmal verpflichtet alles zu geben. Und genau das werden wir tun", sagte Nehling. Die anderen beiden Absteiger stehen mit Schlusslicht SC Husen-Kurl und dem TuS Ascheberg längst fest.

Die U23 bestreitet ihr letztes Saisonspiel bei Nachbar GS Cappenberg bereits am Mittwoch, 24. Mai, ab 20 Uhr am Kohuesholz. Die Partie wurde von Sonntag vorgezogen. Nach einer zuvor wenig erfolgreichen Rückrunde geht der Wethmarer Nachwuchs in diese Partie mit drei Zählern mehr auf dem Konto, denn gegen den SG Massen gelang ein letztlich verdientes 3:1.

Der Erfolg gegen den Tabellenvierten war vor allem auf eine deutlich verbesserte Defensive zurückzuführen. Gegen die offensiv eigentlich extrem starken Unnaer Vorstädter ließen die Hausherren über weite Strecken der Partie nur wenig zu. "Ein so stabiler Auftritt war uns in der Rückrunde zuvor noch nicht häufig gelungen. Und weil auf unsere Offensive eigentlich immer Verlass ist, gewinnen wir dann plötzlich auch gegen Massen", sagte Trainer Simon Erling, der sich vor allem für sein Team über den Dreier freute: "Zuletzt mussten wir einige Rückschläge hinnehmen, haben einige Spiele auch unnötig verloren. Gegen Massen hat sich jeder noch einmal reingehauen, hat eine wirklich ordentliche Leistung gezeigt."

Verantwortlich für den Sieg war letztlich auch Routinier Robin Möller (Foto, links), der sein vorerst letztes Seniorenspiel bestritt und gleich noch einmal zwei Tore erzielte, bevor er nach dem Schlusspfiff von Benjamin Fasse (Foto, rechts) verabschiedet wurde. "Beide Tore waren perfekt gemacht. Robin hat einfach einen Torriecher, den er wohl auch nie verlieren wird", sagte Erling lachend.

Ein Fingerzeig für den Saisonkehraus in Cappenberg dürfte dieses Resultat jedoch nicht sein. "Dort werden wir bunt durchmischen. Die Jungs werden alle auf anderen Positionen also sonst zum Einsatz kommen. Diesen Wunsch hat die Mannschaft geäußert und dem komme ich in meinem letzten Spiel als Trainer dieses Teams dann gerne nach", so Erling.

E-Junioren jubeln über Meisterschaft in Elite-Liga

Ein ganz souveräner Titel

Strahlender Meister der Elite-Liga: Die E1-Junioren des TuS Westfalia Wethmar.

(22.05.17) Am vergangenen Samstag war der Jubel grenzenlos: Die E1-Jugend des TuS Westfalia Wethmar um die Trainer Michael Bock und Ralf Conredel feierte am vorletzten Spieltag vorzeitig die Meisterschaft in der Elite-Staffel.

Da die JSG Unna ärgerlicherweise nicht antrat, fand als Ersatz kurzfristig ein Freundschaftsspiel gegen die eigene E3 statt und die große Meisterfeier konnte bereits etwas früher beginnen. Familien und Freunde der Mannschaft waren zahlreich erschienen und bildeten somit eine würdige Kulisse für die ausgelassene Meisterfeier.

Die Mannschaft erhielt Meistershirts, zur Belohnung geht es zudem bald mit der ganzen Truppe zum Fußball-Golf nach Dortmund. Dies hat sich die Mannschaft auch redlich verdient, ist man doch die beste Mannschaft im gesamten Kreis Unna-Hamm und hat solche Großkaräter wie die SpVg Hamm, den SV Westfalia Rhynern und SuS Kaiserau hinter sich gelassen. Die fairen Glückwünsche dieser Mannschaften erreichten auch noch gestern das Team, wo man zu einer sehr souveränen und dominanten Saison gratulierte.

Die großartige Leistung zeigt auch die Bilanz über die gesamte Saison: Lediglich ein Unentschieden stand zu Buche, alle anderen Spiele wurden gewonnen. Nun geht es für die Mannschaft als Meister am Donnerstag zum Turnier des SV Preußen und am Samstag zum letzten Meisterschaftsspiel nach Rhynern. Dort möchte man sich auch mit einem Sieg aus der Saison verabschieden. Als letztes Ziel steht dann nach dem Gewinn der Hallenstadtmeisterschaft noch der Gewinn der Feldstadtmeisterschaft an. Dies würde einer ohnehin schon perfekten Saison noch die Krone aufsetzen.

