| zum Kontakt | Seite empfehlen | Seitenfehler melden | Sitemap | zum Impressum | zum Disclaimer |
Startseite

Große Moral nach kapitalem Fehlstart

B-Junioren gewinnen nach 0:2-Rückstand mit 5:3 in Heessen

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
Startseite >>

Schwerer als vielleicht gedacht taten sich am Samstag die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar beim SVE Heessen. Lag die Mannschaft nach schlechten 19 Minuten bereits 0:2 in Rückstand, kam sie durch ein Geschenk zum Anschlusstreffer, fand daraufhin wieder ins Spiel zurück und gewann am Ende verdient mit 5:3.

„Großes Kompliment an die Jungs, sie haben eine großartige Moral gezeigt. Nach einem 0:2 so zurückzukommen, ist nicht selbstverständlich. Es ist wichtig, auch in den Spielen, in denen es nicht so gut läuft, nichts liegenzulassen“, so Trainer Daniel Nowak.

Für die Grün-Weißen begann die Partie denkbar schlecht, denn bereits nach gut 50 Sekunden klingelte es bereits das erste Mal im eigenen Gehäuse. Bei einer Heessener Ecke fehlte Wethmar die Zuordnung, sodass der aufgerückte Innenverteidiger unbedrängt einköpfen konnte (1.). Die Westfalia zeigte sich von diesem Gegentreffer beeindruckt und fand nur schwerlich nicht ins Spiel. Zwar gestaltete die Mannschaft das Spielgeschehen relativ ausgeglichen, doch gelang im Offensivspiel wenig bis gar nichts, sodass sich das Spielgeschehen überwiegend im Mittelfeld abspielte.

Heessen setzte immer wieder Nadelstiche, von denen einer belohnt werden sollte. Nach einem Ballverlust der Grün-Weißen schaltete der Hausherr schnell um. Der Heessener Spieler fasste sich ein Herz und hämmerte den Ball aus 30 Metern unter die Latte (19.). Kurz darauf erhielten die Jungs vom Cappenberger See dann ein Geschenk des Gastgebers. Niklas Tittelbach fing ein missglücktes Zuspiel des SVE-Torwarts ab und bedankte sich für das Geschenk mit einem Treffer im direkten Duell mit dem Torwart (23.).

Dieses Erfolgserlebnis schien bei Wethmar den Kopf freizumachen und die Last von den Schultern zu nehmen. So agierte die Mannschaft nun deutlich zielstrebiger, zeigte gute Laufwege und konnte auch bei den Balleroberungen überzeugen. Große Möglichkeiten hatten Frederic Fischer, der mit einem Schuss aus 18 Metern aber nur den Pfosten traf, und Pascal Schmidt, der nach einem Eckball an den Ball kam und diesen über das Gehäuse jagte.

Kurze Zeit später sollte Fischer dann mehr Glück haben: Einen Freistoß führten die Grün-Weißen schnell aus und so kam der Ball über die Stationen Lukas Knoke und Tittelbach zu Maxim Bittner. Der ließ seinen Gegenspieler mit einer guten Bewegung stehen und legte quer auf Fischer, der keine Probleme hatte, den Ball aus 14 Metern mit einem gut platzierten Schuss im gegnerischen Gehäuse unterzubringen (31.).

Die Westfalia kam dann voller Tatendrang aus der Kabine, wollte sie das Spiel doch nun endgültig drehen und den Führungstreffer erzielen. So kamen Benedikt Lehn, Pascal Schmidt, Fischer und Tittelbach zu Abschlussmöglichkeiten. Die größte Möglichkeit hatte aber Knoke. Dieser setzte sich auf der rechten Seite gut durch, zog nach innen und schlenzte den Ball in Richtung SVE-Gehäuse. Der SVE-Keeper fischte den Ball mit einer Glanztat aus dem linken Winkel.

Das Chancenplus der Grün-Weißen sollte sich dann endlich auch auszahlen. Fischer spielte einen Steckball auf den einlaufenden Tittelbach, der dem SVE-Schlussmann den Ball durch die Hosenträger zum 3:2 ins Tor schoss (52.). Wethmar blieb am Drücker und wollte das Spiel nun entscheiden. Aber die Mannschaft ließ nun durch einige falsche Entscheidungen vielversprechende Angriffe liegen. „Das war schon ärgerlich, da haben wir wie schon in Rhynern einige gute Situationen schlecht zuende gespielt. Agieren wir da cleverer, erhöhen wir schon kurz nach dem dritten Treffer“, kritisierte Nowak.

