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Eine lange Vorbereitung auf die Landesliga

B-Junioren haben auch in der neuen Saison einiges vor

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Seit fünf Wochen befinden sich die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar – nach der zwölfwöchigen Pause aufgrund der Corona-Pandemie – wieder im Training. Nachdem in den ersten beiden Wochen, aufgrund der damals geltenden Coronaschutzverordnung, nur ein Training in Gruppen von maximal zehn Personen möglich war, kehrte man am 16. Juni endlich wieder ins Mannschaftstraining zurück.

Trainiert wird seit Wiederbeginn auch schon in der neuen Mannnschaftszusammensetzung. „Es war ein tolles Gefühl, nach einer so langen Zeit wieder mit den Jungs auf dem Platz stehen zu dürfen. Es war aber leider nicht möglich, noch ein letztes Mal mit der alten Truppe zu trainieren“, sagt Trainer Daniel Nowak (Foto) mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Nachdem die letzte Saison mit dem Aufstieg ein überragendes Ende gefunden hat, gehen die Grün-Weißen in der zweithöchsten Altersklasse künftig in der Landesliga an den Start. Damit gelang innerhalb von zwei Jahren der Durchmarsch von der Kreisliga A in die Landesliga. In dieser Altersklasse ist die Teilnahme an der Landesliga für Wethmar ein Premiere, lediglich die A-Junioren gingen in der Saison 2016/2017 bereits in der Landesliga an den Start. „Leider war es bisher nicht möglich, mit den Jungs eine gebührende Feier durchzuführen, nachdem die Saison mit dem Aufstieg in die Landesliga ein grandioses Ende gefunden hat“, bedauert Nowak, der aber im gleichen Atemzug verspricht: „Die Feier werden wir auf jeden Fall noch nachholen. Das haben sich die Jungs einfach verdient!“

Die Herausforderung „Landesliga“ geht der TuS-Nachwuchs allerdings mit zahlreichen Veränderungen an. Aus der Aufstiegsmannschaft verbleiben mit Mika Hensler, Dave Schlierenkämper, Luka Schulz, Timo Chukliang, Oskar Koert, Jonas Stephan, Julien Hagen, Conner Schönfelder, Ben Kautz, Fabian Fischer, Julian Papior, Murat Cetin und Marvin Jankowiak noch 13 Jungs im B-Junioren-Bereich. Demgegenüber stehen Paul Sikora, Steffen Beling, Tom Beling, Kilian Grohs, Jason Jäger, Tarek Bali und Kevin Berka, die altersbedingt in den A-Junioren-Bereich wechseln. Zudem verlassen Lukas Knoke, Lennart Belz und Jonas Stiller (nächste Saison alle A-Junioren) und Nico Knäpper den Verein. „Ich möchte mich bei den 2003ern für zwei überragende Jahre mit euch bedanken. Es gibt viele Momente, an die ich mich gerne zurückerinnern werde. Ich wünsche euch für eure persönliche und sportliche Zukunft sowie eure Gesundheit alles erdenklich Gute. Danke für Alles!“, richtet Nowak dankende Worte an die Jungs.

Auch im Trainerteam gibt es in der kommenden Saison eine Veränderung: Während Udo Halbe (Foto) und Nowak an Bord bleiben, tritt Heiko Kautz, im Laufe der letzten Saison kurzfristig eingesprungen, wieder hinter die Bande. Neu im Team mit dabei ist dafür Luca Breuker, der vom Lüner SV an den Cappenberger See wechselt. „Ich möchte mich bei Heiko und auch bei unserem während der Saison ausgeschiedenen Co-Trainer Thomas Schönfelder für ihren Einsatz im letzten Spieljahr bedanken. Sie haben einen großen Anteil an unserem Erfolg! Wir werden uns auf jeden Fall noch mal in einer tollen Runde zusammensetzen und gemeinsam anstoßen“, sagt Nowak und ergänzt in Bezug auf Breuker: „Ich freue mich, mit Luca einen jungen Trainer gefunden zu haben, der uns in der kommenden Saison auf unseren spannenden Weg begleitet. Ich hoffe, er kann in diesem Jahr auch viel für sich mitnehmen.“

Auf der Suche nach Verstärkungen für den Kader wurde sowohl in den eigenen Reihen als auch in der Umgebung geschaut. Mit Nico Beile, Muris Boljetini, Moritz Höwer, Luca Hüppe, Luca Merg, David Stalev und Dorian Tkotz schafften sieben Jungs auf der C1-Jugend den Schritt in den Kader der B-Junioren. Zudem wurde man auch außerhalb des eigenen Nachwuchses fündig, denn es stießen drei Jungs von anderen Vereinen zu den Grün-Weißen. Rico Kalmus wechselte von den C1-Junioren der Spvgg. Erkenschwick an den Cappenberger See, Lennox Rust und Nico Unger tauschten innerhalb der Lippestadt die Farben und kamen vom SV Preußen 07 zum TuS-Nachwuchs.

