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März 2017

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V. (admin) am 13.04.2017
2017 >>

Verdiente 3:5-Niederlage bei VfB Fichte Bielefeld

A-Junioren wehren sich zu spät

(19.03.17) Die Landesliga-A-Junioren des TuS Westfalia Wethmar kassierten am Sonntag eine 3:5-Niederlage bei VfB Fichte Bielefeld, die über die gesamte Spielzeit gesehen völlig in Ordnung geht. Die Gäste gerieten dabei bereits früh auf die Verliererstraße.

„Ab hier gibt es keine Gastgeschenke mehr!“ – Mit diesem Spruch, der an der Stadiontribüne zu lesen war, wurde Wethmar in der Outfit-Arena Rußheide in Ostwestfalen empfangen. Auch wenn die Partie wenig später bei Dauerregen nicht auf dem Hauptplatz, sondern dem benachbarten Kunstrasen ausgetragen wurde, machte der Aufstiegsaspirant seine verschriftlichte Ankündigung wahr und startete äußerst couragiert.

Präsente hatte stattdessen Wethmar in Form einer desaströsen Anfangsphase im Gepäck. Wie schon häufiger in dieser Saison auswärts, machte man es dem Gegner zunächst extrem leicht. Diese Einladung nahmen die erwartet spielstarken Bielefelder gerne an und führten bereits nach 14 Minuten mit 2:0, nachdem Arslan und Erdogan zwei von zahlreichen Hochkarätern genutzt hatten.

„Wir hatten vorher genau besprochen, wie Fichte agiert und wie wir dagegen spielen müssen. Davon wurde leider nichts umgesetzt“, schimpfte Trainer Andreas Stückmann. Gegenüber der Vorwoche und dem starken 2:1-Erfolg gegen den VfL Theesen war sein Team gar nicht wiederzuerkennen, agierte gegen den Ball sehr passiv und zweikampfschwach, so dass auch die zuletzt sehr stabile Grundordnung völlig weg war. „Das war viel zu wenig, wir haben Bielefeld fast nach Belieben kombinieren lassen“, sagte Stückmann.

Nach einer gut viertelstündigen Karussellfahrt im Regen begann Wethmar sich allmählich zu wehren, konnte bis zur Pause zumindest weitere Gegentreffer verhindern und kam durch Tasan, der frei aus zwölf Metern knapp verzog, immerhin zu einer ersten Möglichkeit.

Nach einer deutlichen Kabinenansprache von Stückmann war die Westfalia dann endgültig erwacht, zeigte fortan eine andere Körpersprache und ging deutlich couragierter in die Zweikämpfe. Endlich in der Partie angekommen, meinte es fortan der Referee nicht gut mit den Gästen. So konnte Bielefeld, jeweils aus klarer Abseitsposition, durch Tore von Cissoko (49.) und Erdogan (53.) auf 4:0 stellen. „Beide Treffer waren irregulär und das Spiel damit entschieden. Das war für uns extrem ärgerlich. Dennoch haben alle nach diesem Nackenschlag große Moral bewiesen und sich weiter voll reingehauen“, sagte Stückmann.

Stattdessen verloren plötzlich die Gastgeber die Nerven und leistete sich gleich mehrere Tätlichkeiten, die statt mit Zeitstrafen auch mit totalen Feldverweisen hätten geahndet werden können. Nachdem Kenneth Stückmann mit einem Freistoß nur Aluminium getroffen hatte, verkürzte Lukas Jankort per Abstauber auf 1:4 (73.). Nur fünf Minuten später ließ Luca Splittgerber mit einem wuchtigen Kopfball den zweiten Treffer folgen. „Wir haben danach noch einmal alles versucht, mit der zweiten Halbzeit kann ich leben“, sagte Stückmann.

Zu einer Wende reichte es aber nicht mehr, weil Sentürk nach einer Ecke das 5:2 für Bielefeld erzielte. Das dritte Westfalia-Tor durch Tasan war anschließend nur noch Ergebniskosmetik (90.). Positiv neben der couragierten Leistung in Durchgang zwei war auch die Rückkehr von Jonas Osterholz, der nach einem Auslandsaufenthalt erstmals wieder am Ball war. „Ihm fehlt noch etwas die Fitness, aber mit ihm werden wir in den nächsten Wochen deutlich stärker“, glaubt Stückmann.

Wethmar: N. Dvorak; Simsek, Tikici (60. Jankort), Simmes, Splittgerber, Neutzner, Sonnen, Borchardt (16. Resch), Tasan, Osterholz, Stückmann.

Tore: 1:0 Arslan (4.), 2:0 Erdogan (14.), 3:0 Cissoko (49.), 4:0 Erdogan (53.), 4:1 Jankort (73.), 4:2 Splittgerber (78.), 5:2 Sentürk (83.), 5:3 Tasan (90.).

Vierte Niederlage im vierten Rückrundenspiel

Negativserie der U23 hält an

(19.03.17) Die Negativserie der U23 des TuS Westfalia Wethmar in der Kreisliga A2 Unna/Hamm hält an. Im vierten Rückrundenspiel setzte es die vierte Niederlage, diesmal mit 2:4 bei SV SW Frömern. „Das war wieder ein schwacher Auftritt, vor allem hinten hatten wir kein A-Liga-Niveau“, schimpfte Trainer Simon Erling.

Symptomatisch für die Krise, in der die Gäste derzeit stecken, war das erste Gegentor, als Keeper Bendix Wagner einen eigentlich harmlosen langen Ball aufnehmen, Abwehrmann Lukas Nagel aber den Ball zu seinem Torwart zurückspielen wollte und das Leder so ins verwaiste Tor kullerte (10.).

„Mit diesem langen Ball ist Frömern erstmals vorne aufgetaucht, zu diesem Zeitpunkt hätten wir aber schon zwei Tore vorlegen müssen“, sagte Erling. Aber ein Freistoß von Max Hane klatschte nur an das Torgestänge, Max Strecker und Alexander Podszuck liefen jeweils alleine auf den SV-Torwart zu, waren im Abschluss aber nicht entschlossen genug und Niklas Witte traf mit seinem Schuss aus kurzer Distanz auf das leere Tor nur den Innenpfosten. „Eigentlich waren das alles 100-prozentige Möglichkeiten. Als wir in der Hinrunde noch einen Lauf hatten, wären davon einige drin und das Spiel ganz früh entschieden gewesen“, sagte Erling.