Zur Mannschaft auf dem Jubelfoto gehören (o.v.l.) Mattis Schröder, Tim Hocevar, Tim Schnalke, David Papior, Max Kolbeck, Leo Renken, (u.v.l.) Jannis Pfeiffer, Yannis Groß, Ole Conredel, Luis Bock, Ersin Kamil, Louis Claus, Romero Gerres und Dewin Günther.

Vorstand sagt "Danke" für die Unterstützung

TWW-Fans mit starker "dritter Halbzeit"

In geselliger Runde feierten zahlreiche TWW-Fans die dritte Halbzeit nach dem Heimspiel-Doppelsieg.

(22.05.17) Der äußere Rahmen hätte nicht besser sein können: Bei strahlendem Sonnenschein weit über der 20-Grad-Grenze startete der TuS Westfalia Wethmar nach dem gelungenen Heimspiel-Abschluss der 1. Mannschaft sowie der U23 am späten Sonntagnachmittag in die dritte Halbzeit.

Die TuS-Verantwortlichen hatten unter der Woche angekündigt, sich bei seinen treuen Fans für die grandiose Unterstützung in letzten Wochen und Monate zu bedanken und spendierten auch im Namen der Senioren-Teams leckere 80 Liter Freibier und sonstige Kaltgetränke.

Und tatsächlich war nach Spielende auf der „kulinarischen Meile“ auf der Gegentribüne – während des Spiels gab es neben den obligatorischen Spezialitäten vom Grill zudem auch frische Waffeln – einiges los. „Es sind ganz viele TuS-Fans noch das ein oder andere Stündchen geblieben“, freute sich der 2. Vorsitzender der Fußball-Fachschaft Bernd Völkering. „Ich glaube, dass die Aktion bei allen gut angekommen ist.“

Damit fand die Heimspiel-Saison also einen gebührenden Abschluss; am kommenden Sonntag macht die als Vize-Meister schon feststehende 1. Mannschaft mit dem Gastspiel beim FC Overberge dann endgültig den Deckel auf eine lange Spielzeit, bereits am Mittwochabend endet für die U23 die Kreisliga mit dem prestigeträchtigen vorgezogenen Derby bei GS Cappenberg. „Hoffentlich finden sich dann auch wieder gewohnt viele Fans ein, um unsere Teams zu unterstützen!“, sagt Völkering.

Der 29. Bezirksliga-Spieltag in der Übersicht

Ein Abstiegs-Fernduell steht bevor

Jubel am Cappenberger See: Durch ein 2:0 gegen den FC Roj sicherte sich Westfalia Wethmar endgültig Platz zwei.

(23.05.17) Mit einem 2:0-Heimerfolg gegen den FC Roj machte Westfalia Wethmar am 29. und damit vorletzten Spieltag in der Bezirksliga 8 die Vizemeisterschaft endgültig perfekt und könnte nun eigentlich ganz entspannt in das Saisonfinale am kommenden Sonntag gehen – wenn da nicht der Gegner wäre.