„Die Jungs aus der C1 haben keine leichte Saison hinter sich. Es ist wichtig, dass sie sich ihr Selbstvertrauen wiederholen. Die Jungs können mehr, als sie in der letzten Saison gezeigt haben. Da ist genügend Potential vorhanden“, sagt Nowak und ergänzt mit Blick auf die Neuzugänge: „Aufgrund der Corona-Situation war das nicht so einfach. Bei den Dreien handelt es sich um Wunschspieler, sie sind zudem Jungjahrgänge und können noch zwei Jahre B-Jugend spielen. Rico kenne ich schon sehr lange und hatte ihn immer auf dem Schirm. Es freut mich sehr, dass er sich für uns entschieden hat. An Lennox und Nico hatte im Winter schon die C1 Interesse, damals hat es leider nicht geklappt. Beide wollten eine neue sportliche Herausforderung annehmen. Auch da freut es mich sehr, dass sie sich für uns entschieden haben. Die Jungs haben großes Potential.“

Auf die Frage, warum es nicht mehr Neuzugänge von anderen Vereinen gegeben habe, findet Nowak eine klare Antwort: „Wir wollen Jungs, die sich mit unserem Verein identifizieren und auch schon einiges mit ihm durchgemacht haben. Bei uns muss der Zusammenhalt stimmen. Bei unseren Neuzugängen war auch die menschliche Seite ganz entscheidend. Da hatte ich nach den Gesprächen sofort ein gutes Gefühl. Bei anderen Jungs hatte ich das Gefühl nicht so, deswegen habe ich mich gegen sie entschieden.“

Auch auf der Ebene der Führungsspieler gibt es beim zweitältesten TuS-Nachwuchs Veränderungen, da die Kapitäne Tom Beling, Jason Jäger und Kilian Grohs allesamt in zur A-Jugend aufrückten. So entschied sich das Trainerteam schnell für Oskar Koert (Foto) als neuen Mannschaftskapitän. Ebenso schnell entschied das Trainerteam, dass als Koerts Stellvertreter Mika Hensler und Ben Kautz fungieren sollen. „Das Gefühl war echt cool, dass ich nach zwei Jahren im Verein schon eine so anführende Rolle eingenommen habe, dass ich zum Kapitän ernannt werde. Ich war echt glücklich, weil ich so mehr Verantwortung übernehme und die Mannschaft auf dem Platz coachen und antreiben kann“, beschreibt Koert seine Gefühle, als ihm die erfreuliche Nachricht mitgeteilt wurde.

Auch mit Blick auf die kommende Saison hat er klare Vorstellungen: „Ich möchte in der nächsten Saison, dass alle 1000 % geben und dass wir attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen. Wenn wir hinten liegen, erwarte ich, dass wir uns – wie in der letzten Saison – nicht hängen lassen, versuchen immer wieder zurückkommen und auch Rückstände aufzuholen. Das kann aber nur geschehen, wenn alle den nötigen Willen und Kampfgeist haben.“ Koert, der auf der Position des Mittelstürmers zu Hause ist, wechselte im Juli 2018 von GS Cappenberg zur Westfalia und geht somit in seine dritte Saison bei den Grün-Weißen. Er hatte nach seinem Wechsel aus der Kreisliga C keinerlei Anpassungsschwierigkeiten und wurde in seiner ersten Saison mit 24 Treffern gleich Torschützenkönig der C-Junioren-Bezirksliga. In der abgebrochenen vergangenen Saison konnte er starke 12 Tore erzielen.

An seiner Seite glänzt seit zwei Jahren Ben Kautz (Foto rechts) der im Juli 2017 vom TuS Niederaden nach Wethmar wechselte. Kautz stand Koert dabei in nichts nach und erzielte in seiner ersten gemeinsamen Saison mit Koert satte 21 Treffer. Letzte Saison steuerte er starke fünf Treffer sowie sieben Vorlagen bei. Hensler ist im grün-weißen Jugendbereich schon ein Urgestein, spielt er doch schon seit 2011 bei der Westfalia. Anders als Koert und Kautz ist Mika Hensler (Foto links) als Innenverteidiger eher fürs Verhindern von Toren denn fürs Toreschießen zuständig. „Oskar ist eine absolute Führungspersönlichkeit. Er geht immer voran, sagt stets seine Meinung, spricht auch mal unangenehme Themen an und eckt dadurch eben auch mal an. Auch Mika und Ben sind starke Führungspersönlichkeiten und gehen voran. Mit den Dreien haben wir ein starkes Trio gefunden, welches gut harmoniert und die Mannschaft auch durch eventuelle schwierige Phasen führen wird“, findet Nowak nur lobende Worte über das Kapitäns-Trio.