Auch nach dem unglücklichen Rückstand erarbeitete sich Wethmars Nachwuchs durch Hane, Podszuck und Strecker weitere Chancen. Das nächste Tor fiel jedoch erneut auf der Gegenseite. Nach einem Handspiel von Julian Helmus verwandelte Ruzok den fälligen Strafstoß sicher (37.). „Der Pfiff war völlig in Ordnung, Jule hatte den Ball an die Hand bekommen“, sagte Erling.

So stand die Westfalia einmal mehr in dieser Rückrunde mit dem Rücken zur Wand, kam nach dem Seitenwechsel aber schnell zurück, als Alexander Podzuck (Foto) der Anschlusstreffer gelang (55.). Die Gäste hatten fortan weiterhin deutlich mehr vom Spiel, bauten Druck auf, blieben aber leider auch hinten anfällig. In der 79. Minute verfummelte Nagel den Ball und Frömern nahm das Geschenk dankend an. Nach einem Rückpass hämmerte Duda das Spielgerät mit einer sehenswerten Aktion unhaltbar in die Maschen. „In unserer Situation müssen wir das anders lösen, es nicht immer spielerisch versuchen. Wäre der Ball kompromisslos geklärt worden, hätten wir wahrscheinlich noch mindestens einen Punkt mitgenommen“, sagte Erling.

Dies wäre Wethmar beinahe auch so gelungen, denn nach einem Freistoß verkürzte der aufgerückte Fabian Evermann per Kopf auf 3:2 (87.). „Mit Nachspielzeit hatten wir dann bestimmt noch fünf Minuten, laufen direkt mit dem ersten Ball aber alle völlig kopflos nach vorne“, schimpfte Erling. So reichte Frömern ein langer Ball und weil Lennard Langenkämper das Abseits aufhob, liefen die Gastgeber erneut frei auf Wagner zu, machten mit Tor Nummer vier den Deckel auf die Partie (89.).

„Wir haben schlecht gespielt, hätten aber trotzdem fünf Tore machen müssen. Vorne kriegen wir derzeit aber leider die einfachsten Bälle nicht über die Linie und hinten ist die Abwehr extrem wackelig. So wird es schwierig zu punkten. Wachen einige Spieler jetzt nicht schnell auf, wird die Saison noch ganz unangenehm, denn mit der heutigen Leistung werden wir kein Spiel mehr gewinnen“, sagte Erling.

Wethmar: Wagner; F. Pella (84. Selbstaedt), L. Nagel, Strecker, Langenkämper, Hane, Podszuck, Klink, Evermann, Helmus (46. S. Hane), Witte (46. Thomala).

Tore: 1:0 Eigentor (10.), 2:0 Ruzok (37.), 2:1 Podszuck (55.), 3:1 (79.), 3:2 Evermann (87.), 4:2 Duda (89.).

Erste gewinnt das Derby beim VfB Lünen mit 5:1

Wethmar nun seit einer Halbserie ungeschlagen

(19.03.17) Die 1. Mannschaft des TuS Westfalia Wethmar war auch im Derby gegen den VfB Lünen nicht zu stoppen: Nach dem souveränen 5:1 (1:0) beim Süder Nachbarn ist die Manschaft um Trainer Rolf Nehling (Foto) seit exakt einer Halbserie ungeschlagen.

Spielentscheidend und letztlich siegbringend war die zweite Halbzeit. Kurioserweise begannen die zweiten 45 Minuten jedoch mit einem Negativerlebnis, denn nach einer Konfusion in der Wethmarer Deckung und mangelhafter Zuteilung schnappte sich VfB-Stürmer Mantei den Ball und schob gekonnt zum Ausgleich ein. „Das war leider nicht die erste defensive Schwäche, die wir uns geleistet haben“, kritisierte Nehling diese und andere Situationen, in den die Gäste nicht auf der Höhe waren. So stand es also nach 48 Minuten plötzlich 1:1.

„Absolut unnötig, denn wir hatten nach der Führung noch weitere gute Chancen, schon früher die Weichen auf Sieg zu stellen“, meinte Nehling, der sich über seine Aufstellung von Löhrke nach einer halben Stunde besonders freuen sollte, nachdem der Offensiv-Akteur das 1:0 vorgelegt hatte. Unter anderen der Youngster verpasste jedoch bei einer Riesen-Gelegenheit den nächsten Treffer. Allerdings wollte der TuS-Coach auch nicht verhehlen, dass die Hausherren ebenfalls gefährlich nach vorne agierten. „In meinen Augen hatten wir über die gesamte Distanz die bessere Spielanlage, der VfB allerdings hat vor dem Wechsel ebenfalls gut dagegen gehalten und hätte ebenfalls treffen können“, so Nehling.

Die Präsenz des Kellerkindes sollte sich allerdings nach dem zwischenzeitlichen Erfolgserlebnis zum 1:1 schnell in Luft auflösen, denn Wethmar drückte nun schwer aufs Tempo und setzte den Gegner früh in der VfB-Hälfte unter Druck. Fast umgehend folgte die entscheidende Szene, als Kwiatkowski sich auf ein riskantes Dribbling vor dem eigenen Strafraum einließ und Tim Heptner seinem gewonnen Zweikampf die erneute Führung folgen ließ.

„Das war der Dosenöffner für unsere ganz starke Endphase!“, sagte Nehling, der nun Einbahnstraßen-Angriffsfußball seiner Mannschaft erleben durfte, die Tore fielen quasi im regelmäßigen Minutentakt, während der VfB hilflos in Richtung Schlusspfiff taumelte und keinerlei Mittel fand, noch einmal in die Partie zurückzukehren. Heptner, Stork per Elfmeter und Holz stellten schließlich einen ungefährdeten 5:1-Erfolg für den läuferisch und spielerisch haushoch überlegenen TuS sicher.

Damit festigte die Westfalia den dritten Platz in der Tabelle, in der es ganz oben eine überraschende Veränderung gab: Nach dem 0:1 gegen den VfL Kamen stürzte der Werner SC vom ersten Rang ab, der BV Brambauer ist somit neuer Spitzenreiter nach dem 4:0 gegen Hannibal. Wethmar bleibt also in Lauerstellung und kann am kommenden Sonntag gegen das Sorgenkind der Liga, den FC Nordkirchen, weitere wichtige Punkte einfahren. Doch Vorsicht: Ausgerechnet gegen die Münsterländer kassierten die Grün-Weißen am 7. Spieltag die letzte Niederlage.

