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Ein Sieg der Moral im Abstiegskampf

Westfalia-Erste schlägt den SC Dorstfeld knapp mit 3:2

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Es war wieder einmal eine schwere Geburt, aber Mutter und Kind sind wohlauf: Die 1. Mannschaft des TuS Westfalia machte am viertletzten Spieltag einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt und bezwang den SC Dorstfeld mit 3:2 (1:1).

Die „Mutter“ musste sich nach dem komplizierten Vorgang allerdings erst einmal sammeln: „Wir haben uns das Leben über weite Strecken selbst sehr schwer gemacht“, erklärte Trainer Rolf Nehling, der sein „Kind“ allerdings am Ende fest in den Arm nahm. „Die Jungs haben jedoch alles gegeben, konnten die Rückschläge wegstecken und am Ende ein letztes Mal zurückschlagen. Wir haben absolut Moral bewiesen.“

Umjubelter Held des Siegtreffers war Joker Mike Küchler, der vier Minuten vor Schluss einen Querpass von Heptner am kurzen Pfosten zum 3:2 ins Netz jagte und den verdienten Dreier damit unter Dach und Fach brachte. In der verbleibenden Spielzeit warfen die Gäste alles nach vorne und schickten den Ball per Brechstange immer wieder in die Box der Westfalia, die mit Glück und Geschick aber den Sieg über die Zeit brachte.

Eigentlich hätte man sich auf grün-weißer Seite das Zittern viel früher sparen können, denn gegen einen nicht außerdordentlich spielstarken Dorstfelder Gegner war der TuS zwar feldüberlegen, versäumte es jedoch, zielstrebig und konsequent eine frühzeitige Entscheidung herbeizuführen. Nach dem 1:0 durch Heptner, der von Coerdt mustergültig bedient wurde, folgte kurz vor dem Seitenwechsel die kalte Dusche bei heißem Wetter, denn nach einem Standard kam der SCD per Abstauber zum Ausgleich.

„Auch wenn wir nicht konstant auf gutem Niveau agiert haben, haben wir ansonsten in der Defensive nichts zugelassen“, ärgerte sich Nehling, der in der Pause mehr Entschlossenheit forderte, um den Gegner nachhaltig anzuzählen. Und tatsächlich lief der Ball zumindest phasenweise besser, weil direkter, durch die Wethmarer Reihen, doch Heptner, Kowalski und Schöpf zielten noch nicht genau genug.

Erst als Holz mit seinem vermeintlich schwachen rechten Fuß zum 2:1 getroffen hatte, schien alles endlich nach Plan zu laufen, zumal der eingewechselte Wantoch von Rekowski, der später von Krämpfen geschüttelt wieder vom Platz musste, neuen Druck über die rechte Seite entfachte. Doch erneut folgte die Ernüchterung: Ein abgefälschter Ball senkte sich als Bogenlampe ins Wethmarer Gehäuse und sorgte mit der zweiten Chance der Gäste für den erneuten Ausgleich.

Die Grün-Weißen wirkten kurz geschockt, behielten den Kopf aber oben. „Auch wenn das heute spielerisch nicht unsere beste Leistung war, bin ich stolz auf die Jungs, weil sie einfach nicht aufgesteckt haben“, meinte Nehling. „Es war am Ende einfach Abstiegskampf pur, den die Jungs hervorragend angenommen haben.“ So verdiente sich der TuS letztlich auch das Happy-End, das drei Spieltage vor dem Ende gleichbedeutend ist mit einem Vier-Punkte-Polster auf die rote Zone.

TWW: Müller, Holz, Nagel, Pöhlker, Felsberg, Schöpf, Stork, K. Coerdt (80. Küchler), Kowalski, Podszuck (60. Wantoch von Rekowski/87. Kösling), Heptner.

Tore: 1:0 (12.) Heptner, 1:1 Hibbeln (45.), 2:1 Holz (65.), 2:2 (72.), 3:2 Küchler (84.).

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