Denn der FC Overberge steckt nach einer 0:1-Niederlage beim FC Nordkirchen weiterhin voll im Abstiegskampf. Im Fernduell mit dem VfB Lünen um den dritten und letzten Abstiegsplatz benötigt der letztjährige Vizemeister noch einen Punkt, um den Sturz auf Kreisebene aus eigener Kraft zu verhindern. Nach einem über weite Strecken lahmen Kick auf dem Naturrasen am Schlosspark kassierte der FCO den entscheidenden Treffer durch Peterson erst in der 89. Minute, der eine Lorenz-Flanke aus vier Metern in den Winkel köpfte. Zuvor hatten beide Teams sich fast nur auf die Sicherung des eigenen Tores konzentriert. In Durchgang eins vergaben Bürgmann für die Gäste sowie Lorenz die besten Möglichkeiten. Nach dem Wechsel wurden die Münsterländer etwas gefährlicher, doch ein Schuss von Trawinski klatschte nur an die Latte (48.). Als in der Folge Peterson noch zwei weitere Hochkaräter ausließ, schien alles auf ein torloses Remis, das Overberge zum Klassenerhalt gereicht hätte, hinauszulaufen, ehe der FCN-Angreifer im dritten Versuch doch noch erfolgreich war. Was folgte war großer Jubel bei Nordkirchen über den jetzt sicheren Klassenerhalt und Frust beim FCO. „Das wir am Ende noch ein Tor rein bekommen, ist einfach nur bitter. Nordkirchen konnte nicht, wir wollten nicht. Es waren fünf Minuten, die gefehlt haben. Wir haben noch zwei Punkte vor, müssen jetzt nächste Woche noch einen holen und hoffen, dass das dann wegen des Torverhältnisses reicht“, sagte Overberge-Trainer Daniel Frieg dem Westfälischen Anzeiger. Nordkirchens Issam Jaber sagte der Zeitung: „Es war zu merken, dass wir den Klassenerhalt selber in der Hand behalten wollten. Wir sind drin geblieben und das ist alles, was zählt. Zum Ende des Spiels haben wir noch zugelegt und die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt. In meinen Augen haben wir auch verdient gewonnen.“

Der VfB Lünen blieb überhaupt nur durch ein deutliches 4:1 auf eigenem Platz gegen ein überraschend schwaches Team des TuS Hannibal im Rennen um den Ligaverbleib. So unterlief Hannibal bereits in der zweiten Minute ein Eigentor durch Dahbi. Bis zur 51. Minute erhöhte der Ex-Wethmarer Dennis Wagner durch einen Doppelpack auf 3:0. Zwar war nach einer Stunde mit Samir Zulfic ein weiterer früherer Westfalia-Stürmer erfolgreich und verkürzte für Hannibal, in der Folge vergaben die Gäste einige gute Möglichkeiten jedoch kläglich. Endgültig entschieden war das Match in Minute 84, als Hiltawski für die Süder auf 4:1 stellte. Um überhaupt noch auf Schützenhilfe von Westfalia Wethmar hoffen zu dürfen, muss der VfB allerdings auch am kommenden Sonntag gewinnen, wenn es zum Meister und Landesliga-Aufsteiger geht.

Und der Werner SC kündigte bereits an, dieses Spiel komplett ernstnehmen und die beste Mannschaft auf den Kunstrasen im Lindert schicken zu wollen, nachdem Trainer Kurtulus Öztürk am vorletzten Spieltag bei Schlusslicht und Absteiger SC Husen-Kurl nur eine B-Elf aufgeboten hatte, die nicht über ein 3:3 hinauskam. „Ich finde es sehr schade, dass einige die Chance bekommen, aber dann nicht die Qualität zeigen, die sie haben“, sagte Öztürk dem Westfälischen Anzeiger, um anschließend zu ergänzen: „Wenn wir nächste Woche so auflaufen würden wie heute, dann wäre das Wettbewerbsverzerrung. Wir werden das seriös abwickeln. Ich will mit einem Sieg die Bezirksliga verlassen.“ Im Husener Eichwaldstadion ging der WSC durch Stöver zwar früh in Führung (5.), anschließend drehten die Dortmunder die Partie jedoch und lagen nach gut einer Stunde durch Tore von Buchbinder (2) und Hermann mit 3:1 vorne. Erst zwei späte Treffer des eingewechselten Thannheiser (84., 87.) verhinderten eine Werner Blamage.

Ebenfalls noch einmal ein Unentschieden schaffte mit dem TuS Ascheberg der zweite feststehende Absteiger. Gegen Union Lüdinghausen reichte es auf eigenem Platz zu einem 2:2. Dabei sahen die Unionisten lange Zeit wie die Sieger aus, nachdem einmal mehr die Coerdt-Brüder Robin (43.) und Kevin (59.) einen Zwei-Tore-Vorsprung herausgeschossen hatten. In der Folge verpassten es die Gäste allerdings mehrfach den dritten Treffer nachzulegen. Und so schlug der TuS ganz spät zurück. Zunächst glückte Manfredi (88.) der Anschluss, ehe der aufgerückte Verteidiger Heitbaum in der Nachspielzeit TuS-Tor Nummer zwei erzielte. „Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie nie aufgibt und immer noch will“, sagte TuS-Coach Andrea Balderi den Westfälischen Nachrichten. „Geärgert hat mich nur, dass so wenige Zuschauer gekommen sind.“ Union-Kollege Mahmoud Abdul-Latif erklärte gegenüber der Zeitung: „In der ersten Halbzeit hätten wir zurückliegen müssen, in der zweiten Halbzeit haben wir alles richtig gemacht – bis zu den letzten Minuten.“

