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Lockerer Pflichtsieg gegen Kellerkind

B1-Junioren bezwingen den Kamener SC deutlich mit 6:0

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Einen ungefährdeten Pflichtsieg gegen das Kellerkind Kamener SC fuhren die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar ein. Am zweiten Adventssonntag schossen die Grün-Weißen im letzten Heimspiel des Jahres ein halbes Dutzend Tore und blieben ohne Gegentor – somit lautete das Endergebnis 6:0.

„Das war heute mit Sicherheit nicht unsere beste Leistung in dieser Saison, aber unter dem Strich stehen die drei Punkte“, sagte Trainer Daniel Nowak. Am Sonntag schmiss Nowak, wie am Freitag angekündigt, die Rotationsmaschine an und veränderte die Startelf – im Vergleich zum letzten Spiel beim VfL Mark – gleich auf sieben Positionen. Lediglich Torhüter Paul Sikora, Sebastian Czarnietzki, Mattis Kühlkamp und Niklas Tittelbach verblieben in der ersten Elf. „Das haben sich die Jungs, die zuletzt weniger Spielzeit bekommen haben, auch verdient. Sie halten die Trainingsqualität oben, stellen das „Wir“ in den Vordergrund und tragen somit auch ihren Teil zum Erfolg bei“, so Nowak.

Trotz der vielen Veränderungen bestimmte die Westfalia von Beginn an das Geschehen und wurde ihrer Favoritenrolle somit gerecht. Die Grün-Weißen fuhren viele im Ansatz vielversprechende Angriffe, wurden im letzten Drittel aber häufig zu ungenau oder agierten nicht zielstrebig genug. So sollte es dann bis zur 11. Minute dauern, ehe der TuS in Führung gehen konnte. Mit dem ersten Treffer des Tages erzielte Tittelbach auch das schönste Tor des Tages. Einen etwas verunglückten Abstoß des KSC-Keepers pflückte Tittelbach mit der Brust runter und donnerte den Ball dann aus knapp 35 Metern Torentfernung per Dropkick mit seinem schwächeren linken Fuß in den linken Torwinkel – ein Treffer der Marke „Tor des Monats“ (11.).

„Das war ein technisch absolut herausragender Treffer. Annahme, Stellung zum Ball, Schusstechnik – es hat alles gepasst und das mit dem schwächeren Fuß. Hier hat man gesehen, wie wichtig es ist, beidfüßig agieren zu können“, fand Nowak lobende Worte. Kurz darauf legte Wethmar gleich den zweiten schönen Treffer nach. Nach einer Balleroberung von Tittelbach auf der linken Seite flankte dieser den Ball auf das lange Fünfereck. Kühlkamp bewies eine hervorragende Übersicht und legte die Kugel per Kopf quer auf Jason Jäger, der keine Mühe hatte den Ball per Direktabnahme unter die Latte ins gegnerische Gehäuse zu befördern (13.).

Im Anschluss an diese beiden Treffer schoss Wethmar den KSC-Keeper auf Betriebstemperatur. Die größte Möglichkeit zu diesem Zeitpunkt hatten Jäger, Tittelbach und Kühlkamp als Dreifach-Chance. Die Abschlüsse von Jäger und Kühlkamp wurden jeweils geblockt, den Schuss von Tittelbach entschärfte der Kamener Schlussmann mit einem sensationellen Reflex. Beim dritten Gegentreffer war dann aber auch der überzeugende Schlussmann ohne Abwehrchance. Ein Kamener Innenverteidiger verlor in einem Zweikampf in der eigenen Box den Ball an Jäger, der sich für die Vorlage zu seinem Treffer revanchierte und dieses Mal Kühlkamp bediente, der den Ball am Torhüter vorbei ins lange Eck legte und somit seinen ersten Saisontreffer im dritten Saisonspiel nach längerer Verletzungspause erzielen konnte (22.).

