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Drei Spiele, neun Punkte

B-Junioren bezwingen auch den SV Eintracht Jerxen-Orbke II mit 3:2

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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The same procedure as every week: Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand drehten die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar das Spiel gegen den SVE Jerxen-Orbke II und gingen letztlich verdient als Sieger vom Platz. Damit wahrten die Grün-Weißen ihre blütenweiße Weste und bestätigten zugleich ihren Ruf als „Drama-Queen“ der Liga.

Der Unterschied zu den beiden vorherigen Spielen war einzig, dass der TuS-Nachwuchs erst in Führung ging, ehe Jerxen-Orbke das Spiel zu seinen Gunsten drehte. Nachdem Oskar Koert in den vergangenen Spielen jeweils den Siegtreffer erzielen konnte, war es heute an Julian Papior, die Westfalia ins Glück zu schießen. „Es ist unglaublich, wie die Jungs Woche für Woche immer wieder die Rückschläge wegstecken. Ich habe letzte Woche bereits von Mentalitätsmonstern gesprochen und das haben die Jungs heute bestätigt. Gegen einen starken Gegner diese drei Punkte zu holen, freut uns natürlich“, lobte TuS-Coach Daniel Nowak, der zugleich nicht in Euphorie verfallen wollte und auch mahnende Worte fand: „Wir können uns nicht darauf verlassen, dass wir in jedem Spiel einen Rückstand zu unseren Gunsten drehen. Wir müssen in einigen Situationen einfach konsequenter verteidigen.“

Das Spiel hätte für Wethmar nicht besser beginnen können. Nach einer guten Anfangsphase bekamen die Jungs vom Cappenberger See einen Eckball zugesprochen. Diesen konnte Jerxen-Orbke noch weit aus der Box hinausbefördern. Conner Schönfelder sicherte den Ball und brachte diesen zurück in die Box. Steffen Beling legte den Ball daraufhin mustergültig auf Ben Kautz ab, der keine Probleme hatte, den Ball überlegt ins Gehäuse zu befördern (7.).

Nur kurz nach dem Führungstreffer sollte dem Gastgeber dann das Glück gleich doppelt hold sein. Eine kurz ausgeführte Ecke brachte ein SVE-Spieler anschließend scharf in die Box. Diesen Ball lenkte TuS-Schlussmann Paul Sikora an die Latte. Aus dem darauffolgenden Gewühl schoss ein SVE-Akteur das Spielgerät dann an den Außenpfosten. Es entwickelte sich daraufhin ein offenes Spiel mit hohem Tempo, in dem zuerst der TuS-Nachwuchs mehr Spielanteile haben und auch gefällig nach vorne spielen sollte. Mitte der Halbzeit verloren die Hausherren dann ein wenig den Faden und so wendete sich das Blatt zugunsten der Gäste.

Vor dem Ausgleichstreffer des Gastes aus Detmold war das Glück den Grün-Weißen dann nicht mehr hold. Einen Schuss parierte Sikora in starker Manier und wehrte in zur Seite ab. Sikora hechtete den Ball nach und brachte eine Hand auf den Ball. Ein Gäste-Spieler spitzelte diesen Sikora dann aus der Hand ins Toraus. Eigentlich ein Regelverstoß, der mit einem Freistoß für Wethmar hätte geahndet werden müssen. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Eckball für Jerxen-Orbke. Diesen brachte der Gast dieses Mal direkt in die Box. Ein SVE-Innenverteidiger war sehr gut eingelaufen und köpfte unhaltbar für Sikora ein (33.). „Ich habe die Situation vor dem Eckball nicht richtig sehen können. Das wurde mir nach dem Spiel dann zugetragen, dass es ein Foul gewesen sei. Das ist natürlich ärgerlich, aber wir müssen den Eckball einfach deutlich besser verteidigen. Dann passiert das Gegentor nicht“, ärgert sich Nowak.

In der Halbzeitpause wurden aus TuS-Seite einige Anpassungen vorgenommen, um den Druck des SVE zu reduzieren und das eigene Spiel wieder mehr auf den Platz zu bekommen. Diese Änderungen sollten dann auch Früchte tragen, obwohl der zweite Spielabschnitt für die Grün-Weißen alles andere als gut losging. Bei einem vielversprechenden Angriff blieben die Jungs vom Cappenberger See an einem SVE-Verteidiger hängen, der dann sogleich einen Konter einleitete. Diesen spielte Jerxen-Orbke stark aus, sodass am Ende der Gäste-Stürmer nur noch verwerten musste (45.).