TWW: Müller, Mantei, Holz, Löhrke (60. Giesebrecht), Oh (79. Quiering), P. Harder, Stork, Kösling, Felsberg, Kowalski (87. Kuruts), Heptner.

Tore: 0:1 (32.) Löhrke, 1:1 (49.), 1:2 (56.) Heptner, 1:3 (84.) Heptner, 1:4 (86./Foulelfmeter) Stork, 1:5 (90.) Holz.

D-Junioren erkämpfen 2:2 gegen SC Wiedenbrück

Achtungserfolg im Abstiegskampf

(19.03.2017) „Das war ein hochverdienter Punkt für uns“, freute sich Trainer Daniel Nowak nach dem Abpfiff des Spiels gegen den SC Wiedenbrück. Durch ein 2:2-Unentschieden stoppten die Bezirksliga-D1-Junioren den Negativlauf von acht Niederlagen in Serie und holten damit gleichzeitig den ersten Punkt auf heimischer Anlage.

„Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft. Das war eine Top-Leistung. Wir haben heute vor allem kämpferisch und läuferisch vollends überzeugt. Aber auch spielerisch konnten wir mit Wiedenbrück mithalten, waren phasenweise sogar das bessere Team“, sagte ein zufriedener Daniel Nowak.

Das Team vom Cappenberger See spielte in gewohnter Grundordnung, zeigte sich aber im Vergleich zum Spiel gegen den Delbrücker SC auf fünf Positionen verändert. Gleich zu Beginn des Spiels hatte der Nachwuchs der Westfalia die erste Schrecksekunde zu überwinden, spielte sich Wiedenbrück doch über die rechte Angriffsseite bis auf die Grundlinie vor. Den anschließenden Ball ins Zentrum konnte Wethmar so gerade eben noch klären. „Das war ganz schön eng. Es hätte zu unserer aktuellen Situation gepasst, wenn dieser Ball reingegangen wäre“, atmete Nowak im Rückblick auf die Situation noch einmal kräftig durch.

Von dieser Situation zeigte sich die Mannschaft aber keineswegs beeindruckt und setzte selber Akzente im Offensivspiel. Eine Situation führte zu einem Eckstoß für die Westfalia. Den ersten Eckstoß, den Wiedenbrück klären konnte, unterband der Schiedsrichter aber um noch einmal ein klärendes Gespräch mit zwei Spielern zu führen. Den erneut auszuführenden Eckstoß spielte Justin Maruszczyk auf den kurzen Pfosten. Kapitän Mika Hensler lief ein und köpfte diesen unhaltbar für den Wiedenbrücker Torwart in die Maschen (4.) – die Führung für die Westfalia.

„Das war ein ganz wichtiger Treffer für uns, denn nach diesem ging noch einmal ein positiver Impuls durch die Mannschaft“, sagte Nowak. Die Führung der Westfalia sollte allerdings nicht lange Bestand haben. Wiedenbrück spielte erneut einen Angriff bis zur Grundlinie. Den anschließenden Ball ins Zentrum konnte Wethmar dieses Mal nicht verteidigen, sodass der Wiedenbrücker Stürmer nur noch einzuschieben brauchte (8.). Es sollte aber noch schlimmer kommen für den Wethmarer Nachwuchs, denn Wiedenbrück konnte kurze Zeit später noch einen draufsetzen. Einen gut vorgetragenen Angriff verwertete Wiedenbrücks Stürmer zur 1:2-Führung (13.). „Innerhalb von fünf Minuten zwei Gegentore zu bekommen, war natürlich ein Schlag ins Genick“, gestand Nowak und ergänzte: „Natürlich schwirren einem dann viele Gedanken durch den Kopf. Es war ja schließlich mal wieder ein Doppelschlag, den die Jungs zu verkraften hatten.“

Diesen Doppelschlag verkraftete die Mannschaft dieses Mal aber hervorragend. So spielte sie mit Selbstvertrauen weiter und setzte weiterhin Aktionen nach vorne. Eine dieser Aktionen führte zu einer Großchance für Wethmar. Julian Beckmann spielte einen starken Pass in die Tiefe auf Nico Beile. Dieser setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, schloss aber aus halbrechter Position zu ungenau ab.

In der Halbzeitpause wurde gelobt, aber auch einige Dinge angesprochen, die in der zweiten Halbzeit besser gemacht werden sollten. So sollten Wiedenbrücks Außenverteidiger mehr unter Druck gesetzt werden. Beide Mannschaften kamen entschlossen aus der Halbzeitpause, wobei Wiedenbrück zu Beginn stark auf das dritte Tor drängte. Allerdings spielte Wethmars Defensive nun auf einem starken Level, und so ließen sie keine ernsthafte Torchance von Wiedenbrück zu.

Dann allerdings war es an der Mannschaft vom Cappenberger See das Ruder in die Hand zu nehmen. Sie drängte nun auf den Ausgleichstreffer, allerdings sollte es bis zur 42. Minute dauern, bis sie für ihren Einsatz belohnt wurde. Nach einem Einwurf Wiedenbrücks presste Wethmar hervorragend und konnte den Ball in der gegnerischen Hälfte erobern. Nach einem Ball ins Zentrum nahm sich Mika Hensler ein Herz und schoss aus 25 Metern aufs Tor – der Ball klatschte an die Latte. Fabian Fischer stand allerdings goldrichtig und beförderte den Abpraller ins Tor (42.) – der verdiente Ausgleich für die Westfalia.

Eine brenzlige Situation gab es für die Westfalia dann aber noch zu überstehen. Einen Schuss von Wiedenbrück konnte die starke Lou-Ann Wuth gerade noch abwehren, den Abpraller setzte Wiedenbrück ins Netz – das vermeintliche 2:3. Der gute Schiedsrichter entschied allerdings völlig zu Recht auf eine Abseitsstellung des Wiedenbrücker Stürmers. Nun wollte Wethmar allerdings noch mehr und hatte noch zwei Großchancen nach Standardsituationen. Eine Ecke von Nico Beile köpfte Julien Hagen nur knapp am gegnerischen Tor vorbei. Einen Freistoß, wiederum von Nico Beile, erwischte Mika Hensler nicht mehr ganz mit dem Fuß und so ging der Ball ebenfalls knapp am Tor vorbei.

