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Großer Torhunger

B-Junioren deklassieren Lohauserholz mit 8:2

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Die B1-Junioren haben am zweiten Spieltag ihre weiße Weste gewahrt. Beim TuS Germania Lohauserholz-Daberg gewannen die Grün-Weißen vollkommen verdient mit 8:2 (2:1). Einziger Wermutstropfen für die Westfalia war der Feldverweis von Luca Grimm.

„Dieser Feldverweis tut uns sehr weh. Luca ist als Spieler und Persönlichkeit einfach sehr wichtig für uns“, sagte Trainer Daniel Nowak, der seinen Spieler aber in Schutz nahm: „Luca ist noch jung, da macht man Fehler. Das gehört zum Leben und dem Reifeprozess mit dazu und daraus wird er lernen. Da habe ich vollstes Vertrauen in ihn. Eine Teilschuld nehme ich auch auf mich. Wir beide müssen mit der Situation einfach anders umgehen.“

Die Jungs vom Cappenberger See legten auf ungewohntem Untergrund, einem Rasenplatz, gleich furios los. Mit dem ersten Angriff der Partie scheiterte Jason Jäger am großartig reagierenden Keeper der Gastgeber. In der anschließenden Situation kam der Ball vom Rücken eines Gegenspielers zu Leon Beile, der den Ball in den Fünfmeterraum brachte, wo Jäger nur noch einzuschieben brauchte (1.).

Der Schiedsrichter entschied allerdings zum Unverständnis aller Grün-Weißen auf Abseits, da er beim Ball auf Beile einen Wethmarer Spieler am Ball gesehen haben will. „Das muss der Schiedsrichter aus seiner Position einfach sehen. Ich sehe das aus 50 Metern Entfernung, da fehlt mir dann jedwedes Verständnis für. Das wäre der Führungstreffer in der ersten Minute gewesen, das sind dann ganz andere Voraussetzungen für den Rest des Spiels“, ärgerte sich Nowak.

Kurz darauf zeigten sich die Gastgeber einmal in der Offensive. Eine eigentlich harmlose Flanke lenkte Steffen Beling gefährlich auf das eigene Tor, aber Paul Sikora parierte diesen Ball überragend. Wethmar war über weite Strecken des Spiels aber das tonangebende Team, hatte viel Ballbesitz, bewegte sich mit und ohne Ball gut und fand immer wieder die Schnittstellen in der Abwehrkette der Gastgeber. In Folge dessen erspielte sich Wethmar mehrere hochkarätige Möglichkeiten. In der Mitte der ersten Halbzeit wurde Niklas Tittelbach mustergültig bedient, sein Schuss wurde aber in letzter Sekunde noch geblockt. An der anschließenden Ecke von Beile segelte der Torwart allerdings vorbei, sodass der allerdings auch sehr freistehende Sebastian Czarnietzki den Ball unbedrängt ins gegnerische Gehäuse köpfen konnte (23.).

Die Grün-Weißen blieben weiterhin am Drücker, ließen aber reihenweise hochkarätige Möglichkeiten liegen. Unter anderem scheiterte Jäger zweimal im Duell mit dem Torwart, außerdem klatschte ein Schuss von Tittelbach nur an den Querbalken. Und getreu der alten Fußball-Weisheit „Machst du sie vorne nicht, bekommst du sie hinten“ sollte es auch zum Ende der ersten Halbzeit kommen. Nach einer Häufung von Fehlern auf Seiten der Westfalia bekam Lohauserholz den Ball in die Box und ließ Sikora im direkten Duell keine Abwehrchance (40.).

Wethmar antwortete auf diesen Gegentreffer aber direkt in Person von Tittelbach. Nach einer Balleroberung bediente Jäger Frederic Fischer. Fischer ließ seinen Gegenspieler stehen und bediente überragend Tittelbach, der nur noch einzuschieben brauchte (40. + 1). Auch in die zweite Halbzeit starteten die Grün-Weißen furios. Wethmar gewann einen Ball in der gegnerischen Hälfte und schaltete schnell um. Beile bediente Tittelbach, der den Ball allerdings aus aussichtsreicher Position über das Tor schoss. Den abschließenden Abstoß fing Julius Hövener ab. Fischer spielte dann einen Steckball auf Beile, der im Duell mit dem Keeper cool blieb und den Ball zum 3:1 versenkte (42.).