Den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit setzte dann erneut das Duo Jäger/Kühlkamp mit Unterstützung von Tittelbach. Nach einem Pass von Tittelbach auf Kühlkamp legte dieser erneut quer auf Jäger, der den Ball nur noch ins lange Eck zu schieben brauchte (38.). Mit diesem Doppelpack erzielte Jäger seine Saisontore zwei und drei.

In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel dann zunehmend, was vor allem daran lag, dass die Westfalia sich nun zahlreiche Ungenauigkeiten erlaubte, die Laufwege fehlten und auch viel mit sich selbst gehadert wurde. Zudem resultierten viele der Ungenauigkeiten in Fouls der Grün-Weißen, die den Spielfluss zusätzlich hemmten. So gab es nur noch ganz wenige Highlights, die aber allesamt der TWW für sich beanspruchte und zu zwei weiteren Treffern führten. Nach einem Flankenball kam Jäger in der gegnerischen Box an den Ball, ging ins Duell mit seinem Gegenspieler, der ihn nur noch mit einem Fußfeger an seiner nächsten Aktion hindern konnte. Der souveräne Schiedsrichter, der mit der Leitung des Spiels überhaupt keine Probleme hatte, entschied auch ohne Zuhilfenahme des – natürlich nicht vorhandenen – Videobeweises vollkommen zu Recht auf Strafstoß für die Gastgeber. Tittelbach nahm sich der Sache an, schickte den Torwart aus Sicht des Schützen in die rechte Ecke und versenkte sicher unten links (57.).

Das letzte Tor des Tages sollte dann auch noch einmal ein besonders schönes werden. Nach einer abgewehrten Freistoßflanke von Tom Beling nahm Tittelbach den Ball außerhalb der Box mit der Brust in die Bewegung mit, zog diagonal in die Box rein. Er schloss dann, fast an der linken äußeren Strafraumlinie stehend und zehn Meter von der Grundlinie entfernt, mit einem tollen Schuss aus der Drehung – erneut mit dem schwächeren linken Fuß – ab. Er traf die Kugel perfekt und beförderte sie unhaltbar ins lange Eck (77.). Mit diesem Treffer schnürte Tittelbach seinen 18. Saisontreffer im neunten Saisonspiel und konnte damit seinen Vorsprung in der Torjägerliste auf sieben Treffer ausbauen.

„Die erste Halbzeit war noch in Ordnung, da waren noch ein paar gute Spielzüge dabei. Die zweite hat dann überhaupt nicht unserem Niveau entsprochen. Mit Sicherheit haben auch die vielen Wechsel ihren Teil dazu beigetragen und es den Jungs nicht einfach gemacht, das will ich nicht abstreiten. Ein Kompliment geht heute an Luca, Leon, Frederic und Benedikt, für die es natürlich ungewohnt war, nicht zum Einsatz zu kommen, es aber wie selbstverständlich akzeptierten, dass ihre Mannschaftskameraden auch zu Spielzeit kommen“, sagte Nowak und warf abschließend einen Blick auf das kommende Wochenende: „Das wird das nächste Kracherspiel für uns werden. In Holzwickede ist es immer schwierig, zudem hat Holzwickede einen sehr guten Lauf, hat sechs Spiele in Folge gewonnen und stehen nur zwei Punkte hinter uns. Aber selbstverständlich fahren wir nicht nach Holzwickede, um dort die Punkte abzuliefern, sondern wollen am liebsten alle drei wieder mitnehmen, auch wenn es schwierig wird.“

TWW: Sikora – S. Beling, T. Beling, Grohs (60. Gabel), Tittelbach, Jäger, Hövener, Knoke (52. Rudwill), Kühlkamp (41. Bali), Bittner, Czarnietzki (41. Petkovic).

Tore: 1:0 (11.) Tittelbach, 2:0 (13.) Jäger, 3:0 (22.) Kühlkamp, 4:0 (38.) Jäger, 5:0 (57./FE) Tittelbach, 0:6 (77.) Tittelbach.

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