Torlos trennten sich SuS Kaiserau und Viktoria Kirchderne. Durch das 0:0 hat Kaiserau nun auch rechnerisch keine Chance mehr, Wethmar Platz zwei noch streitig zu machen. Obwohl keine Tore fielen, boten die beiden besten Rückrunden-Mannschaften den Zuschauern beste Unterhaltung. Dabei hatten die Gastgeber die besseren Möglichkeiten, brachten den Ball letztlich jedoch nicht im Tor der Dortmunder Vorstädter unter. „Das Remis ist okay. Man hat gesehen, dass die beiden besten Rückrundenteams gegeneinander spielten. Das hatte absolut Landesliga-Niveau. Es war für die Zuschauer ein begeisterndes Spiel mit viel Tempo und vielen Torszenen. Von denen hatten wir eindeutig mehr als der Gegner. Die Partie hätte auch gut und gerne 6:4 für uns ausgehen können. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt“, sagte SuS-Linienchef Tom Schulz dem Internetportal „Sport im Kreis Unna“.

Der BV Brambauer beendete bei der zweiten Mannschaft des Holzwickeder SC seine lange Durststrecke ohne Sieg und setzte sich mit 2:0 durch. In einem Spiel, in dem es sportlich für beide Teams um nichts mehr ging, machte der BVB den etwas motivierteren Eindruck und setzte sich deshalb letztlich verdient durch Tore von Routinier Köse (11.) und Youngster Ersoy (57.) durch. „Wir hatten heute nicht unseren besten Tag. Es lief nicht rund. Wir wollten, spielten aber zu kompliziert, auch war die Fehlpassquote hoch. Durch einen Handelfmeter sind wir in Rückstand geraten. Doch viel zwingender sind wir danach auch nicht geworden. Es gab ein, zwei gute Chancen, die wir aber nicht nutzen konnten. Das machte Brambauer besser, die haben ihre wenigen Möglichkeiten eiskalt mit dem zweiten Treffer genutzt. Ich mache der Mannschaft aber keinen Vorwurf“, sagte HSC-Coach Olaf Pannewig „Sport im Kreis Unna“.

Theoretisch kann vor dem Saisonfinale auch der VfL Kamen noch absteigen, praktisch ist das Team trotz einer 0:3-Pleite bei Eintracht Dortmund bei drei Punkten und neun Toren Vorsprung auf den drittletzten Platz allerdings gerettet. Nachdem die Eintracht durch Neumann in Führung gegangen war (10.), schwächte sich der VfL durch Undiszipliniertheiten selbst. In der 44. Minute sahen M. Rothe und der bereits ausgewechselte Gronert wegen Meckerns jeweils die Ampelkarte. In Überzahl hatten die Gastgeber fortan noch leichteres Spiel und legten nach Wiederbeginn durch einen Breuning-Doppelpack (70., 80.) zwei Tore zum Sieg nach. „Enttäuschend unsere Leistung. Wir sind noch nicht durch, was den Klassenerhalt anbetrifft. Da hätte ich mir doch mehr Einsatz und Kampf gewünscht. Das haben wir vermissen lassen. Keine Einstellung. Dortmund wollte und hat uns den Schneid abgekauft. Durch Undiszipiniertheiteh haben wir uns auch noch dezimiert. Wenn wir am Sonntag gegen Absteiger Ascheberg genau so eine Leistung zeigen, sehe ich schwarz“, sagte VfL-Co-Trainer Andre Gretenkort „Sport im Kreis Unna“.