In Minute 59 trafen dann alle am Angriff beteiligten die richtige Entscheidung. Kapitän Niklas Bohle spielte einen überragenden Diagonalball hinter die Kette auf Lehn, der den Ball dann sehr gut in die Box brachte. Tittelbach ging mit Wucht in den Ball und ließ dem gegnerischen Keeper keine Chance (59.). Alle dachten, dass dies nun die Vorentscheidung gewesen sei, doch die Heessener hatten ihre eigenen Pläne. Nach Ballverlust der Grün-Weißen fuhr Heessen einen Konter und konnte somit den alten Abstand wiederherstellen (61.).

Auch im weiteren Verlauf wollte Wethmar wieder für die Entscheidung sorgen, hatte aber bei Abschlüssen kein Schussglück. In Minute 65 machte die Westfalia dann aber den endgültig den Deckel auf dieses Spiel. Einen langen Abschlag des SVE-Keepers spielte Sebastian Czarnietzki mit dem ersten Kontakt auf Bohle, der dann Fischer bediente. Er ließ seinen Gegenspieler aussteigen und spielte einen Steckball auf Tittelbach, der dann ohne Probleme ins lange Eck abschloss (65.).

Mit diesem Treffer stellte Tittelbach sein Torekonto auf beachtliche dreizehn Treffer in fünf Spielen. „Was Niklas an Hütten macht, ist schon überragend. Er hat einen sehr guten Abschluss und kann sowohl mit dem Blick als auch mit dem Rücken zum Tor agieren. Zudem arbeitet er auch viel für die Mannschaft. Er könnte aber teilweise noch kaltschnäuziger sein, wobei das natürlich Kritik auf hohem Niveau ist“, lobte Nowak, der aber auch den Rest des Teams nicht von dem Lob ausnehmen wollte: „Ohne seine Mitspieler wäre so eine Anzahl an Treffern überhaupt nicht möglich. Sie schaffen durch ihre Laufwege immer wieder Räume, in die er stoßen kann, und legen ihm die Dinger auch gut auf. Zudem halten sie ihm den Rücken frei und gönnen ihm jeden seiner Treffer. Das nenne ich Zusammenhalt.“

Im Anschluss boten sich Wethmar weitere gute Möglichkeiten für weitere Treffer, aber auch hier agierte die Mannschaft erneut häufig nicht clever genug oder es fehlte das Schussglück, sodass es beim 5:3 blieb. „In der ersten Phase des Spiels haben wir uns überhaupt nicht mit Ruhm bekleckert. Statt unser eigenes Spiel auf den Platz zu bringen haben wir häufig die Heessener Mittel verwendet. Wir haben es vor der Partie angesprochen, dass wir Heessen mit spielerischen Mitteln vor große Probleme stellen werden. Nach dem Anschlusstreffer haben wir das dann auch umgesetzt und wurden dafür dann belohnt. In Halbzeit zwei haben wir das dann insgesamt deutlich besser gemacht, waren zielstrebig, hatten gute Laufwege und konnten immer wieder gute Ballgewinne erzielen. Da waren auch richtig gute Kombinationen zu sehen. Manko waren hier die falschen Entscheidungen, die uns vielversprechende Angriffe gekostet haben“, sagte Nowak und äußerte sich abschließend zufrieden über den ersten Teil der Hinrunde.

„Bis hierhin können wir sehr zufrieden sein. Wir haben dreizehn Punkte eingefahren, mit überzeugendem Offensivspiel dreißig Tore erzielt und defensiv auch in aller Regel wenig zugelassen. Insgesamt sind wir auf einem guten Level, das gilt es aber weiterhin zu steigern. So können wir im Abschluss noch konsequenter werden und im defensiven Umschaltspiel in einigen Situationen noch schneller agieren. Nach den Ferien gilt es für uns, in den Spitzenspielen unsere Leistung konstant abzurufen und auch die vermeintlich leichteren Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.“

Vor den Herbstferien steht für den Nachwuchs der Westfalia am Mittwoch aber noch das Pokalspiel beim VfL Mark an. Da geht es dann um den Einzug ins Viertelfinale.

TWW: Rudwill – T. Beling, Schmidt (53. Gabel), Grohs (59. Hövener), Fischer, Tittelbach, Knoke (68. Bali), Lehn, Bohle, Bittner (65. S. Beling), Czarnietzki.

Tore: 1:0 (1.), 2:0 (19.), 2:1 (23.) Tittelbach, 2:2 (31.) Fischer, 3:2 (52.) Tittelbach, 4:2 (59.) Tittelbach, 4:3 (61.), 5:3 (65.) Tittelbach.

zurück