„Das war ein erster Schritt in die richtige Richtung und wird uns hoffentlich einen Schub für die kommenden Spiele geben. Wir haben heute endlich mal 60 Minuten lang unsere Leistung auf den Platz gebracht“, sagte Nowak und betonte abschließend: „Das war kein glücklicher Punkt für uns. Den haben wir uns heute erspielt und erarbeitet. Mit ein wenig mehr Glück verlassen wir das Feld sogar als Sieger.“

Wethmar: Lou-Ann Wuth – Jonas Stephan (44. David Stalev), Fabian Beckmann (44. Leon Hallscheidt), Mika Hensler, Konstantin Henneböhl (20. Nico Beile), Julian Beckmann, Julien Hagen, Robin Kowalczyk (20. Fabian Fischer), Justin Maruszczyk

Tore: 1:0 Mika Hensler (4.), 1:1 (8.), 1:2 (13.), 2:2 Fabian Fischer (42.)

Erste macht stetig Boden gut - U23 rutscht weiter ab

Die Tabellenspitze kommt immer näher

(20.03.17) Westfalia Wethmar hatte am Sonntag gleich mehrfach Grund zur Freude. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber den beiden vorherigen Spielen gegen SuS Kaiserau (1:1) und Schlusslicht SC Husen-Kurl (3:0) gelang zum einen ein auch in der Höhe verdienter 5:1-Derbysieg beim VfB Lünen an der Dammwiese, zum anderen rückte Wethmar noch weiter an die Tabellenspitze heran. Denn der bisherige Klassenprimus Werner SC leistete sich die zweite Niederlage in Folge, verlor daheim völlig überraschend gegen den VfL Kamen mit 0:1 und verlor damit Platz eins an den BV Brambauer, der gegen den TuS Hannibal deutlich mit 4:0 gewann.

Auf den kleinen BVB hat Wethmar neun Spieltage vor Saisonende nun fünf Punkte Rückstand, auf den WSC nur noch vier. „Ich hatte ja schon vor dem Spiel gesagt, dass nach oben in dieser Saison noch einiges möglich ist, wenn wir beständig unsere Hausaufgaben machen. So schnell hatte ich damit aber nicht gerechnet“, sagt Wethmars Sportlicher Leiter und Interimstrainer Rolf Nehling. Und am nächsten Wochenende könnte sich die Konstellation für Wethmar weiter verbessern, denn dann treffen Brambauer und Werne im direkten Duell aufeinander. „Ein Unentschieden wäre da natürlich unser Wunschergebnis. Aber auch auf dieses Spiel schauen wir erst wieder, wenn wir unsere Partie erfolgreich bestritten haben“, sagt Nehling.

Gegen den VfB Lünen gelang der letztlich sehr deutliche Erfolg vor allem aufgrund einer starken zweiten Hälfte. „Defensiv haben wir weiter einige Schwächen gezeigt, aber im Angriff hat ziemlich viel funktioniert, da hat es Spaß gemacht zuzuschauen“, sagte Nehling. So hatten die Süder letztlich wenig entgegenzusetzen und mussten sich der Offensivpower der Grün-Weißen geschlagen geben.

„Dieser deutliche Erfolg sollte uns weiteres Selbstvertrauen für den Saisonendspurt geben“, hofft Nehling. Mit dem FC Nordkirchen am kommenden Sonntag hat der TWW nämlich noch eine Rechnung offen. Im Münsterland kassierte Wethmar Mitte September 2016 die bislang letzte Pflichtspielniederlage. „Da haben wir losgelegt wie die Feuerwehr, hätten schon nach einer Viertelstunde mit drei oder vier Toren führen müssen. Am Ende sind wir für unsere vergebenen Chancen ganz brutal bestraft worden, haben das Spiel nach einer schwachen zweiten Halbzeit noch völlig unnötig mit 1:2 verloren. Das wollen wir jetzt deutlich besser machen“, sagt Nehling, der aber erneut mit einem extrem motivierten Gegner rechnet: „Obwohl als einstiger Topfavorit auf die Meisterschaft gestartet, kämpft Nordkirchen längst mit dem VfB Lünen um das sportliche Überleben in der Bezirksliga. Auch in diesem Spiel werden wir den Widerstand erst brechen müssen. Präsentieren wir uns aber wie gegen Lünen-Süd, sehe ich wieder richtig gute Chancen.“

Personell muss der erfahrene Funktionär aber einmal mehr einen Rückschlag hinnehmen. Kapitän Nico Stork (Foto) kassierte im Derby die fünfte gelbe Karte und ist damit zum Zuschauen verdammt. Dafür kehrt der entsperrte Kai Schinck zurück und auch Dennis Anderson dürfte wieder zur Verfügung stehen.

Trotz des fehlenden Kapitäns sollte Wethmar die Aufgabe aber mit ganz breiter Brust angehen, denn in der Rückrundentabelle steht die Mannschaft vom Cappenberger See mit 16 Zählern aus sechs Spielen auf Rang eins, holte bereits neun Punkte auf den Werner SC auf. „Auch wenn wir zuletzt nicht immer optimal gespielt haben, hat die Mannschaft einen Lauf. Ich hoffe, diesen können wir gegen Nordkirchen fortsetzen“, so Nehling.

Einen Lauf hat derzeit auch die U23 des TuS Westfalia Wethmar – allerdings einen negativen. Nach vier Spielen in der Rückrunde steht immer noch eine null auf dem Punktekonto, was in der Tabelle für die zweite Serie nur den letzten Platz bedeutet. „Wir können alle sehr froh sein, in der Hinrunde so viele Punkte geholt zu haben, sonst müssten wir uns nach den zuletzt gezeigten Leistungen ernsthaft mit dem Thema Abstiegskampf auseinandersetzen“, sagte Trainer Simon Erling nach dem 2:4 bei SV SW Frömern.

In dieser Partie ließ der Wethmarer Nachwuchs vorne erneut fast unzählige beste Möglichkeiten aus und präsentierte sich in der Arbeit gegen den Ball äußerst anfällig. „In der Hinrunde passte noch extrem viel zusammen, derzeit läuft praktisch alles gegen uns, die Leichtigkeit ist völlig weg“, sagte Erling, der auch mit etwas Abstand die Niederlage in Frömern noch immer nicht fassen konnte. „Wir haben gegen einen keineswegs überragenden Gegner gespielt, hatten Möglichkeiten für mindestens fünf Treffer. Zudem hätten wir die Gegentore in Normalform allesamt leicht verhindern können. Das sagt eigentlich alles über unsere Leistung aus“, so Erling.