U23 spielt am Mittwoch bei Nachbar Cappenberg

Saisonfinale wird zur Lotterie

(23.05.17) Mit dem Nachbarschaftsduell bei GS Cappenberg am Kohuesholz am Mittwoch (Anstoß 20 Uhr) beendet die U23 des TuS Westfalia Wethmar bereits vorzeitig die Saison in der Kreisliga A. Nach einer ziemlich verkorksten Rückrunde mit lediglich drei Siegen freut sich Coach Simon Erling (Foto) in Kürze in die Sommerpause gehen können: "Die erste Serie war von uns wieder richtig stark, wir standen verdient auf Platz zwei, in der Rückrunde war die Luft jedoch leider ziemlich raus. Wir haben viele Spiele unnötig verloren."

Sportlich geht es für beide Teams zum Saisonkehraus um nichts mehr. Der Wethmarer Nachwuchs steht mit 44 Punkten auf Rang neun, der GSC ist mit 51 Zählern Siebter. "Wir wollen im letzten Spiel noch einmal richtig Spaß haben", gibt Erling die Parole aus.

Seine Spieler hatten schon vor längerer Zeit den Wunsch geäußert, die Positionen vom Torwart bis zum Angreifer auslosen zu wollen. "Für mich ist es das letzte Spiel als Trainer der U23, nachdem wir so viele Jahre erfolgreich zusammengearbeitet haben, erfülle ich den Jungs diesen Wunsch gerne", sagt Erling, der deshalb auch auf eine Prognose bezüglich der sportlichen Aussichten verzichtet.

"Wie groß unsere Chancen sind in Cappenberg noch ein letztes Mal in dieser Saison zu punkten, wird das Los entscheiden", sagt Erling lachend. Nicht mit im Lostopf sein werden die Namen von Björn Hartmann, der gegen Massen mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste, Benjamin Fasse, der am Sonntag die rote Karte sah und Robin Möller, der gegen Massen sein vorerst letztes Spiel bestritt. "Das letzte Spiel werden wir trotzdem auch noch gut über die Bühne bekommen. Anschließend können alle Jungs dann ein paar Wochen die Beine hochlegen", sagt Erling.

"Sturmtank" Wagner sorgt für 2:0-Auswärtserfolg

Ein Torwart als Torjäger

(24.05.17) Mit einem unter den Vorzeichen völlig unerwarteten 0:2-Auswärtserfolg bei Nachbar GS Cappenberg beendete die U23 des TuS Westfalia Wethmar am Mittwochabend die Saison in der Kreisliga A2 Unna/Hamm. Dabei wurde das auf Wunsch der Gastgeber vorgezogene Spiel - der GSC ist in Mannschaftsstärke am Wochenende lieber beim DFB-Pokalfinale in Berlin statt beim eigenen Spiel am Kohuesholz - im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Glückslos für die Grün-Weißen.

Denn auf Wunsch des Teams wurden die Positionen komplett ausgelost. So wurde beispielsweise Innenverteidiger Lennard Langenkämper zum Torwart, sein sonstiger Nebenmann Fabian Evermann agierte auf der Spielmacherposition oder Linksverteidiger Robin Selbstaedt wurde zum zentralen Angreifer.

Der GSC dagegen trat praktisch in Bestbesetzung und voller Motivation an, da er das sonst stets prestigeträchtige Duell unbedingt gewinnenwollte. So erwischten die Hausherren auch wenig verwunderlich den deutlich besseren Start, hatten in der Folge über weite Strecken der Partie ein Mehr an Ballbesitz und liefen zunächst aggressiv an.

"Wir hatten mehrfach Glück, dass Lennard für einen Feldspieler im Tor überragend gehalten hat und der Ball praktisch mehrfach auf oder kurz vor der Linie geklärt werden konnte. Anfangs hat wohl auch keiner der Jungs daran geglaubt hier eine Chance auf den Sieg zu haben, aber je länger es torlos blieb desto mehr wurden die Cappenberger nervös und wir haben kämpferich alles rausgehauen", sagte Erling, der sich vom tollen Abschluss seiner fünfjährigen Amtszeit bei der U23 begeistert zeigte.

In der 52. Minute gingen die Gäste in Führung, als Fabian Evermamann im Angriffsdrittel einen Ball erkämpfte und aus 20 Metern über den Gästekeeper hinweg per Heber zur Führung einnetzte. Den zweiten Treffer legte ausgerechnet die etatmäßige Nummer eins zwischen den Pfosten, Bendix Wagner (Foto), - ausnahmensweise im Feld aufgeboten - nach.

