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Energieleistung mit fantastischem Happy-End

B1-Junioren treffen beim VfL Mark in der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Mit einer wahren Energieleistung haben sich die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar am Sonntag ein 2:2-Unentschieden im Top-Spiel beim VfL Mark erspielt. Nach einem 0:2-Halbzeitrückstand konnten die Grün-Weißen kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit auf 1:2 verkürzen, ehe in der ersten Minute der Nachspielzeit noch der vielumjubelte Ausgleichstreffer fiel.

„Die Jungs haben heute eine unglaubliche Mentalität an den Tag gelegt und eine überragende Moral gezeigt. Dieser Ausgleichstreffer war einfach nur hochverdient und der dadurch erspielte Punkt kann am Ende noch wichtig sein, wenn man sich anschaut, wie eng es in der Spitzengruppe zugeht. Die ersten fünf Mannschaften liegen innerhalb von vier Punkten, das ist schon brutal. Zudem kann dieses Erlebnis noch einmal zusätzliche Kräfte freisetzen“, sagte ein zufriedener Trainer Daniel Nowak.

Bei Fritz-Walter-Wetter und damit äußerst rutschigem Kunstrasen tat Wethmar sich zu Beginn etwas schwerer als die Gastgeber. Die Grün-Weißen agierten in der ersten Halbzeit im Defensivverhalten nicht so stark, wie noch in den letzten Wochen. So boten sich den Hausherren immer wieder viele Räume. Der TuS hatte zwar viel mehr Ballbesitz als der VfL, tat sich gegen einen – im Spiel gegen den Ball in einem kompakten 4-1-4-1-System agierenden – tief stehenden Gegner allerdings häufig schwer.

Die Abtastphase gestaltete sich nur kurz. Nach einem gut gespielten Angriff des VfL hatte die Westfalia etwas Glück, dass der schwache Unparteiische nicht auf Strafstoß entschied. Dies war aber auch die einzige Situation, in der der Schiedsrichter den Wethmarern wohlgesonnen war. Ansonsten wurden ihnen viele Aktionen abgepfiffen, die der Schiedsrichter auf der anderen Seite jedoch durchgehen ließ. Glück hatte der Gastgeber, als einer seiner Akteure – in einer Situation ohne Bezug zum Ball – Jonas Rudwill mit beiden Händen vor die Brust stieß, woraufhin dieser zu Boden ging. Statt eines, den Regeln entsprechenden, Feldverweises erhielt der VfL-Spieler nur eine Verwarnung.

Kurz vor Schluss erlaubte sich Mark noch eine weitere grobe Unsportlichkeit, in der ein Spieler des VfL einen TuS-Akteur mit einem Einwurf aus kurzer Distanz abwarf. Diese Situation winkte der Unparteiische jedoch ebenso durch und sprach dem VfL einen weiteren Einwurf zu. „Leider hat der Unparteiische überhaupt keine Linie in seinen Entscheidungen gehabt. Identische Situationen wurden gegen uns entschieden, während diese auf der anderen Seite jedoch für Mark ausgelegt wurden. Zu den beiden zwingenden Feldverweissituationen gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen. Es ist einfach unverständlich, dass er sowas durchgehen lässt“, war Nowak auch weit nach Spielschluss nicht einverstanden mit den Schiedsrichterentscheidungen.

Aber auch für die Aktionen der Gastgeber-Akteure hatte Nowak kein Verständnis: „Beide Aktionen haben auf dem Fußballfeld rein gar nichts verloren und können Verletzungen verursachen. Die erste Aktion kann man vielleicht noch mit einem Übermaß an Emotionen erklären, die zweite Situation hingegen ist ein absolutes "No-Go". Gerade die zweite Aktion würde bei uns deutliche Konsequenzen – auch schon während des Spiels – nach sich ziehen. Das möchte ich von unseren Jungs nicht sehen!“

Kurz nach der ersten möglichen Strafstoß-Situation wurde dem VfL dann doch ein berechtigter Strafstoß zugesprochen. Nach einem abgewehrten Eckball kam ein VfL-Spieler an den Ball. Wethmars Defensive agierte viel zu passiv, sodass er gegen drei TuS-Akteure in die Box reinziehen konnte und dann von Pascal Schmidt regelwidrig zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Strafstoß konnten die Gastgeber dann sicher verwandeln (10.). „In dieser Situation haben wir uns viel zu passiv verhalten, haben überhaupt keinen Kontakt zum Gegenspieler gesucht. So dürfen wir uns in dieser Situation nicht verhalten. Das können wir deutlich besser“, ärgerte sich Nowak.

Dieser Gegentreffer schien aber einen Hallo-Wach-Effekt für die Grün-Weißen zu haben. Gleich mit dem ersten Angriff nach dem Gegentreffer kamen die Gäste zu einer Top-Möglichkeit. Nach einer gefälligen Kombination steckte letztlich Frederic Fischer auf Niklas Tittelbach durch, der aus halblinker Position in der Box mit seinem eigentlich schwächeren linken Fuß abschloss. Diesem Kracher konnte der VfL-Schlussmann nur hinterherschauen, aber das Glück war ihm hold, denn der Ball klatschte nur an den Querbalken.

Damit begann auch die beste Phase der Westfalia in der ersten Halbzeit, in der sie sich immer wieder gefällig und zielstrebig in Richtung VfL-Gehäuse kombinierten. Aber auch Mark erspielte sich weitere Gelegenheiten. Eine weitere sehr gute Möglichkeit für den TuS hatte Mattis Kühlkamp auf dem Fuß, der nach Flanke von Leon Beile allerdings nicht mehr genügend Druck auf den Ball bekam. Mitten in der Wethmarer Drangphase fiel dann wie aus heiterem Himmel der zweite Treffer für die Gastgeber. Nach einem Fehler des TuS im Mittelfeld erkannte ein VfL-Spieler die Situation blitzschnell und schoss den Ball aus knappen 40 Metern mit dem ersten Kontakt über den überraschten TWW-Schlussmann Paul Sikora hinweg ins Wethmarer Gehäuse (23.).