Als Tabellenzweiter in das Jahr 2017 gegangen, findet sich Wethmars U23 mittlerweile nur noch auf Rang sieben wieder, mit lediglich einem Punkt Vorsprung auf GS Cappenberg. „Hoffentlich werden einige Spieler jetzt endlich wach, dann haben wir am Sonntag eine Chance gegen den BSV Heeren diese Negativserie endlich zu beenden, andernfalls werden wir noch weiter in die Krise rutschen. Das allerdings sollten wir versuchen mit aller Macht zu verhindern“, erwartet Erling von seiner Mannschaft am kommenden Wochenende bedingungslosen Einsatz.

„In der Hinrunde ging fast alles von selbst, jetzt müssen sich die Jungs alles hart erarbeiten, dementsprechend gilt es jetzt endlich wieder aufzutreten“, sagte Erling. So baute der Wethmarer Nachwuchs in fast allen Rückrundenspielen die Gegner mit schlimmen Fehlern in der Defensive auf. „Darauf werden wir reagieren, vielleicht wird unsere Ausrichtung gegen Heeren erstmals wieder eine komplett andere sein, denn in unserer Situation gilt es jetzt zunächst einmal nicht wieder schnelle Gegentore zu fangen. Über die Spieldauer werden unsere Chancen dann ganz sicher kommen“, so Erling.

Im Meisterschafts-Fernduell gelingt 7:0 gegen Kaiserau

C-Junioren marschieren weiter

(21.03.17) C-Jugend-Kreisliga A Unna/Hamm: Westfalia Wethmar – SuS Kaiserau II 7:0 (4:0). Im Fernduell mit Westfalia Rhynern um Tabellenplatz eins und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga kam der Nachwuchs vom Cappenberger See zu einem ebenso deutlichen wie ungefährdeten Erfolg.

„Ich bin sehr zufrieden mit unserem Spiel. Die Jungs haben sich gut bewegt, hatten eine ordentliche Spieleröffnung, so dass wir uns etliche Torchancen herausgespielt haben“, sagte Trainer Niklas Rath (Foto).

Einziges Manko war einmal mehr die Torausbeute, denn das Ergebnis hätte eigentlich noch deutlich höher ausfallen müssen. „Alleine in der ersten Halbzeit standen wir mindestens noch fünf Mal völlig frei vor dem Keeper, treffen aber nicht. Bei dem letztlich klaren Ergebnis ist das natürlich kein Beinbruch, aber für die Spieler ist es trotzdem ärgerlich, dass sie sich für ihre super gespielten Passstafetten dann nicht auch mit einem Treffer belohnen“, sagte Rath.

Auch mit der hohen Führung im Rücken blieb Wethmar in Durchgang zwei weiter konzentriert in der Abwehrarbeit und ließ so praktisch keine Tormöglichkeit für die Gäste zu. „Mit war es wichtig, auch mal wieder zu null zu spielen. Das ist gelungen“, sagte Rath.

Diese Trainingswoche will der Coach mit seinem Trainerteam nun nutzen, um weiter intensiv am Torabschluss zu feilen. „Am Samstag wartet dann TuRa Bergkamen, da wollen wir auswärts die nächsten drei Punkte einfahren“, sagte Rath.

In dieses Spiel geht Wethmar weiter als Tabellenzweiter mit einem Punkt Rückstand auf Rhynern, denn auch die Hammer Vorstädter hatten am Wochenende wenig Mühe, gewannen gegen die SG Bockum-Hövel ebenfalls deutlich mit 5:0.

Wethmar: Sikora, S. Beling, Grimm, Hensler, Beile, Grohs, Fischer, Schmidt, Holzenthal, Kühlkamp, Jäger; Berka, Richter, T. Beling, Knoke, Wolter.

Tore: 1:0 Fischer (4.), 2:0 Kühlkamp (10.), 3:0 Holzenthal (14.), 4:0 Grohs (28.), 5:0 Hensler (50.), 6:0 Jäger (53.), 7:0 Berka (69.).

Start mit sieben Teams bei den Titelkämpfen

Auslosung für die Jugend-Stadtmeisterschaft

(21.03.17) Die Fachschaft Jugendfußball im Stadtsportverband stellte am Montagabend die Weichen für die anstehenden Titelkämpfe auf dem Feld.

Vom 13. bis 25. Juni kämpfen acht Vereine in den insgesamt sieben Altersklassen um die Stadtkrone, der TuS Westfalia Wethmar ist wie gewohnt überall vertreten und hat nach dem erfolgreichen Abschneiden unter dem Hallendach gute Chancen, erneut den Wanderteller für die beste Lüner Jugendabteilung zu ergattern.

Die Lose zog im Clubraum des gastgebenden BV Lünen der erste Vorsitzende der Fußballfachschaft Cemil Arpaci. Im Anschluss stellte Fachwart Detlev Eppmann einige Beschlüsse vor, die im Rahmen der Senioren-Sitzung in der letzten Woche gefasst wurden. So soll das Fehlverhalten von Trainern rigoroser bestraft und mit einem Innenraumverbot für den gesamten Turniertag geahndet werden. Außerdem steht darüber hinaus ein Ordnungsgeld für den jeweiligen Verein zur Diskussion. Eine endgültige Entscheidung darüber wird zeitnah getroffen.

Die Auslosung im Einzelnen:

A-Jugend

(1) Lüner SV - BV Lünen

(2) BW Alstedde - SV Preußen

Halbfinale

W. Wethmar - Sieger A1

VfB Lünen - Sieger A2

 

B-Jugend

(1) TuS Niederaden - BV Lünen

(2) W. Wethmar - BW Alstedde

(3) BV Brambauer - Lüner SV

Halbfinale

SV Preußen - Sieger B1

Sieger B2 - Sieger B3

 

C-Jugend

(1) VfB Lünen - BV Brambauer

(2) Lüner SV - SV Preußen

Halbfinale

W. Wethmar - Sieger C1

BW Alstedde - Sieger C2

 

D-Jugend

(1) BV Brambauer - W. Wethmar

(2) BW Alstedde - BV Lünen

(3) SV Preußen - VfB Lünen

(4) Lüner SV - TuS Niederaden

Halbfinale

Sieger D1 - Sieger D2

Sieger D3 - Sieger D4

 

E-Jugend

Gruppe 1: VfB Lünen, W. Wethmar, BW Alstedde, BV Lünen.

Gruppe 2: Lüner SV, SV Preußen, BV Brambauer.

 

F-Jugend

Gruppe 1: BV Lünen, BV Brambauer, BW Alstedde.

