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Deutlicher Erfolg im Spitzenspiel

B1-Junioren bezwingen Westfalia Rhynern II mit 4:0

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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„Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es.“ Dieses Zitat des verstorbenen deutschen Philosophen Immanuel Kant bildete heute die Basis für die Herangehensweise der B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar im Spitzenspiel gegen die Zweitvertretung von Westfalia Rhynern. Und diese war letztlich ziemlich erfolgreich, denn so konnte sich TuS-Coach Daniel Nowak am Ende des Spiels über einen deutlichen 4:0-Heimerfolg seiner Jungs freuen.

„Das war ein wichtiger und hochverdienter Sieg für uns. Den haben sich die Jungs absolut verdient“, jubelte Nowak und führte weiter aus: „Das Zitat passte zum heutigen Spiel einfach wie die Faust aufs Auge, denn wir wollten mal wieder ein echtes Top-Duell für uns entscheiden. So sind wir auch aufgetreten. Wir haben Rhynern fast über die komplette Distanz beherrscht, hatten nur in der ersten Halbzeit eine kurze Phase, in der uns ein wenig die Präsenz gefehlt hat. Wir hatten noch einige gute Torgelegenheiten, um das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Defensiv haben wir zudem überhaupt nichts anbrennen lassen.“

Gleichzeitig kam der VfL Mark in einem weiteren Top-Duell zu einem knappen 1:0-Erfolg gegen den Holzwickeder SC, während der SuS Kaiserau 5:1 gegen Germania Lohauserholz gewann. Somit wurde aus dem Fünfkampf um die Meisterschaft vorerst ein Dreikampf, denn so stehen Wethmar (+49), Kaiserau (+43) und Mark (+27) momentan allesamt bei 34 Punkten, lediglich das Torverhältnis trennt die Mannschaften. Auf Rhynern ist das Polster nun schon auf fünf Punkte angewachsen. Das Wort „Meisterschaft“ bleibt aber weiterhin aus dem Vokabular des TuS-Nachwuchses verbannt. Auf Nachfrage verwies der Linienchef nur auf seine Worte vom vorvergangenen Spieltag, dass die Tabellenführung nur eine „Momentaufnahme“ und ihm „vollkommen egal“ sei. Die Mannschaft schaue „nur von Spiel zu Spiel“ und wolle „einfach nur schönen Fußball zeigen und sich weiterentwickeln.“

Pünktlich zum Anpfiff schlossen sich die Wolken und das Spiel konnte somit auf zwar nassem Untergrund – dafür aber ohne Regengüsse – gestartet werden. Und von Beginn an merkte man, dass sich der TuS-Nachwuchs einiges vorgenommen hatte. Dieser agierte hochkonzentriert und ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. Zudem hatte dieser für fast jede Pressingsituation des Gegners den richtigen Drucklöser parat.

Das Geschehen spielte sich in Halbzeit eins zumeist zwischen den Strafräumen ab. Wethmar zeigte zwar immer wieder vielversprechende Spielzüge, diese sollten allerdings bis weit in die erste Halbzeit hinein nicht von Erfolg gekrönt sein. Immer wieder bekam die SVW-Abwehr die Situation – teils in höchster Not – bereinigt. So wurde ein scharf in die Box gebrachter Ball vor dem einschussbereiten TuS-Akteur Frederic Fischer geklärt oder ein Schuss von Niklas Tittelbach noch entscheidend geblockt.

Mitte der ersten Halbzeit kam es zu einem kleinen Bruch im Spiel der Grün-Weißen, als ihnen für kurze Zeit die Präsenz im Mittelfeld abhanden kam. Aus dieser schwächeren Phase der grün-weißen Westfalia konnte die blau-weiße Namenscousine aus Hamm allerdings kein Kapital schlagen, denn Rhynern fehlte fast über die komplette Distanz eine gute Idee im Angriffsspiel. Die TuS-Defensive präsentierte sich auch einmal mehr bärenstark, die größte Chance für Rhynern kreierte Wethmar selbst, als ihnen beim Stand von 2:0 fast ein Eigentor unterlaufen wäre.

Kurz darauf nahm wieder Wethmar das Heft des Handelns in die Hand und sollte sich für ihre gute Leistung dann noch vor dem Halbzeitpfiff belohnen. Nach einer guten Kombination über die linke Seite spielte Tittelbach einen feinen Steckball auf Fischer. Dieser drang in die Box ein, behielt vor dem SVW-Schlussmann die Ruhe und schob ihm denn Ball durch die Hosenträger hindurch ins Gehäuse – die Führung für den TuS-Nachwuchs (36.)! Dieser Treffer schien eine befreiende Wirkung für die Jungs vom Cappenberger See zu haben, denn in der Folge spielten sie noch spielfreudiger und zielstrebiger in Richtung des Tores der Gäste. Vor dem Halbzeitpfiff hatten die Hausherren noch die Großchance auf das zweite Tor. Nach einem tollen Außenristpass von TuS-Kapitän Niklas Bohle durch die Schnittstelle der SVW-Abwehr kam Mattis Kühlkamp an den Ball. Kühlkamp nahm den Ball sehr gut mit und spielte diesen mit einem Heber über den Gäste-Keeper. Das Glück war in diesem Falle allerdings der Westfalia aus Rhynern hold, denn der Ball prallte vom Querbalken zurück ins Feld und auch der anschließende Schuss konnte von den Gästen geblockt werden.

