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Fantastische sechs Minuten mit drei Toren

1. Mannschaft gewinnt nach 0:2-Rückstand in Brambauer mit 3:2

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Was für eine Aufholjagd: Die 1. Mannschaft des TuS Westfalia Wethmar hat ihren Derby-Fluch abgelegt und gewann beim BV Brambauer mit 3:2 (0:0). Dabei lagen die Gäste bis zwanzig Minuten vor dem Ende noch mit 0:2 im Hintertreffen, ehe eine intakte Moral und eine unwiderstehliche Leidenschaft die Wende herbeiführten.

Zunächst jedoch zu Beginn die Zusammenfassung der ersten Halbzeit: Das war nichts! Und zwar von beiden Seiten, denn sowohl die Hausherren als auch die Grün-Weißen brachten beinahe keinen gefährlichen und zielführenden Pass an den Mann, die rund 150 Zuschauer waren für den Pausenpfiff selten so dankbar wie an diesem Spieltag. „Das war kein Duell auf gutem Niveau“, räumte auch Trainer Andreas Przybilla ein, auch wenn er leichte Vorteile auf Wethmarer Seite gesehen hatte. „Wir haben im Vergleich häufiger versucht, etwas für das Spiel zu tun und höher zu pressen, um mehr Ballbesitz zu bekommen.“

Direkt nach der Pause brach dann zum Entsetzen der Westfalia der BVB den Bann: Nach einem Freistoß von der halbrechten Seite und einer undurchsichtigen Ping-Pong-Einlage rund um den Fünfmeterraum stand Kollakowski goldrichtig und schob aus kurzer Distanz ein zum 1:0. Die Grün-Weißen wirkten angezählt und leicht schläfrig, auch der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Weymann schien nach 52 Minuten ebenfalls etwas abwesend und übersah ein klares Foul von BVB-Stürmer Raschanica, der Kaufmann im Sprintduell in die Hacken lief. Dennoch durfte der Kapitän seinen Weg fortsetzen und nach einem Haken zum 2:0 abschließen.

„Im Nachhinein hat uns dieser Doppelschlag vielleicht sogar geholfen“, mutmaßte Przybilla, der seine Mannen nach vorne peitschte und auch taktisch wie personell drei Änderungen vornahm: Schöpf, Kowalski und Heptner belebten fortan das Offensiv-Spiel der wie verwandelt wirkenden Grün-Weißen. „Das, was heute passiert ist, macht diesen Sport so liebenswert!“, schwärmte der Coach, denn Wethmar spielte nach dem abgefälschten Dupke-Schuss zum 1:2 (70.) den Gastgeber förmlich an die Wand.

Der TuS war nun in allen Belangen überlegen, bewies einen enormen Kampfgeist und belohnte sich durch Kowalskis Schuss von der Strafraumgrenze mit dem Ausgleich. Brambauer schüttelte und schüttelte sich, den Gegner allerdings nicht mehr ab. Knapp anderthalb Minuten nach dem 2:2 zirkelte Jashanica einen Freistoß ins Zentrum, wo Kapitän Stork den Ball mit der Fußspitze ins Netz verlängerte. Die Partie war also gedreht, und der BVB löste sich endlich wieder ein wenig aus der Umklammerung und hatte nach 81 Minuten eine letzte Riesenchance zum 3:3, doch die Westfalia brachte den ersten Derbysieg seit Brambauers Landesliga-Abstieg vor drei Jahren nach Hause.

„Man hat gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind!“, lobte Przybilla. „Wir sind mittlerweile in der Lage, neunzig Minuten zu marschieren und taktisch variabel auf die Entwicklung eines Spiels zu reagieren.“ Über allem stehe aber vor allem der absolute Siegeswille. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs, sie haben sich nicht unterkriegen lassen und die richtige Antwort gegeben.“

TWW: N. Dvorak, Kaufmann, Osterholz, Jankort (55. Kowalski), Cillien (55. Schöpf), Jashanica, El-Gaouzi (64. Heptner), Stork, Dupke, Kalkopf, S. Dvorak.

Tore: 1:0 (47.), 2:0 (53.), 2:1 (70.) Dupke, 2:2 (74.) Kowalski, 2:3 (76.) Stork.

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