Gruppe 2: VfB Lünen, SV Preußen, W. Wethmar.

 

G-Jugend

Jeder gegen jeden: BW Alstedde, BV Brambauer, SV Preußen, W. Wethmar, VfB Lünen.

Der 21. Bezirksliga-Spieltag in der Übersicht

FC Roj verspielt Fünf-Tore-Vorsprung

Rafael Felsberg und Westfalia Wethmar gewannen gegen den VfB Lünen deutlich mit 5:1.

(21.03.17) Während Westfalia Wethmar durch ein starkes 5:1 im Derby beim VfB Lünen auch nach dem 21. Spieltag in der Bezirksliga 8 in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen bleibt, gilt dies nicht für das bisher beste Team dieser Staffel.

Der Werner SC kassierte mit einem 0:1 gegen den VfL Kamen bereits die zweite Niederlage in Folge und verlor damit erstmals seit dem 6. November die Tabellenführung. Die Gastgeber wirkten dabei nach dem völlig überraschenden 2:3-Fehltritt zuvor in Ascheberg erkennbar verunsichert, von der sonstigen Spielkultur, Wucht und Dynamik war dementsprechend wenig zu sehen. Dennoch war der WSC gegen schwache Kamener das bessere Team, kam zu einigen guten Möglichkeiten, die jedoch meist von Gäste-Keeper Koch vereitelt wurden. Der VfL brauchte nur zwei gute Chancen, um die drei Punkte aus dem Sportzentrum Lindert zu entführen. Nachdem Lindner mit seinem Schuss noch gescheitert war (57.), machte es Krucinski in der 70. Minute besser und köpfte völlig frei zum 0:1 ins Netz. Anschließend warf der WSC zwar alles nach vorne und beorderte auch Innenverteidiger Goletz ins Sturmzentrum, hatte damit aber keinen Erfolg. Denn ausgerechnet Goletz vergab kurz vor Schluss die beste Möglichkeit, als sein Heber das Tor knapp verfehlte. Werne-Trainer Kurtulus Öztürk sagte dem Westfälischen Anzeiger: „Bei uns haben einige schon sehr gehemmt gespielt. Bei allem Respekt vor Kamen: Wir haben nicht gegen einen guten Gegner verloren und haben jetzt in zwei Spielen gegen harmlose Gegner null Punkte geholt. Deshalb können wir das Thema Landesliga erst einmal ad acta legen. So, wie wir spielen, sind wir kein Aufstiegskandidat. Unser Gegner macht hier aus null Chancen ein Tor.“ Sein Gegenüber Marko Barwig sagte der Zeitung: „Das Spiel ist so gelaufen wie wir es wollten. Wir haben hinten sehr gut gestanden, nur nach vorne ist unser Plan nicht ganz aufgegangen mit zwei Chancen. Aber die haben ja gereicht. Wir haben unsere Konter nicht richtig ausgespielt. Ich bin natürlich sehr zufrieden. Ich hoffe, Werne steigt trotzdem auf.“

Neu auf Platz eins ist der BV Brambauer, der sein Auswärtsspiel im Hoeschpark beim TuS Hannibal überraschend deutlich mit 4:0 gewann. Spielertrainer Thorsten Nitsche brachte den kleinen BVB auf Kunstrasen nach gut einer halben Stunde in Führung, Kumac legte nur vier Minuten später Tor Nummer zwei nach. Von diesem Doppelschlag sollte sich Hannibal nie mehr wirklich erholen. Endgültig entschieden war die Begegnung nach 73 Minuten, als dem Ex-Wethmarer Frank Nkongo Enoh ein Eigentor zum 0:3 unterlief. Den 0:4-Schlusspunkt setzte erneut Kumac in Minute 86. Am kommenden Sonntag treffen in der Glückauf-Arena im absoluten Spitzenspiel Brambauer und Werne direkt aufeinander.

Wethmars nächster Gegner, der FC Nordkirchen, arbeitet unter dem neuen Trainerduo Issam Jaber und Emil Schwick weiter am Verbleib in der Bezirksliga. Nach einem 1:0-Sieg zum Einstand gegen den VfB Lünen erkämpfte sich das Team beim starken Aufsteiger Union Lüdinghausen jetzt ein torloses Remis. Der Punkt war für den FCN allerdings etwas glücklich, denn die Gastgeber hatten vor allem in Durchgang eins die deutlich besseren Möglichkeiten, trafen alleine durch Odum zwei Mal Aluminium. Nach der Pause kam zwar auch Nordkirchen durch Wilde und Lorenz zu zwei Abschlüssen, auf der Gegenseite musste Keeper Sandhowe gegen die Aktionen von Kalhkopf und Pinnekämper allerdings seine ganze Klasse zeigen. „Dass wir unsere Torchancen in der ersten Halbzeit nicht nutzen konnten, war natürlich ärgerlich. Aber für uns war vor allem wichtig, dass sich der Punkteabstand zu Nordkirchen nicht verringert“, sagte Union-Co-Trainer Hassan Sannan den Westfälischen Nachrichten.

Das mit Abstand kurioseste Spiel der 21. Runde lieferten sich der FC Overberge und FC Roj. Am Ende stand es 7:7, nachdem die Gäste nach knapp einer Stunde noch mit 7:2 in Führung gelegen hatten. In der letzten halben Stunde setzte Overberge aber zu einer unglaublichen Aufholjagd an und kam durch Treffer von Plattfaut (2), Manka, Rösener und Placzek nicht nur zum Ausgleich, sondern hatte durch Manka und Plattfaut in der Schlussphase sogar noch zwei Mal die Möglichkeit zum Sieg zu treffen. „Ob ich schon einmal einen Fünf-Tore-Vorsprung aufgeholt habe? Vielleicht in der Jugend, aber eigentlich kann ich mich an sowas nicht erinnern. Wir haben mal wieder unsere beiden Gesichter gezeigt. Es war ein hin und her. Das wir sieben Dinger reinbekommen, geht natürlich gar nicht. Aber wir haben gezeigt, dass wir nicht aufstecken und an uns glauben“, sagte FCO-Spielertrainer Sebastian Placzek, der vor dem Anpfiff noch die Marschroute ausgegeben hatte die Defensive stärken zu wollen, dem Westfälischen Anzeiger. Roj-Linienchef Sedat Sener sagte der Zeitung: „Das war unfassbar. Das hätte auch 10:10 ausgehen können. Im Großen und Ganzen ist das Ergebnis gerecht. Wir machen brutale defensive Fehler. Das hatte nichts mit Bezirksliga-Niveau zu tun, sondern war Kreisliga-C-Niveau.“