Erst in der 70. Minute eingewechselt, setzte er sich im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durch und schloss unhaltbar ins lange Eck ab (80.). "Da war der Jubel bei uns natürlich groß, zumal alle wussten, dass  unsere Tore so nicht unbedingt vorherzusehen waren und das 0:2 eine Vorentscheidung darstellte", sagte Erling.

Anschließend verteidigte Wethmar den Vorsprung bis zum Schlusspfiff und durfte sich so über einen erfolgreichen Saisonabschluss freuen. "Dass ausgerechnet auch noch unser Torwart einen Treffer erzielt hat, passte ins Bild einer turbulenten Serie. Letztlich war der Sieg ihm letzten Saisonspiel aber verdient, weil die Jungs sich diesen leidenschaftlich gewehrt haben. Für mich war es ein toller Abschluss meiner fünfjährigen Trainertätigkeit für diese Mannschaft, der noch einmal extrem viel Spaß gemacht hat", sagte Erling.

Nachdem der Dreier im Nachbarschaftsduell noch bis spät in die Abendstunden hinein gefeiert worden war, beginnt nun direkt die Sommerpause für die U23 des TuS Westfalia Wethmar. "Die Saison war lang und anstrengend, deshalb freuen sich jetzt sicherlich viele darauf, die Beine zumindest einmal kurz hochlegen zu dürfen", sagte Erling abschließend.

Wethmar U23: Langenkämper, Klink, M. Hane, Schinck, Evermann, Hellmich, Selbstaedt (53. Ciernioch), N. Pella (70. Wagner), Witte, N. (60. Sajonz) und A. Lohölter.

Tore: 0:1 Evermann (52.), 0:2 Wagner (80.).

A-Junioren empfangen die SpVg Brakel

Letzes Heimspiel bereits am Freitag

(25.05.17) Ihr vorerst letztes Heimspiel in der Landesliga bestreiten die A-Junioren des TuS Westfalia Wethmar bereits am Freitag. Ab 19.30 Uhr Uhr ist dann die SpVg Brakel am Cappenberger See zu Gast. "Da es für beide Mannschaften sportlich um nichts mehr geht, hat uns Brakel um die Verlegung gebeten und wir sind diesem Wunsch gerne nachgekommen", sagt Wethmars Co-Trainer Markus Wilczek.

Die Westfalia steht seit einigen Wochen als Absteiger fest, die Gäste aus dem Kreis Höxter sind als Neunte längst sicher gerettet. "Wir haben den Ehrgeiz in dieser Saison mindestens noch einmal punkten zu wollen", sagt Wilczek dennoch.

Dies sah in den vergangenen Spielen jeweils gut aus - bis zur Halbzeit. Denn mit Wiederbeginn brachen die Grün-Weißen konditionell jeweils völlig ein und ließen sich abschießen. "Nach 45 Minuten lagen wir immer nur mit einem Tor hinten, konnten richtig gut mithalten, aufgrund der mangelnden Trainingsbeteiligung einiger Spieler konnten wir diese Leistung jedoch nie über die volle Distanz bestätigen", sagt Wilczek, der darauf nun am Freitag hofft. "Denn aus dem Hinspiel wissen wir, dass Brakel sicher keine Übermannschaft ist, erwischen wir einen guten Tag, bestehen Chancen."

Gegenüber der Vorwoche und der 0:8 (0:1)-Klatsche beim SV Herbern kehren Luca Splittgerber und Riaan Neutzner in den Kader zurück. Fraglich ist der Einsatz von Laurenz Resch. "Personell sind wir weiter nur dünn besetzt, brauchen eventuell wieder die Unterstützung aus der B-Jugend", sagt Wilczek abschließend.

Erste bestreitet Saisonfinale beim FC Overberge

Abstiegskampf: Wird Wethmar zum Zünglein an der Waage?

