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Kirchderne klettert mit Kantersieg auf Platz zwei

Der 9. Bezirksliga-Spieltag in der Übersicht

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Youngster Till Kowalski gab gegen Sölde sein Comeback nach langer Verletzungspause und erzielte direkt einen Treffer.

Westfalia Wethmar setzte am 9. Spieltag der Bezirksliga-Saison 2017/18 seinen Aufwärtstrend fort, gewann das Heimspiel gegen den VfR Sölde ebenso deutlich wie verdient mit 5:2 und verließ nach vielen Wochen endlich wieder die Abstiegsplätze.

Einen Lauf schon seit dem ersten Spieltag hat Tabellenführer TuS Hannibal, bei dem Wethmar am kommenden Sonntag antreten muss. Beim FC Nordkirchen schaffte es der Klassenprimus einmal mehr, ein enges und umkämpftes Spiel knapp mit 1:0 für sich zu entscheiden und baute seine Punktekonto auf 25 aus. Den entscheidenden Treffer erzielte Mustapha Hamdoui in der 72. Minute.

Neuer Tabellenzweiter ist Viktoria Kirchderne nach einem 7:0-Kantersieg gegen Kellerkind TSC Hamm. Kirchderne ging bereits in der zweiten Minute durch den Ex-Wethmarer Budnjo in Führung. Anschließend waren die Hammer allerdings mindestens gleichwertig, kamen zu einigen besten Gelegenheiten und verschossen durch Akyüz sogar einen Foulelfmeter. Trainer Erdal Akyüz sprach gegenüber dem Westfälischen Anzeiger deshalb von der besten Saisonleistung seines Teams in den ersten 45 Minuten: „In der Pause hatte ich den Jungs noch gesagt, wie stolz ich auf sie bin und dass sie sich noch belohnen werden. Aber am Ende war das nur noch Frust pur.“ Denn direkt nach Wiederbeginn erhöhte Bunk für Kirchderne auf 2:0 – und beim TSC brachen alle Dämme, so dass Ndubueze (2), El Yahyaoui, Olesch und erneut Budnjo leichtes Spiel hatten, fünf weitere Tore nachzulegen.

Ebenfalls auf 20 Punkte wie Kirchderne kommt SuS Kaiserau, der das Nachbarschaftsduell gegen den FC Overberge deutlich mit 5:0 gewann. In Durchgang eins stand der FCO noch sicher in der Defensive und ließ nur wenig zu, so dass es bis zur 38. Minute dauerte, ehe sich Kaiserau-Torjäger Milcarek als „Dosenöffner“ betätigte und zum 1:0 traf (38.). Als Milcarek per Strafstoß drei Minuten nach Wiederbeginn auch Tor Nummer zwei folgen ließ, kippte die Begegnung zu Gunsten der Hausherren, die fortan dominierten und durch Tore von Stender (2) und Bittner auf 5:0 erhöhten. „Ein hoch verdienter Sieg. Nach dem 2:0 haben wir besser gespielt“, sagt Kaiserau-Coach Marc Woller dem Internetportal „Sport im Kreis Unna“. Sein Gegenüber Daniel Frieg sagte dem Internetportal: „Das 1:0 kassieren wir durch einen katastrophalen Fehler im Aufbau durch Eckelt. Gleiches Muster vor dem 3:0. Der Elfer nach der Pause zum 2:0 war für mich ein Witz, das war keiner. Das spielt dir dann nicht in die Karten bei so einer Mannschaft wie Kaiserau. Eine Topmannschaft. Mit unserer Truppe sind wir derzeit nicht bezirksligatauglich.“

Eine überraschende Niederlage kassierte der BV Brambauer mit 1:2 bei Aufsteiger RW Unna. In einem Spiel auf Augenhöhe lag das Chancenplus bei den Gastgebern. Der entscheidende Treffer fiel allerdings erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Nachdem Scharfe im Strafraum gefoult worden war, verwandelte Güven den fälligen Elfmeter sicher. Scharfe war es auch, der in der 73. Minute das 1:0 besorgt hatte. Neun Minuten später war für den BVB Torjäger Schuster zur Stelle und besorgte das zwischenzeitliche 1:1. „Der Strafstoß war auf jeden Fall berechtigt, denn der durchgebrochene Scharfe wurde unfair von den Beinen geholt. Ich freue mich riesig über den Sieg, das sind Bonuspunkte. Am Ende war der Dreier nicht unverdient“, sagte RWU-Linienchef Emre Aktas.

Ebenfalls 2:1 endete das Spiel zwischen dem Holzwickeder SC II und FC Roj. Matchwinner war Westfalenliga-Leihgabe Sebastian Schmerbeck, der beide Treffer erzielte. Er traf in Minute 38 zum 1:0 und nach dem schnellen Ausgleich von Demir (43.) auch in Durchgang zwei einer zu diesem Zeitpunkt äußerst umkämpften und engen Partie noch einmal (69.). „Sebastian Schmerbeck hat uns gut getan. Aufgrund der zweiten Halbzeit war unser Sieg etwas glücklich, dafür hatten wir in anderen Begegnungen zuvor nicht das Glück auf unserer Seite“, sagte HSC-Trainer Olaf Pannewig „Sport im Kreis Unna“.

Torreich war die Begegnung zwischen Union Lüdinghausen und SC Dorstfeld. Mit 4:3 hatten schließlich die Münsterländer das bessere Ende für sich. Die Gastgeber spielten eine bärenstarke erste Hälfte, trafen allerdings nur einmal durch Hüser (26.) zum 1:0-Pausenstand. „Wir hätten in der ersten Hälfte natürlich mindestens fünf Tore schießen müssen“, sagte Trainer Bülent Kara den Westfälischen Nachrichten. Der verschwenderische Umgang mit den Möglichkeiten hätte sich nach dem Seitenwechsel beinahe noch gerächt, denn die Dortmunder kamen durch Efthimiadis zum schnellen 1:1. Zwar gingen die Unionisten anschließend zwei Mal in Führung, doch der SCD hatte jeweils die passende Antwort. Einzig den Coerdt-Treffer zum 4:3 (79.) konnten die Gäste, bei denen Brodonkalla die Ampelkarte sah (90.), nicht mehr kontern.

Nach zuletzt einigen deutlichen Niederlagen erkämpfte sich Schlusslicht Eintracht Dortmund ein 1:1 beim VfL Kamen. Grauberger (89.) sicherte den Gästen mit seinem Tor spät einen Punkt. Zuvor hatte die Eintracht mächtig Druck gemacht und sich den einen Punkt damit verdient. Kamen dagegen fand nie zur Normalform, kam auch nach dem Führungstreffer von Rumpf (39.) nicht besser ins Spiel. „Das war eine schlechte Leistung meiner Mannschaft. Nach der Pause haben wir quasi um den Ausgleich gebettelt. Der fiel dann dummerweise auch noch“, sagte VfL-Trainer Sascha Siegner „Sport im Kreis Unna“.

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