Ebenfalls viele Tore fielen im Spiel zwischen Viktoria Kirchderne und TuS Ascheberg. Mit 4:4 endete letztlich auch diese Begegnung unentschieden. Die Münsterländer gingen durch Tore von Heinrich, Manfredi und Kvesic zunächst drei Mal in Führung, Kirchderne egalisierte den Spielstand durch El Yahayaoui, Schulz und Milde allerdings jeweils. Als dann Kramer gut fünf Minuten vor Schluss sogar das 4:3 für die Gastgeber gelang, schien die Viktoria das Match komplett drehen zu können. Doch Ascheberg bewies Moral und rettete durch ein weiteres Tor von Heinrich in der dritten Minute der Nachspielzeit zumindest einen Punkt. „Die erste Halbzeit meiner Mannschaft war sehr gut. Danach sind wir ein wenig ins Schwimmen geraten“, analysierte TuS-Trainer Andrea Balderi gegenüber den Westfälischen Nachrichten.

Der SuS Kaiserau landete im Abstiegskampf einen wichtigen 4:2-Heimsieg gegen Eintracht Dortmund, kletterte damit auf Rang zehn der Tabelle. Besonders in der ersten Hälfte agierten die Schwarz-Gelben stark, legten durch Stender, Milcarek und Böcker drei Treffer vor, verloren bis auf das 4:0 durch Kupfer in Durchgang zwei dann aber völlig den spielerischen Faden. In Gefahr geriet der Dreier aber dennoch nicht mehr. Dortmund betrieb durch einen Doppelpack von Brezing lediglich noch etwas Ergebniskosmetik. Beenden musste Kaiserau das Spiel übrigens ins Unterzahl, weil Goetz nach einem Foulspiel die rote Karte sah (75.). „Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg. Da hätten wir aber noch mehr für unser Torverhältnis tun können, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten. Aber das ist ja unser altbekanntes Leiden. Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Wir hatten viel Ballbesitz, die nötige Ruhe gezeigt und hatten den Gegner gut im Griff. Nach der Pause waren wir nicht mehr im Spiel, attackierten den Gegner nicht und ließen ihn spielen“, sagte SuS-Coach Tom Schulz dem Internetportal „Sport im Kreis Unna“.

Zu einem lockeren 6:0-Auswärtssieg kam die zweite Mannschaft des Holzwickeder SC beim abgeschlagenen Schlusslicht SC Husen-Kurl. Die Gäste waren von Beginn an klar tonangebend, brauchten aber bis zur 41. Minute, um durch ein Tor von Hoffmann in Führung zu gehen. Mit diesem Treffer war der Bann gebrochen und Djordjevic (2), Nehm, Hoppe und Powilleit machten das halbe Dutzend voll.

B-Junioren verlieren gegen Hamm mit 1:3

Niederlage gegen den Spitzenreiter

(21.03.17) B-Jugend-Kreisliga A: Westfalia Wethmar - Hammer SpVg 1:3 (0:2). Gegen den souveränen Tabellenführer wollte sich der Wethmarer Nachwuchs nicht verstecken, selbst offensive Akzente setzen. Das funktionierte zunächst allerdings nicht. Nach schläfriger Anfangsphase trafen die Gäste bereits in der vierten Minute zum 0:1.

"In der Folge wurden die Jungs aktiver, setzten Hamm unter Druck und kamen immer wieder zu Ballgewinnen", sagte Trainer René Harder (Foto). So kamen die Grün-Weißen immer wieder gefährlich nch vorne, zu einem Treffer reichte es allerdings nicht.

Stattdessen musste Wethmar nach einer halben Stunde einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Bei einem Luftzweikampf prallte der starke Arne Wilberg mit dem Hammer Keeper zusammen, zog sich bei dieser Aktion einen Schlüsselbeinbruch zu und ist mittlerweile bereits erfolgreich operiert. "Wir hoffen, dass Arne schnell wieder auf die Beine kommt. Das war wirklich eine unglückliche Situation, an der der HSV-Keeper völlig schuldlos ist", sagte Harder.

Diesen Schock musste Wethmar zunächst einmal verdauen und geriet fast folgerichtig wenig später mit 0:2 ins Hintetreffen, als man es im Strafraum mehrfach verpasste den Ball zu klären. Mit Wiederbeginn hatte sich der Westfalia-Nachwuchs wieder formiert und spielte fortan ein starkes Pressing. 

Dieser couragierte Auftritt wurde belohnt. Nach einem öffnenden Pass von Nicolas Jansen war Torjäger Jonas Allefeld nicht mehr zu stoppen und verkürzte mit seinem Tor auf 1:2 (51.). "Spätestens nach dem Tor haben die Jungs gemerkt, dass etwas möglich ist und weiter mutig nach vorne gespielt", sagte Harder.

Doch nach knapp einer Stunde nahmen sich die Gastgeber durch ein Missverständnis selbst wieder aus der Partie, Hamm erhöhte auf 1:3 und sorgte damit für die Entscheidung. Denn mit diesem Treffer war der Wethmarer Widerstand gebrochen und die Gäste mussten nur noch das Nötigste tun, um den Vorsprung bis zum Schlusspfiff locker zu verwalten.

Trainer René Harder fand für seine Schützlinge trotz der Niederlage nur lobende Worte: "Ein super Spiel meiner Jungs. Ich bin absolut zufrieden. Es wurde das umgesetzt, was unter der Woche im Hinblick auf dieses Spiel mehrfach angesprochen wurde. Hamm hatte es sich hier sicherlich deutlich einfacher vorgestellt."

Wethmar: Kroll; Schumann, Adam, Jansen, Wilberg, Weiß, Kastner, Ohdamis, Allefeld, Busche, Schacht; Potthoff, Böllhoff, Neuhäuser, Bartsch, Denk, Holzenthal.

Tore: 0:1 (4.), 0:2 (35.), 1:2 Allefeld (51.), 1:3 (58.).