Nach der langen Corona-Pause steht für die Mannschaft auch eine intensive Vorbereitungszeit an, in der sie sich mit vielen Trainingseinheiten, Testspielen und – soweit möglich – auch Aktivitäten außerhalb des Platzes auf die Herausforderung in der Landesliga vorbereitet. Da es aufgrund der momentanen Verordnungen nicht möglich ist, ein externes Trainingslager durchzuführen, das den Ansprüchen von Mannschaft und Trainerteam gerecht wird, möchte man in den Ferien über ein Wochenende zumindest ein „Trainingslager“ auf der eigenen Platzanlage veranstalten. Alles immer mit dem Zusatz versehen, dass sich die Corona-Situation nicht wieder verschlechtert.

„Wir werden im Laufe der Vorbereitung hart arbeiten, aber auch viel Spaß miteinander haben. Auch das „Trainingslager“ wird eine tolle Sache werden. Wir werden den Großteil des Tages zusammen verbringen und auch ein paar Sachen fürs Teambuilding einbauen. Die Jungs werden auch in diesem Jahr wieder zu einer Einheit zusammenwachsen. Wir haben in der letzten Saison gemerkt, was es bringt, wenn man sich als absolute Einheit präsentiert. Der Teamgeist war einfach außergewöhnlich und jeder hat das Wohl der Mannschaft in den Vordergrund gestellt“, so Nowak.

Am vergangenen Mittwoch veröffentlichte der Verbands-Jugend-Ausschuss die Staffeleinteilungen für die kommende Saison. Dabei wurden die Grün-Weißen wunschgemäß in Staffel 2 eingruppiert. Nachdem aufgrund des Saisonabbruchs entschieden wurde, den Abstieg auszusetzen, gehen in der kommenden Saison 28 Mannschaften, die in zwei Gruppen zu je 14 Mannschaften eingeteilt wurden, in der Landesliga an den Start. Neben dem TuS-Nachwuchs gehen die Mannschaften der Hammer SpVg, vom SuS Stadtlohn, TuS Sundern, FC Borussia Dröschede, DSC Wanne-Eickel, SuS Olfen, der SpVgg Vreden, SG Wattenscheid 09 und Spvgg. Erkenschwick sowie die Zweitvertretungen des Hombrucher SV, VfB Waltrop, TSV Marl-Hüls und der Spfr. Siegen in der Staffel 2 an den Start. Mit Wethmar, Olfen, Siegen und Erkenschwick spielen vier der sechs Aufsteiger in dieser Staffel. Die Meisterschaft soll am 06. September beginnen. Die Veröffentlichung des Rahmenterminplans ist vom Verband innerhalb der nächsten zehn Tage geplant. Die Durchführungsbestimmungen mitsamt der Auf- und Abstiegsregelungen sollen spätestens drei Wochen vor Saisonbeginn veröffentlicht werden.

„Das ist soweit die Gruppeneinteilung, die ich auch erwartet habe. Nachdem wir mit der Veröffentlichung des Startdatums der Meisterschaft wussten, auf welches Datum wir hinarbeiten, ist die Gruppeneinteilung der nächste Schritt auf diesem Weg. Viele Mannschaften kenne ich bereits und gegen einige haben die Jungs in diesem Jahrgang schon gespielt. Somit wissen wir, was uns erwartet. Die Corona-Pause wird auch ein Faktor sein. Es wird interessant zu beobachten sein, wie die Mannschaften mit der langen Pause – trotz der Vorbereitungszeit – klarkommen. Wir freuen uns auf jeden Fall auf eine interessante Saison und werden uns keinesfalls verstecken“, kündigt Nowak an.

Auch Koert hat eine Meinung über die neue Herausforderung. „Es ist schwierig, diese Liga und vor allem die Mannschaften einzuschätzen. Ich glaube allerdings, dass wir gute und realistische Chancen haben, die Klasse zu halten, wenn wir einen ähnlichen Fußball wie in der letzten Saison spielen“, ist Koert optimistisch und schickt abschließend ein Lob in Richtung seiner Mannschaftskameraden: „Wir sind auf allen Positionen gut aufgestellt und können jederzeit nahezu ohne Qualitätsverlust wechseln.“

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