In der Halbzeitpause wurde die Mannschaft vor allem für ihr bisheriges Auftreten gelobt und es wurden noch ein paar taktische Dinge angesprochen. Zudem erinnerte Nowak seine Jungs noch einmal an das vorab erwähnte Zitat und gab die Anweisung mit auf dem Weg, ein besonderes Augenmerk auf die Restverteidigung bei Offensivaktionen zu legen. „Ich war schon in der Halbzeitpause vollkommen überzeugt davon, dass wir heute ohne Gegentor vom Feld gehen werden. Wir wollten trotzdem unbedingt das zweite Tor nachlegen, um uns etwas Ruhe zu verschaffen“, sagte Nowak.

Und Wethmar begann die zweite Halbzeit dann auch wie die Feuerwehr, wollte unbedingt den zweiten Treffer nachlegen und hatte zwei große Möglichkeiten, dieses Zwischenziel zu erreichen. Nach einem Schnittstellenpass von Fischer auf Leon Beile kam dieser in der SVW-Box zum Abschluss. Seinen Schuss lenkte der Torwart mit einer hervorragenden Parade allerdings noch über den Querbalken. Eine weitere große Möglichkeit hatte Bohle, der nach einem Freistoß von Beile mit der Fußspitze an den Ball kam. Sein Abschluss ging allerdings knapp über das gegnerische Gehäuse.

Nach 45 gespielten Minuten kam dann Jason Jäger für Kühlkamp in die Partie, der im weiteren Laufe des Spiels noch seine Joker-Qualitäten unter Beweis stellen sollte. Wethmar diktierte weiterhin das Geschehen, wurde nach einer weiteren Abschlussmöglichkeit aber jäh aus dem Spielfluss gerissen, als der Schiedsrichter die Partie wegen eines Hagelschauers unterbrach und beide kurzzeitig Mannschaften in die Kabinen bat. Diese Unterbrechung tat der Spielfreude der Grün-Weißen allerdings keinen Abbruch, sodass in der 56. Minute Jäger dann erstmalig seine Joker-Qualitäten, zuerst allerdings als Vorlagengeber, unter Beweis stellen konnte. Jäger wurde auf der linken Seite von Felix Gabel angespielt, spielte den Ball dann mit dem linken Außenrist die Linie runter auf Tittelbach, der einen diagonalen Laufweg nach außen einschlug. Tittelbach kam an den Ball, ließ seinen Gegenspieler mit einer starken Bewegung stehen und zog in hohem Tempo in die Box. Dort ließ er dem blau-weißen Schlussmann im direkten Duell keine Abwehrmöglichkeit und stellte somit auf 2:0 für seine Farben (56.).

Kurz nach seinem Treffer hatte Tittelbach nach einem tollen Spielzug über die rechte Seite eine erneute Top-Chance, sein Schuss ging allerdings knapp über den Querbalken. Im Angesicht des Spielstandes brachte Nowak dann den etwas defensiver orientierten und frischeren Kilian Grohs für Fischer in die Partie, der sich auch sogleich gut in die Mannschaft einfügte und mit seiner Ballsicherheit zu überzeugen wusste. Das 3:0 für den TuS-Nachwuchs fiel dann in die Kategorie "Kuriositäten-Kabinett": Nach einem langen Schlag aus der TuS-Abwehr setzte Tittelbach den SVW-Verteidiger unter Druck. Dieser wollte den Ball 35 Meter vor seinem Tor zu seinem Torwart zurückspielen, traf den Ball dann aber so, dass dieser über seinen verdutzten Schlussmann hinweg ins eigene Gehäuse segelte (65.).

Damit war die Vorentscheidung in diesem unerwartet einseitigen Spitzenspiel gefallen. So sicherten die Jungs vom Cappenberger See mit zwei weiteren Wechseln samt Systemumstellung noch das Ergebnis ab. Es kamen Pascal Schmidt für Bohle und Jonas Rudwill für Gabel in die Partie. Aber die grün-weiße Westfalia hatte das Thema „Torerzielung“ noch nicht ad acta gelegt. Nach zwei weiteren Top-Chancen von Tittelbach war es am Ende Jäger, der seine Joker-Qualitäten nun auch im Abschluss unter Beweis stellen durfte. Nach einem Spielzug über halbrechts, bekam der durchgelaufene Sebastian Czarnietzki einen Steckball gespielt. Dieser behielt die Übersicht und legte quer auf Jäger, der nur noch zum Endstand einzuschieben brauchte (76.).

„Wir haben heute eine richtig, richtig starke Leistung gezeigt. Die zweite Halbzeit war dann auch nochmals besser als die erste, da hat das erste Tor einfach eine gewisse Lockerheit reingebracht. Wir haben sowohl defensiv als auch offensiv vollends überzeugt, waren sehr präsent und haben eine tolle Ballsicherheit an den Tag gelegt. Zudem haben wir die Pressingaktionen des Gegners immer wieder gut überspielt und hatten in engen Situationen zumeist einen Drucklöser parat“, lobte Nowak abschließend.

TWW: Sikora – T. Beling, Grimm, Beile, Fischer (62. Grohs), Tittelbach, Lehn, Kühlkamp (45. Jäger), Bohle (70. Schmidt), Czarnietzki, Gabel (72. Rudwill).

Tore: 1:0 (36.) Fischer, 2:0 (56.) Tittelbach, 3:0 (65.) Eigentor, 4:0 (76.) Jäger.

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