A-Junioren empfangen Wiedenbrück - D-Jugend in Hamm

Heimspiel gegen den Tabellenführer

(23.03.17) Im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga 1 empfangen die A-Junioren des TuS Westfalia Wethmar am Sonntag (11 Uhr) am Cappenberger See den Tabellenführer SC Wiedenbrück. "Das ist natürlich eine schwierige, aber keine unlösbare Aufgabe. Wie stark wir zuhause spielen können, haben die Jungs im bislang letzten Heimspiel mit dem 2:1-Sieg gegen den VfL Theesen unter Beweis gestellt. Bringen wir diesen Willen und Einsatz erneut auf den Platz, dürfte auch Wiedenbrück Probleme bekommen", glaubt Trainer Andreas Stückmann.

Der Nachwuchs des Regionalligisten aus Ostwestfalen holte bislang 30 Punkte, gewann am vergangenen Wochenende gegen die SpVg Brakel knapp mit 2:1. Mit 19 ein Großteil der Punkte holte der SCW allerdings auf eigenem Platz, steht in der Auswärtstabelle nur auf Rang fünf.

Im Hinspiel gewann Wiedenbrück vom Ergebnis zwar deutlich mit 4:1, hatte aber über weite Strecken große Probleme mit den Grün-Weißen. Wethmar hatte vor allem in der ersten Hälfte phasenweise sogar mehr vom Spiel, geriet dann erst durch einen Doppelschlag kurz vor der Pause vorentscheidend ins Hintertreffen.

"Wichtig wird sein, unsere defensive Stabilität wiederzufinden. Am vergangenen Wochenende beim 3:5 in Fichte Bielefeld haben wir zu viele Möglichkeiten zugelassen, waren nicht kompakt, haben schlecht verschoben und waren in den Zweikämpfen kaum präsent. Aber ich bin mir sicher, dass es die Mannschaft am Sonntag deutlich besser machen wird", sagt Stückmann.

Nach seinem Comeback nach beendetem Australien-Aufenthalt konnte Jonas Osterholz in dieser Woche voll trainieren und ist damit ebenso einsatzfähig wie Karim Bali und Tim Kress, die in Bielefeld grippebedingt kurzfristig passen mussten. Hinter der Einsatzfähigkeit von Duncan Borchardt, der in Bielefeld mit einer Knöchelverletzung früh ausgewechselt werden musste, steht noch ein Fragezeichen.

"Um die Liga zu halten, müssen wir nicht nur gegen unsere direkten Konkurrenten, sondern auch Teams aus der oberen Tabellenhälfte punkten. Dies zu schaffen, ist deshalb auch gegen Wiedenbrück wieder unser Ziel. Wir werden ein ganz unangenehmer Gegner sein", verspricht Stückmann.

Nach dem Punktgewinn am vergangenen Wochenende reisen die D1-Junioren am Samstag (Anstoß 13.30 Uhr) zum Tabellenführer Hammer SpVg. Das Hinspiel verlor die Mannschaft von Daniel Nowak (Foto) mit 0:2.

„Den Punkt am Samstag haben sich die Jungs wirklich verdient. Es war auch eine Erleichterung in der Kabine spürbar nach den ganzen Niederlagen zuvor. Ein ganz großes Kompliment habe ich meiner Mannschaft dafür ausgesprochen, dass sie nach dem Rückstand nicht den Kopf in den Sand gesteckt hat, sondern eine spitzenmäßige Reaktion gezeigt hat“, blickt Nowak noch einmal auf das vergangene Wochenende zurück, richtet den Blick dann aber alsbald nach vorne: „Das wird eine schwierige Aufgabe, denn gerade was den körperlichen Bereich angeht schätze ich Hamm noch einmal deutlich stärker ein als Wiedenbrück. Aber auch gegen Hamm werden wir alles in die Waagschale werfen und wollen ihnen damit das Leben so schwer wie möglich machen.“

Angesichts des unerwarteten Punktgewinns war die Stimmung im Training am Dienstag natürlich hervorragend. In diesem wurde am Nachrückverhalten und an der Passsicherheit gearbeitet. „Meine Mannschaft habe ich bisher noch nie so gelöst im Training erlebt, aber es trainiert sich natürlich deutlich angenehmer mit einem Erfolgserlebnis im Rücken“, sagt Nowak und fügt noch hinzu: „Trotz des guten Ergebnisses war natürlich nicht alles perfekt, das werden wir aufarbeiten. Aber der Schwerpunkt in dieser Woche liegt auf einem anderen Bereich.“

Personell hat der Trainer wieder viele Auswahlmöglichkeiten. Mika Arman, der sich in der letzten Einheit vor dem Spiel gegen Wiedenbrück am Arm verletzte, steigt am Freitag wieder ins Training ein. Julian Papior fehlt weiterhin verletzungsbedingt, wird auch das Spiel gegen Grün-Weiß Paderborn verpassen. „Es ist schade, dass sich Mika so kurz vor dem letzten Spiel verletzt hat. Ob es bei ihm für Samstag gegen die körperlich starken Hammeraner reicht, das bleibt abzuwarten, für das Spiel gegen Paderborn kann er aber mit seiner spielerischen Klasse eine wichtige Option für uns sein“, sagt Nowak, der Julian Papior zudem eine gute Genesung wünscht: „Ein Einsatz gegen Paderborn kommt für Julian leider zu früh. Und danach hat er noch lange genug Zeit um sich zu erholen und wird dann beim Spiel gegen Kaiserau wieder eine Option für uns sein.“

Ein ganz besonderes Erlebnis hatten Lou-Ann Wuth, Julian Beckmann und Nico Beile am Mittwoch – sie fungierten als Fahnenkinder bei der Fahnenzeremonie des Länderspiels der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen England, konnten so Lukas Podolski bei seinem Abschiedsspiel für die Nationalmannschaft so nah sein wie kaum ein anderer im Signal-Iduna-Park.

Ermöglicht wurde es ihnen dadurch, dass sie dem Kader der DFB-Stützpunkte Dortmund (Wuth) und Seppenrade (Beckmann, Beile), welche die Fahnenkinder stellten, angehören. „Ich freue mich für die Drei, dass sie das erleben durften. Podolskis Abschiedsspiel, 60.000 Zuschauer, eine super Atmosphäre in einem der schönsten Stadien weltweit – und dann stehen sie mitten auf dem Platz. Was gibt es schöneres als Kind?“, sagt Nowak, der abschließend noch ein Lob hinzufügt: „Ihre Aufgabe haben sie, trotz der wahrscheinlich sehr großen Aufregung, auf jeden Fall sehr gut erledigt. Hoffentlich können sie dieses Erlebnis in positive Kraft für sich ummünzen.“

Zuletzt geändert am: 13.04.2017 um 20:39

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