Da die Westfalia in der ersten Halbzeit keinen Treffer aus ihren Möglichkeiten erzielen konnte, ging es mit einem 2-Tore-Rückstand in die Pause. In der Halbzeitpause gab Nowak seinen Jungs einige Anpassungen, Lösungsmöglichkeiten und eine Motivationsrede für die zweite Halbzeit mit auf den Weg. „Die Jungs sollten möglichst mit einem Ball zwischen dem Flügelspieler und dem auf der Halbposition agierenden Mittelfeldspieler in die Zone zwischen den beiden Viererketten kommen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit sehr gut umgesetzt“, sagte Nowak.

So sollte die zweite Halbzeit dann gleich mit einem Ausrufezeichen der Grün-Weißen beginnen. Nach einer schön anzuschauenden Kombination behauptete Kühlkamp den Ball auf dem linken Flügel und brachte diesen dann im Fallen ins Zentrum auf Fischer. Dieser spielte einen Steckball auf Tittelbach, der im direkten Duell mit dem VfL-Keeper cool blieb und den Ball sicher im gegnerischen Gehäuse versenken konnte (42.). Kurz darauf erlaubte sich der TuS seinen einzigen groben Schnitzer in der zweiten Halbzeit. Nach einem langen Ball hinter die Kette waren sich Sebastian Czarnietzki, Schmidt und Sikora nicht einig, Daraus zog der VfL-Stürmer fast Kapital, die Möglichkeit vereitelten die sich zuvor Uneinigen dann aber gemeinschaftlich.

Ansonsten hatte die Westfalia fast über die komplette zweite Halbzeit das Kommando über das Spielgeschehen. Gegen einen nun noch tiefer stehenden Gegner wurde es aber nicht einfacher, sich in die Box zu spielen. Gute Möglichkeiten erspielten sich die Gäste dennoch. So erhielt der eingewechselte Jason Jäger in der eigenen Spielfeldhälfte den Ball, zündete den Turbo und zog an seinen Gegenspielern vorbei in Richtung Grundlinie. Von dort aus brachte er den Ball in die Box, es verpassten aber sämtliche TuS-Akteure. Nach einem erneuten guten Steckball von Fischer kam Tittelbach in der Box an den Ball, konnte diesen unter Bedrängnis aber nur knapp neben das Tor setzen. Fischer scheiterte mit einem Distanzschuss am Keeper der Gastgeber. Nach einem erneuten Steckball, dieses Mal gespielt von Tittelbach, kam der eingestartete Beile an den Ball und zog am Torwart vorbei. Er kam dabei etwas zu weit nach außen ab, versuchte aber trotzdem den Abschluss. Er brachte aber nicht genug Kraft hinter den Ball, sodass dieser vor der Torlinie geklärt werden konnte.

In der ersten Minute der Nachspielzeit sollte sich die Jungs vom Cappenberger See aber für ihre Energieleistung belohnen. Die Grün-Weißen bekamen nach einem abgeblockten Schuss einen Eckstoß zugesprochen. Nowak beorderte seinen Schlussmann Sikora, der mit seinem pinken Trikot für Unruhe sorgen sollte, sowie sämtliche Feldspieler – bis auf den absichernden Kilian Grohs und Eckballschütze Fischer – in die gegnerische Box. Sikora postierte sich dabei in der Nähe des VfL-Schlussmanns. Fischer brachte den Ball in Richtung kurzer Pfosten, Sikora machte einen Schritt vor den VfL-Keeper um ihn zu blocken. Lukas „Koke“ Knoke ging Richtung kurzer Pfosten und konnte den Ball nun unbedrängt zum hochverdienten Ausgleichstreffer in den Maschen unterbringen. Auf Seiten der Westfalia brachen nun alle Dämme und sämtliche Spieler, ob auf dem Feld oder auf der Bank, Nowak sowie der verletzte, aber für die moralische Unterstützung anwesende Luca Grimm stürmten auf das Feld in Richtung des Torschützen und bildeten eine riesige Jubeltraube, die sich erst nach einer gefühlten Ewigkeit auflöste (80.+1).

„Wir haben eine richtig gute zweite Halbzeit gespielt, haben unglaublich viel investiert und uns am Ende dafür belohnt. Diese war nichts für schwache Nerven. Das Gefühl beim Ausgleich und mit den Jungs in der Jubeltraube war dann einfach nur geil und die Freude natürlich riesengroß. Ich bin so stolz auf die Jungs, dass sie nach einem 0:2 gegen einen richtig starken Gegner so zurückgekommen sind“, sagte Nowak, der aber auch den Teamgedanken der nicht eingesetzten Jungs hervorhob: „Ein großes Kompliment geht auch an die nicht eingesetzten Tom, Steffen und Maxim sowie den verletzten Luca, sie haben die Jungs auf dem Feld klasse unterstützt. Ohne sie wäre das heute auch nicht möglich gewesen. Und das alles zeigt, dass wir alle zusammen ein verschworener Haufen sind!“

TWW: Sikora – Schmidt, Beile, Petkovic (41. Rudwill), Fischer, Tittelbach, Lehn (57. Jäger), Kühlkamp (66. Knoke), Bohle (50. Grohs), Czarnietzki, Gabel.

Tore: 1:0 (10.), 2:0 (23.), 2:1 (42.) Tittelbach, 2:2 (80.+1) Knoke.

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