Nach dem Feldverweis für Grimm (51.) agierte Wethmar in Unterzahl, die Lohauserholz dann auch gleich zum Anschlusstreffer nutzte (52.). Die Westfalia ließ sich davon aber nicht beirren und war auch in Unterzahl feldüberlegen. Den Anschlusstreffer konterte dann Tittelbach mit einem 30-Meter-Knaller ins obere linke Toreck (58.). Kurz darauf brachte sich Lohauserholz dann um die zahlenmäßige Überlegenheit, denn so erhielt deren Torwart wegen Beleidigung seines Mitspielers ebenfalls einen Feldverweis (59.). Den anschließenden indirekten Freistoß im Strafraum der Gastgeber donnerte Tittelbach nach Ablage von Fischer zum 5:2 in die Maschen (61.).

„Beide Feldverweise gehen in Ordnung. Trotzdem hat der Schiedsrichter in der zweiten Halbzeit leider seine gute Linie aus der ersten Halbzeit verloren und sehr kleinlich gepfiffen. Genau das Gegenteil von dem, was er uns vor dem Spiel angekündigt hatte. Aber sein Job ist auch nicht immer einfach“, äußerte Nowak sein Unverständnis.

Die Grün-Weißen waren nun noch gieriger auf weitere Treffer und spielten zielstrebig in Richtung Tor der Gastgeber, ließen aber weiterhin zu viele Möglichkeiten liegen. Nach einer hervorragenden Ballstafette kam Benedikt Lehn im Strafraum zum Abschluss und zwang den nach dem Feldverweis eingewechselten Lohauserholz-Keeper zu einer Glanztat. Kurze Zeit später machten es die Jungs vom Cappenberger See dann besser, als Beile, nach einer Flanke von Tittelbach, im Strafraum an den Ball kam, seinen Gegenspieler aussteigen ließ und gekonnt vollendete (68.).

Wethmar hatte aber immer noch nicht genug und legte in den Schlussminuten noch zwei weitere Treffer nach. Fischer spielte einen Diagonalball auf Beile, der eine butterweiche Flanke auf Tittelbach schlug. Tittelbach beförderte den Ball dann per Direktabnahme in die Maschen (77.). Den Abschluss des Torreigens markierte dann letztlich Fischer mit einem Schlenzer aus 25 Metern in den rechten Torwinkel (80. + 1).

„Das war heute erneut ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben eine gute Leistung gezeigt und mit sechs Punkten aus zwei Spielen einen perfekten Saisonstart hingelegt. Unser Offensivspiel war heute sehr variabel, wir haben uns sehr gut bewegt und immer wieder die freien Räume gefunden. Defensiv haben wir das auch zumeist ordentlich erledigt, auch wenn wir bei den Gegentoren nicht allzu gut ausgesehen haben. Allerdings haben wir, trotz acht geschossener Tore, an unsere ausbaufähige Chancenverwertung von letzter Woche angeknüpft. Wir müssen zur Pause schon viel deutlicher führen, sodass es erst gar nicht zum Ausgleich kommt. Aber bei dem Endergebnis fällt die Chancenverwertung nicht mehr allzu sehr ins Gewicht“, sagte Nowak und blickte abschließend auf das Pokalspiel: „Am Mittwoch spielen wir im Pokal bei VfK Nordbögge, da wollen wir natürlich eine Runde weiterkommen. Es werden natürlich die zum Einsatz kommen, die bisher in den Pflichtspielen noch nicht so zum Zuge gekommen sind. Das haben sie sich mit ihren Leistungen im Training auch verdient.“

TWW: Sikora – S. Beling (41. Schmidt), T. Beling (68. Petkovic), Grimm, Beile, Fischer, Tittelbach, Jäger, Hövener (51. Bittner), Lehn (71. Gabel), Czarnietzki.

Tore: 0:1 (23.) Czarnietzki, 1:1 (40.), 1:2 (40. + 1) Tittelbach, 1:3 (42.) Beile, 2:3 (51.), 2:4 (58.) Tittelbach, 2:5 (61.) Tittelbach, 2:6 (68.) Beile, 2:7 (77.) Tittelbach, 2:8 (80. + 1) Fischer.

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