(26.05.17) Nur noch zwei Partien in der Bezirksliga 8 haben am finalen 30. Spieltag am Sonntag (ab 15 Uhr) einen sportlichen Wert: Im Fernduell zwischen dem VfB Lünen und FC Overberge entscheidet sich, wer als dritter Absteiger neben Schlusslicht SC Husen-Kurl und TuS Ascheberg zurück in die Kreisliga muss. Die Lünen-Süder müssen bei Meister und Landesliga-Aufsteiger Werner SC ran, der FC Overberge empfängt auf seinem Kunstrasen an der Hansastraße in Bergkamen Westfalia Wethmar.

"Für Overberge geht es um das sportliche Überleben in dieser Liga, ebenso wie für den VfB Lünen. Um diese Entscheidung nicht zu beeinflussen, sind wir in der Pflicht, sportlich noch einmal alles zu geben und unsere bestmögliche Leistung auf den Platz zu bringen", sagt Wethmars Sportlicher Leiter Rolf Nehling (Foto), der am Sonntag letztmals auch als Interimstrainer fungieren wird, bevor zur neuen Saison bekanntlich U23-Coach Simon Erling übernimmt.

Im Fernduell um den Klassenverbleib hat der letztjährige Vizemeister aus Overberge vor dem Saisonfinale die deutlich besseren Karten gegenüber den Südern. Denn die Bergkamener Vorstädter haben mit 37 zwei Zähler mehr auf dem Konto als der VfB, dazu das um acht Treffer bessere Torverhältnis, so dass schon ein Remis zur Rettung reichen sollte.

"Ich weiß aber nicht, ob Overberge darauf aus sein wird, denn Stärken hat das Team eigentlich in der Offensive. Hinten bedeuten schon 71 Gegentreffer die zweitmeisten in dieser Liga", ist Nehling selbst gespannt, was der Gegner machen wird. Zu sehr davon beeinflussen lassen möchte sich der Interimscoach aber nicht: "Wir wollen noch einmal versuchen unser Spiel durchzubringen, also hinten sicher zu stehen und dann über schnelles Umschalten und sicheres Kombinationsspiel zum Erfolg zu kommen."

Nach zuvor vier Punkten aus zwei Spielen unter dem Trainerrückkehrer Daniel Frieg - unter anderem holte Overberge einen 0:3-Rückstand gegen den VfB Lünen in der Schlussphase auf und rettete einen Punkt -, verlor der FCO am vergangenen Wochenende ziemlich ersatzgeschwächt knapp mit 0:1 beim FC Nordkirchen. Während die Münsterländer durch dieses Resultat die vorzeitige Rettung feieren konnten, blieb Overberge diese verwehrt.

"Weil es im letzt Spiel jetzt um alles geht, rechne ich aber damit, dass beim FCO so ziemlich alle Leistungsträger dabei sein werden", sagt Nehling, der vor allem Respekt vor den Angreifern Lukas Manka, Sebastia Placzek, Chris Brügmann und Volkan Gül hat. "An einem guten Tag kann jeder dieser Jungs ein Spiel im Alleingang entscheiden. Vor allem Manka hat einen unglaublich guten und platzierten Schuss, ist deshalb immer brandgefährlich, ihn dürfen wir nie aus den Augen lassen", sagt Nehling.

Wethmar hat seit dem vergangenen Sonntag und dem 2:0 gegen den FC Roj die Vizmeisterschaft endgültig sicher, eine letzte kleine Resthoffnung auf eine Aufstiegsrelegation zerschlug sich in den letzten Tagen allerdings. "Das war bei uns aber ohnehin nie ein großes Thema. Wir haben eine wirklich ordentliche Rückrunde gespielt, sind in diesem Jahr mit 30 Punkten die zweitbeste Mannschaft hinter Kaiserau. Diesen guten Eindruck möchten wir am letzten Spieltag nicht noch selbst kaputt machen", sagt Nehling.

Mit dem Schlusspfiff am Sonntag ist der Funktionär dann aber froh in die Sommerpause zu kommen und seine Doppelrolle damit beenden zu können. "Mit Simon übernimmt ein richtig guter Mann, ich freue mich auf die neue Serie mit ihm und bin mir sicher, dass wir wieder eine gute Rolle in dieser Liga spielen werden", so Nehling abschließend.

A-Junioren unterliegen Brakel mit 1:4

Keine Punkte im letzten Heimspiel

(26.05.17) Die A-Junioren des TuS Westfalia Wethmar haben ihr vorerst letztes Landesliga-Heimspiel verloren. In der auf Freitagabend vorgezogenen Partie unterlagen die Grün-Weißen der SpVg Brakel am Cappenberger See mit 1:4 (0:2).