Von diesem Schock erholte sich die Westfalia aber sehr schnell und hatte ihrerseits nur kurz nach dem Rückstand die Möglichkeit, den Spielstand wieder zu egalisieren. Koert bekam einen sehr guten Steckpass gespielt, scheiterte aber im direkten Duell mit dem SVE-Keeper. Wethmar blieb aber weiterhin am Drücker und das klar spielbestimmende Team. Mit den Einwechslungen von Julian Papior und Fabian Fischer für Nico Knäpper und Conner Schönfelder wollte Wethmar dann neue Akzente in der Partie setzen (54.). Zwei Minuten später sollte sich ein Wechsel dann gleich ausspielen. Einen etwas zu tief gespielten Ball konnte Jason Jäger nicht erreichen, sodass dieser kurz vor der Grundlinie ins Seitenaus ging. Den Einwurf stellte der TuS-Nachwuchs zu, wollte aus der Situation einen Ballgewinn in der Nähe des gegnerischen Tores erzielen. Den Einwurf gewann S. Beling, der auf Fischer weiterleitete. Fischer wiederum setzte Jäger in Szene, der einen tollen Schnittstellenpass auf den durchstartenden Koert spielte. Dieses Mal sollte das Duell mit dem Torwart dann anders ausgehen, denn Koert schob den Ball am Torwart vorbei ins lange Eck (56.).

Nur kurz darauf stand Koert wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Papior flankte einen Ball auf den langen Pfosten. Koert nahm den Ball per Kopf ab, den der Torwart noch an den Pfosten lenken konnte. Der Ball prallte vom Pfosten auf an den am Boden liegenden Koert zurück und von diesem dann nur Zentimeter neben den Pfosten ins Toraus. Mit Kevin Berka für Julien Hagen wurde dann ein weiterer Wechsel auf Seiten des TuS vollzogen (60.). Berka war dann in der Entstehung auch am Siegtreffer der Grün-Weißen beteiligt. Berka spielte einen guten Pass auf den entgegenkommenden Kautz. Kautz spielte daraufhin einen Klatschball auf Kilian Grohs, der mit dem ersten Kontakt einen tiefen Ball auf Papior spielte. Papior nahm den Ball hervorragend mit und konnte sich im Laufduell gegen seinen Gegenspieler durchsetzen. Papior kreuzte in die Box und ließ dem Gäste-Schlussmann mit seinem Abschluss ins lange Eck nicht den Hauch einer Chance (64.). „Das war ein sehr schön herausgespieltes Tor. Julian macht das dann auch klasse. Er setzt sich super durch, behält aus keiner einfachen Position und unter Gegnerdruck die Nerven und schließt richtig stark ab“, lobte Nowak.

Im Anschluss an den erneuten Führungstreffer spielte Wethmar das ganze dann runter, brachte mit Tarek Bali für Koert noch einen Mann zur Absicherung des Ergebnisses (73.). Einen guten Angriff der Gäste hatte die Westfalia kurz vor Schluss dann doch noch zu überstehen. Über ihre linke Seite spielte Jerxen-Orbke einen Angriff in Richtung der grün-weißen Grundlinie. Den Ball brachte der Spieler der Gäste dann scharf in die Box, wurde dort aber von Kilian Grohs abgefangen und geklärt.

In der dreiminütigen Nachspielzeit bekam Jerxen-Orbke dann noch einen Eckstoß zugesprochen. Der SVE-Schlussmann rückte für diesen mit in die Wethmarer Box. Der Eckball wurde geklärt und gab Wethmar eine Möglichkeit für einen Konter. Jäger kam an den Ball und sah, dass der SVE-Keeper noch nicht wieder im Tor war. Jäger zögerte nicht und schoss den Ball unter Gegnerdruck aus 45 Metern aufs Tor. Der Schuss verfehlte sein Ziel nur um wenige Zentimeter.

Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter das Spiel dann ab und so konnten die Jungs vom Cappenberger See über den dritten Sieg im dritten Spiel feiern. „Wir haben heute eine sehr starke Leistung gezeigt. Wir hatten tolle Kombinationen und haben auch stark gegen den Ball agiert. Auch unsere Wechsel funktionieren momentan richtig gut“, sagte Nowak und fügte abschließend hinzu: „Wer hätte schon gedacht, dass wir als Aufsteiger – mit dem Ziel Klassenerhalt – nach drei Spielen mit neun Punkten dastehen? Wir verstecken uns nicht und spielen mutig. Da bereiten uns die Jungs momentan viel Freude und mit ihren couragierten Auftritten belohnen sich die Jungs momentan einfach selbst. Auf diesen Erfolgen ruhen wir uns allerdings nicht aus und werden nun weiter hart arbeiten, um uns weiter zu verbessern.“

TWW: Sikora – S. Beling, Hensler, T. Beling, Grohs, Koert (73. Bali), Jäger, Hagen (60. Berka), Knäpper (54. Papior), Schönfelder (64. Fischer), Kautz.

Tore: 1:0 (7.) Kautz, 1:1 (33.), 1:2 (45.), 2:2 (56.) Koert, 3:2 (64.) Papior.

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