"Die Jungs haben kämpferisch alles gegeben, aber wir mussten heute mit dem allerletzten Aufgebot antreten. Machen wir in der ersten Halbzeit die Tore, wäre vielleicht mehr möglich gewesen, so aber müssen wir letztlich mit dem Resultat leben", sagte Co-Trainer Markus Wilczek.

Die Gastgeber begannen couragiert, wollten im letzten Heimspiel dieser Saison unbedingt noch einmal punkten, so dass sich eine ausgeglichene Begegnung entwickelte. Nach gut einer Viertelstunde hätten die Grün-Weißen in Führung gehen können, doch nachdem Ibo Tasan kurz vor dem Torabschluss noch gestört worden war, behinderten sich Tasan und Luca Splittgerber beim anschließenden Abpraller in aussichtsreichster Position gegenseitig. Riaan Neutzner und Nico Sonnen vergaben in Abschnitt eins weitere gute Möglichkeiten.

Defensiv stand die Westfalia zunächst sicher, ließ aus dem Spiel heraus nur wenig zu, war dann aber leider einmal mehr bei einer Standardsituation nicht im Bilde. Nach einer Ecke landete der zweite Ball beim völlig freistehenden Brakeler Mohamed Alali, der keine Mühe hatte zum 0:1 einzuschießen (27.).

Zehn Minuten später legten die Gäste ihren zweiten Treffer nach, weil Wethmar zunächst auf der rechten Defensivseite nicht gut gestaffelt war und dann nach einem langen Ball der Spielvereinigung kollektiv auf einen berechtigten Abseitspfiff wartete, dabei das Spielen einstellte. Weil dieser jedoch nicht kam, beförderte Brakel den Ball vor das Tor, wo erbeut Alali ungestört einschieben konnte (37.). "Bis zur Pause hat uns Keeper Niklas Dvorak dann vor weiteren Gegentoren bewahrt", sagte Wilczek.

Mit Wiederbeginn brach Wethmar anders als in den Vorwochen zumindest nicht ein, konnte weiter ordentlich mithalten. Sonnen und Tasan hatten sogar den Anschlusstreffer auf den Fuß, brachten den Ball jedoch nicht im Tor unter.

Der nächste Treffer fiel aber erneut auf der Gegenseite, als Viktor Thomas einen Stellungsfehler in den Westfalia-Defensive ausnutzte (58.). Thomas war es auch, der rund eine Viertelstunde später für Brakel den letzten Treffer an diesem Tag beisteuerte.

In Minute 75 durften die Platzherren wenigstens einmal jubeln, als sich Joker Benjamin Feiweier, sonst als Keeper eigentlich weit weg vom gegnerischen Strafraum, einen Ball nach gelungener Kombination ersprintete und aus spitzem Winkel gekonnt und unhaltbar ins lange Eck vollstreckte. Wenig später hätte Feiweier fast einen Doppelpack geschnürt, zögerte frei vor dem Tor allerdings einen Tick zu lange und konnte so beim Abschluss entscheidend irritiert werden.

Mehr gelang den Grün-Weißen dann offensiv nicht mehr, was vor allem daran lag, dass sich zunächst Nicolas Jansen eine Undiszipliniertheit leistete und dafür die rote Karte sah (78.), bevor auch Neutzner angeschlagen vom Feld musste. Wethmar beendete das Spiel also in doppelter Unterzahl.

"Nach dem spielfreien Wochenende geht es für uns noch nach Espelkamp, bevor die Saison beendet ist. Anschließend folgt die Stadtmeisterschaft, dann geht es in die Sommerpause", sagte Wilczek.

Wethmar: Dvorak; Jansen, Weiß (62. Feiweier), Jankort, Splittgerber, Osterholz, Kröger, Neutzner, Sonnen, Kress, Tasan.

Tore: 0:1, 0:2 beide Alali (27., 37.), 0:3, 0:4 beide Thomas (58., 73.), 1:4 Feiweier (75.).

Rot: Jansen (78.).

Zuletzt geändert am: 11.06.2017 um 14:21

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